Heute vor 160 Jahren: Jakob Henrich geboren

Quelle: Deutscher Reichsanzeiger, 8. Mai 1901

Jakob Henrich, (1862-1961) war Siegerländer Lehrer, Heimatautor und Kommunalpolitiker. Henrich erlangte vor allem unter Pseudonym Bergfrieder Bekanntheit. Seine Kolumne “Ausguck“ in der christlich-sozialen Tageszeitung „Das Volk“  nahm häufig antisemitische Züge an. Dieser Eintrag versteht sich einerseits als erste Information zu Henrich, der von der aktuellen Diskussion um die Umbenennung von Straßennamen in Siegen betroffen ist, andererseits ist diese Zusammenstellung eine Einladung, sich weiter mit Jakob Henrich zu beschäftigen. Denn für diesen Text konnten noch lange nicht alle Quellen ausgewertet werden.

geb. 27. Februar 1862 in Siegen-Eisern, gest. 3.Oktober 1961 in Kreuztal-Krombach[1]
ev.

Familie
aufgewachsen in einfachen Verhältnissen[2]
1 Schwester, 1 Bruder[3]
ab 1870 Vollwaise[4]
Heirat 17. Oktober 1893 Krombach mit Lina Müller[5]
-Dezember 1895 Paul Henrich [6]
2. Heirat 20. Juli 1915 Ferndorf mit Henriette Münker[7]
– 1917 1 Tochter [8]

Ausbildung/Beruf
Haldenjunge[9]
„Weiterbildung in den Abendstunden“[10]
Prägend für die Berufswahl die Schriften des Pädagogen Johann Friedrich Herbart [11]
ab 1880 Präparanden- und Lehrerseminar Hilchenbach[12]
ab 1883 Lehrer in Weidenau und Siegen[13]
1884/85 Militärdienst[14]
Redakteur der „Siegerländer Volksfreund“[15]
1901 Wahl in den Vorstand der Westdeutschen Verlagsanstalt e. G. m b. H.[16]
1889 Bewerbung um die zweite Lehrerstelle in Krombach mit Fürsprache des Krombacher Pfarrers Paul Stein[17] verlief wegen politischer (?) Vorträgen Henrichs vor dem evangelischen Jünglingsverein, im Arbeiterverein und im kirchlichen Gesangsverein in Krombach zunächst erfolglos[18]
Volksschullehrer, zuletzt Hauptlehrer in Krombach (1889-1924)[19]
30 Jahre Sonntagsschule[20]

Politik

1890 wegen Majestätsbeleidigung verklagt[21]
1893 Wahlkampf für Stoecker[22]
CSP, DNVP (mind. 1921-1930)[23]
Kreistagsmitglied Kreis Siegen 1921 – 1933[24]
– Erst im Wahlvorschlag für die Mitglieder der Kreislebensmittelkommission
– Als Ersatzmann
Bezirksausschuß Siegerland Volksbegehren gegen „Young-Plan und Kriegsschuldlüge“ (1929)[25]
EVD (1930-1933)[26]
bekannter Antisemit (siehe seine wöchentliche Rubrik „Ausguck“ in Das Volk, 1899-1927 [Anm.: Kolumne erschien bis 1941, 8.3.22])[27]
bekannt als „Bergfrieder“[28] und Henner Frank[29]
„ …. Die Symbole der von Stoecker gegründeten Christlichsozialen Partei: „Christentum, Vaterland und Sozialreform“ wurden auch die seinen [gemeint ist Henrich]. Von ihnen hat er mit Begeisterung in Wahlversammlungen auf den Dörfern, in Arbeiter- und Jünglingsvereinen und auf Lehrerkonferenzen gesprochen. ….“[30]
„Vorkämpfer stoeckerscher Ideen im Siegerland“ (Busch), „Vater der Stoeckergilde“[31]
„… Als Adolf Stoecker vor über 50 Jahren seine Heroldsrufe durch das deutsche Vaterland vernehmen ließ, horchte man besonders in unserer Heimat auf, und mit am aufmerksamsten die Siegerländer Lehrer. Da wurde auch dem jungen Jakob Henrich das Herz warm, und er konnte es nicht lassen, immer wieder davon zu reden und zu schreiben, was seine Seele erfüllte. Er hat sich’s Mühe und Arbeit kosten lassen, in der Heimat- und Volksgemeinschaft ein Dolmetsch der Stoeckerschen Forderungen zu sein. …“ (1937)[32]
Jakob Henrich wahrte jedoch Distanz zur NSDAP[33]
Henrich begrüßte die Wahl von Hermann Ehlers zum Bundestagspräsidenten[34]

