Wittgenstein Heft 1 / 2018 erschieben

Inhalt:
Adele Krebs (†): Todesahnen – Nachwort von Ulf Lückel
Ulf Lückel: Heinz Strickhausen (†)
Heinz Strickhausen (†): Die Odeborn – Der Fluss – Wasser für Kunstwiesen – Brücken und Stege im Raum Berleburg Teil 1
Paul Riedesel: Die Wilhelm-Sauer-Straße in Bad Berleburg: Die Person hinter dem Namen
Gerhardt Hundt: 175 Jahre Gesangverein Erholung-Germania 1842 Bad Berleburg. Die „Erholung“, ein Bürger-Gesangverein – eine Reise in die Vergangenheit
Friedrich Opes: Das erpresste Geständnis. Szenisches Spiel über einen fiktiven Prozess mit wahrem Hintergrund
Andreas Wahl: Die alte Mühle und der Nachtwächter zu Wunderthausen
Hans Wied: Sagen und Märchen – aufgezeichnet von Daniel Kuhn – Teil 2

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Ausstellung „1568 – 450 Jahre Achtzigjähriger Krieg“

Siegerlandmuseum, 20.4. – 8.7.2018

Am 5. Juni 1568 wurden die Grafen Egmont und Hoorn in Brüssel hingerichtet. Dies bedeutete den Beginn jahrzehntelanger Auseinandersetzungen, in denen sich die Republik der sieben Vereinigten Provinzen der Niederlande ihre Unabhängigkeit von der spanischen Krone erkämpfte. Eine wichtige Rolle in den Kämpfen spielten Wilhelm I. von Oranien und seine Söhne Moritz und Friedrich Heinrich. Erst der Westfälische Friede zu Münster sollte die internationale Anerkennung der Republik durch Spanien und durch die daran beteiligten Mächte, Kaiser und Reich, bringen. Die Ausstellung zeichnet die wichtigsten Ereignisse des Krieges anhand grafischer Arbeiten und Gemälde nach. Die Präsentation versteht sich als Vertiefung der Dauerausstellungen des Siegerlandmuseums in den Ausstellungsbereichen Nassau-Oranien / Nassau-Siegen.
Quelle: Siegerlandmuseum

Ginsburg im Doppel-Jubiliäumsjahr 2018

Wilhelm der Schweiger plante vor 450 Jahren auf seiner Festung die Befreiung der Niederlande – der wiederaufgebaute Bergfried wurde vor 50 Jahren seiner Bestimmung übergeben.

Die Ginsburg ist ein „Denkmal von nationaler Bedeutung“, so Paul Breuer, Vorsitzender des Siegerländer Burgenvereins e. V.. An diesem Platz schrieb man europäische Geschichte. Vor 450 Jahren, am 31. März des Jahres 1568, traf sich Prinz Wilhelm I. von Oranien-Nassau mit seinen Brüdern und weiteren Offizieren auf der Ginsburg zu geheimen Verhandlungen, in denen es um die Befreiung der Niederlande von der spanischen Besatzungsmacht ging. Mit dem sich anschließenden Aufbruch des dritten Heerbands von der Ginsberger Heide aus begann der achtzigjährige Krieg, die Utrechter Union und letztendlich erfolgreiche Freiheitskampf der Niederländer.

Ende August des Jahres 1968 – vor 50 Jahren – wurde der wieder erstandene Bergfried der Ginsburg seiner Bestimmung übergeben. Damit fand die Restaurierung der historischen Burgruine ihren Abschluss. Die Burg, 1255 erstmals erwähnt, war im 17. Jahrhundert verfallen. 2002 übertrug das Land die Anlage dem Siegerländer Burgenverein. Weiterlesen

Literaturhinweis: Chronik „Katholisches Glaubensleben in Deuz im Laufe der Jahrhunderte“

Im April dieses Jahres ist es 50 Jahre her, dass der Neubau der katholischen St. Matthias-Kirche hier in Deuz fertig gestellt wurde. In den 1980er Jahren wurde das Gemeindezentrum mit dem Bau eines Pfarrheims (1982) und des Glockenturmes (1988) komplettiert. Bereits 1928, also vor 90 Jahren wurde die heute nicht mehr bestehende Vorgängerkapelle als erster rein katholischer Kapellenneubau im Siegerland nach der Reformation eingeweiht. Auch in den Jahrhunderten davor gab es ein katholisches Glaubensleben in Deuz. Hierüber berichtet die 144-seitige, durch zahlreiche Bilder aufgelockerte Chronikbroschüre (Auflage 300 Exemplare) im DIN A4-Format mit Klebebindung, die Wilfried Lerchstein im Auftrag des Katholischen Kirchenvereins St. Matthias Deuz e.V. erstellt hat.

