Folgende Kirchenbücher aus dem ehemaligen Kirchenkreis Wittgenstein können nun – kostenpflichtig – bei archion eingesehen werden:
Quelle: archion, Neue Digitalisate v. 16.7.2026
Folgende Kirchenbücher aus dem ehemaligen Kirchenkreis Wittgenstein können nun – kostenpflichtig – bei archion eingesehen werden:
Quelle: archion, Neue Digitalisate v. 16.7.2026
1848 wanderten die Vorfahren von Troy Meinhard von Siegen in den mittleren Westen Amerikas nach Illinois aus. Sein Urahn ging einst in der Krönchenstadt dem Beruf des Müllers nach. Nachdem sie sich dann 1870 im US-Bundesstaat Iowa niedergelassen hatten, kam eine Standuhr in die Familie. „Mit dem Tausch war eine Schuld beglichen worden,“ ist in der Meinhard-Familie überliefert.

Diese historische Uhr, hergestellt einst von Dietrich Koch in Stromberg im Windecker Land, begründete das Interesse der Meinhards an „clockmakers“ in der alten Heimat. Ihre Uhr wurde stolz von Generation zu Generation weitergegeben. Weiterlesen

Der „Behrensbau“ an der Düsseldorfer Rheinuferpromenade, Standort für das zukünftige „Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen“ Foto: Seb. Wuweastian
Am Düsseldorfer Rheinufer entsteht derzeit ein neues Museum zur Geschichte Nordrhein-Westfalens. Im ehemaligen Regierungsgebäude der ersten demokratischen Landesregierungen Nordrhein-Westfalens nach dem Zweiten Weltkrieg wird ab Ende 2030 eine große Ausstellung zur Demokratiegeschichte des Landes eröffnet. Sie beleuchtet politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklungen ebenso wie den Alltag und das Zusammenleben der Menschen in Nordrhein-Westfalen.
Eine zentrale Rolle spielen dabei authentische Objekte, die historische Ereignisse und persönliche Erfahrungen anschaulich vermitteln.
Für die Vorbereitung dieser Ausstellung sucht die „Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen“, die das Museum aufbaut, Objekte und Zeugnisse aus allen Jahrzehnten der Geschichte Bad Berleburgs von 1945 bis in die heutige Zeit. Weiterlesen
Archäologisches Freilichtmuseum Marburger Land bietet außergewöhnliche Einblicke
Mit der Eröffnung der Zeiteninsel entsteht in Hessen ein in dieser Form einzigartiger Lern- und Erlebnisort. Ab dem 18. Juli 2026 lädt das Archäologische Freilichtmuseum Marburger Land dazu ein, 11.000 Jahre Menschheits-, Natur- und Kulturgeschichte im Lahntal zu entdecken. Am 17. Juli 2026 wurde das Museum im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik, Wissenschaft und der Region feierlich eingeweiht.

Mit einem Messer aus Feuerstein haben Weimars Bürgermeister Markus Hermann (ab 3.v.l.), Timon Gremmels, Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Landrat Jens Womelsdorf und Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies die Zeiteninsel – das Archäologische Freilichtmuseum im Marburger Land offiziell eröffnet. Projektbegründer Dr. Andreas Thiedmann (2.v.l.) und Zeiteninsel-Koordinatorin Heidi Geschwind (r.) haben gemeinsam mit vielen Ehrenamtlichen die Eröffnung organisiert.
Im Zuge des Projekts „Gelber Stern“ besuchte die vierte Klasse der Diesterwegschule das Stadtarchiv.

Oliver Teufer, zeigt auf die Werbeanzeige des Kaufhauses Tietz in den 1920er Jahren. Schüler:innen der Diesterwegschule blicken interessiert auf das Gezeigte .
Den Kindern wurde durch die Projektreihe altersgerecht und verständlich die Geschichte der Judenverfolgung in Deutschland zwischen 1933 und 1945 vermittelt.
Oliver Teufer, Mitarbeiter des Stadtarchivs, führte die interessierten Schülerinnen und Schüler kindgerecht am Beispiel von Archivmaterial, wie Zeitungsartikeln von der Eröffnung des ehemaligen Kaufhauses Tietz im Jahr 1928 – dem heutigen KrönchenCenter – an die Arbeit mit historischen Quellen heran. Die Bauakte des Gebäudes mitsamt den Bauplänen war ebenfalls Teil der Vorstellung. Außerdem erfuhren die Kinder, welche Auswirkungen die nationalsozialistische Politik, etwa durch die Arisierung des Kaufhauses, auf Siegen hatte. In einer Abschlussrunde konnten die Teilnehmenden ihre neuen Erkenntnisse präsentieren.
Das Projekt „Gelber Stern“ ist von der Gedenkstätte Bad Laasphe initiiert worden, um Grundschulkinder geschichtliches Wissen über die Judenverfolgung in Deutschland zu vermitteln. Das Stadtarchiv Siegen ist dabei ein Kooperationspartner.
Quelle: Stadt Siegen, Pressemitteilung v. 20. Juli 2026
Siegerlandmuseum startet öffentliche Restaurierung eines Werkstattgemäldes des weltberühmten Barockmalers Peter Paul Rubens
Im Siegerlandmuseum sind in den kommenden Wochen und Monaten so besondere wie seltene Einblicke zugleich möglich: Besuchende haben die Gelegenheit, die Restaurierung eines Meisterwerks aus der Rubens-Werkstatt hautnah zu erleben! Es handelt sich dabei um eines der bedeutendsten Werke des Siegerlandmuseums mit dem Titel Occasio oder Der siegreiche Held. Beginn der Restaurierungsarbeiten ist voraussichtlich am Dienstag, dem 23. Juni. Die Arbeiten sollen im Laufe des Oktobers abgeschlossen werden.
Altersbedingte Verformungen und Verschmutzungen des rund 400 Jahre alten Gemäldes machen eine konservatorische Maßnahme notwendig. Das Gemälde wird gereinigt, stabilisiert und die Leinwand neu gespannt. Finanziell unterstützt wird die Restaurierungsmaßnahme vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe und dem Förderverein des Siegerlandmuseums. Weiterlesen

