Workshop „Vorbei und vergessen? Die Lösung: Das Vereinsarchiv!“

Donnerstag, 15. November 2018, 19:00 – 20:30 Uhr, Kulturhaus LŸZ, 2. Etage, Raum 205
Zielgruppe: Ehrenamtlich Tätige, ehrenamtliche Vereine und Gruppen
Referent: Thomas Wolf, Kreisarchivar

„Die Veranstaltung richtet sich an Vereinsarchivare sowie an Vereinsverantwortliche, die ein Archiv aufbauen möchten. Das Vereinsarchiv soll die rechtlich wichtigen und geschichtlich relevanten Unterlagen eines Vereins sichern und nutzbar machen.
Das Archiv dokumentiert dauerhaft das Vereinsleben für die Nachwelt. Nach einer kurzen Einführung werden die Möglichkeiten, das Archivgut zu erfassen und zu erschließen, dargestellt. Einfache Tipps zur Behandlung von geschädigtem Archivgut fehlen ebenso wenig wie Angaben zu den erforderlichen Raum- und Klimabedingungen. Die Möglichkeiten und Grenzen der digitalen Archivierung werden diskutiert, Kooperationsmöglichkeiten aufgezeigt.“
Quelle: Broschüre „Ehrenamt – Fortbildungen 2018 Für bürgerschaftlich Engagierte im Kreis Siegen-Wittgenstein“

5. Lechtstonn im 4FACHWERK Museum in Freudenberg

Mittwoch, 14. November 2018, 17:30 Uhr, mit Dieter Siebel und Bodo Hoffmann

Die „Jägerei“ bot auch im Flecken den Hintergrund zahlreicher Anekdoten. Hier im Bild „Haas-Knoten“ (Bildmitte) mit seinen Jagdkollegen, die sich für die 500-Jahr-Feier im Jahre 1956 in historischen Gewändern herausgeputzt hatten.

Die „Lechtstonn“ war im Flecken die Zeit der Abenddämmerung. Diese Stunde nach getaner Arbeit wurde gerne genutzt, sich zu treffen, um sich über die Neuigkeiten des Tages auszutauschen oder einfach Geschichten zu erzählen. Bei der nächsten Ausgabe steht die Nachkriegszeit im Mittelpunkt, die durch Hunger gekennzeichnet war, bei der aber trotzdem ein gewisser Humor nicht verloren ging.
Es geht um Erinnerungen an die Nachkriegsjahre, an „Hamstern“, Mithilfe bei der Ernte, Waldbeeren suchen oder Bucheckern sammeln. Jene Zeit bedeute für die Jüngsten auch Abenteuer in Flecker Gärten und Baumhöfen.
Trotz der Not erlebten die Kinder aus ihrer Sicht eine wunderbare Zeit. War auch das Essen knapp, irgendwie kamen Spiel und Spaß nicht zu kurz. Also: „Hunger und Humor“ oder „Humor trotz Hunger“ – unter diesem Motto steht der Erzähleabend. Weiterlesen

Ausstellung „Teddy, Püppi & Co.“

Mit dieser Ausstellung rund um Spielzeug führt das Museum Wilnsdorf die Tradition weiter, in regelmäßigen Abständen Schätze und Schätzchen aus seinen Sammlungen zu Volkskunde, Kultur- und Menschheitsgeschichte zu zeigen.

Diese Ausstellung wendet sich an alle jungen und jung gebliebenen Museumsbesucher. Sie zeigt an Exponaten, die bis zu 6.000 Jahre alt sind, dass Spielen und Spielzeug schon in der Steinzeit aktuell war, und sie lässt Schätze aus der jüngeren Vergangenheit aus ihrer Versunkenheit auftauchen: den Stubenwagen aus den 50ern, den Eisenreifen aus den 20ern, die viel geliebte und wenig bespielte Porzellanpuppe, den in Grund und Boden geliebten Teddybär, „technisches“ Spielzeug aus 200 Jahren, Baukästen, Brettspiele, Lernspiele und nicht zu vergessen, das Spielzeug für das Kind im Mann, dies alles und noch viel mehr kann hier bestaunt, belächelt und mit ein paar sentimentalen Gedanken bedacht werden. Weiterlesen

