100 Jahre Forschung und Regelwerke im Straßenwesen

Archiv im Werden: das Archiv der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)

Omnibusbahnhof in Köln 1954, Quelle: Bildsammlung FGSV e.V.

Bei der FGSV handelt es sich um einen technisch-wissenschaftlichen Verein, dessen Gründung auf das Jahr 1924, damals noch unter dem Namen „Studiengesellschaft für Automobilstraßenbau“ (StufA), zurückgeht. Vorrangiges Ziel dieses Zusammenschlusses ist die Weiterentwicklung der technischen Erkenntnisse im gesamten Straßen- und Verkehrswesen. Der Verein umfasst 2400 Mitglieder, wie etwa Baufirmen und Ingenieurbüros, die in 250 Arbeitsgremien ehrenamtlich vertreten sind.

Die Tätigkeitsfelder der FGSV sind vielfältig. Im Bereich Forschung wird unter anderem mit dem Forschungsprogramm Stadtverkehr (FoPS) zusammengearbeitet, welches auf das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) zurückgeht. Bezüglich Information und Dokumentationsind etwa eine Sammlung nationaler und internationaler Fachliteratur, Datenbanken sowie die Möglichkeit zur Recherche und Ausleihe erwähnenswert. Im Zuge des Wissenstransfers werden Kongresse und Symposien abgehalten, welche auch der internationalen Zusammenarbeit dienen. Zu den aktuellen Themen, denen sich der Verein widmet, gehören etwa postfossile Mobilität, Nachhaltigkeit und Klimaschutz in Verkehrsplanung und Straßenbau sowie Straßenausstattung für das automatisierte Fahren.

Die Archivbestände der FGSV lassen sich in vier Kategorien aufteilen. Zum einen sind dies Akten wie etwa Sitzungsniederschriften. Daneben existieren Druckerzeugnisse, zum Beispiel Anleitungen zum sachgemäßen Bau von Straßen. Dann gibt es den Bereich der audiovisuellen Medien, der im Archiv des Vereins 26 Filme, etwa 100 Kassetten und Tonbänder sowie zahlreiche Negative und Dias umfasst. Zuletzt besteht das Projekt Bildarchiv, das thematisch von Straßenbauarbeiten bis zu Informationsreisen in die USA reicht und dessen Bildbestände zuletzt digitalisiert werden konnten. Die Publikation des Bildarchivs  ist für das 100-jähriges Jubiläum im Jahr 2024 beabsichtigt. Bis dahin müssen jedoch noch Fragen, beispielsweise zum Thema Nutzung der Bildrechte, geklärt werden.

Quelle: AFZ-LVR, Pressemeldung vom 17.2.2022

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