Datenschutz, Umgang mit unrechtmäßig erhobenen Daten, Anpassung an das Kulturgesetzbuch und eine verstärkte Unabhängigkeit der Archive – das sind die vier Kernpunkte der Novelle des Archivgesetzes Nordrhein-Westfalen der Landesregierung, die jetzt vom Landtag verabschiedet wurde.
Kulturministerin Ina Brandes: „Die Archive Nordrhein-Westfalens sind das Gedächtnis unseres Landes und leistet einen unschätzbaren Beitrag, staatliches Handeln nachvollziehbar und transparent zu machen. Ich bin insbesondere dem Landesarchiv und den Landschaftsverbänden für die konstruktive Zusammenarbeit bei der Erarbeitung des Gesetzentwurfes sehr dankbar. Die breite Zustimmung der Archivwissenschaft und der Kommunalen Spitzenverbände sowie die einstimmige Annahme des Fachausschusses zeigen, dass wir einen klugen Weg gefunden haben, das Gesetz zu modernisieren und die Arbeit der Archive nachhaltig zu verbessern.“
Dr. Tobias Herrmann, Präsident des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen: „Ich freue mich sehr, dass die vorgeschlagenen Änderungen des Archivgesetzes Nordrhein-Westfalen auf Zustimmung gestoßen sind. Das neue Gesetz stärkt die Position der Archive im Land und hält am Ziel der möglichst breiten Zugänglichmachung von Archivgut fest. Vor allem im Bereich der Bewertung und der Übernahme digitaler Unterlagen wird dem Landesarchiv die Wahrnehmung seiner Aufgaben erleichtert – das war überfällig und ist eine starke Motivation für unsere Arbeit.“
Vor zwei Jahren begann die Initiative Jüdisches Erbe in Olpe mit der Suche nach einem Ort des Gedenkens – heute steht sie: die Gedenkstelle in Form einer Doppel-Helix-Skulptur, geschaffen von 25 Schülern der St. Franziskus-Schule, des Städtischen Gymnasiums und der Sekundarschule.
Kunst als Brücke:
Mit Unterstützung der Kunstpädagogin Carmen Magers formten die Jugendlichen Tonmodelle, die in Beton gegossen wurden – ein Material, das auch zukünftigen Generationen Raum für Weiterentwicklung lässt.
„Sichtbarkeit führt zur Auseinandersetzung.“
Im Herzen der Stadt:
Die Stele steht in Sichtachse zum ehemaligen Kaufhaus der jüdischen Familie Lenneberg – ein Zeichen, das Erinnerung in die Mitte der Gesellschaft holt.
„Nie wieder ist jetzt“ – so appellierte Bürgermeister Tobias Schulte an die Versammelten:
Verteidigt Freiheit, Rechtstaatlichkeit und Toleranz. Olpe bleibt bunt – und steht gegen Antisemitismus und Hetze.
Jeder formte seine Idee – gemeinsam entstand ein Zeichen der Annäherung:
„Jüdisches und nichtjüdisches Leben sollen sich annähern – das Verbindende ist stärker als die Unterschiede.“
Auf dem Sockel steht in Edelstahl-Lettern: „Sei ein Mensch.“
Quelle: Olpe, 15.7.2026
Anna von Sachsen (um 1562). Kreidezeichnung von Jacques Le Boucq. Musée des Beaux-Arts, Arras. Public domain, via Wikimedia Commons
„… Das gewählte Beispiel hat im Vergleich zu den übrigen, die ich in meiner Dissertation untersuche, bereits große (populär-) wissenschaftliche Aufmerksamkeit erfahren. Es handelt sich um das Ehedrama zwischen Wilhelm I. von Oranien (1533–1584) und seiner zweiten Frau Anna (1544–1577). Von Anfang an hatte die Ehe unter großen Spannungen gelitten. ….““
Quelle:Maria Hauber (21. April 2026). Wettinische Ehekrisen: Die Fürstin und der Ehebruch. Saxorum. Abgerufen am 14. Juli 2026 von https://doi.org/10.58079/163uq