Heimatautor
Heimatautor, zahlreiche Veröffentlichungen[35]
“ Stilling und Goethe. Ein Bühnenspiel in fünf Bildern.“, das im Siegerländer Heimatkalender 1954, 29. Jg., Siegen: Vorländer 1953, S. 109-112 gedruckt ist. Der Herausgeber Adolf Wurmbach leitet dort ein: „Das schlichte Bühnenspiel erhebt keinen Anspruch auf literarische Würdigung. Doch ist es Jakob Henrich gelungen, das charakteristisch Wertvolle an der Freundschaft der beiden Hauptpersonen seines Spieles verständlich darzustellen, daß [sic] es verdient, auf guten Laienbühnen aufgeführt zu werden. Es sei allen Spielgruppen, die sich ihrer volkserzieherischen Aufgabe bewusst sind, empfohlen.“[36]
nach NS-Ende Entlastungserklärungen u. a. für Rudolf Gädeke und Fritz Münker[37]

Straßenbenennungen: Jakob-Henrich-Straße in Krombach, Bergfriederstraße in Eisern[38]

Selbstaussagen
„Für Ahasver (den ewigen Juden!) sind die Rauch- und Rauschgifte nur Mittel zum Zweck, um die feinsten Nerven und den Willen der Wirtsvölker zu töten und die Betäubten ganz zu fesseln.“ (Ausguck, Das Volk, 10. Januar 1925)[39]

„Adolf Hitler hat jüngst in München dem Sinne nach gesagt, wir Deutsche seien deshalb so uneins, weil wir den gemeinsamen Feind nicht erkennten, gegen den wir zusammenstehen müssten wie ein Mann, … Dieser Feind sei der Jude. Nun meint Hitler mit dem Juden ganz offenbar nicht den Anhänger der jüdischen Religion, wohl aber die Rasse … – die Rasse, die in jahrtausendelanger Geschichte einen schrankenlosen Handels- und Mammonsgeist in sich hochgezüchtet hat, und zwar mit dem Ziel der Weltherrschaft und des Weltgenusses. … dieser Weltgeist hat auf andre Völker beträchtlich abgefärbt … Wie aus der Art geschlagene Juden …, so gibts[so !] in die herrschende Judenart geschlagene Deutsche, Briten, Holländer, Welsche.“ (Ausguck, Das Volk, 10. September 1927)[40]

„… wen die berufenen Vertreter der Partei [DNVP] küren, dem trauen sie zu, daß er das Zeug zum Führer hat [gemeint: Alfred Hugenberg]. … Die Ueberfremdung deutschen Besitzes und deutschen Geistes und Blutes wird er bekämpfen. Den Lebenskräften des Christentums wird er im öffentlichen Leben die Bahn frei machen helfen.“ (Ausguck, 27. Oktober 1928)[41]

