Vortrag: Oliver Teufer: »Ein Kartograph an der Zeitenwende –

Leben und Wirken Tilemann Stellas in der Nachschau seines 500. Geburtstages«
Do., 10.09.2026, um 18:30 Uhr, Eintrachtsaal, Siegerlandhalle

Die Verkaufs-Vorschau für den Globus aus dem Jahr 1592 ist der Schlüssel zur Klärung der Herkunft des St. Galler Globus. (Bild: Zentralbibliothek Zürich), Link zur Abbildung in höherer Auflösung: http://dx.doi.org/10.7891/e-manuscripta-34116

Zu den Pionieren und maßgeblichen Wegbereitern der modernen Kartographie zählt Tilemann Stella (1525-1589). Als Tilemann Stolz vor 500 Jahren als Sohn eines Schusters in Siegen geboren, besuchte er die hier von Erasmus Sacerius (1501-1559) begründete Lateinschule. Ab 1559 in den Diensten Herzog Johann Albrechts von Mecklenburg stehend, wirkte er für diesen in Rostock als Mathematiker, Wasserbaumeister und vor allem Kartograph. In letzterer Funktion schuf er eine Vielzahl von Karten und leistete u.a. die Vorarbeiten zum berühmten St. Gallener Globus.
Seiner Heimatstadt Siegen blieb Stella trotz der räumlichen Entfernung verbunden und ließ dem Stadtrat bspw. Abdrucke seiner Werke zukommen.
Im Rahmen des Vortrages sollen verschiedene Aspekte der vielseitigen Vita des Tilemann Stella beleuchtet werden.
Keine Anmeldung erforderlich. Kommen Sie einfach mal vorbei!

Quelle: vhs Siegen, Programm

Regionales Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein

Kritische Anmerkungen und drei Ergänzungen

“ …. [Das Personenlexikon] ist …. jederzeit erweiterungs- und korrekturfähig, also in der Lage zu erweitern und zu präzisieren und gegebenfalls nachzukorrigieren. Damit handelt es sich um ein Projekt zum Mitmachen, das vor allem natürlich bei den Angaben für das Personnenverzeichnis ….“
aus: Ulrich Friedrich Opfermann: Im Netz: Zwei Personenverzeichnisse zur regionalen Zeitgeschichte, in: Siegener Beiträge 20 (2015), S. S. 235 – 237, hier: S. 235

Für siwiarchiv ist das Personenlexikon eine unverzichtbare Recherchehilfe und oft genug erste Anlaufstelle für eigene Forschungen – erinnert sei bspw. an Erich Moning oder Dr. Anton Beischl.

Zunächst gilt es einige allgemeine Bemerkungen zu machen. Aus nachvollziehbaren Gründen ist ein direktes Einpflegen neuer Einträge oder Ergänzugen von Dritten nicht möglich; so entfällt eine aufwändige Redaktion. Dies nimmt allerdings dem Aufruf zur Mitarbeit, ebenso wie die fehlende Kommentarfunktion, ein wenig den Schwung. Weiterlesen

Linktipp: Propaganda in der Soester Fehde? Der Soester Klagebrief vom 4. Mai 1444

Kartenvisualisierung der Adressaten des Klagebriefs. (u. a. mit der Stadt Siegen und der Familien Sayn-Wittgenstein Berleburg). Daten und Visualisierung: Alina Ostrowski. Grundkarte: Open Street Maps. Verwendetes Programm: QGIS.

„Am vierten Mai 1444 stellte die Stadt Soest, die sich zu jenem Zeitpunkt seit mehreren Jahren in anhaltendem Konflikt mit ihrem Stadtherrn, dem Kölner Erzbischof Dietrich von Moers, befand, ein etwa 1,80 m langes Schreiben aus, welches sie selbst als „Klagebrief“ bezeichnete und welches an über hundert namentlich genannte Adressaten gerichtet war. In ihrem Klagebrief führten die Soester weitläufig alle Beschwerden auf, die sie im Konflikt mit dem Erzbischof zu beklagen hatten, und kündigten an, sich im Falle einer ausbleibenden Einigung einem neuen Stadtherren zu verschreiben. Im Juni folgte dann tatsächlich der Anschluss an den Jungherzog von Kleve und die Fehdeansage an Kurköln. Der eigenmächtige Übertritt der Stadt zu einem anderen Stadtherren war eine beispiellose Eskalation in einem regionalen Konflikt, der sich in der Folge als sogenannte Soester Fehde (1444–1449) zu einem kriegerischen Ereignis überregionaler Bedeutung auswuchs. …“

Quelle: Alina Ostrowski (24. August 2026). Propaganda in der Soester Fehde? Der Soester Klagebrief vom 4. Mai 1444. Westfalen/Lippe – historisch. Abgerufen am 25. August 2026 von https://doi.org/10.58079/16ols

VdA intensiviert Austausch mit den Ausbildungseinrichtungen

Drei Ausbildungseinrichtungen, drei Perspektiven:

„Der Vorsitzende Dr. Michael Ruprecht hat sich mit Prof. Dr. Karin Schwarz, Studiengangsleiterin im Studiengang Archiv an der Fachhochschule Potsdam, zu aktuellen Fragen der archivischen Ausbildung und zur Weiterentwicklung des Berufsbildes ausgetauscht.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Anforderungen an Archivarinnen und Archivare in einem sich zunehmend wandelnden beruflichen Umfeld, die Entwicklung der Ausbildung sowie die Frage, wie Fachverband und Ausbildungseinrichtungen künftig noch enger zusammenarbeiten können. Dabei ging es auch um die Herausforderungen durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, die Gewinnung des beruflichen Nachwuchses sowie Möglichkeiten, Studierende frühzeitig mit den fachlichen Netzwerken und Angeboten des VdA vertraut zu machen. Weiterlesen