Die Chronik ist u.a. beim Kirchenvereinsvorsitzenden Alexander Weber, Siegtalstraße 18, 57250 Netphen, Tel. 02737/226780 und Email: alex.weber46@t-online.de sowie beim Verfasser Wilfried Lerchstein, Heideweg 8, 57250 Netphen, Tel. 02737/209527 und Email: lercwi@web.de für 14 Euro erhältlich.

Weitere Informationen: Infoflyer zur Broschüre

Siegerländer Haubergswirtschaft im Landesinventar immatrielles Kulturerbe aufgenommen

Das Land ermittelt und dokumentiert das kulturelle Erbe auf seinem Gebiet. Eine Jury hat jetzt fünf weitere Traditionen aus verschiedenen Regionen ausgewählt, die einen Eintrag im Landesinventar des immateriellen Kulturerbes erhalten. Die Neuaufnahmen reichen von mündlichen Traditionen über darstellende Künste und Bräuchen bis hin zu Wissen über Natur und das Universum und traditionellen Handwerkstechniken.

Die Landesjury für das Immaterielle Kulturerbe hat folgende fünf Traditionen aus 14 eingegangenen Bewerbungen empfohlen
Martinstradition: Bei der Martinstradition handelt es sich um Bräuche mit Laternenumzug, Martinsliedern, Martinsfeuer, Darstellung der Mantelszene, Verteilung von Süßigkeiten an Kinder und der moralischen Botschaft zur Nächstenliebe.
Anlage und Pflege von Flechthecken: Das Flechten und die Erhaltung von lebenden Zäunen für land- und forstwirtschaftliche Zwecke sowie die besondere Technik des Knotens gehören zur Anlage und Pflege von Flechthecken.
Bolzplatzkultur: Eine jugendkulturelle Form der gesellschaftlichen Selbstorganisation, die ihren Ursprung in den städtischen Milieus der 1920iger Jahre hat.
Brieftaubenwesen: Es umfasst die Brieftaubenhaltung und Zucht sowie Wettbewerbe im Hinblick auf Distanzflug und Schönheit.
Haubergswirtschaft im Siegerland und in angrenzenden Regionen: eine nachhaltige gemeinschaftliche Form der Waldbewirtschaftung, die seit Jahrhunderten im Siegerland ausgeübt wird. Weiterlesen

Willy Brandt Richtung Sieg(en) – aber wo?

Im Sommer 1969 startete Willy Brandt als Kanzlerkandidat der SPD mit seinen ersten öffentlichen Wahlkundgebungen in den Bundestagswahlkampf. Ein Foto, das ihn wortwörtlich siegesgewiss an einem Bundesstraßen-Wegweiser Richtung Siegen zeigt, diente in den folgenden Jahr(zehnt)en gelegentlich dazu, die Aufbruchstimmung der ersten sozialliberalen Regierungskoalition zu illustrieren und hat seitdem eine gewisse ikonographische Bedeutung erlangt – obwohl oder gerade weil das genaue Datum im Laufe der Zeit verloren ging.

Im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung haben wir uns nun gefragt: wann genau entstand das Foto und wo stand der Wegweiser?

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Dr. Mechthild Black-Veldtrup ist neue Vorsitzende der Historischen Kommission für Westfalen beim LWL

Der bisherige Vorsitzende der Historischen Kommission für Westfalen Prof. Dr. Wilfried Reininghaus und seine Nachfolgerin Dr. Mechthild Black-Veldtrup.
Foto: LWL/Beyer

Die vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) getragene Historische Kommission für Westfalen hat eine neue erste Vorsitzende: Dr. Mechthild Black-Veldtrup ist von der Mitgliederversammlung der Kommission heute in Beckum zur Nachfolgerin von Prof. Dr. Wilfried Reininghaus gewählt worden. Reininghaus hatte nach 15 Jahren an der Spitze der Kommission nicht wieder für den Vorsitz kandidiert. Der zweite Vorsitzende, Prof. Dr. Werner Freitag, wurde in seinem Amt bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurden Dr. Thomas Tippach, Dr. Stefan Pätzold und Dr. Andreas Neuwöhner.