„Die unheimlich sinkende Geburtenzahl in Deutschland, nicht bloß in Berlin, …, darf nicht damit abgetan sein, daß man … die Achseln zuckt: Schicksal! … Das ist … in erster Reihe Schuld! Und zwar nicht allein oder vorwiegend derer, die das keimende Leben ersticken, sondern derer, die … der Gewissen- und Gottlosigkeit und den sozialen … Mißverhältnissen zu Macht und Geltung verholfen haben. Und wenn ich immer wieder den Marxismus [parteipolitisch für H.: SPD und KPD] als den Todfeind des Christentums, der Volksgemeinschaft und der Arbeitnehmerschaft bezeichne, dannn habe ich ebenso oft hingewiesen auf den Vorläufer und Wegbereiter dieser geschlossensten, entschlossensten Feindschaft, nämlich den gottlosen, spottsüchtigen, kirchenfeindlichen Liberalismus und den von ihm gezeugten Erdensinn (Materialismus) … . Absichtliche Beschränkung der Geburten (ist) beliebt … aber nicht gedrungen bis in die unterste Schicht, wo neben der größten, ehrlichen Armut die selbstverschuldete Verarmung, die Entartung, die Verkommenheit, das Laster wohnt. Der zahlreiche Nachwuchs dieser gesunkenen Volksteile kann, als leiblich, geistig und sittlich minderwertig, auf die gut geartete Jugend nur verderblich wirken. Das bedeutet Verderbnis, Entartung der Rasse. … woher sollen dann schließlich die nötigen Arbeitskräfte kommen, ich meine körperlich, geistig und sittlich tüchtige Deutsche? Wird da nicht ein Zustrom ausländischer Kräfte aus kinderreichen Ländern unvermeidlich? Und wird durch Vermischung die deutsche Rasse nicht noch weiter verdorben? Was bleibt da schließlich von deutscher Heimaterde übrig für wirkliche Deutsche? Und was wird aus der gesamten christlichen, deutschen Kultur …? Dann kann sich das Schicksal der Goten in Italien bei uns wiederholen. … Das ist deine Zukunft, deutsches Volk, wenn du nicht endlich, endlich aufwachst und aufstehst und des inneren Feindes Herr wirst!“ (Ausguck,Das Volk, 7. Dezember  1929)[42]

„Mein Rufname hat mir lange übel gefallen. Jener Erzvater der Juden, … der Bruder und Vater so schnöde betrog und hinterging, der mit dem Gott seiner Väter geschäftelte wie ein Handelsmann … Und diesen verworfenen Namen hatte man mir angehängt.“ (Siegerländer Heimatkalender 1953, S. 60)[43]

Veröffentlichungen Jakob Henrichs [unvollständig]:
Jakob HENRICH,Ebert Silling. Ein Bühnenspiel in 8 Auftritten, Siegen 1906 (2. Aufl. 1949 Siegen [Vorländer], 20. S.)
[Jakob HENRICH (Bearb.), H. Bellebaum, Harold der Zigeunerkönig, 3. Aufl. 1924 ]
Jakob HENRICH, Unglinghausen, in: Heimatgrüße Nr. 10, 1926, S. 76-77
Jakob HENRICH, Der Oberbergmeister Johann Henrich Jung, ein Mann eigener Kraft, in: Heimatgrüße, Nr. 2 1926, S. 9-12, Nr. 3 1926, S. 17-18
Jakob HENRICH,Krombach im Siegerland, in: Sommerfrische Krombach im Siegerland, Siegen 1929, S. 23 – 25
Jakob HENRICH, Ein Siegerländer als Weltumsegler Gedenkblatt für Johann Christian Stahlschmidt, 1940
Jakob HENRICH, Erinnerungen an Oberstudienrat a. D. Dr. Schepp, in: Siegener Zeitung 12.6.1941
Jakob HENRICH, Adolf Stöcker und das Siegerland. Aus der Geschichte der Christlich-sozialen Bewegung, in Westfalenpost, 29.10.1949
Jakob HENRICH, Meine Ahnen, in: Siegerländer Heimatkalender, 1951, S. 63-64
Jakob HENRICH, Stöckerzeit im Siegerland – Steinzeit im Littfetal, Siegen [Vorländer], 1952, 108 S.
Jakob HENRICH, Bergfrieders Erinnerungen. Siegen 1952.
Jakob HENRICH, Jakob Henrich Schmick als Denker, in: Siegerländer Heimatkalender 30 (1955), S. 156 – 157
Jakob HENRICH, In der Schule bei Christian Schuß. Eiserns einziger Lehrer von 1865-1874, in: Unser Heimatland 1963, S. 150-151.

