Online: Johann Ludwig Künckel (1712 – 1767) und der Neunkirchener Kirchenskandal

Abstract eines Vortrags von Pfarrer Dr. Tim Elkar, gehalten am Buß- und Bettag 2021, Ev. Kirche Neunkirchen

Link zur PDF: 2021 Buss- und Bettag – Vortrag

Literatur:
Matthias Dahlhoff, Geschichte der Grafschaft Sayn, Dillenburg 1874, S. 127, 149, 303 f.
A. Rosenkranz, Das Evangelische Rheinland II, Düsseldorf 1958, S. 286
Fromme, Fritz, Geschichte des Freien Grundes und des Hickengrundes, Burbach/Neunkirchen? {1964?], S. 47
Walter Thiemann, Johann Ludwig Künckel und der Neunkirchener Kirchenskandal. Ein Pfarrerschicksal im 18. Jahrhundert, Neunkirchen 1975
F.W. Bauks, Die evangelischen Pfarrer in Westfalen, Bielefeld 1980, Nr. 3539
J. Gruch, Die evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrer im Rheinland III, Bonn 2018, Nr. 7341 (3 Kinder)

Quellen:
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen, F 001 (Reichskammergericht), K 652 – Band: 1-3

Siegerland-Heft Nr. 2/2021 erschienen

Alte Vogtei Burbach vor der Renovierung, Foto: A. Bingener

Inhalt:

– Bender, Alfons: Das vergessene Hammerwerk, S. 121
– Bingener, Andres: Der Zehnte und die Zehntscheunen in Burbach, S. 132
– Bäumer, Herbert: Die Luftschutzbunker in der Stadt Siegen, S. 139
– Kelm, Michael: Der Kriegsflugplatz Lippe und seine Anschlussbahn, S. 151
– Lerchstein, Wilfried: Kraftpost und Landkraftpost: Mehr Mobilität und eine bessere Postversorgung im Siegerland, Teil 2, S. 170
– Heetfeld, Rolf: Erinnerungen an Weidenauer Industriegeschichte und die Entstehung der Philharmonie Südwestfalen, S. 191

Bezug über den Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein

Dr. Lothar Irle und der SGV

„ …. 1950 wird dann …. Dr. Lothar Irle aus Kreuztal zum Bezirksvolkstumswart gewählt. ….

Dr. Lothar Irle wird als Nachfolger des am 13. März 1952 im Amt verstorbenen Emil Reusch zum neuen Bezirksvorsitzenden gewählt.

Damit war die NS-Vergangenheit im Bezirksvorstand aber nicht abgestreift. Lothar Irle hatte an den Universitäten Marburg und Frankfurt am Main nordische und Deutsche Philologie, Geschichte und Volkskunde studiert. Bereits 1931 wurde er Mitglied der NSDAP. Irle war unter aderem Gauschulungsredner der NSDAP und Mitgliede der Reichslesebuchkommissionen Hessen und Ruhrgebiet. Nach seiner Promotion im Jahre 1934 verließ er den Schuldienst und war als Dozent für Volkskunde an der Hochschule für Lehrerbildung in Dortmund tätig. „Diesen steilen Aufstieg verdankte er dem Umstand, dass er sich als „Vorkämpfer für den Nationalsozialismus“ hervorgetan hatte.“ (Siegener Zeitung). Ab 1938 war er im Gau Westfalen-Süd Gauführer des Nationalsozialistischen Deutschen Dozentenbundes. Irle war bekennender Antisemit. Aufgrund seiner erheblichen NS-Belastung wurde er nach dem Krieg im Zuge der Entnazifizierung aus dem Schuldienst entlassen und nicht wieder eingestellt. Seither war er als Versicherungsvertreter tätig. Auch Dr. Irle war für Wilhelm Münker, immerhin Namensgeber des SGV-Jugendhofes in Arnsberg, als Bezirksvorsitzender nicht tragbar. Dies geht aus Briefen Münkers an den Hauptvorstand hervor. Seitens des SGV wurde im Jahre 1963, also zur Amtszeit von Lothar Irle als Bezirksvorsitzender, ein Antrag zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an ihn gestellt. Dieser Antrag wurde abgelehnt. Der Vorgang ist bei der Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein archiviert. (Az.: 032-20, 1963 – 1965)

In die Amtszeit von Lothar Irle fällt die erstmalige Verpachtung der Raststätte Kindelsberg an die Krombacher Brauerei. Am 1. Januar 1962 übernimmt der Unterpächter Edelhoff die Raststätte. ….“

aus: Reik-Riedesel, Udo/Tröps, Dieter: 1896 – 2021 – 125 Jahre SGV Bezirk Siegerland e. V. Festschrift zum Vereinsjubiläum, [Siegen] 2021, S. 20 – 21. Anm: Zur Verpachtung s. a. S. 46 – 48.

