Aussltellung: Ulrich Klaus – Stationen eines Künstlerlebens

(c) Heimatmuseum Netpherland e.V.

Ulrich Klaus ist ein eher unbekannter Künstler mit heimischen Wurzeln, dessen Werke nun posthum das Licht der Öffentlichkeit erblicken.
Zusammen mit und von vielen bekannten Größen hat er das Handwerk gelernt und sich dann in zweiter Reihe und im Stillen entwickelt und schließlich seine große Leidenschaft im Malen heimischer Motive gefunden. Mit Tusche, Kohle aber auch in Aquarelltechnik hat er viele Wahrzeichen des Siegerlandes aber auch Landschaften, Kirchen und Kapellen und alte Fachwerkhäuser festgehalten.
In der nun gezeigten Ausstellung im Heimatmuseum Netpherland liegt das Augenmerk aber auf der Gesamtschau seiner Werke und seines Werdegangs – Heimatmotive werden nur wenige zu sehen sein. Sie werden vielleicht Gegenstand einer weiteren Ausstellung sein.
Die feierliche Eröffnung der Ausstellung, die bis zum 4. Juni zu sehen sein wird, findet am 15.April um 17.30 Uhr im Heimatmuseum Netpherland, Lahnstraße 47, in Netphen statt.

Quelle: Stadt Netphen, Veranstaltungen

7. Offene Heimat-Werkstatt fand im Stadtarchiv Olpe statt:

Alte Schriften lesen und verstehen

Urkunde aus dem Archivbestand Hofarchiv Rüsche-Klinke, Attendorn, der als Depositum im Stadtarchiv Olpe verwahrt wird. Das Dokument aus dem Jahr 1646 mit dem Gerichtssiegel des Gerichts Attendorn bezeugt den Verkauf des Hofes „die Klincke“ an Dietrich Burghoff, Gograf zu Attendorn (Foto: Kreisheimatbund)


Die „Offene Heimat-Werkstatt“, die der Kreisheimatbund zusammen mit der Volkshochschule jährlich im Frühjahr durchführt, ist mittlerweile zu einem nachgefragten Angebot geworden. Auch interessierten Nichtmitgliedern stehen die dreitägigen Werkstätten offen. In den letzten Jahren hat sich ein Wechsel zwischen Drinnen- und Draußen-Angeboten zu ganz verschiedenen Themen der Heimatarbeit entwickelt.

„Wissenschaftliches Arbeiten und Publizieren – Handwerkszeug auch für die Heimatarbeit“ lautete das Thema der 7. Offenen Heimat-Werkstatt, die im Stadtarchiv Olpe stattfand. Zum Auftakt sprach Dr. Hans-Bodo Thieme „Von der Lust am Forschen und an der Weitergabe neuer Erkenntnisse“. Anschließend gab Stadtarchivar Josef Wermert bei einer Führung einen Einblick in den ungemein vielfältigen Bestand des Olper Archivs: Urkunden und Verwaltungsakten, Stadtpläne und Karten, Zeitungssammlungen, Schulakten und -chroniken, umfassende Fotobestände der Olpe Berufsfotografen und von Privatpersonen, private Nachlässe, Firmen- und Vereinsarchive und vieles mehr, dazu historische Publikationen. Zu Letzteren gehört als besonderer Schatz eine lateinische Ausgabe des „Narrenschiffs“, das 1497 von „Johann Bergmann von Olpe“ in Basel verlegt wurde und seit 2011 als Schenkung im Stadtarchiv Olpe vorliegt. Diese mit Holzschnitten von Albert Dürer versehene Moralsatire war der erste Bestseller auf dem europäischen Buchmarkt.

Am zweiten und dritten Tag der Heimat-Werkstatt folgte ein intensives Arbeiten mit historischen Schriftstücken. Unterstützt wurde Stadtarchivar Josef Wermert von Kreisarchivar Jörg Endris Behrendt und von Klaus Schulte, Schriftleiter von „Südsauerland – Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe“. Weiterlesen

Online: „Genealogie in der Moderne. Akteure – Praktiken – Perspektiven“

„Der Band knüpft an das wissenshistorisch und praxeologisch orientierte Interesse an Genealogie an, wie es vor allem in der Geschichte der Vormoderne der letzten Jahre formuliert wurde. Dabei wird in den Blick genommen, wie sich im Bereich der Genealogie die Verschränkung und gegenseitige Beeinflussung wissenschaftlicher und populärer Praktiken, etwa in Vereinen, auswirkte. Genealogische Forschungspraxis wurde zudem als Wissensfeld in historischen, sozialwissenschaftlichen, naturwissenschaftlichen und medizinischen Fächern genutzt. Wie zirkulierte genealogisches Wissen zwischen Vereinen, Universitäten, religiösen und staatlichen Behörden und Archiven seit dem 19. Jahrhundert, und für welche gesellschaftlichen Ordnungsvorstellungen wurde es verwendet? Wie dynamisieren der Medienwandel und Strategien des Open Access in Archiven die Produktion von Genealogien?