Traditionell arbeitet die Kommission eng mit den beiden Abteilungen des „Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalen“ und dem Landesarchiv NRW, Abteilung Westfalen (früher Staatsarchiv Münster) zusammen. In beiden Bereichen ist die neue Vorsitzende sehr erfahren: Seit 2004 ist sie Leiterin des Landesarchivs NRW in Münster, seit 2008 zudem Vorsitzende des Altertumsvereins (Abteilung Münster). Black-Veldtrup ist seit der Gründung der Kommission 1896 die erste Frau an der Spitze der Historischen Kommission. Die 1960 in Freiburg im Breisgau geborene Historikerin studierte in Freiburg, Münster und Canterbury Geschichte, Anglistik, Politologie und Pädagogik. 1993 wurde sie in Münster bei Joachim Wollasch promoviert, anschließend besuchte sie die Archivschule in Marburg. 1998 trat sie ihren Archivdienst im damaligen Staatsarchiv in Düsseldorf an, 2002 wechselte sie nach Münster. Weiterlesen

Vortrag: Dr. Ulrich F. Opfermann / Torsten Thomas: „Widerspruch und Widerstand im Nationalsozialismus“

Protestkundgebung in Holzhausen am 12. August 1932 während der Beisetzung des ersten Opfers des nationalsozialistischen Terrors im Siegerland. Der Sozialdemokrat Siegfried Betz war am 25. Juli 1932 von der SA angeschossen worden und erlag am 8. August 1932 seinen Verletzungen (Vorlage: Heimatverein Holzhausen).

Mit einem zeitgeschichtlichen Thema setzt sich die nächste Veranstaltung der Vortragsreihe „Siegener Forum“ am Donnerstag, den 19. April 2018, um 18.30 Uhr im Siegener KrönchenCenter auseinander. Der Regionalhistoriker Dr. Ulrich F. Opfermann wird dann zusammen mit Torsten Thomas ein Internetprojekt vorstellen, das die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Siegerland-Wittgenstein erstellt hat. Der Vortrag widmet sich in zum Teil sehr detaillierten Kurzbiografien den Frauen und Männern in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein, die aus ganz unterschiedlichen Gründen in Widerspruch und/oder im Widerstand zum Nationalsozialismus standen. Viele von ihnen waren Verfolgung, Misshandlung und Haft ausgesetzt. Die Verfolgung konnte im Tod enden. Jede Biografie wird durch präzise Quellenangaben ergänzt. Im Vortrag werden das Projekt als Ganzes und einige Biografien exemplarisch vorgestellt. Weiterlesen

Austausch zur Zukunft der historischen Stadt- und Ortskerne

Historische Stadt- und Ortskerne Frühstück

Erhalt und Weiterentwicklung historischer Stadt- und Ortskerne war Thema beim Parlamentarischen Frühstück in Düsseldorf, an dem auch Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann teilnahm.

Als „kulturelle und identitätsstiftende Zentren im ländlichen Raum“ und „Heimatstifter im besten Sinn“ würdigte Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen die Mitgliedsstädte der Arbeitsgemeinschaft „Historische Stadt- und Ortskerne“. Bad Berleburg ist mit der Kernstadt und mit Elsoff sogar doppeltes Mitglied in der AG, Bürgermeister Bernd Fuhrmann traf sich jetzt mit rund 80 weiteren Vertretern in Düsseldorf. Weiterlesen

Fachtagung zur Grube Landeskrone, Wilnsdorf

Grube Landeskrone Stollen Bild 2
Stollenportal des Landeskroner Erbstollens bei Wilden / Siegerland By Dbawwsnrw [GFDL or CC BY 3.0], from Wikimedia Commons

Am kommenden Samstag (14.4.) findet im Museum Wilnsdorf eine Tagung zu mittelalterlichem Bergbau statt. In einer mehrjährigen Forschungskooperation haben LWL-Archäologen die Grube Landeskrone und das Montanareal Ratzenscheid untersucht. Unter anderem konnten sie erstmals die Maschinenhalle der frühesten untertägigen Dampfmaschine des Siegerlandes dokumentieren. Am Samstag werden die Ergebnisse der Öffentlichkeit in Vorträgen und Exkursionen präsentiert. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! Hier geht’s zur Anmeldung: http://eveeno.com/278920817

s.a. § Beiträge zur Geschichte der Grube Landeskrone auf siwiarchiv