Vortrag: Johannes Althusius. Wie aus einem Bauernjungen ein so großer Gelehrter werden konnte.

Klaus Homrighausen

Donnerstag, 26. März 2026, Beginn: 19:00 Uhr
Stadtbücherei Bad Berleburg, Dritter Ort – Bücherei der Zukunft, Poststraße 42, 57319 Bad Berleburg
Eintritt: 3,00 €

s. a.
Karl-Jürgen Reusch: Zwei Texte zu Johannes Althusius – eine Einladung

Literaturhinweis: H. Schmidt-Böcking & J. Frank: „Aus dem Siegerland nach Germanna.

Trupbachs Virginia Auswanderer 1712-1734″, Frankfurt 2023
ISBN 978-3-86983-447-7, 152 Seiten Hardcover, 28,00 Euro; eBook, 1,99 Euro

„Im Jahre 1712 machte sich eine Gruppe Siegerländer Bergleute und Hüttenleute mit ihren Familien auf den Weg, um beim Aufbau der Eisenerzverarbeitung in Nordamerika zu helfen. Insgesamt 42 Menschen, davon 21 aus Trupbach, erreichten im April 1714 die damals englische Provinz Virginia und gründeten die Kolonie Germanna.
Diese Siegerländer Experten in Eisenerzeugung hatten sich zur Auswanderung entschlossen, weil die Lebensbedingungen im Siegerland auf einem historischen Tiefststand waren und die kargen Böden des Siegerlandes die wachsende Bevölkerung kaum ernähren konnten.
Dieses Buch beschreibt die Wurzeln jener ersten Emigranten, welche zugleich deren größte Gruppe stell­ten.­ Der­ Band­ soll­ –­ auch­ in­ seiner­ parallelen­ englisch-­amerikanischen­ Ausgabe­ und­ mit ­vielen­ Bildern­ aus ­der einstigen­ Heimat­ –­ den­ heute ­in­ den­ USA­ lebenden Nachkommen einen Eindruck davon geben, wie die Menschen früher im Siegerland lebten und was sie dazu bewogen haben mag, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen.
Eine Leseprobe finden Sie HIER
Quelle: Verlagswerbung

Links zu Beiträgen auf siwiarchiv zur Auswanderung aus dem Siegerland nach Amerika
Literaturliste aus dem Jahr 2013 zur Auswanderung aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein nach Amerika

Autoren/Bearbeiter:
Horst Schmidt-Böcking
Joachim Frank
Reinhard Daub
Lars Bohn

Buchpräsentation: „Bin Mensch nicht auch ich?“ Erinnern – Erzählen – Erleben

Aktives Museum Südwestfalen Siegen, Sonntag, 22. März 2026, 17:00 Uhr
Erinnerung braucht neue Formen, um lebendig zu bleiben. Mit der Anthologie „Bin Mensch nicht auch ich? Erinnern. Erzählen. Erleben“ erscheint nun ein außergewöhnliches Buch, das Geschichte in Bildern erzählt: In Form von Graphic Novels, also Comics, werden Lebensgeschichten von NS-Opfern aus Siegen künstlerisch und zugleich historisch fundiert zugänglich gemacht.
Die Anthologie „Bin Mensch nicht auch ich?“ enthält die Lebensgeschichten von Betty Hochmann, Inge Frank, Otto Päulgen, Zina und Johanna und Simon Grünewald, die vor und während des Nationalsozialismus in der Stadt und dem Kreis Siegen lebten. Ihre Erfahrungen  von Verfolgung, Deportation, Exil, Zwangsarbeit und NS-Krankenmord wurden über viele Jahre vom Aktiven Museum erforscht und stehen exemplarisch für viele Schicksale in dieser Zeit.und stehen zugleich exemplarisch für die Schicksale vieler Menschen zu dieser Zeit. Die Anthologie präsentiert grafische Erzählungen von den Künstlerinnen Marion Goedelt, Inbal Leitner, Stephanie Lunkewitz, Lisa Rock und Bianca Schaalburg. Weiterlesen

„Der Künstler mit dem schwarzen Hut“:

Sechste Jahresausstellung der Kreuztaler Kunstsammlung nimmt Walter Helsper in den Fokus

Bürgermeister Michael Kolodzig, Kurator Frank W. Frisch und Kulturamtsleiter Holger Glasmachers (v.l.) im „Wintergarten“ vor einigen Bildern des bekannten Siegerländer Künstlers Walter Helsper.

Die nun bereits sechste Jahresausstellung der stetig wachsenden Kunstsammlung Kreuztal konzentriert sich auf einen früheren „Außenseiter“ der Siegerländer Kunstszene: Walter Helsper werden in der historischen Gelben Villa in Dreslers Park gleich zwei Räumen gewidmet, um seine zahlreichen Zeichnungen, Malereien und Typographien der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ab dem 01. März steht die Jahresausstellung immer am ersten Sonntag des Monats von 14 bis 17 Uhr für Besucherinnen und Besucher offen – einzige Ausnahme ist der Ostersonntag – dann verschiebt sich der Öffnungstag um eine Woche auf den 12. April. Weitere Öffnungstage finden begleitend zum Kulturprogramm „KreuztalSommer“ statt. Der Eintritt ist immer kostenfrei.