Mit Beiträgen von Bertram Fink, Manfred Gailus, Bernd Gausemeier, Michael Hecht, Katrin Heil, Amos Kuster, Daniel Menning, Niklas Regenbrecht, Jan Ripke, Nicolas Rügge, Jan Ruhkopf, Astrit Schmidt-Burkhardt, Marianne Sommer, Elisabeth Timm, Fiona Vicent.“
via Archivalia

Ausstellung: „Laurenz Berges. Halten und Schwinden“

Museum für Gegenwartskunst, Siegen, 17.3.–6.8.23


„Besondere Orte und sich verändernde Lebensräume sind Ausgangspunkt der fotografischen Arbeiten von Laurenz Berges, denen immer ein mehrjähriger Entwicklungsprozess vorausgeht. Seit den 1990er Jahren zeigen dokumentarische und zugleich poetische Werkserien verlassene oder aufgegebene Gebiete um Etzweiler, Duisburg und im Osten Deutschlands in besonderem Licht.

Mudersbach, der Ort unweit von Siegen und in der Jugend das zweite Zuhause von Bernd Becher, interessierte Laurenz Berges schon lange. Becher stand zeit seines Lebens in Verbindung zu dem Haus seiner Großeltern. Er liebte die Atmosphäre in dem kleinen Ort. Seinem Interesse für biografische Geschichten folgend hat Berges das Fachwerkhaus, in dem nichts verändert werden durfte, in den letzten vier Jahren fotografiert. Weiterlesen

„Zeitspuren in Siegerland und Wittgenstein“ Zweiter historischer Band veröffentlicht

v.l.n.r.: Klaus Vetter (Vertreter der Sponsoren), Landrat Andreas Müller, Elisabeth Strautz, Dieter Pfau

Nach mehrjähriger Forschung liegt jetzt, frisch aus der Druckerpresse, das zweite Buch der Reihe „Zeitspuren in Siegerland und Wittgenstein“ vor. Diesmal geht es um das preußische 19. Jahrhundert, konkret um die Jahre 1815 bis 1848, also den Zeitraum an der Schwelle zur Industrialisierung. Die historische Buchreihe, die 2009 mit dem Früh- und Hochmittelalter begann, nimmt erstmals die Geschichte beider Teile des heutigen Kreises Siegen-Wittgenstein in den Blick.

Der Kreis Siegen-Wittgenstein und der Heimatbund Siegerland-Wittgenstein e.V. sind wieder Mitherausgeber des Werks, für das der Historiker Dieter Pfau und die Historikerin Elisabeth Strautz im Jahr 2018 die Forschungsarbeiten aufgenommen hatten und das sie dank der finanziellen Unterstützung durch den Kreis Siegen-Wittgenstein und zahlreicher privater Einzelspender jetzt präsentieren können.

Historie der ehemaligen Landkreise 

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Vortrag „Vom Siegerland bis in den Ural“

Georg Wilhelm von Henning, Vasilij Tatishchev, Gründer des Erzbergbaus in Swerdlowsk.“
Referent: Dr. Michael Schippan (Berlin)
28.03.2023, 18:00 Uhr, Bismarckhalle Weidenau

Dem Vortrag des Russland und Jung-Stilling-Kenners, der wissenschaftliche Verbindungen zur Staatlichen Universität Ekaterinenburg unterhält, liegen neue russischsprachige Quellen und Studien über Henning und Tatishchev zugrunde.
Quelle: Herder-Bilbiothek, Aktuelles

s. dazu:
genius loci – ein Kunstprojekt nicht nur zur Geschichte von Siegen und Jekaterinburg/
Ausstellung: „genius loci – 2 Siegener im Zarenland“

Online: N. Dinçkal/M. Weipert/ A. Windus (Hg.): Handel – Macht – Kapital (2023)

Handel, Macht und Kapital – diese drei Begriffe stehen im Mittelpunkt des Bandes, der sich mit den historischen Dimensionen wirtschaftlichen Denkens und Handelns beschäftigt.

