Ausstellung: „Friedrich Wilhelm Bäcker – Visionen einer Vergangenheit“

10. Mai – 27. September 2026, Siegerlandmuseum

Die Ausstellung erschließt erstmals das Werk des bislang kaum bekannten Siegerländer Fotopioniers Friedrich Wilhelm Bäcker (1858–1940). Wie eine Zeitkapsel öffnen seine Aufnahmen den Blick auf das Siegerland der 1910er Jahre. Bäckers vielfältige Motive reichen von Porträts über künstlerische Naturaufnahmen bis hin zu Szenen an der Schnittstelle zwischen Landidyll und industrieller Moderne.

Wer war Friedrich Wilhelm Bäcker – und warum fotografierte er? Welche Geschichten erzählen seine Bilder? Diesen Fragen widmet sich die Ausstellung. An ausgewählten Exponaten kommt zudem generative KI zum Einsatz und regt dazu an, über die Grenzen von Realität und Interpretation nachzudenken.

Projekt „Alte Synagoge“ im Bad Laaspher Schaufenster

10. Mai 2026 von 11:00 bis 18:00 Uhr, Haus des Gastes, Wilhelmsplatz 3 Bad Laasphe

Der Bad Laaspher Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V. stellt das Projekt der Alten Synagoge vor.
Mitglieder des Vereins werden an einem Stand im Haus des Gastes interessierte Besucher über den Stand des Projekts Alte Synagoge informieren.
Quelle: Bad Laaspher Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V., Aktuelles

Spurensuche auf dem Hermelsbacher Friedhof

– 81 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus und dem Zusammenbruch des Dritten Reiches. In Zusammenarbeit mit dem Aktiven Museum Südwestfalen e. V.
10.05.2026, 15:00 Uhr, Unterer Eingang, Friedhof Hermelsbach, Hermelsbacher Weg 117, 57072 Siegen


In diesem Jahr jährt sich das Ende des 2. Weltkrieges zum 81. Mal. Es gibt immer weniger Menschen, die aus eigenem Erleben von den Entwicklungen zur Zeit des Faschismus und des Krieges erzählen können. Doch der Hermelsbacher Friedhof ist ein Geschichtsbuch in Steinen unserer Stadt. Hier finden sich Spuren wichtiger Personen und Ereignisse der Stadtgeschichte vor 1945, darunter auch schmerzhafte Kapitel wie die Ausbeutung der Zwangsarbeitenden, die Verfolgung der jüdischen Mitbürger*innen und die Zerstörung der Stadt durch Bombenangriffe. Die Führung folgt den Spuren der jüdischen Gemeinde Siegen. Außerdem wird auf die Geschichte der Zwangsarbeiter im Siegerland sowie der Bombenopfer aus der Siegener Bevölkerung anhand einiger Schicksale eingegangen.
Durchführende: Weiterlesen

Geschichte ganz nah: Historische Führung durch das Schloss Berleburg

(c) Dieter Bald


Seit seinem Bau im Jahr 1258 prägt das Schloss Berleburg die Region. Am Samstag, 09.05.2026, lädt von 12.00 bis 13.00 Uhr eine Führung dazu ein, die lange Geschichte und ausgewählte Bereiche des Hauses näher kennenzulernen. Die Teilnehmenden treffen sich auf dem Schlosshof rechts, noch vor dem ersten Kastanienbaum. Die Führung beginnt im Gerichtsgewölbe, führt weiter zum Fürstlichen Marstall mit der eindrucksvollen Staatskutsche und endet in der Schlosskapelle, die bis heute von der Fürstlichen Familie genutzt wird.

Führung vorwiegend im Freien
Veranstalterin ist die Volkshochschule Siegen-Wittgenstein in Zusammenarbeit mit dem Schloss Berleburg. Da der Großteil der Führung im Freien stattfindet, wird dem Wetter angepasste Kleidung empfohlen. Die Gebühr von zehn Euro ist vor Ort in bar zu entrichten. Die Anmeldung ist unter www.vhs-siegen-wittgenstein.de unter Angabe der Kursnummer YA00500 möglich.

NRW-Ministerium fördert Hilchenbacher Heimat-Werkstatt


Der Dahlbrucher Heimatverein DaHeim und die Hilchenbacher Initiative Zukunft Alter (IZA) freuen sich, dass das NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung mit der Heimat-Werkstatt das Projekt „Historische Hilchenbacher Kochrezepte (HiHiKo) finanziell unterstützt. In dieser Heimat-Werkstatt sollen historische Rezepte modern aufbereitet werden. Dazu werden in Zusammenarbeit mit dem Food Lab der FH Münster unter Leitung von Prof. Dr. Guido Ritter leckere, moderne gesunde und nachhaltige Versionen entwickelt, um die Verknüpfung von Tradition mit Zukunft schmeckbar zu machen. Auch diese Varianten werden in der Heimat-Werkstatt, die von Guido Ritter moderiert wird, in den Hilchenbacher Klimawelten zubereitet und verzehrt. Weiterlesen

Erasmus Sarcerius (1501-1559) – Stadtarchiv Siegen erinnert an das 525. Geburtsjahr des Humanisten, Theologen und Gründungsrektors des Gymnasiums Am Löhrtor

Unterschrift Pressefoto: Erasmus Sarcerius (1501-1559). Vorlage: Stadtarchiv Siegen, Bestand Historische Bibliothek, Nr. 109.