Exkurs zur Unterschutzstellung von Henrichs Krombach Wohnhaus, Pastor-Stein-Straße 18, (2015)[44]
„….. [D]er Landschaftsverband [Westfalen-Lippe] ….. empfahl die Unterschutzstellung des Gebäudes aus dem Jahre 1898. Errichtet wurde es für den Lehrer Jakob Henrich (1862-1961), auch bekannt als „Bergfrieder“, als zweigeschossiger Backsteinbau. Zwar ist das Haus nicht mehr im Originalzustand, weil viele Kunststofffenster nachträglich eingebaut wurden. Dennoch wecke das Gebäude den „Eindruck eines überwiegend aus dem Jahre 1898 gut erhaltenen, bescheiden repräsentativen, neoklassizistischen Wohnhauses“, heißt es in der Denkmalbegründung. Erbauer Jakob Henrich war vor seiner Lehrertätigkeit in Krombach in Siegen tätig. Das Wohnhaus errichtete er neben der damaligen Schule, die heute Besucherzentrum und Museum der Brauerei ist.
In seiner Begründung für den Denkmalwert hat der Landschaftsverband festgestellt, dass das Haus „den bescheidenen Wohlstand, den ein Lehrer in einer industrialisierten Region wie dem Siegerland erlangen konnte“, repräsentiere. Für die Unterschutzstellung sprächen auch städtebauliche Gründe, weil Henrichs Haus „gut in das Gefüge des historischen Ortskerns“ passe.“

Benutzte Archivalien
Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein, 1.0.1./Nr. 4 Kreistagsprotokolle 1921 – 1933, u. a. fol. 82, 89, 100, 110, 118, 172 198, 221, 232, 260, 287, 295 [Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein, 1.0.1./4]. Für die Auswertung bedanke ich ich mich der Kreisauszubildenden S. B.

Benutzte Literatur:
Albert BÖCKING, Dem „Bergfrieder“ Jakob Henrich zum Gedächtnis, in: Siegerländer Heimatkalender 39 (1964), S. 193-194
Lothar IRLE, Siegerländer Persönlichkeiten und Geschlechterlexikon, Siegen 1974, S. 137-138
Lutz LAGESTEDT, Deutsches Literatur-Lexikon. Das 20. Jahrhundert. Biographisches und Bibliographisches Handbuch, Band XVI Heinemann – Herrmann, Berlin 2011 [Renkhoff S. 299]
Ulrich Friedrich OPFERMANN, „Mit Scheibenklirren und Johlen“ Juden und Volksgemeinschaft in Siegerland und Wittgenstein im 19. und 20. Jahrhundert, Siegen 2009,
Dieter PFAU, Die Geschichte der Juden im Amt Ferndorf (1797 – 1943). „ Den Juden ist aber hier kein Leid zugefügt worden“, Bielefeld 2021, S. 50, 69, 204
Adolf WURMBACH, Jakob Henrich 100 Jahre alt, in Siegerländer Heimatkalender 1962, S. 59 – 63

Benutzte Zeitungen
Deutscher Reichsanzeiger, 8.5.1901
Westfälische Rundschau, 27.1.2015, 1.12.2017

Benutzte Online-Quellen:
Quelle: Eintrag im Regionalen Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein, Link http://akteureundtaeterimnsinsiegenundwittgenstein.blogsport.de/a-bis-z/gesamtverzeichnis/#henrich1 (Aufruf: 17.2.2022)
Eintrag Hermann Engelbert  im Regionalen Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein, Link: http://akteureundtaeterimnsinsiegenundwittgenstein.blogsport.de/a-bis-z/gesamtverzeichnis/#engelbert (Aufruf: 17.2.2022)
Eintrag Fritz Münker im Regionalen Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein, Link: http://akteureundtaeterimnsinsiegenundwittgenstein.blogsport.de/a-bis-z/gesamtverzeichnis/#muenker6 (Aufruf: 18.2.2022) [Reg. Personenlexikon Münker]
Seite Bedeutende Jung Stilling Forscher, Link: https://www.jung-stilling-forschung.de/index.php/de/?option=com_content&view=article&id=29 (17.2.2022)
GEDBAS-Datenbank des Vereins für Computergenealogie Eintrag J. H. https://gedbas.genealogy.net/person/show/1221218886, (Aufruf 17.2.2022)[=Gedbas]
GEDBAS-Datenbank des Vereins für Computergenealogie Eintrag Lina Müller, https://www.gedbas.de/person/ancestors/1221218886  (Aufruf: 18.2.2022) [=Gedbas Müller]