Durch die Auseinandersetzung mit ökonomischen Praktiken und Diskursen aus verschiedenen Zeiten soll ein Bewusstsein für die Zusammenhänge von Wirtschaften und anderen Aspekten der Lebenswelt geschaffen werden. Dieser Zugang zur Wirtschaftsgeschichte ermöglicht es, gegenwärtige Wirtschaftsweisen in ihrer Historizität zu erfassen und zu erkennen, dass diese nicht das Produkt einer naturgesetzlichen Entwicklung sind.
Ziel ist es, über einen kulturgeschichtlichen Zugang zur Wirtschaftsgeschichte an aktuelle Debatten über Globalisierung und Kapitalismus anzuknüpfen. Schülerinnen und Schüler werden durch die Auseinandersetzung mit historischen Text- und Bildquellen motiviert, sich eigene, differenzierte Urteile über verschiedene Wirtschaftsformen und ihre Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu bilden. Bestehende Inhalte des Lehrplans können dabei in neuer Weise erschlossen werden – sei es an außerschulischen Lernorten, über thematische Längsschnitte, im fächerübergreifenden Unterricht oder in Unterrichtsprojekten.

Noyan Dinçkal, Matthias Weipert, Astrid Windus (Hrsg.)
Handel – Macht – Kapital.
Historische Dimensionen wirtschaftlichen Handelns

Historica et Didactica: Fortbildung Geschichte. Ideen und Materialien für Unterricht und Lehre
Siegen: universi 2023, Format A4, 129 S., zahlr. Abb.
ISBN 978-3-96182-138-9
Preis:19,50 Euro

Onlineversion auf dem OPUS-Server der Universitätsbibliothek

Quelle: Verlagswerbung

Video: „Eine Hunderasse aus Siegen – der Kromfohrländer“

s. a. weitere Informationen und Bildergalerie hier

0:00 Vorstellung Ilse Schleifenbaum 3:18 Flucht aus Siegen in die Kromfohr und nach Vormwald / Rettung des “Ur-Peters” 7:14 Peter und die Nachbarshündin: der erste Wurf / Aufzucht der Welpen u.a. im Backofen 9:33 Von den ersten Generationen bis zur Anerkennung der neuen Hunderasse 1955 12:37 Die Namensfindung / Widerstände gegen die neue Rasse 15:18 Hundezucht und Ausstellungsfahrten prägten das Familienleben 16:46 Das Wesen der Kromfohrländers 18:50 Internationale Verbreitung

Aufgenommen am 02.02.2023 im Siegerlandmuseum, Oberes Schloss Zeitzeuge: Dr. Henrich Schleifenbaum (Sohn von Ilse Schleifenbaum) Redaktion: Sibylle Schwarz Kamera & Schnitt: Marco Bussi © März 2023 – www.unser-siegen.com

Vortrag: Traute Fries: „Das Leben des Hugo Herrmann“

Do., 23.03.2023, 19:00 – 20:30 Uhr, VHS Siegen, R 1.05-Vortragsraum, Markt 25, 57072 Siegen


„Aktives Museum Südwestfalen und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit geben gemeinsam die Broschüre »Das Leben des Hugo Herrmann – letzter Repräsentant der ehemaligen jüdischen Gemeinde in Siegen« heraus. Traute Fries hat sie aus dem persönlichen Nachlass von Hugo Herrmann, den Klaus Dietermann übernommen hatte, zusammengestellt.
Hugo Herrmann, in Siegen geboren, hatte in seinem langen Leben von 1898 bis 1993 die für die jüdische Bevölkerung des 20. Jahrhunderts typische Diskriminierung, Verfolgung, Ermordung vieler Angehöriger und der materiellen Beraubung zu erleiden. Er hatte das Glück, mit seiner engsten Familie – Ehefrau Mally, Sohn Walter und Tochter Lea – nach der Zwangsausweisung im März 1939 nach Palästina zu entkommen. Aus Kaufmann und Kauffrau wurden Siedler, die sich mühselig als Bauern betätigen mussten. 1950 kehrte Herrmann in die zerstörte Heimat zurück. Die Restitution von Geschäft (Gebr. Herrmann/Bernhard Esders) und Haus am Giersberg gingen zügig von statten. Wiedergutmachung und Entschädigung für erlittenes Leid und entgangene Berufsausübung zogen sich über Jahre hin. Daher entschied sich das Ehepaar 1956 dauerhaft in Siegen zu bleiben. Bei Gründung der GCJZ 1959 übernahm Herrmann den Vorsitz. 1963 zog es ihn und seine Frau zurück zu den Kindern nach Israel. Herrmann sprach vom endgültigen Verlassen Deutschlands. Doch wurde er in Israel nie richtig heimisch. Weiterlesen