„Das Stadtarchiv Siegen besitzt mit seinem Bestand 755 (Historische Druckgraphiken) eine im Aufbau begriffene Sammlung originaler Kupferstiche aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Neben Staatsoberhäuptern, Herrschaftsträgern und Angehörigen des Hochadels (darunter auch einige Fürsten des Hauses Nassau) gehören vor allem kirchliche Würdenträger und Theologen zu den abgebildeten Personen. Bei einem der Neuzugänge handelt es sich um eine Persönlichkeit aus der Zeit der Einführung des reformierten Glaubensbekenntnisses, die sogar konkrete Bezüge zu zur Stadt Siegen aufweist.
Erasmus Sarcerius gehört fraglos zu den bemerkenswertesten Gestalten der Reformationszeit. Über die Jugendzeit des am 1501 im sächsischen Annaberg geborenen Sarcerius ist kaum etwas zu erfahren. Immerhin wissen wir aber, dass er im Alter von vierzehn Jahren die Domschule in Freiberg bezog und seinem humanistischen Lehrer Petrus Mosellanus wenige Jahre später 1522 nach Leipzig folgte. Nach dem Tod seines Lehrers im Jahre 1524 ging er nach Wittenberg, um sich dort Martin Luther und Philipp Melanchthon anzuschließen“, weiß Christian Brachthäuser vom Stadtarchiv Siegen zu berichten. Weitere Stationen des strengen Lutheraners waren Wien und Rostock, von 1531 bis 1536 wirkte er zudem als erster Konrektor am Katharineum in Lübeck. Weiterlesen

VHS-Vortrag: Christenkreuz und Hakenkreuz

Di., 05.05.2026, 18:30 – 20:30 Uhr, 5,00 €
Osterberg-Schule, Foyer, Büscher Str. 4, 57258 Freudenberg-Büschergrund
Dieter Pfau

Das Buch „Christenkreuz und Hakenkreuz“, erschienen im Jahr 2000, ist eine Studie über den Aufstieg der Nationalsozialisten in der Zeit von 1929 bis zum 30. Januar 1933 zur Geschichte des heutigen Kreises Siegen-Wittgenstein.

Die Untersuchung geht der Frage nach, warum die NSDAP in der Stadt und im damaligen Kreis Siegen bei einer großen Zahl der Wählerinnen und Wähler mit wachsender Zustimmung aufgenommen wurde und im Frühsommer 1932 sogar einmal Zustimmungswerte von mehr als fünfzig Prozent erzielte. Ein besonderer Fokus der Untersuchung liegt dabei auf den Methoden und Mitteln nationalsozialistischer Politik und Propaganda, die mehrmals auch in offenen Terror mündeten. Die Gründung der Weimarer Republik – der ersten wirklich parlamentarischen Demokratie in Deutschland, in der auch erstmals die Frauen wählen durften –, beruhte auf einem Basiskompromiss zwischen den republikanischen und national-konservativen politischen Parteien. Als dieser Kompromiss unter den Bedingungen der Weltwirtschaftskrise aufgekündigt wurde, begann der Aufstieg der NSDAP von einer kleinen Splittergruppe zur stärksten politischen Partei. Weiterlesen

Buchvorstellung: “ Radikaler Pietismus, Alchemie und Freidenkerei 1729–1741. Berleburg zur Zeit von Dippel und Edelmann“

Am Montag, 04.05.2026, sind die Herausgeber Vera Faßhauer und Martin Mulsow zu Gast im „Dritten Ort – Bücherei der Zukunft“ in Bad Berleburg und stellen den neu erschienenen Band vor. Los geht es um 19 Uhr.
Während der ersten vier Jahrzehnte des 18. Jahrhunderts war das Territorium der reformierten Grafen von Sayn-Wittgenstein-Berleburg ein Zufluchtsort für radikal gesinnte Religionsmigranten mit unterschiedlichen sozialen, beruflichen und konfessionellen Hintergründen. Der tolerante Graf Casimir gewährte ihnen nicht nur Religionsfreiheit und Steuervergünstigungen, sondern ermöglichte ihnen auch den zensurfreien Druck ihrer Schriften. Allerdings ergaben sich zwischen den religiösen Individualisten vor Ort zwangsläufig Auseinandersetzungen; auch versuchten einige von ihnen, den Landesherrn in ihrem Sinne zu beeinflussen.
Der Band „Radikaler Pietismus, Alchemie und Freidenkerei 1729 bis 1741. Berleburg zur Zeit von Dippel und Edelmann“ spürt auf der Basis zahlreicher bisher unveröffentlichter Dokumente und Selbstzeugnisse den Spuren der religiösen Individualisten nach. Weiterlesen

Ein uralter Kirchhügel in Raumland birgt Geheimnisse


Dass die Kirchen in unserem Kirchenkreis wichtig sind, steht außer Frage. Was aber wenige wissen: Die Kirchen zwischen Siegen und Olpe, zwischen Winterberg, Bad Laasphe und Niederdresselndorf beherbergen auch das eine oder andere Geheimnis. Die Spurensuche, die in lockerer Reihenfolge fortgesetzt wird, beginnt in Raumland auf einem uralten Kirchhügel.
Dort steht Dr. Dirk Spornhauer, der Raumländer Pfarrer, im Chorraum der Kirche, in der er 25 Jahre lang gepredigt hat. Mit Freude zeigt er auf alten Putz, unter dem nach einer Restauration Szenen aus dem Leben Jesu hervorkamen.
Größere Restaurierungen oder Sanierungen der in der Mitte des 13. Jahrhunderts errichteten westfälischen Hallenkirche fielen nicht in seine Amtszeit, wofür der aus Eisern stammende und zuvor in Neunkirchen tätige Pfarrer sehr dankbar ist: „Die Kirche atmet eine Tradition und Geschichte, mit der man sich beschäftigen muss. Das gehört alles nicht einer Generation. Das gehört allen davor und danach.“ Weiterlesen