Namensumbenennung der Hindenburgstraße in Hilchenbach

Antrag gemäß §8 der Geschäftsordnung des Rates der Stadt Hilchenbach des Ortsverbandes der Linken v. 31.10.2018:

„Angestoßen durch eine erneute Bürgereingabe haben wir uns intensiv mit dem Leben des Reichspräsidenten Hindenburg beschäftigt. Grundlage war hier insbesondere die wissenschaftlich sehr anerkannte Biografie des Wolfram Pyta („Hindenburg-Herrschaft zwischen Hohenzollern und Hitler“). Unserer Einschätzung nach ist Hindenburg deutlich mehr als nur der Steigbügelhalter Hitlers, verhalf Hindenburg doch durch aktives Wirken und Werben der NSDAP zu einem deutlichen Wahlerfolg und auch in seinem politischen Testament bezeichnet Hindenburg Hitler als Erfüller und Vollender seiner Sehnsucht. Hindenburgs Werdegang ist geprägt von der Monarchie und dem Wunsch nach einer deutschen Volksgemeinschaft. Sein militärisches Handeln verursachte unnötige Tote in einem aussichtslosen Stellungskampf und durch Provokation den U-Boot Krieg, der erwartungsgemäß die USA zum Kriegseintritt bewegte. Weiterhin förderte Hindenburg den völkerrechtswidrigen und erstmaligen Einsatz von Giftgas im 1. WK in Ypern/Belgien am 22. April 1915. Mit der Schaffung der sog. Dolchstoßlegende legte er unnötige Last auf die junge Weimarer Republik. Sozialdemokratischen, liberalen und kommunistischen Kräften begegnete er von Beginn am mit unverhohlenem Misstrauen und beschwor stets den nationalen Gedanken. Seine Rolle als anerkannter Militarist nutzte er geschickt aus und begab sich zunehmend in die Rolle des Politikers. In dem berühmten Museum in Verdun findet sich folgende Beschreibung seines Handelns: „Mit General Ludendorff befürwortet er den totalen Krieg und errichtet nach und nach eine regelrechte Militärdiktatur in Deutschland.“ Weiterlesen

Online: Manuel Zeiler et al.: „Die Berge rufen! Archäologisch-anthropologische Studie zur Migration

in die eisenzeitliche Montanlandschaft Siegerland (Nordrhein-Westfalen) anhand von Brandbestattungen“
Archäologisches Korrenspondenzblatt 47. Jg. Heft 2 (2017), S. 173 – 199.
 
„In der Fallstudie an eisenzeitlichem Leichenbrand aus der Montanlandschaft Siegerland werden archäologisch sowie anthropologisch Aspekte der Migration und des Kulturtransfers diskutiert. Auf der Grundlage des archäologischen Be
fundes konnte mittels 87 Sr / 86 Sr-Isotopenanalysen der Einzugsbereich der Bestatteten wahrscheinlich gemacht werden.“

s. a. Sebald et al.: „Provenance analysis of human cremations by 87 Sr/ 86 Sr isotopic ratios: migration into an Iron Age mining region in North-Rhine Westphalia“, in: Open Journal of Archaeometry 2018, volume 4 (7512), S. 6 – 12, Link: Sebald_et_al._2018_-_Provenance_analysis

Online: Karl Kiem: „High End im Hochmittelalter.

