Besichtigung: Kein Raum wie jeder andere: Die Talkirche in Klafeld

30.04.2022, 15:00 Uhr – 17:30 Uhr, Talkirche, An der Talkirche 2, 57078 Siegen
Talkirche Geisweid
Talkirche (2009), Quelle: Daderich, Public domain, via Wikimedia Commons

„Kirchen prägen das Erscheinungsbild unserer Dörfer und Städte. Sie symbolisieren ein Stück Heimat. Selbst für die, die ansonsten mit Kirche und Glauben nur wenig anfangen können. In Zeiten in denen auch in unserer Region immer mehr Gottesdienststätten auf dem Prüfstand stehen, erscheint es verheißungsvoll, sich näher mit der Geschichte des Kirchbaus im Siegerland zu beschäftigen. Wann wurden welche Kirchen gebaut und warum? Im siebten Teil unserer Veranstaltungsreihe steht die Talkirche in Klafeld (Geisweid) auf dem Programm. Ihr 61 Meter hoher schlanker Turm macht sie weithin sichtbar. Aus dem Ortsbild ist sie praktisch nicht wegzudenken. Dabei wurde die Talkirche erst ab 1904 nach den Plänen des Hagener Architekten Gustav Mucke erbaut. Die durch die Industrialisierung rasch anwachsende Gemeinde brauchte damals dringend neue Räumlichkeiten. Eine große Spendenaktion machte den ambitionierten Bau möglich. Für sage und schreibe 1050 Menschen bot die Kirche seinerzeit Platz. Heute ergänzt ein modernes lichtdurchflutetes unmittelbar angrenzendes Gemeindehaus das Gebäudeensemble. Wie sich Tradition und Moderne gelungen verbinden, lässt sich an diesem Ort deshalb in besonder Weise erleben und nachvollziehen. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Um eine Anmeldung wird gebeten. Weiterlesen →

Vortrag: „Der vergessene Teil des Holocaust ‚Aktion Reinhardt‘ – Erfahrungen einer Gedenkstättenfahrt“

28.4.2022 um 19 Uhr in Siegen am Campus Unteres Schloss/Raum US-C 109

„Am 28.4.1942 fand die größte Deportation Siegerländer Jüdinnen*Juden statt. Über Dortmund wurden sie in das Ghetto Zamość transportiert und direkt dort oder in den nahen Vernichtungslagern Bełżec, Sobibór und Treblinka ermordet.
Die Mordlager waren Teil der „Aktion Reinhardt“. Dieser Deckname steht für die Erprobung und Durchführung der systematischen Ermordung von vor allem Jüdinnen*Juden, aber teils auch Sinti*zze & Rom*nja im besetzten, östlichen Teil Polens.
Gerade einmal 80 Jahre, etwa ein Menschenleben lang ist es her, dass Deutsche dort an die 2 Millionen Menschenleben grausam beendeten. Heute wissen viele nicht mal mehr von der Existenz dieser Lager.

Im Herbst 2021 waren die drei Referent*innen mit einer Gedenkstättenfahrt auf den Spuren der „Aktion Reinhardt“ im heutigen Polen: Sie werden von dieser Fahrt berichten und eine Einführung in die Thematik geben. Erinnerungskultur, eine Beschäftigung mit der deutschen Vergangenheit, muss ein aktuelles Thema bleiben, das wir kritisch überdenken. Dazu werden auch Angebote und Möglichkeiten der Gedenkstattenfahrt vor- und zur Diskussion gestellt.“

Nach dem Vortrag besteht für alle Teilnehmer*innen die Möglichkeit, bei Getränken ins Gespräch zu kommen. Um eine tagesaktuelle Testung auf Covid wird gebeten, einige Selbsttests für spontan Entschlossene wird es vor Ort geben.
Quelle: Einladung des antifa Cafe

Vortrag: PD Dr. Christoph Galle (Hamburg/Olpe): Studium ohne Universität!?

Beobachtungen zur akademischer Ausbildung Siegener Studenten am Übergang vom Mittelalter zur frühen Neuzeit“. Vortragsreihe „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“ am 28. April 2022

In der kommenden Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird der Historiker PD Dr. Christoph Galle am Donnerstag, den 28. April 2022, das akademische Umfeld Siegener Studenten am Übergang vom Mittelalter zur frühen Neuzeit beleuchten.

Im 15. und 16. Jahrhundert wurden in den deutschen Territorien zahlreiche Landesuniversitäten gegründet. Nicht so in Siegen. Doch bedurfte man auch hier für die gräfliche Verwaltung, das Rechtswesen sowie die medizinische und seelsorgerliche Betreuung der Bevölkerung eines akademisch ausgebildeten Fachpersonals. Auf Grundlage der überlieferten Matrikeln der zwischen 1450 und 1600 im deutschen Sprachraum existierenden Universitäten zeigt der Referent auf, wohin es die jungen Männer aus Siegen zum Studium zog und wie sich ihre Studienortwahl bedingt durch äußere Faktoren wie die Gründung neuer Ausbildungsstätten im Laufe der Jahrzehnte veränderte. Weiterlesen →

Wikipedia-Artikel zu Kurt-Werner Basarke (1901 – 1991)

Dieter Bald hat unlängst einen Wikipedia-Eintrag für den Wittgensteiner Oberkreisdirektor Kurt-Werner Basarke erstellt. Basarke stand der Wittgensteiner Kreisverwaltung von 1946 bis 1952 vor.

