ein Vorbild für die Mitarbeiter des Gesundheitswesens in der Deutschen Demokratischen Republik“

Der VVN/BdA Siegerland-Wittgenstein hat unlängst die 1970 erschienene medizinhistorische Dissertation Christine Roßbergs über den aus Siegen stammenden Kommunisten Walter Krämer online verfügbar gemacht.
Quelle: VVN/BdA Siegerland Wittgenstein via Facebook
Baustart mit dem Kölner Dom
Warum die Kirche in Oberholzklau etwas Besonderes ist?
Denkmäler sind nicht nur Schlösser, Burgen oder uralte Fachwerkhäuser. In unserem Kirchenkreis sind es die Kirchen, die durch ihre Bedeutung und ihr hohes Alter die Dörfer und Städte prägen. Wer einen Blick hinter alte Mauern werfen möchte, hat bald Gelegenheit dazu. In Oberholzklau freut man sich schon auf den Tag des offenen Denkmals.
Denn in dem 1079 nach Christus erstmals urkundlich erwähnten Dorf prägt noch heute eine altehrwürdige Kirche das Ortsbild. Die Evangelisch-Reformierte Kirchengemeinde ist stolz auf die historische Hallenkirche, die an der „Alten Straße“ steht.
Erstmals erwähnte die Abtei Deuz bei Köln im Jahr 1147 einen Hof mit einer Kapelle in Holzklau. Mitte des 13. Jahrhunderts entstand eine typische Hallenkirche mit größerem und höherem Mittelschiff sowie links und rechts mit schmaleren und niedrigeren Seitenschiffen. Damit lag der Baubeginn in Holzklau fast parallel zum Baustart des Kölner Doms, der 1248 nach Christus begann. Weiterlesen
Denkmalschutz in Nordrhein-Westfalen erneut geschwächt
Deutsche Stiftung Denkmalschutz kritisiert beschlossene Gesetzesänderung
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) kritisiert die vom Landtag Nordrhein-Westfalen beschlossene erneute Änderung des Denkmalschutzgesetzes. Als Teil des Denkmalschutz-Bündnisses NRW hatte die DSD seit Bekanntwerden des ersten Entwurfs vor den tiefgreifenden Konsequenzen für den Denkmalschutz gewarnt. Die Gesetzesänderung soll bereits zum 1. September 2026 als Teil der Landesbauordnungsnovelle in Kraft treten. Zwar wurden im parlamentarischen Verfahren einzelne Verschärfungen des ursprünglichen Gesetzentwurfs zurückgenommen, die grundlegenden Probleme bleiben aus Sicht der DSD jedoch bestehen: Es drohen weiterhin Schutzlücken, Rechtsunsicherheiten und eine Ungleichbehandlung zwischen staatlichen und privaten Denkmaleigentümern. Weiterlesen
Führung durch die Stahlarbeiter-Siedlung Gartenstadt Wenscht, Siegen-Geisweid
Donnerstag, 27. August 2026, 17:30 – 19:30, Treffpunkt: Parkplatzt Gaststätte „Bim Käs, Fichtenweg, Siegen-Geisweid, Guide: Traute Fries

Geländer am Kleinen Schwanenteich Wenscht (Foto: KulturSiegen)
Die Gartenstadt Wenscht entstand ab 1950 als zukunftsweisendes Wohnquartier der Stahlwerke Südwestfalen, das Arbeiten, Wohnen sowie soziale und kulturelle Bedürfnisse miteinander verband. Bei der Führung erläutert Traute Fries die Geschichte des Quartiers und lenkt den Blick auf die prägende Kunst im öffentlichen Raum – insbesondere die teilweise denkmalgeschützten Sgraffiti an den Gebäuden. Weiterlesen
Literaturhinweis: Barbara Stambolis: Organisiert und in Bewegung
Jugendliche in Westfalen im 20. Jahrhundert (Göttingen 2026)

Wie tickten Jugendliche im 20. Jahrhundert? Was bewegte sie, wie organisierten sie sich im ländlichen und städtischen Westfalen?
Zwischen Industrialisierung und ländlicher Kontinuität, zwischen Stadt und Land entwickelten sich im 20. Jahrhundert unterschiedliche Herausforderungen und Ausdrucksformen jugendlicher Identität. Durch neue Medien (Radio und Fernsehen) erreichten übernationale Trends in Mode (Frisuren, Kleidungsstile) und Musik (z. B. Beat und Rock) in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts Kleinstädte und Dörfer nahezu zeitgleich mit urbanen Zentren. Traditionelle Stadt-Land-Gegensätze verloren an Bedeutung. Jugendliche auf dem Lande sowie in Klein- und Mittelstädten orientierten sich im Spannungsfeld zwischen jugendkulturell bedeutsamen globalen Dynamiken, regionalem und lokalem Engagement, für Umweltschutz und Räume, in denen sie sich kreativ entfalten konnten. Weiterlesen
Historische Bildung und Forschung in Gefahr
Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) unterstützt die jüngste Stellungnahme der Konferenz für Geschichtsdidaktik und zeigt sich besorgt um die universitäre Geschichtswissenschaft
Die Konferenz für Geschichtsdidaktik (KGD) warnt in einer aktuellen Stellungnahme vor den Gefahren für die historische Bildung – vor allem in der Schule – durch das Regierungsprogramm der AfD und setzt sich für Wissenschaftlichkeit als Fundament historischen Lernens ein. Der Vorstand des VHD unterstützt diese Stellungnahme.
Mit großer Sorge sehen wir als Fachgesellschaft zudem die geplanten Eingriffe in die universitäre Wissenschaft, wie sie sich im Regierungsprogramm der AfD in Sachsen-Anhalt darstellen:
- Eingriffe in die Lehre: Geplant ist die Streichung von als unwissenschaftlich diffamierten Studiengängen („Gender-Studien abschaffen!“, „Postkolonialismus ist keine Wissenschaft!“).
- Rückschritt im System: Angestrebt wird eine Rückkehr zur der alten„Universität, deren Geschicke von der Professorenschaft gelenkt wurden,“ bei gleichzeitiger Beschneidung der Mitspracherechte von Studierenden und Mitarbeitenden.
- Gefahr für die Wissenschaftsfreiheit: Das Programm sieht eine direkte staatliche Lenkung von Haushaltsstellen, Professuren und Lehrstühlen vor, um gezielt in Forschungsschwerpunkte einzugreifen.
Diese Pläne greifen die grundgesetzlich geschützte Wissenschaftsfreiheit und die Hochschulautonomie im Kern an. Der VHD stellt sich entschieden gegen diese Forderungen und steht für Freiheit von Forschung und Lehre sowie für eine wissenschaftlich fundierte Geschichtsvermittlung.
Quelle: VHD, Aktuelles v. 15.7.2026
Ausstellungstipp: „Kunst im Fokus“: Wie Künstlerinnen und Künstler wohnen