Untersuchungen zur Geometrie des Grundrisses der Siegener Nikolaikirche

Ein perspektivisch seltener Blick auf die Nikolaikirche um 1905. (Stadtarchiv Siegen, Best. Ansichtskartensammlung)

Auf dem Publikations- und Dokumentenserver der Universitätsbibliothek Siegen findet sich seit Anfang September dieser Aufsatz des Siegener Bauhistorikers Karl Kiem online als PDF abrufbar.
Kurzfassung:
„Der Grundriss der Siegener Nikolaikirche (2. V. 13. Jh.) weicht mit verschiedenen Unregelmäßigkeiten signifikant von den üblichen mittelalterlichen Zentralbauten ab. Deshalb waren für die Forschung bisher sowohl die Faktoren zum Zustandekommen des Entwurfs als auch seine typologische Einordnung ein Rätsel. Die vorliegende Untersuchung klärt die entsprechenden Fragen auf der Basis einer formgerechten Bauaufnahme und mit der Methode der mathematisch-geometrischen Analyse. Danach wird deutlich, dass es sich bei dem Grundriss der Siegener Nikolaikirche um einen hochkomplexen und doch klar gegliederten Entwurf handelt, der für die Zeit des Hohen Mittelalters eine unerreichte Integration von Zeichensprache und Funktion aufweist. Es darf angenommen werden, dass der Architekt dieses Grundriss aus dem Umkreis des in Süditalien lebenden Kaisers Friedrich II. von Hohenstaufen stammt.“

Gedenkveranstaltung zum Ende des Ersten Weltkriegs in Bild, Wort und Ton

„Seele, vergiss nicht die Toten“
Sonntag, 11.11.2018, Siegerlandhalle, Gläsersaal, 18:00
Bach-Chor Siegen und Junges Theater Siegen

MAX REGER
Lateinisches Requiem op. 145a
Hebbel-Requiem op. 144b

JOHANNES BRAHMS
Schicksalslied op. 54

Andrea Artmann – Sopran
Susanne Kelling – Alt
Michael Connaire – Tenor
Klaus Mertens – Bariton

Bach-Chor Siegen
Philharmonie Südwestfalen
Leitung: Ulrich Stötzel

Junges Theater Siegen
Künstlerische Konzeption: Peer Ball

Quelle: Bach Chor, Programm

Gedenkstunde am Platz der Synagoge in Siegen

Freitag, 09.11., 16 Uhr
Ort: Platz der Synagoge, Obergraben 10, Siegen

Ansprachen: Bürgermeister Steffen Mues und Yoni Scherzer (Emek Hefer, Israel)
Kaddisch: Alon Sander
Beteiligung israelischer SchülerInnen aus dem Kreis Emek Hefer und der GmS Burbach-Neunkirchen
Mitveranstalter: Aktives Museum Südwestfalen e.V.

Ab 18 Uhr
Szenische Aufführung „Familie Frank aus Weidenau“
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Erfasst, verfolgt, vernichtet: Wanderausstellung zur Psychiatrie im NS startet am 8.11. in Siegen


„Erfasst, verfolgt, vernichtet“ lautet der Titel der Wanderausstellung, die vom 8.11. – 7.12.2018 mit einem umfangreichen Begleitprogramm in der Teilbibliothek der Universität Siegen am Unteren Schloss zu sehen ist. Im Nationalsozialismus galten kranke und behinderte Menschen als Belastung für die sogenannte „Volksgemeinschaft“. Insgesamt wurden knapp 400 000 Menschen ab 1934 gegen ihren Willen sterilisiert und mehr als 200 000 Menschen aus Heil- und Pflegeanstalten ermordet. Weiterlesen

Vortrag „Eine Frau, eine Stimme! 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland!“

Öffentlicher Vortrag über die Geschichte und Hintergründe der Verkündung des Frauenwahlrechts in Deutschland.
Dr. Kerstin Wolff, Historikerin am Archiv der deutschen Frauenbewegung (Kassel), wird
über die Hintergründe und Kontexte dieses großen Schrittes zur Emanzipation der Frau
berichten.
 
Wann?
Dienstag. den 6. November 2018, 18:00 Uhr
Wo?
Universität Siegen, Unteres Schloss, Raum US-A 120
(gegenüber Eingang Universitätsbibliothek, Beschilderung folgen)