Noch zu sichtende, Literatur, Zeitungsartikel und Archivquellen
– Arbeitsgemeinschaft der Eiserner Vereine e . V (Hg.): 725 Jahre Eisern, Siegen 2014, s. 37
– Philippe BLANCHET, Die CDU des Siegerlandes. Entstehung, Entwicklung, 1945-1949, Siegen 1979, S. 16f
– Helmut BUSCH, Die Stoeckerbewegung im Siegerland, Siegen 1968 , S. XV
– Peter EGEN, Die Entstehung des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU. Bochum 1971. S.113
– Rainer FISCHELBACH, Von der Sonntags- und Fortbildungsschule zur Berufsschule: ein Beitrag zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Preussischen Siegerlandes 1815-1918, St. Katharinen 2004
– Jakob HENRICH, Adolf Stöcker und das Siegerland. Aus der Geschichte der Christlich-sozialen Bewegung, in Westfalenpost, 29.10.1949
– Jakob HENRICH, Meine Ahnen, in: Siegerländer Heimatkalender, 1951, S. 63-64
– Jakob HENRICH, Stöckerzeit im Siegerland – Steinzeit im Littfetal, Siegen [Vorländer], 1952, 108 S.
– Jakob HENRICH, Bergfrieders Erinnerungen. Siegen 1952.
– Jakob HENRICH, In der Schule bei Christian Schuß. Eiserns einziger Lehrer von 1865-1874, in: Unser Heimatland 1963, S. 150-151
– SGV-Bezirk Siegerland (Hg.): 100 Jahre Kindelsbergturm. Festschrift zum Jubiläum am 17. Mai 2007, Christi Himmelfahrt, Siegen 2007, S. 51
– Adolf WURMBACH, Jakob Henrich [90 Jahre alt; Ehrenbürger von Eisern], in: Monatsblätter des Siegerländer Heimatvereins 2 (1952); Teildruck in: Siegerländer Heimatkalender 1953, S. 88-89.

Siegener Zeitung, 28.8.1929, 6.11.1929, 22.1.1931, 3.3.1933
Hauptlehrer i.R. Jakob Henrich, Krombach, zum 75. Geburtstag in Siegener Ztg. Jg 115, Nr 48 v. 26.2.1937.
Der Lebensweise in Krombach. Jakob Henrich z. 90. Geburtstag in Siegener Ztg. Jg 130, Nr 48 v. 26.2.1952 u. Nr 50 v. 28.2.1952.
Adolf WURMBACH, „Es ist alles nur Gnade.“ Hauptlehrer a. D. Jakob Henrich wird 95 Jahre alt in Siegener Ztg. Jg 135, Nr 48 v. 26.2.1957.
26.2.1958, 13.2.1960, 25.2.1961
Der „Bergfrieder“ gestorben. Jakob Henrich, Krombach, d. älteste Mitbürger d. Siegerlandes, ist heimgegangen in Siegener Ztg. Jg 139, Nr 229 v. 3. 10., Nr 233 v. 7.10. u. Nr 234 v. 9.10.1961
Porträt der Woche: Jakob Henrich in Westfalenpost/Siegerländer Ztg. Jg 6, Nr 93 v. 21.4.1951.

Westfalenpost 28.2.1959
27.2.1960
Unser „Bergfrieder“ ist tot. Hauptlehrer i.R. Jakob Henrich starb im 100. Lebensjahr in Westfalenpost/Siegerländer Ztg. Jg 16, Nr 232 v. 4.10.1961.
9.19.1961, 17.10.1964

Jakob Henrich Eiserns Ehrenbürger in Unser Heimatland. Jg 32, 1964, S. 134-136.