Siegerland 1 (2026) erschienen

Beiträge:
Rolf Heetfeld Der Bickener Hof zu Siegen, S. 3ff
Andreas Bingener: Die Taufschale der Siegener Nicolaikirche, S. 24ff
Gabriel Isenberg: Orgellandschaft im Wandel am Beispiel der Hilchenbacher Orgelgeschichte, S. 31ff
Markus Krämer: Wer war Maria Elisabeth Jung?, S. 43ff
Christian Brachthäuser: Moralische Instanz und mutiger Sozialreformer: Leben und Werk des Leonhard Gläser, S. 55ff
Wilfried Lerchstein: Der Keramikkünstler Paul Dresler aus Siegen, zu Lebzeiten berühmt und heute fast vergessen, S. 70ff
Moritz Wild: Neunkirchen im Freien Grund – Historische Ortsentwicklung und bemerkenswerte Bauten, S. 100ff

Sonderausstellung „Burbach im Wandel der Zeit“

Alte Vogtei Burbach, bis zum 11.10.2026,

Kleine Einblicke in das Leben von damals. In Anlehnung an das neue Buch »Burbach im Zeitwandel« lädt diese Ausstellung dazu ein, die Geschichte unseres Ortes zu entdecken.

Quelle: Gemeinde Burbach, Veranstaltungen

„Bin Mensch nicht auch ich?“

Die Künstlerin Inbal Leitner erzählt im Buch „Bin Mensch nicht auch ich?“ das Schicksal von Betty Hochmann, die 1922 in Siegen geboren wurde.

Die Graphic Novel-Anthologie „Bin Mensch nicht auch ich?“ erzählt von Siegener Schicksalen in der NS-Zeit. Die Herausgeber Dr. Jana Mikota, Prof. Dr. Daniel Stein und Dr. Jens Aspelmeier sprechen über das Konzept und erste Reaktionen auf das Buch.

Die Zeit der Zeitzeug*innen endet. Neue Formen des Erinnerns werden wichtiger. Die Graphic-Novel-Anthologie „Bin Mensch nicht auch ich? Erinnern, Erzählen, Erleben“, entstanden an der Universität Siegen in Kooperation mit dem Aktiven Museum Südwestfalen, macht lokale Schicksale aus der NS-Zeit durch Comics erfahrbar.

„Bin Mensch nicht auch ich?“ erzählt konkrete, lokale Schicksale in der Zeit des Nationalsozialismus. Ist diese Regionalität ein Schlüssel, um Erinnerung für junge Menschen greifbar zu machen? Weiterlesen

Relaunch des Veranstaltungskalenders für die Region Siegen-Wittgenstein


Der Medieninformationsdienst und Veranstaltungskalender Kultur!Aktuell. erscheint ab sofort in neuer Form und mit zahlreichen neuen Funktionen. Neben dem wöchentlichen Newsletter für alle regionalen Medien zu allen Kulturveranstaltungen in Siegen-Wittgenstein kann ab sofort jeder (privat oder kommerziell) den Newsletter, kostenfreie Abos für seinen Handy-Kalender, Vorlagen zur Einbindung in seiner eigenen Webseite oder Word- oder PDF-Dateien zum Ausdrucken für seine Gäste nutzen. Die Veranstaltungsdaten einer ganzen Region sind unter https://siwitermine.de kostenfrei für Jeden nutzbar! Weiterlesen

Walter Thiemanns Erinnerungen 2024 in Buchform erschienen

Das Foto von der Buchvorstellung zeigt Norbert Diekmann (Bildmitte) und dem Pastoren-Enkel Hans Joachim Thiemann mit Ehefrau Almuth aus Siegen (rechts im Bild)

„In meines Herren Hand“ lautet der Titel des Buches, das vom Heimatverein Gronau herausgegeben wurde. Inhaltlich geht es dabei um Pastor Thiemanns Erinnerungen um den Kirchenkampf in der NS-Zeit. Dessen Aufzeichnungen wurden durch zahlreiche Anmerkungen und durch die Wiedergabe weiterer Quellen vor allem zum „Kirchenkampf“ in Gronau ergänzt.

Walter Thiemann wurde 1934 als neuer Pfarrer der Evangelischen Gemeinde in Gronau gewählt. Durch sein Engagement gegen völkische Umtriebe im Tecklenburger Land in den 1920-er Jahren war er schon als Nazi-Gegner bekannt. Die örtlichen Nazis bekämpften den gebürtigen Wuppertaler mit allen Mitteln. 1939 erfolgte die Festnahme, Thiemann wird Polizeihäftling in Münster und danach KZ-Häftling in Buchenwald. 1940 wird er freigelassen, durfte aber nicht wieder in Gronau tätig werden. Er wurde Pfarrer im Siegener Land, wo er dann nach 1945 u.a. publizierte und sich für die christlich-jüdische Zusammenarbeit engagierte.

Das 208 Seiten umfassende und durchgehend illustrierte Buch ist zum Preis von 17,90 € im Buchhandel sowie direkt beim Heimatverein Gronau erhältlich.

Quelle: Heimatverein Gronau, Facebook-Eintrag vom 7.10.2024