Literaturhinweis: Traute Fries „Das Leben des Hugo Herrmann.

Letzter Repräsentant der ehemaligen jüdischen Gemeinde in Siegen“, Siegen 2022

Das Aktive Museum Südwestfalen und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (CJZ) haben gemeinsam die 64seitige Broschüre herausgegeben. Traute Fries hat die Informationen aus dem persönlichen Nachlass von Hugo Herrmann (1898-1993), den Klaus Dietermann übernommen hatte, zusammengestellt.

Im März 1939 gelang dem Kaufmann Hugo Herrmann und seiner engsten Familie die Flucht nach Israel, wo er als Bauer arbeitete. 1950 kehrte er nach Siegen zurück um die Restitution seines Geschäftes und des Wohnhauses am Siegener Giersberg zu regeln. Dies gestaltete sich im Gegensatz zur Wiedergutmachung für das erlittene Leid und die entgangene Berufsausübung problemlos. 1959 übernahm bei der Gründung der CJZ deren Vorsitz. 1963 zogen Herrmann und dessen Frau „für immer“ zu ihren Kindern nach Israel. 1972 kehrten die Eheleute wieder nach Siegen zurück, wo sie ihren Lebensabend verbrachten.
Quelle: Siegener Zeitung, 19.2.2022 (Print)

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