Vortrag: „Die Grube Eupel – Mineralien und mehr“

Sonntag, 30. August,, um 14:30 Uhr im Bergbaumuseum des Kreises Altenkirchen in Herdorf-Sassenroth

In den 1960er Jahren wurden nach und nach die letzten noch verbliebenen Gruben des Siegerländer-Eisenerzreviers geschlossen. Eine von ihnen war die Grube Eupel bei Niederhövels, wo 1964 die Lichter erloschen. Zur damaligen Zeit war „Eupel“ die modernste Grube des Bergbaubezirks.
Eberhard Klein (Wuppertal), seit Jahrzehnten ein renommierter Kenner der Geologie, Mineralogie und Bergbaugeschichte, wird einen Lichtbildervortrag über die Grube Eupel halten. Neben der Bergwerksgeschichte der komplexen Verbundgrube hat er sich besonders mit den berühmten dort vorkommenden Mineralien befasst. Bis heute sind diese weithin bekannt und begehrte Sammlerstücke. Weiterlesen

Biografien zum Widerspruch und Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein

Kritische Anmerkungen und vier Ergänzungen

“ …. Die Initiatoren appellieren an die Leser mitzuarbeiten: zu erweitern, zu präzisieren, zu aktualisieren.“
aus: Ulrich Friedrich Opfermann: Im Netz: Ein drittes regionales Personenverzeichnis zur Zeitgeschichte, in: Siegener Beiträge 22 (2017-18), S. 254-257, hier: S. 257.

siwiarchiv ist diesem Appell schon immer gerne nachgekommen – erinnert sei an Andreas Vomfell und Dr. Hugo Gloede.

Zunächst gilt es einige allgemeine Bemerkungen zu machen. Aus nachvollziehbaren Gründen ist ein direktes Einpflegen neuer Einträge oder Ergänzugen von Dritten nicht möglich; so entfällt eine aufwändige Redaktion. Dies nimmt allerdings dem Appell, ebenso wie die fehlende Kommentarfunktion, ein wenig den Schwung. Weiterlesen

Online: Dr. Christine Roßberg: „Das Leben und Wirken des deutschen Kommunisten Walter Krämer

ein Vorbild für die Mitarbeiter des Gesundheitswesens in der Deutschen Demokratischen Republik“

Der VVN/BdA Siegerland-Wittgenstein hat unlängst die 1970 erschienene medizinhistorische Dissertation Christine Roßbergs über den aus Siegen stammenden Kommunisten Walter Krämer online verfügbar gemacht.
Quelle: VVN/BdA Siegerland Wittgenstein via Facebook

Baustart mit dem Kölner Dom

Warum die Kirche in Oberholzklau etwas Besonderes ist?


Denkmäler sind nicht nur Schlösser, Burgen oder uralte Fachwerkhäuser. In unserem Kirchenkreis sind es die Kirchen, die durch ihre Bedeutung und ihr hohes Alter die Dörfer und Städte prägen. Wer einen Blick hinter alte Mauern werfen möchte, hat bald Gelegenheit dazu. In Oberholzklau freut man sich schon auf den Tag des offenen Denkmals.
Denn in dem 1079 nach Christus erstmals urkundlich erwähnten Dorf prägt noch heute eine altehrwürdige Kirche das Ortsbild. Die Evangelisch-Reformierte Kirchengemeinde ist stolz auf die historische Hallenkirche, die an der „Alten Straße“ steht.
Erstmals erwähnte die Abtei Deuz bei Köln im Jahr 1147 einen Hof mit einer Kapelle in Holzklau. Mitte des 13. Jahrhunderts entstand eine typische Hallenkirche mit größerem und höherem Mittelschiff sowie links und rechts mit schmaleren und niedrigeren Seitenschiffen. Damit lag der Baubeginn in Holzklau fast parallel zum Baustart des Kölner Doms, der 1248 nach Christus begann. Weiterlesen

Denkmalschutz in Nordrhein-Westfalen erneut geschwächt

Deutsche Stiftung Denkmalschutz kritisiert beschlossene Gesetzesänderung

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) kritisiert die vom Landtag Nordrhein-Westfalen beschlossene erneute Änderung des Denkmalschutzgesetzes. Als Teil des Denkmalschutz-Bündnisses NRW hatte die DSD seit Bekanntwerden des ersten Entwurfs vor den tiefgreifenden Konsequenzen für den Denkmalschutz gewarnt. Die Gesetzesänderung soll bereits zum 1. September 2026 als Teil der Landesbauordnungsnovelle in Kraft treten. Zwar wurden im parlamentarischen Verfahren einzelne Verschärfungen des ursprünglichen Gesetzentwurfs zurückgenommen, die grundlegenden Probleme bleiben aus Sicht der DSD jedoch bestehen: Es drohen weiterhin Schutzlücken, Rechtsunsicherheiten und eine Ungleichbehandlung zwischen staatlichen und privaten Denkmaleigentümern. Weiterlesen