Stadtarchiv Siegen
– Best. 901 / Stadtgeschichtliche Dokumentation, Nr. 208 Ehrenbürger und Ehrungen
– Best. D / Stadtverwaltung Siegen, 1919-1945, Nr. 1565, Aufsatz von Jakob Henrich „Ein Siegerländer als Weltumsegler Gedenkblatt für Johann Christian Stahlschmidt“, 1940

Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen
– FB Krombach / KG Krombach, Nr. 184, Beiträge und Notizen [von Hauptlehrer Jakob Henrich und seinem Sohn Paul Henrich?] zur Gemeindegeschichte und Ortsgeschichte, 1928-1939

Enthält u.a.: Chronik der Kirchengemeinde [Abschrift aus dem Lagerbuch?]; „Ein Siegerländer Schulmeister im 17. Jahrhundert“ über Hanss Henrich Edelgast, (1928); „Aus den Anfängen der Littfelder Schule“ (1935); Vorgeschichte Krombachs; „Der Uhrmacher“ über Uhrmacher Stoffel Richter (1935); Notizen über Krombach und seine Bewohner vor 1600; Notizen zum fürstlich-nassauischen Amtsrichter Johs. Bourbach zu Krombach; Krombach 1700-1815; Ahnentafel von Paul Henrich, erstellt 1939; Ahnentafeln der Familien Schreiber, Röcher, Nöll, Dreisbach; „Die Seelbacher Mühle“, 1937; Texte für (plattdeutsche) Theaterstücke, 1932-1936; „Treue Kameraden“ 1936,

Darin: „Heimatgrüße der Zeitung ‚Das Volk'“ Nr. 27/1928 mit dem Beitrag „Krombach im dreißigjährigen Kriege“; „Volkstum und Heimat. Heimatbeilage der Siegerländer-National-Zeitung“ Nr. 6/1936 mit dem Beitrag „Aus Krombachs Vergangenheit“; „Die Truhe. Aus der Heimat und ihrer Geschichte“ mit einem Beitrag „Krombach im dreißigjährigen Kriege“; Nachruf für Hebamme Auguste Bosch, 1936

– FB Krombach / KG Krombach, Nr. 185, Materialsammlung von Hauptlehrer Jakob Henrich zur Erstellung einer Ortschronik, 1913-1967

Enthält u.a.: „Die zweckmäßige Beschäftigung in den Jugendvereinen“, Vortrag von Hauptlehrer Henrich beim Lehrgang für Jugendpfleger und Jugendpflegerinnen im Kreis Siegen, 1916; Rede zum Geburtstag von Pfarrer Germann, 1931?; Rede zur Einweihung des Ehrenmals für die Gefallenen in Eisern, 1927; Programm und Festgruß zum 50-jährigen Jubiläum des Lutherhauses, 1932; Gedicht zum 98. Geburtstag von Hauptlehrer Henrich, 1960; Rede zur Stöckerfeier in Berlin, 1928; Ansprache vor schwäbischen Heimkehrern, 1918; Rede zur 25-Jahr-Feier des Volksvereins, 1928; Predigtmanuskripte, 1920; Konfirmationsansprachen; Lebenserinnerungen von Frau Fünfsinn anlässlich ihres 80. Geburtstags (29 Seiten); Vortrag von Wilhelm Gers über den Ausguck, 1938; Schriftwechsel mit dem „Bergfrieder“ zur Veröffentlichung des „Ausguck“ in der Zeitschrift „Das Volk“; Zeittabelle zur Geschichte Krombachs; „Krombach im dreissigjährigen Kriege“; „Ein Siegerländer Schulmeister im 17. Jahrhundert“; „Fünfzig Jahre kirchlicher Gesangsverein“; Gedicht von Karl Ley über eine Begegnung mit Jakob Henrich, 1961; Schriftwechsel mit dem Bundesarchiv über den Nachlass Jakob Henrich, 1961-1967; Urkunden- und Aktenauszüge; Verzeichnis der Prediger zu Krombach, Darin: Zeitungsartikel; „Ostrauer Chronik für alte und junge Ostrowianer“ Nr. 20/1913 mit Beitrag über Alexander Beheim-Schwarzbach; „Chronik der Familie Hinterhütte in Ernsdorf“, 1928

Stadtarchiv Kreuztal
Sammlung Erich Schmidt, Redeentwurf Jakob Henrichs „Dresler oder Stoecker“ 1893, in: Krombach. Die Chronik meines Heimatortes, Kopie aus der Sammlung von Erich Schmidt, S. 852a

Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen, Münster
– R 001 Personalakten Nr. 179
– K 340 / Kreis Siegen, Landratsamt bzw. Oberkreisdirektor, Nr. 677, Schule und deren Besetzung zu Krombach, 1820 – 1922

Bundesarchiv Berlin
– N 2203 Nachlass Reinhard Mumm, Nr. 118, Reichstagsabgeordneter R. Mumm.- Schriftwechsel, Bd. 21: Heg – Hen, 1925-1932, enthält u. a.: Hauptlehrer Henrich, Herausgeber der „Heimatgrüße“ in Siegen, über die Politik der DNVP und des CSVD

[1]Regionales Personenlexikon
[2] Jakob HENRICH, Bergfrieders Erinnerungen. Siegen 1952 zitiert nach Abdruck im Siegerländer Heimatkalender 1962, S. 59 – 63
[3] Jakob HENRICH, Bergfrieders Erinnerungen. Siegen 1952, zitiert nach Abdruck im Siegerländer Heimatkalender 1962, S. 59
[4]Lagestedt, S. 536
[5]Gedbas;  Laut Gedbas Eintrag Müller starb Henrichs erste Frau am 12. Dezember 1913 in Krombach
[6]Gedbas
[7]Gedbas
[8] Westfälische Rundschau 1.12.2017
[9] Böcking, S. 193
[10] Böcking, S. 193
[11] Böcking, S. 194; zu Herbart s. https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Friedrich_Herbart
[12]Lagestedt, S. 536
[13]Lagestedt, S. 536
[14]Lagestedt, S. 536
[15]Lagestedt, S. 536
[16] Deutscher Reichsanzeiger, 8. Mai 1901. Es muss noch überprüft werden, ob der dort erwähnte Jacob Henrich aus Krombach mit dem hier vorgestellten identisch ist. Der Verlag publizierte u. a. auch christlich-soziale Veröffentlichungen, so dass die Vermutung nicht unplausibel erscheint
[17] Paul Stein (1835 – 1920) gehörte u. a. 40 Unterzeichner des ersten Aufrufes Adolf Stoeckers im Siegerland im Oktober 1881 s. Pfau S. 49. Laut Böcking, S. 194 bestand eine enge Freundschaft zwischen Stein und Henrich.
[18] Pfau, S. 50
[19]Regionales Personenlexikon, Lagestedt, S. 536
[20] Böcking, S. 194
[21]Lagestedt, S. 536
[22] Pfau, S. 50
[23]Regionales Personenlexikon
[24] Regionales Personenlexikon, Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein 1.0.1/4
[25]Regionales Personenlexikon
[26]Regionales Personenlexikon
[27]Regionales Personenlexikon, Lagestedt, S. 536, Das Volk, 25.Mai 1941, Link: https://zeitpunkt.nrw/ulbms/date/day/17009701?d=1941-05-25 [Ergänzung am 8.3.22 erfolgt]
[28]Regionales Personenlexikon
[29]Lagestedt, S. 536
[30] Böcking S. 194
[31]Regionales Personenlexikon
[32]Regionales Personenlexikon Eintrag Engelbert
[33] Opfermann, S. 58
[34] Böcking, S. 194
[35]Regionales Personenlexikon
[36]Seite Jung Stilling Forschung
[37]Regionales Personenlexikon; s. a. Reg. Personenlexikon Eintrag Münker: „Jedenfalls lag es aber seinem Wesen fern, einen Volksgenossen an Ehre oder Gut zu schädigen … halte es für ausgeschlossen, dass Fritz Münker die Scheußlichkeiten an den Juden und in den Konzentrationslagern sollte gekannt und gebilligt haben.“, M. sei Vertreter eines „christlichen Sozialismus“ gewesen (Jakob Henrich, 5.3.1947)
[38]Regionales Personenlexikon
[39]Zitiert nach Regionales Personenlexikon
[40]Zitiert nach Regionales Personenlexikon
[41]Zitiert nach Regionales Personenlexikon
[42]Zitiert nach Regionales Personenlexikon
[43]Zitiert nach Regionales Personenlexikon
[44] Westfälische Rundschau, 27. Januar 2015

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