Archive als Zukunftsressource: Auf dem Weg zur intelligenten Wissensplattform

Archive sind grundlegend für die Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses einer Gesellschaft. Das deutsche Bundesarchiv beherbergt etwa 540 Kilometer Schriftgut, 15 Millionen Bilder und mehr als 60 Petabyte Daten – eine immense Menge an Archivalien, die kontinuierlich wächst. Archivar:innen stehen vor der Herausforderung, den Transformationsprozess hin zum Archiv der Zukunft zu bewältigen, indem sie analoge Bestände digital zugänglich machen und eine sichere digitale Infrastruktur etablieren.
Gleichzeitig birgt die digitale Transformation das Potenzial, dass Archive perspektivisch mehr als nur Gedächtnisinstitutionen sein werden; sie können zur Zukunftsressource werden. Durch die Bereitstellung strukturierter, benutzerfreundlicher und innovativer Daten können Archive Forschung, Verwaltung und Politik in Entscheidungsprozessen unterstützen und den Bürger:innen Meta-Einblicke in die Gesellschaftsgeschichte ermöglichen.
Auf dem Weg hin zum Archiv als Zukunftsressource spielen technologische Innovationen eine entscheidende Rolle.
Possible hat gemeinsam mit der Bundesdruckerei einen Bericht verfasst, der das Ziel verfolgt, aufzuzeigen, wie öffentliche Archive zu Zukunftsressourcen werden können und welche Rolle Technologien dabei spielen. Die vollständigen Erkenntnisse finden Sie im Dokument.
Unser Bericht (PDF) im Überblick
Wie können öffentliche Archive zur Zukunftsressource werden und welche Rolle spielen Technologien dabei? Diese Frage untersuchen wir in unserem Bericht in vier zentralen Kapiteln: Weiterlesen

Online: Gerhard Schwinge: Jung-Stillings letzte Lebensjahre in Karlsruhe, 1806–1817.

Erinnerung an den Arzt, Wirtschaftsprofessor und religiösen Schriftsteller anlässlich seines 200. Todestags

Foto: Dr. Johannes Burkardt


Die Badische Landesbibliothek hat diesen 2017 in der Badischen Heimat (97(2017), 2, Seite 185-194) erschienenen Beitrag online verfügbar gemacht.
Abstract: Weiterlesen

Video: „Warum Aktenberge Transparenz bedeuten“


„Michael Hollmann ist Archivar mit Leib und Seele und seit 2011 Präsident des Bundesarchivs. Dort landen idealerweise alle Akten, zum Beispiel des Kanzleramtes. So macht das Bundesarchiv Regierungshandeln nachvollziehbar und löst das verfassungsmäßige Grundrecht der deutschen Bürger auf Transparenz ein. Dass das in der Realität nicht immer so reibungslos läuft, erklärt der oberste Hüter der bundesdeutschen Akten im Gespräch mit CORRECTIV-Chefredakteurin Anette Dowideit. CORRECTIV hat kürzlich das Kanzleramt auf die Herausgabe der Akten des Ex-Kanzlers Gerhard Schröder verklagt. Denn das ein ehemaliger Kanzler Akten mitnimmt, um beispielsweise seine Memoiren zu verfassen, ist laut Hollmann ein üblicher Vorgang. Dass diese Akten jedoch danach nicht freigegeben werden, ist hingegen ganz und gar unüblich. Warum die Akten des Bundesarchivs für unsere Demokratie wichtig sind und welche Schönheit der Bürokratie innewohnen kann, erfahren Sie in diesem Gespräch.
Das Gespräch wurde am 28. Januar aufgenommen“

Moderation & Redaktion: Anette Dowideit
Kamera, Ton und Schnitt: Frédéric Gaillard
Produktion: Philipp Schulte

Offener Brief: Konsequentes Vorgehen gegen KI-generierte Holocaust-Verfälschungen auf Social-Media-Plattformen

In den Sozialen Netzwerken tauchen in den letzten Monaten immer mehr massenhaft mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellte Inhalte mit Bezug zum Nationalsozialismus auf, die keine historischen Ereignisse abbilden, sondern frei erfunden sind. Diese umgangssprachlich als AI-Slop bezeichneten Inhalte zeigen beispielsweise vermeintliche Situationen in nationalsozialistischen Lagern oder bei deren Befreiung. Diese zeichnen ein extrem verzerrtes und falsches Bild. Beispielsweise kursieren KI-generierte Bilder, die ein angebliches Wiedersehen zwischen Gefangenen und Befreiern zeigen, oder erfundene Szenen weinender Kinder hinter Stacheldraht. Mit Künstlicher Intelligenz werden hier Inhalte erstellt, die aus Versatzstücken historischer Fakten und emotionalisierter Fiktion bestehen.
Hinter diesen Inhalten stehen unterschiedliche Motive: Zum einen nutzen sogenannte Content-Farmen die emotionale Wucht des Holocaust, um mit minimalem Aufwand maximale Reichweite zu erzielen. Ein Geschäftsmodell, das auf Klicks und Werbeeinnahmen basiert. Zum anderen werden diese Inhalte gezielt eingesetzt, um historische Fakten zu verwässern, Opfer- und Täterrollen zu verschieben oder revisionistische Narrative zu verbreiten. Die Algorithmen der Plattformen begünstigen dabei emotional aufgeladene Inhalte, unabhängig von deren Wahrheitsgehalt. Weiterlesen

