bis zum 24. Januar 2027, Photographische Sammlung/Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn, Im Mediapark 7, 50670 Köln

Quelle: Tobias Gerhardus, Herdorf
„Der 150. Geburtstag von August Sander (1876–1964) bietet uns den willkommenen Anlass, sein facettenreiches, über Jahrzehnte gewachsenes Œuvre ausführlich zu würdigen. Seit 1992 befindet sich das August Sander Archiv in der Photographischen Sammlung/Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn. Nahezu sämtliche Exponate der Ausstellung entstammen dem hauseigenen Bestand. Es handelt sich um den weltweit größten Fundus zum Werk des Photographen, der über berühmte Motive hinaus eine Vielzahl an bislang kaum bekannten Aufnahmen und Themenkomplexen bietet. So umfasst die Ausstellung neben Porträts aus seinem zentralen Kultur- und Gesellschaftswerk Menschen des 20. Jahrhunderts etwa Aufnahmen aus der frühen Schaffenszeit im österreichischen Linz wie auch Auftragsarbeiten aus dem Westerwald aus unterschiedlichen Jahrzehnten. Weiterlesen

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„Geschichte ist heute so populär wie nie. Sie nimmt eine zunehmende Präsenz in populären Medien ein und wird gehört, gelesen, gesehen, erzählt, nachgestellt, erlebt und gespielt. Mitverantwortlich an der stetig zunehmenden Popularität sind digitale Spiele. Sie formulieren nicht nur die Vorstellungen aus, die Millionen von Menschen weltweit von der Vergangenheit besitzen – sie verändern sie auch. Das macht eine systematische Untersuchung der im Medium inszenierten Geschichte unbedingt erforderlich. Neben Büchern und Filmen bildet das digitale Spiel heute eines der wichtigsten Verbreitungsmedien, um Geschichte zu popularisieren – unabhängig von Alter, Geschlecht oder nationaler Zugehörigkeit der Rezipierenden. Digitale Spiele nehmen eine zentrale Rolle ein, wenn wir wissenschaftlich verstehen möchten, wie Geschichte gesamtgesellschaftlich dargestellt, inszeniert, verhandelt und mit Bedeutung ausgestattet wird. Welches Bild von Geschichte wird in digitalen Spielen vermittelt? Welche Auswirkungen haben ihre medialen Besonderheiten auf Geschichtspopularisierungen? Und vor allem: Wie verändert das Medium unsere Geschichtskultur? Dieser und weiterer Fragen nimmt sich Milan Weber in seiner Studie an und geht den vielgestaltigen Transformationen populärer Geschichte in einem der reichweitenstärksten Medien unserer Zeit nach.