Einladung zum Vortragsabend im Landeshauptarchiv Koblenz, Karmeliterstraße 1-3, Dienstag, 14. April 2026, 18:00 Uhr

Zwischen den 1950er und den 1990er Jahren wurden in Deutschland schätzungsweise acht bis zwölf Millionen Kinder zu Kur- oder Erholungsaufenthalten in Heime geschickt. Auch im Westerwald existierten zahlreiche solcher Einrichtungen, die Kinder aus dem gesamten Bundesgebiet aufnahmen. Die Heime warben unter anderem mit den besonderen klimatischen Bedingungen des Mittelgebirges. Höhenlage, besondere Luftverhältnisse und günstige Sonnenbedingungen galten als förderlich für die Gesundheit und Erholung von Kindern.
Der Vortrag führt in das noch junge Forschungsfeld der sogenannten Kinderverschickung ein und beleuchtet deren Bedeutung für die Region des Westerwaldes. Im Mittelpunkt stehen erste Forschungsergebnisse zu Erholungsheimen in evangelischer Trägerschaft in Asbach, Altenkirchen und Rehe. Grundlage der Untersuchung sind sowohl archivalische Quellen als auch erste Erfahrungsberichte ehemaliger Verschickungskinder. Während die Archivalien Aufschluss über Gründung, Organisation und Alltag der Heime geben, eröffnen die Erfahrungsberichte eine zusätzliche Perspektive auf das Leben in den Einrichtungen aus Sicht der Kinder.
Abschließend gibt der Vortrag einen Ausblick auf offene Forschungsfragen und geplante zukünftige Forschungsprojekte.
Der Vortrag richtet sich sowohl an interessierte Bürger*innen als auch an regionale Historiker*innen.
Wir freuen uns, Sie zu dieser kostenlosen Veranstaltung einladen zu dürfen!
Bei einem Glas Wein wird sich die Möglichkeit für intensiven Austausch und Gespräch ergeben.
Kontakt: Dr. Christine Goebel, c.goebel@lav.rlp.de, Tel. 0261 9129-117
Quelle: Landeshauptarchiv Koblenz, 26.2.26
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