Online: Wittgensteiern Zeitungen von (1882, 1888, 1891) 1894 bis 1931


Die „Wittgensteiner Zeitung“ ist in das NRW Zeitungsportal eingestellt worden. Es handelt sich um ein umfangreiches Blatt mit längerer Laufzeit, unterschiedlichen Titeln, Paralleltiteln und Beilagen. Die Ausgaben sind direkt aus Privatbesitz digitalisiert worden.
Die Zeitung erschien erstmals mit einer Probenummer am 19. Juni 1876. Der Titel war zunächst „Wittgensteiner Wochenblatt“ und wöchentlich erschien die Zeitung dann regelmäßig samstags bis September 1894. Dann änderte die Zeitung den Titel, hieß ab dann „Wittgensteiner Zeitung“ und kam ab Oktober 1894 zweimal wöchentlich heraus (Mi, Sa). Weitere Änderungen des Erscheinungsverlaufes erfolgten 1919 (3 x wöchentlich) und April 1928 (6 x wöchentlich). Die letzte digitalisierte Ausgabe erschien Ende 1931. Sie erschien danach aber weiter und musste erst zum 31. März 1943 eingestellt werden. Weiterlesen

„Archivpflege in Westfalen-Lippe“ Heft 103 (2025) ist online

Das 103. Heft des Archivpflege für Westfalen-Lippe ist online verfügbar. Die Themen in diesem Heft:

– 76. Westfälischer Archivtag: Strategien für den Arbeistalltag ( Archive und Cyberangriffe)
– Handreichung zur Bewertung von Unterlagen der kommunalen Sozialverwaltung: Teil 1: Leistungen nach dem SGB
– Fotografien im Privatnachlass von Landeshauptmann Bernhard Salzmann (1886-1959)
– Gemeinsame Normdatei (GND) in Archiven
– DiPS.kommunal-Anwendertreffen in Münster

Fachgespräch im Bundeskanzleramt mit dem Vorsitzendem des Verbandes deutscher Archivarinnen und Archivare

Fachgespräch mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien Dr. Wolfram Weimer und VertreterInnen zentraler Einrichtungen und Verbände im Bundeskanzleramt (Foto: BKM / Laurin Schmid / bundesfoto)

Am 21. November 2025 fand im Bundeskanzleramt ein Fachgespräch mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Dr. Wolfram Weimer, und VertreterInnen zentraler Einrichtungen und Verbände statt, darunter auch Dr. Michael Ruprecht, der Vorsitzende des VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare. Weiterlesen

Heute vor 280 Jahren: Letzer Luchs im Rothaargebirge erlegt

Quelle:

Eintrag zum 29. November 1745 in der Chronik des Klosters Grafschaft Quelle: Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen A 111 (Kloster Grafschaft) Akten, Nr. 545, Laufzeit: 1507 – 1765, fol 94r

Transkription:
Venator noster in silvis nostris altioribus
in loco Salschede nuncupato, bombarda sua venatoria
trajecit Lyncem hac regione alias nunquam visam,
lupo ferociorem, corpus lupo, caput catto simile
prae se ferentem, de caetero venationi maxime nocivam.
Dicitur enim hac bellua beneficio unguium praegrandium
arbores ascendere, et in transeuntes cervos, capreolosque
silvestres praeceps insitire, et sanguinem exsugere
donec concidant, et voraci belluae in praedam ruant.

Übersetzung: Weiterlesen

Online: Adressbuch der Stadt und des Kreises Siegen 1919/1920

Die Universitäts- und Landesbibliothek hat kürzlich das Adressbuch der Stadt und des Kreises Siegen 1919/1920 online verfügbar gemacht.
Als Folge der Cyberattacke sind die Adressbücher des Stadtarchivs Siegen nicht über das NRW-Archivportal abrufbar.

Online: Heft 3-2025 der Fachzeitschrift ARCHIV. theorie & praxis


Das Heft beinhaltet unter anderem Beiträge zu Agilität im Archiv, Quantencomputer als Herausforderung sowie klimaethischen Anmerkungen zur Nutzung verlustbehafteter Dateiformate in der digitalen Archivierung.
Auch auf folgende Beiträge sei noch verwiesen:
– Henning Bovenkerk: Traumasensitive Ansätze im Archivwesen. stand und Perspektiven
– D. Hormuth/G. B. Zimmermann: Studentische Kleinstpublikationen in der archivischen Überlieferungsbildung und die Verschiebung
der Grenzen ihrer Nutzbarkeit