Walter Helsper (1927 – 1992), geboren in Herdorf/Sieg, hat Zeit seines Lebens eine enge Verbundenheit zum Siegerland gepflegt – hier besuchte er die Malfachschule, arbeitete als Plakatmaler und Schaufenster-Dekorateur, richtete sich später ein eigenes Atelier in Siegen ein und fand Rückzugsorte in Wilnsdorf-Obersdorf und Netphen-Eschenbach. Die Verbindung zu seiner Heimat und der Natur wird auch in der Ausstellung spürbar: Im „Wintergarten“ der Gelben Villa werden vorwiegend Ölgemälde von Walter Helsper mit naturverbundenen Motiven gezeigt. Im angrenzenden „Atelier“ können Besucherinnen und Besucher eine spannende Auswahl an Grafiken, Zeichnungen und Monotypien des exponierten Künstlers sehen. Hier zeigt sich insbesondere die nachdenkliche, verarbeitende Seite des Künstlers, der sich spürbar in seiner Kunst mit seinen Kriegserlebnissen auseinandersetzt. Diese grotesk anmutenden und das Grauen des Krieges darstellenden Arbeiten waren damals in der Siegerländer Bevölkerung wenig positiv aufgenommen worden. Ein Rezensent unterstelle Helspers Werken anlässlich einer Ausstellung im Haus Seel im Jahr 1967 eine „ekelhafte Scheußlichkeit, die keineswegs mehr originell“ sei. Eine Äußerung, die den Kurator der Kreuztaler Kunstsammlung, Frank W. Frisch, nachhaltig verärgerte. Nun – fast 60 Jahre später – liegt es ihm besonders am Herzen, dem einst missverstandenen Siegerländer Künstler angemessenen Raum zu bieten und Besucherinnen und Besuchern Türen zur Kunst von Helsper zu öffnen – im wortwörtlichen wie im übertragenen Sinn. …. Weiterlesen

Haus der Geschichte NRW startet Zusammenarbeit mit Ralph Appelbaum Associates

Das Bild zeigt einen Entwurf des Gestalterbüros Ralph Appelbaum Associates. © Ralph Appelbaum Associates (RAA)


„Das Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen geht einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung seiner zukünftigen Dauerausstellung und arbeitet ab sofort mit dem international renommierten Gestalterbüro Ralph Appelbaum Associates (RAA) sowie dem Medienszenografen Schnelle Bunter Bilder zusammen. Gemeinsam entwickeln die Partner die neue Dauerausstellung des Museums, die die Geschichte und Gegenwart Nordrhein-Westfalens zeitgemäß, zugänglich und lebendig vermitteln soll.
Basil Kerski, Präsident des Hauses der Geschichte NRW: „Mit dem Berliner Büro von Ralph Appelbaum Associates und dem Medienszenografen Schnelle Bunter Bilder stehen uns nun zwei Gestalterbüros zur Seite, die unsere Vision teilen und über herausragende Erfahrung in der Museumsentwicklung verfügen. Gemeinsam werden wir in den kommenden Jahren parallel zum Umbau des Behrensbaus die zukünftige Dauerausstellung entwickeln und errichten. Unser Ziel ist es, einen offenen, dialogorientierten Ort zu schaffen, an dem die Geschichte Nordrhein-Westfalens in ihrer Vielfalt sichtbar und erlebbar wird.“ Weiterlesen

Benutzung der digitalisierten NSDAP-Mitgliederkartei

Reblog: Günter Junkers, compgen-Blog v. 27.2..2027

NSDAP-Mitgliedskarte Wilfried Lückert, Quelle: National Archives, (Record Group 242: National Archives Collection of Foreign Records Seized, Series: Records Relating to Membership in the Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP)),
A3340-MFOK: Number N0076

:Die Suche nach Personen in der NSDAP-Mitgliederkartei im Bundesarchiv Berlin erfolgt nur auf Antrag, der dann von Mitarbeitenden des Bundesarchivs bearbeitet wird. Ist eine Karteikarte vorhanden, werden Scans angefertigt. Im Rahmen von wissenschaftlichen und amtlichen Anfragen und für historische Bildungsarbeit kann die digitalisierte Kartei auch im Mikrofilm-Lesesaal in Berlin-Lichterfelde selbstständig benutzt werden, wobei bestimmte rechtliche Voraussetzungen und Verpflichtungen erfüllt werden müssen. Wegen der noch bestehenden personenbezogenen Schutzfristen ist eine Nutzung über das Internet oder für die genealogische Forschung nicht möglich.