Führung durch die Stahlarbeiter-Siedlung Gartenstadt Wenscht, Siegen-Geisweid

Donnerstag, 27. August 2026, 17:30 – 19:30, Treffpunkt: Parkplatzt Gaststätte „Bim Käs, Fichtenweg, Siegen-Geisweid, Guide: Traute Fries

Geländer am Kleinen Schwanenteich Wenscht (Foto: KulturSiegen)

Die Gartenstadt Wenscht entstand ab 1950 als zukunftsweisendes Wohnquartier der Stahlwerke Südwestfalen, das Arbeiten, Wohnen sowie soziale und kulturelle Bedürfnisse miteinander verband. Bei der Führung erläutert Traute Fries die Geschichte des Quartiers und lenkt den Blick auf die prägende Kunst im öffentlichen Raum – insbesondere die teilweise denkmalgeschützten Sgraffiti an den Gebäuden. Weiterlesen

Literaturhinweis: Barbara Stambolis: Organisiert und in Bewegung

Jugendliche in Westfalen im 20. Jahrhundert (Göttingen 2026)

Wie tickten Jugendliche im 20. Jahrhundert? Was bewegte sie, wie organisierten sie sich im ländlichen und städtischen Westfalen?

Zwischen Industrialisierung und ländlicher Kontinuität, zwischen Stadt und Land entwickelten sich im 20. Jahrhundert unterschiedliche Herausforderungen und Ausdrucksformen jugendlicher Identität. Durch neue Medien (Radio und Fernsehen) erreichten übernationale Trends in Mode (Frisuren, Kleidungsstile) und Musik (z. B. Beat und Rock) in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts Kleinstädte und Dörfer nahezu zeitgleich mit urbanen Zentren. Traditionelle Stadt-Land-Gegensätze verloren an Bedeutung. Jugendliche auf dem Lande sowie in Klein- und Mittelstädten orientierten sich im Spannungsfeld zwischen jugendkulturell bedeutsamen globalen Dynamiken, regionalem und lokalem Engagement, für Umweltschutz und Räume, in denen sie sich kreativ entfalten konnten. Weiterlesen

Historische Bildung und Forschung in Gefahr

Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) unterstützt die jüngste Stellungnahme der Konferenz für Geschichtsdidaktik und zeigt sich besorgt um die universitäre Geschichtswissenschaft

Die Konferenz für Geschichtsdidaktik (KGD) warnt in einer aktuellen Stellungnahme vor den Gefahren für die historische Bildung – vor allem in der Schule – durch das Regierungsprogramm der AfD und setzt sich für Wissenschaftlichkeit als Fundament historischen Lernens ein. Der Vorstand des VHD unterstützt diese Stellungnahme.

Mit großer Sorge sehen wir als Fachgesellschaft zudem die geplanten Eingriffe in die universitäre Wissenschaft, wie sie sich im Regierungsprogramm der AfD in Sachsen-Anhalt darstellen:

  • Eingriffe in die Lehre: Geplant ist die Streichung von als unwissenschaftlich diffamierten Studiengängen („Gender-Studien abschaffen!“, „Postkolonialismus ist keine Wissenschaft!“).
  • Rückschritt im System: Angestrebt wird eine Rückkehr zur der alten„Universität, deren Geschicke von der Professorenschaft gelenkt wurden,“ bei gleichzeitiger Beschneidung der Mitspracherechte von Studierenden und Mitarbeitenden.
  • Gefahr für die Wissenschaftsfreiheit: Das Programm sieht eine direkte staatliche Lenkung von Haushaltsstellen, Professuren und Lehrstühlen vor, um gezielt in Forschungsschwerpunkte einzugreifen.

Diese Pläne greifen die grundgesetzlich geschützte Wissenschaftsfreiheit und die Hochschulautonomie im Kern an. Der VHD stellt sich entschieden gegen diese Forderungen und steht für Freiheit von Forschung und Lehre sowie für eine wissenschaftlich fundierte Geschichtsvermittlung.
Quelle: VHD, Aktuelles v. 15.7.2026