Projekt „Aktiv im Siegerlandmuseum“

„Das Siegerlandmuseum öffnet seine Türen – für alle! Im Frühjahr bringen wir in einem Pilotprojekt Menschen verschiedener Lebenswelten, verschiedenen Alters und verschiedener kultureller Herkunft miteinander über die Objekte des Museums ins Gespräch. Es gilt, die spannenden Geschichten, die sich hinter den Objekten verbergen, oder die Art der künstlerischen Arbeit zu verstehen und dann selbst aktiv zu werden.

Was kommt wohl dabei heraus? Ob Collage, Video, Hörstück oder Skulptur – alles ist möglich und wird zum Abschluss des Projektes der Öffentlichkeit präsentiert und gefeiert. Wir sind auch schon gespannt!“

Weitere Informationen auch zur Anmeldung für die am 30. April beginnenden Termine s. Flyer AKTIV im Siegerlandmuseum

#StolenMemory: Überlebende und Angehörige von Betroffenen gesucht

Caritasverband und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland präsentieren Wanderausstellung der Arolsen Archives


„#StolenMemory“ lautet der Titel einer Wanderausstellung, die der Caritasverband Siegen-Wittgenstein und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland vom 14. April bis 1. Mai 2022 am Jakob-Scheiner-Platz in Siegen zeigen werden. Initiator sind die Arolsen Archives, die mit der Kampagne zur Rückgabe persönlicher Gegenstände – sogenannter Effekten – ehemaliger KZ-Häftlinge an ihre Angehörigen beitragen möchten. Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland setzt sich auch aktiv für die Bewahrung der noch erhaltenen, vielfältigen Zeugnisse jüdischer Geschichte ein und unterstützt daher diese wichtige Kampagne.

Ein regionales Beispiel ist der Nachlass von Maria Holowko, geb. 1926, die zwischen 1942 und 1945 im Walzwerk in Kreuztal-Eichen als Zwangsarbeiterin arbeitete. Sie verstarb in in der Marburger Universitätsklinik am 29.6.1945.

Weiterlesen →

Lesung aus den Schulerinnerungen von Rudolf Kühn

Quelle: Heimatverein Alte Burg Dreis Tiefenbach e. V.

Der Dreis-Tiefenbacher Heimatforscher Ferdinand Lutz hat die Erinnerungen Rudolf Kühns in einem Buch veröffentlicht, aus diesem vorgelesen wird.
19.04.2022, 18:00 Uhr, Haus Pithan, Im Bruch 4, Dreis-Tiefenbach

Hindernisse auf dem Ausbildungsweg
Rudolf Kühn war jüngster Sohn und achtes Kind des Schulmeisters Wilhelm Kühn. Er bekam eine Ausbildung am Lehrerseminar in Hilchenbach. Bis es soweit war mussten aber etliche Hindernisse überwunden werden. Rudolf Kühn beschreibt anschaulich und detailliert die Stationen auf seinem Weg ins Lehramt. Seine Schilderungen lassen die Zustände im Schulwesen und die Menschen, die seinen Weg maßgeblich beeinflussten, für uns lebendig werden.

Persönliche Eindrücke
Er gibt auch seine persönlichen Eindrücke wieder, die er von der Einwohnerschaft in den Orten seines Wirkens gewonnen hat, unter anderem Breitenbach, Langenholdinghausen und Marienborn, damals, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Quelle: Stadt Netphen, Veranstaltungen

REGIONALE: Freudenberger »Digitale Stadtgeschichte(n)« erhalten drei Sterne

Landrat übergibt fünf Sterne an Freudenberger Bürgermeisterin

Landrat übergibt fünf Sterne an Freudenberger Bürgermeisterin

Gleich fünf Sterne hatte Landrat Andreas Müller jetzt im Gepäck, als er sich mit Freudenbergs Bürgermeisterin Nicole Reschke im Alten Flecken traf: Zwei Regionale-Sterne für das Projekt „Autofreier Alter Flecken“ und sogar schon drei für „Digitale Stadtgeschichte(n) – Unsere Heimatgeschichte live erleben“. Für „Digitale Stadtgeschichte(n)“ sind damit jetzt die Fördergelder gesichert und die Umsetzung kann beginnen. …. „Hier kooperieren wir z.B. mit den Theatervereinen und den Schulen. Gemeinsam wollen wir eine Augmented-Reality-Anwendung schaffen, die die Geschichten der Menschen und der Stadt viel authentischer erlebbar macht, als das bisher möglich ist“, erläutert Nicole Reschke: „Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern sowie den kreativen Köpfen unserer Stadt werden wir die Geschichten und historischen Persönlichkeiten Freudenbergs zum Leben erwecken.“ Weiterlesen →