Als Fotografin hatte Maren Heyne Zugang zur lebendigen Kunstszene. Erstmals sind nun noch nie gezeigte Fotografien aus dem Nachlass der 2025 verstorbenen Künstlerin Maren Heyne in einer Ausstellung versammelt. Rund 40 dieser Künstlerportraits sind vom 05.08.-30.11.2026 nur im Rahmen von festen Terminen im Bonner Hauptsitz der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zu sehen. Zu sehen sind etwa Aufnahmen von den bekannten Künstlern der einflussreichen Düsseldorfer Künstlergruppe ZERO. Eindrucksvoll sind etwa Heynes Fotografien aus dem Atelier von ZERO-Vertreter Otto Piene. Sie dokumentieren die Entstehung seiner legendären Feuergouachen und gehören heute zu den meistpublizierten Bilddokumenten der ZERO-Bewegung. Piene zündete flüssiges Fixativ gezielt an, um die charakteristischen Feuerspuren auf seinen Bildern entstehen zu lassen.
Maren Heyne legte ihren Fokus dabei nicht nur auf das klassische Porträt – sie interessierte vor allem wie die Künstler wohnen und wie sie sich einrichten. Dieser Blickwinkel eröffnet völlig neue Einblicke in Kunst und Leben. Durch die Ausstellung führt der Kunsthistoriker Hartmut Witte, der die Fotografin über 35 Jahre lang eng in ihrer Arbeit begleitet hat. Witte ist Vorstand der von Maren Heyne und ihrem Mann Friederich Werthmann 2006 gegründeten treuhänderischen Werthmann-Heyne-Stiftung unter dem Dach der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Hauptsitz der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
Schlegelstraße1
53113 Bonn
Quelle: Deutschen Stiftung Denkmalschutz
Online: Niederschlagskarte der mittleren Rheinprovinz und der Nachbargebiete

Ausschnitt aus der Tafel 1 „Jährliche Niederschlagsmenge“
Die Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf hat kürzlich dieses 1899 erschienene Kartenwerk von Peter Polis online verfügbar gemacht. Die neun Karten zeigen die jährliche Verteilung in den Jahren 1886 bis 1895, die jahreszeitliche Verteilung der Winter- Frühlings-, Sommer- und Herbstregen in Millimeter und im prozentualen Verhältnis zur Jahressumme. Auch drei Messstellen aus dem Kreisgebiet (Kreuztal-Eichen, Freudenberg und Burbach) sind mit ihren Werten abgebildet.
Heute vor 68 Jahren: Kaffeebohnen-Ernte in Nordrhein-Westfalen
„Die ersten beiden Kaffeebohnen kamen 1951 von Hamburg nach Siegen und wurden anfangs auf der Fensterbank über der Heizung gezogen.
Nach einigen Jahren wurden sie aus Platzgründen in eine Gärtnerei umgezogen. Die erste Ernte von den 23 Pflanzen gab es im Jahr 1956. Die weitere Verarbeitung erläutert Hobby-Züchter [Otto] Georg im Filminterview.“ Weiterlesen
Neue Siegerländer und Wittgensteiner Kirchenbücher bei archion
Folgende Kirchenbücher aus dem ehemaligen Kirchenkreisen Siegen und Wittgenstein können nun – kostenpflichtig – bei archion eingesehen werden:
Quelle: archion, Neue Digitalisate vom 23. Juli 2026

siwikultur.deDie Website des Kultur!Büro.s
siwitermine.deKultur!Aktuell,
lyz.deKulturhaus Lÿz
kulturhandbuch.deDas Kulturhandbuch Siegen-Wittgenstein mit allen Infos zu kulturellen Angeboten, Einrichtungen, Künstlern und Kulturschaffenden
kulturpur-festival.deInternationales Musik- und Theaterfestival KulturPur
siwiarchiv.deDer Blog der Archive
vielseitig-festival.euEuropäisches Literaturfestival
Kontakt