Gedenkstunde für die Opfer der Reichspogromnacht 1938 und der Zerstörung der Siegener Synagoge

Dienstag, 10. November 2026, 16:00 Uhr, Platz der Synagoge, Obergraben 10, Siegen

Vor 88 Jahren wurde die Siegener Synagoge von SS und SA zerstört. Die Gedenkstunde erinnert an die Opfer und mahnt zur Wachsamkeit gegen Antisemitismus.

Programm:
▫️Begrüßung und Moderation: Anne Ploch (Kath. Vorsitzende CJZ Siegerland)
▫️Grußwort: Bürgermeister der Universitätsstadt Siegen, Tristan Vitt
▫️Hauptrede: Susan Caine (Guide an der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem und nahestehenden Bekannte der Siegener Jüdin Käthe Stern)
▫️Kaddisch: Alon Sander (Jüd. Vorsitzender CJZ Siegerland)
▫️Schüler:innen des Gymnasiums Auf der Morgenröthe Siegen Weiterlesen →

Vortrag: „60 Jahre Bundeswehr in Wittgenstein“

60 Jahre Garnison Erndtebrück die Hachenberg Kaserne – Wittgensteiner Heimatstammtisch: Richard Rottenfußer, Di. 10.11.2026, 18:30 – 20:00 Uhr, Das neue Capitol, Im Herrengarten 8, 57319 Bad Berleburg

Die Geschichte der Region ist mit der Garnison auf dem Hachenberg in Erndtebrück eng verbunden.
Richard Rottenfußer ist Stabshauptmann der Reserve und Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Wittgenstein. Durch seine Tätigkeit und sein Engagement in der Reservistenarbeit ist er mit der Bundeswehr eng verbunden.

Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Programm

Online: Angela Schwarz: Video Game Design and Professional Historical Expertise.

An Interview with Maxime Durand (Ubisoft)
Link zur PDF-Datei


„An der Produktion digitaler Spiele und damit auch an der Art und Weise der Geschichtspopularisierung, die über das Medium geschieht, sind viele Akteursgruppen beteiligt. Neben den Personen in Spieleentwicklung und Vertrieb sind dies gerade bei digitalen Spielen mit historischen Settings Expertinnen und Experten unterschiedlicher Professionen. Sie werden in verschiedenen Stadien der Spieleproduktion konsultiert. Das Working Paper nimmt ein Interview mit dem langjährigen Mitarbeiter der Firma Ubisoft Maxime Durand, einem der einflussreichsten dieser Experten, aus dem Jahr 2024 zum Ausgangspunkt, um die vielfältigen Prozesse zu beleuchten, die bei der Produktion digitaler Spiele mit historischen Inhalten eine Rolle einnehmen.“

WDR retro: Das Spukhaus in Erndtebrück

Zwischen Rhein und Weser · 13.12.1951, 9min

„Schauerliches trägt sich zu im beschaulichen Erndtebrück in Westfalen. Die Bewohner eines Hauses vernehmen geheimnisvolle Klopfzeichen und Kratzgeräusche, sechs Jahre lang beschäftigen sich Kriminalpolizei, Wünschelrutengänger und ein Strahleninstitut mit den mysteriösen Vorkomnissen. Dann kommt heraus: zwei Jungs waren für den Spuk verantwortlich. WDR-Reporter Hasso Wolf geht der Sache auf die Spur.“

Zum im Radiobeitrag genannten Oberstaatsanwalt Dr. Karl Springer (1899-1977) –  s. DrSpringer [Stand der Recherche: Herbst 2006]

Ausstellung: „NATUR. Rubensgrafik IV“

6. November 2026 – 17. Januar 2027, Siegerlandmuseum

Das vierte Kapitel der Ausstellungsreihe Mensch│Rubens lädt dazu ein, das Verhältnis von Mensch und Natur anhand ausgewählter Druckgrafiken neu zu entdecken. Im Fokus steht dabei das Verhältnis zu Tieren. Welche Rolle spielen Tiere als Gegenüber des Menschen? Sind sie Beute, Bedrohung oder ebenbürtige Akteure? Und in welcher Weise spiegeln Tierbilder vielleicht sogar politische Macht- und Herrschaftsansprüche der Rubenszeit wider?

Mit der Ausstellungsreihe Mensch │ Rubens lädt das Siegerlandmuseum Besuchende dazu ein, das druckgrafische Werk von Peter Paul Rubens besser kennenzulernen. In wechselnden Kapiteln werden die Bestände vorgestellt und in aktuelle Kontexte gesetzt. Im Zentrum steht dabei der Mensch – in seiner Beziehung zur Umwelt, zur himmlischen Sphäre und nicht zuletzt zu anderen Menschen.