Online: Karl Joseph Ley: „Zur Geschichte und ältesten Entwickelung der Siegerländer Stahl- und Eisen-Industrie

ein Beitrag zur Wirtschafts-Geschichte des Siegerlandes“

Die Universität- und Landesbbliothek Münster hat unlängst die Dissertation des aus Netphen-Irmgarteichen stammenden Karl Joseph Ley (*19. März 1881) online verfügbar gemacht.

Vortrag: Traute Fries: „Von den Juden im Siegerland“

»1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«

In der neuen Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird Traute Fries am Donnerstag, den 9. Dezember 2021, die regionale Perspektive zu 1.700 Jahren jüdischen Lebens in Deutschland beleuchten und wichtige historische Stationen des Zusammenlebens der Kulturen und Religionen im Siegerland nachzeichnen.
So gibt es lediglich zwei urkundliche Hinweise auf Juden im ausgehenden Mittelalter. Strenge Verordnungen untersagten deren Ansiedlung sogar im nassauischen Siegerland; es galt wirtschaftliche Konkurrenz abzuhalten. Jüdischen Händlern aus Hessen wurde etwa nur die Beteiligung an Siegener Markttagen erlaubt. Die Bezeichnung „Judengasse“ beim Wittgensteiner Flügel des Unteren Schlosses lässt im 18. Jahrhundert keine eindeutige Entstehung zu. Überliefert ist jedoch, dass ein Benjamin Moses aus dem Sauerland im Jahr 1797 vom Freiherrn von Fürstenberg ein Grundstück in Burgholdinghausen erwarb. Einer seiner Nachkommen ist der Siegener Hugo Herrmann. Ein weiterer hessischer Händler, Isaac Rosenberg, ließ sich 1817 in Siegen nieder und kämpfte jahrzehntelang um das Bürgerrecht. Erst durch den Bau der Bahnstrecken Köln-Siegen und Hagen-Siegen kam es zum Ende der 1860er Jahre zum Zuzug jüdischer Familien, vorwiegend Kaufleute, Metzger sowie Vieh- und Fellhändler. 1884 gründete sich dann die Synagogengemeinde Siegen. Als ihr Vorsteher diente Meyer Leser Stern, gebürtig aus Hohenlimburg. In Stadt und Kreis Siegen lebten damals 234 Menschen jüdischen Glaubens, 1933 waren es 211. Weiterlesen →

Adventskalender von 1947 im Archiv für Alltagskultur des LWL


Ann-Kathrin Holler staunte nicht schlecht, als sie im November den Neuzugang im Archiv der Kommission Alltagskulturforschung beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) betrachtete. In ihren Händen hielt die studentische Mitarbeiterin einen Adventskalender aus dem Jahr 1947 von einer Familie aus Gütersloh. Dabei handelt es sich um einen Papierkalender (26,0 x 35,0 cm) im Vierfarbdruck mit 24 Papiertürchen, hinter denen sich einzelne Abbildungen verbergen. Der vom Zeichner E. Hetzel 1945 signierte Kalender wurde 1947 mit einer Auflage von 60.000 Stück im Peter Hartmann Verlag im Landkreis Dresden verlegt und vermutlich im Buch- und Schreibwarenhandel in ganz Deutschland vertrieben.

„Besonders fasziniert haben mich die farbenfrohe, fröhliche Gestaltung, die ich zwei Jahre nach Kriegsende nicht erwartet hätte, sowie die Tatsache, dass der Kalender über 70 Jahre lang aufbewahrt wurde und so gut erhalten ist. Dieses schöne Stück hat mich dazu veranlasst, mich mit der Geschichte des Adventskalenders auseinanderzusetzen,“ so Holler. Adventskalender und ihre Vorformen sind schon mindestens seit Beginn des 19. Jahrhunderts in Gebrauch. Sie sollten die Kinder in der Vorweihnachtszeit geistig und seelisch auf das Fest der Geburt Jesu Christi einstimmen. Vielfach verbanden die Kalender religiöse und pädagogische Anliegen, indem beispielsweise ein Tannenbaum täglich mit Versen aus der Bibel bestückt wurde oder die Kinder jeden Tag einen Strohhalm in eine noch leere Krippe legen durften. Weiterlesen →

Online: Siegerländer National-Zeitung (1933 – 1943)

Ausschnitt aus der Startseite des Projektes (Screenshot)

Das Zeitungsportal NRW hat die „Siegerländer National-Zeitung“, ein „amtliches Organ der NSDAP und amtliches Kreisblatt für Siegen-Stadt und –Land“ online verfügbar gemacht.. Das Blatt erschien bis 1934 unter diesem Titel, dann bis 1943 als „National-Zeitung“ sechsmal wöchentlich.
Im Portal findet Ihr die „Siegerländer National-Zeitung“ hier: https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/titleinfo/14661026

Quelle: Zeitungsportal NRW, Facebook-Eintrag v. 20.11.21