Freie Nutzung im US-Nationalarchiv

Weiterlesen

Lesung aus den Vincke-Tagebüchern mit dem münsterischen Schauspieler Markus von Hagen

Die Veranstaltungsreihe zum Abschluss der Edition „Die Tagebücher des Oberpräsidenten Ludwig Freiherrn Vincke“ gastiert am Donnerstag, den 19. März 2026, um 18:30 Uhr in der Siegerlandhalle, Foyer des Leonhard-Gläser-Saales, Koblenzer Straße 151, 57074 Siegen. Der Eintritt ist frei! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Der erste Oberpräsident von Westfalen (1774–1844) war ein rastloser Beamter, der die Hälfte seiner Arbeitszeit vor Ort bei den Menschen in Westfalen und nur die andere Hälfte am Schreibtisch in Münster verbrachte. Vor Ort, also auch in Siegen, traf er Honoratioren und Industrielle, Kommunalpolitiker und einfache Leute. Er schob zahllose Projekte an, die den Menschen zugutekamen, so den Bau von Straßen („Chausseen“), die erste Eisenbahnstrecke in Westfalen über Hamm, die Verbesserung der Landwirtschaft, die lokale Wirtschaft, die Versorgung von Behinderten und vieles mehr. Seine Eindrücke, Erlebnisse und Begegnungen hielt er über 55 Jahre seines Lebens in seinem Tagebuch fest. So entstand ein intensives, lebensnahes und ursprüngliches Bild des Alltagslebens in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Wir wollen Sie mitnehmen in diese Welt: Der Schauspieler Markus von Hagen liest interessante und spannende Passagen aus dem Tagebuch, die Siegen und seine Bewohnerinnen und Bewohner betreffen. Eine kurze Einführung in das Leben und die Projekte Vinckes durch Prof. Dr. Mechthild Black-Veldtrup (Leiterin des Landesarchivs NRW Abt. Westfalen und 1. Vorsitzende der Historischen Kommission für Westfalen) ordnen die Passagen historisch ein. Im Anschluss wollen wir bei Wein, Wasser und Brezeln ins Gespräch kommen.
Die Tagebücher sind inzwischen in 11 Bänden von 2009 bis 2022 ediert worden und liegen gut lesbar vor. Herausgeber der Reihe sind die Historische Kommission für Westfalen, das Landesarchiv NRW und der Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens e.V., Abt. Münster. Weitere Informationen zur Editionsreihe finden Sie hier.

Veranstalter: Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Münster, Landesarchiv NRW, Historische Kommission für Westfalen, Universitätsstadt Siegen

Quelle: Landesarchiv NRW, Abt. Westfalen, Mitteilung v. 4.2.2026

vhs culture: Designerinnen im Aufbruch: Von der „Neuen Frau“ zu modernen Gestalterinnen

Di. 17.03.2026, 19:00 – 20:00 Uhr, Online
Nicole Klemens M. A.

Alma Siedhoff-Buscher, Kinderspielschrank, 1923 (Nachbau, 1940er Jahre)
Foto: Kalan Konietzko

Die 1920er Jahre brachten Frauen neue Freiheiten – sichtbar in Mode, Möbeln und Typografie. Designerinnen wie Marianne Brandt oder Sonia Delaunay prägten das Bild der „Neuen Frau“ entscheidend. Doch ihre Entwürfe wurden oft unterschätzt oder männlichen Kollegen zugeschrieben.

Wir fragen: Wie veränderten Frauen die Designgeschichte – und welche Spuren ziehen sich von den Avantgarden der Moderne bis zu zeitgenössischen Gestalterinnen?

Der Link zum Web-Vortrag wird Ihnen einige Tage vor Veranstaltungsbeginn per Mail zugesandt.
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Kursinfo

Erschienen: „Kirchenbücher als Quellen der landesgeschichtlichen Forschung“

Münster 2025. – 201 S.: Abb. – ISBN 978-3-936258-36-3 / 20 €

Der 33. Band der Reihe „Westfälische Quellen und Archivpublikationen“ (WQA), herausgegeben von Mechthild Black-Veldtrup und Marcus Stumpf, mit dem Titel „Kirchenbücher als Quellen der landesgeschichtlichen Forschung“ ist erschienen.
Quelle: LWL-Archivamt, Aktuelles

Juliane Freiin von Bredow (1904 – 1998)

„ …. Man soll auch nicht übersehen, daß sich das Siegerland mehr und mehr zu einem Zentrum der Ausbildungsstätten entwickle. Es sei nicht ganz unmöglich, vielleicht schon in 20 Jahren, hier im Siegerland eine Universität zu haben. …“[1]

Peter Kunzmann weist in seinen Miszellen zur Geschichte der Siegener Universität auf den Redebeitrag Juliane Freiin zu Bredows hin. Sie ist die erste nachgewiesene Äußerung der regionalen Politik zur Ansiedlung einer Universität im Siegerland. Von Bredow wird damit zu einer der Gründungsmütter der Siegener Hochschule. Dies ist Grund genug zum heutigen Weltfrauentag einen kurzen Blick auf die Biographie zu werfen und angesichts all der noch auszuwertenden Quellen – Archiv Stift Keppel, Kreistagsprotokolle, weitere s. u. – zu einer intensiveren Beschäftigung mit der Vita von Bredows einzuladen.

Tabellarischer Lebenslauf Weiterlesen