Tagung „Stadtbrände“ am 5./6.11.2026 in Ahaus


„Stadtbrände gehörten für viele Jahrhunderte zu den existenziellen Bedrohungen. In einer Stadt auf engem Raum rechtlich privilegiert zusammenzuwohnen, bot viele Vorteile, barg aber auch erhebliche Gefahren. Jederzeit und in jedem Gebäude konnten Brände entstehen, die einen Straßenzug, aber auch ganze Stadtviertel einäscherten. Seit dem Mittelalter wurden Versuche unternommen, die Brandgefahr zu verringern, ohne die Bedrohung aber wirklich eindämmen zu können. Hinzu kamen Kriege und Fehden, bei denen vorsätzliche Brände Teil der Strategie sein konnten.
Die Historische Kommission für Westfalen hat sich im Rahmen der von ihr herausgegebenen Städteatlanten immer wieder mit Stadtbränden beschäftigt, fast in jedem Band kommen sie vor. Im Rahmen der Tagung sollen zentrale Aspekte zu diesem Thema zusammengetragen werden. Die Sektionen befassen sich mit der Quellenlage, mit absichtlich herbeigeführten Bränden in Kriegszeiten, mit Brandschutzkonzepten und Wiederaufbaustrategien. Eine Sektion mit Fallbeispielen rundet die Tagung ab.
Die Tagung ist öffentlich, sie richtet sich an alle historisch Interessierten
Personen. Eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben. Getränke und Imbiss
sind für angemeldete Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenfrei.
Wir bitten um eine Anmeldung bis zum 30. Oktober 2026 an hiko@lwl.org.
Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie an der ganzen Tagung oder nur an Teilen
teilnehmen werden.
“
Quelle: Tagungsflyer

„Zwanzig für einen, Ihr Hunde! Das sollt Ihr noch bezahlen!“

Veranstaltungen der VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein anlässlich des 85. Jahrestag der Ermordung des Siegener Kommunisten Walter Krämer

Quelle: ITS Arolsen, 1.1.5.3/KRAI KRANS/00127507/0005, Archivnummer 9999)

Vortrag
Freitag, 06.11. um 19:00 Uhr
Bernd Langer (Berlin): Walter Krämer – Klassenkämpfer, Antifaschist und Humanist. Ein historischer Vortrag über Leben, politischen Kampf und Vermächtnis.
Kulturhaus Lÿz (Eingang „C“), Raum 204, St.-Johann-Straße 18, 57074 Siegen,

Mini-Ausstellung
Samstag, 07.11. von 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr
„Das Leben und Wirken Walter Krämers – Kommunist, Widerstandskämpfer, Gerechter unter den Völkern“
Zwischen Herrengarten und neuem Siegufer, 57072 Siegen Weiterlesen →

Literaturhinweis: Heinrich Imhof: „Erfüllte und uner­füllte Träume –

Die Aus­wan­de­rung aus Witt­gen­stein nach Ame­rika von 1712 bis 1914“

„Nach der Ver­öf­fent­li­chung eines schon län­ger ver­grif­fe­nen Vor­gän­ger­ban­des stellt der Wei­den­häu­ser Autor Hein­rich Imhof nun sein zwei­tes Buch zur Aus­wan­de­rung aus Witt­gen­stein nach Ame­rika mit dem Titel „Erfüllte und uner­füllte Träume – Die Aus­wan­de­rung aus Witt­gen­stein nach Ame­rika von 1712 bis 1914“ vor, heißt es in einer Pres­se­mel­dung der Spar­kasse Witt­gen­stein. …. Weiterlesen →

Gewohnte Erzählungen brechen – Regionalgeschichte und „die Wende“

Cover des Buchs „Die ‚Wende‘ dezentralisieren. Transformationsgeschichte(n) aus regionaler Perspektive“ herausgegeben von Claudia Kemper und Christoph Lorke am LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte.
Foto: LWL

Viele denken bei „Wende“ und „deutsche Einheit“ sofort an Ostdeutschland, andere erinnern sich an persönliche Erfahrungen – vielleicht an Grenzregionen, an Umbrüche im Westen, an das Gefühl, dass „die Wende“ auch im eigenen Nahraum Spuren hinterlassen hat. Genau hier setzt der neue Band „Die Wende dezentralisieren. Transformationsgeschichte(n) aus regionaler Perspektive“ des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) an: Statt in „West hier – Ost da“ zu verharren, lädt der von Dr. Claudia Kemper und Dr. Christoph Lorke (beide LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte) herausgegebene Band dazu ein, auf regionale Verflechtungen, unterschiedliche Zeitlichkeiten und widersprüchliche Erfahrungen zu schauen. Weiterlesen →