ARD Retro in der Audiothek: Archivschätze aller ARD-Medienhäuser online verfügbar


„Zum Welttag des Audiovisuellen Erbes am 27.10.2023 ging ein neues Angebot der ARD in den Regelbetrieb: ARD Retro in der ARD Audiothek. Nach einjähriger Pilotphase stellen nun alle Landesrundfunkanstalten der ARD ausgewählte historische Tondokumente aus der Zeit vor 1966 online.

Um den Brustumfang ging es im August 1957 bei einem außergewöhnlichen Wettbewerb in Berlin: Sechs Männer traten bei den Mister-Wahlen um die breiteste Brust an. Es gewann ein massiver Ex-Boxer mit einer Brustweite von 156 Zentimeter. Neben Ehre und Applaus gab es damals 50 Mark Preisgeld und einen Bericht im RIAS, einem Vorgänger von Deutschlandradio.

Es ist den beteiligten Rundfunkarchiven zu verdanken, dass die Welt von diesem Ereignis noch Kenntnis hat. Vor einem Jahr stellten im Rahmen eines Pilotversuchs Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), Saarländischer Rundfunk (SR), Südwestrundfunk (SWR), Deutschlandradio und Deutsches Rundfunkarchiv (DRA) bereits besonders interessante Audios aus ihren Archivbeständen dauerhaft in der ARD Audiothek online. Zum UNESCO Welttag des audiovisuellen Erbes am 27.10.2023 stoßen nun die verbliebenen ARD-Medienhäuser mit zunächst etwa 400 weiteren historischen Radiobeiträgen aus ihren Archiven dazu. Aus dem Pilotprojekt wird ein reguläres ARD-Angebot.

In den Rundfunkarchiven der ARD-Medienhäuser lagern riesige Menge historischen Materials. Die ARD Audiothek-Rubrik Retro stellt in einem ersten Schritt Beiträge und Interviews aus der Zeit vor Ende 1965 zur Verfügung. Die historischen Tondokumente müssen nicht, wie aktuelle Sendungen, nach einer gewissen Zeit wieder aus dem digitalen Angebot der ARD verschwinden, sondern bleiben dauerhaft verfügbar. Kontinuierlich werden neue hinzukommen.

Die neu eingestellten Dokumente erlauben Einblicke in Geschichte, Politik und Alltagsleben der jungen Bundesrepublik – vervollständigt durch Tondokumente aus den Archiven des einstigen staatlichen Rundfunks der DDR, die bereits seit der Pilotphase des Projektes online verfügbar sind. Weiterlesen

Edith Langner – 2 biographische Quellen

über die Zeit des Nationalsozialismus

In Anbetracht der Diskussion um die Benennung einer Straße nach Edith Langner hat das Landesarchiv NRW dem Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein die Veröffentlichung für die beiden folgenden Archivalien als PDF-Dateien erteilt (Az: 2023-0012257 v. 24.10.2023):
Entnazifizierungsakte: Landesarchiv NRW, Abt. Rheinland, NW 1110, Nr. 2399:
EdithLangnerLandesarchivNW11102399
Ordensakte (hier: Schreiben des Berliner document centers, 15. Januar 1973): Landesarchiv NRW, Abt. Rheinland, NW O, Nr 21262:
EdithLangnerNWO21262

Präsentation „Vorbei und vergessen? Die Lösung: Das Vereinsarchiv!“

Gestern fand nach pandemiebedingter Pause wieder der Vereinsarchivworkshop des Kreisarchivs in Zusammenarbeit mit dem Ehrenamtservice des Kreises Siegen-Wittgenstein statt. Dreizehn Anmeldungen zeigen das andauernde Interesse an dieser Veranstaltung, die erstmals vor zehn Jahren stattfand.

Link zur Präsentation (PDF): Vereinsarchiv23

Unterlagen zur regionalen Zeitgeschichte online recherchierbar

Landeshauptarchiv Koblenz , Bestand 662,007 Nummer 84 Unternummer 000632, Alexander, Norbert, 01.01.1937 – 31.12.1945

Die Suchmaschine apertus der rheinland-pfälzischen Archive ist hier bereits vorgestellt worden. Laufend eingepflegt wird zurzeit die im NS-Mischbestand (Bestand 662) erhaltene Kartei der Gestapo Koblenz, die auch bei der Suche nach Ortsnameneinige regionale Funde aufweist (S. Bsp. oben).

„Siegener Zeitung“ pusht das NRW-Zeitungsportal


“ … Nach der 10-Millionsten Seite Ende 2021 kommt zeit.punktNRW dem Projektziel (20 Millionen Seiten) immer näher. Das vom Land NRW geförderte Zeitungsdigitalisierungsprojekt hat keine zwei Jahre später mit der „Siegener Zeitung“ bereits die Hürde von 15 Millionen Images überwunden. In das System selbst sind bereits fast 18 Millionen Seiten eingespielt (aber noch nicht alle freigegeben). Dabei steht das Projekt erst am Anfang der dritten Projektphase bis Ende 2025. Verfolgen Sie die Entwicklungen des Projektes auf der Portalseite und auf der Facebook-Seite des Portals.“

Von Digitalisaten des Siegener Stadtarchivs wurden die Seiten nun online gestellt:
Siegener Kreisblatt (1867 – 1872)
Siegener Zeitung (1873 – 1945) Weiterlesen

Video-Glossar für Bergbau-Begriffe in Gebärdensprache

Glück auf! Den Gruß der Bergleute verstehen Menschen im Ruhrgebiet – zumindest diejenigen, die hören können. Eine Übersetzung für taube und hörbehinderte Menschen gab es bisher nicht. Das ändert sich jetzt: Die LWL-Museen für Industriekultur haben ein Video-Glossar in Deutscher Gebärdensprache (DGS) im Internet auf Youtube veröffentlicht, das Fachbegriffe DGS-sprachigen Besucherinnen und Besuchern, Gebärdensprach-Dolmetscher:innen oder Förderschulen zur Verfügung stellt .

Im ersten Schritt ließ der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) 38 Begriffe aus dem Umfeld Industriekultur, Bergbau und Hüttenwesen übersetzen und mit Gebärdensprache erläutern: Zeche und Flöz, Walzwerk und Stahl, Sozialgeschichte und Industriekultur gehören dazu. Weiterlesen

Online: „Zum Umgang mit diskriminierender Sprache in Erschließungsdaten“

„Auch Archive müssen sich der Frage stellen, ob und in welcher Form durch sie oder das Verhalten ihres Personals Diskriminierung entsteht oder begünstigt wird und welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Das ist Thema dieser Arbeit, wenn auch der Gegenstand auf den Umgang mit diskriminierender Sprache in Erschließungsdaten eingeschränkt wird. Konkret soll auf den nächsten vierzig Seiten die Frage beantwortet werden, welche Maßnahmen Archive hinsichtlich Erschließungsdaten und deren Präsentation ergreifen müssen, um eine diskriminierungsfreie, authentische und selbstbestimmte Nutzung von Archivgut gewährleisten zu können.“
Die an der FH Potsdam entstandene Bachelorarbeit von Steffen Weber ist online verfügbar.

Digitalisierungsprojekt: Die Siegener Charlottenhütte im Bild

Die Stiftung zur Industriegeschichte Thyssen erhält finanzielle Förderung der Siegener Sparkassenstiftung zur Digitalisierung eines umfangreichen Fotobestandes zur Industriegeschichte Siegens

„Im vergangenen Jahr erreichte ein bislang unbekannter Bildschatz das Archiv der Stiftung zur Industriegeschichte Thyssen: mehr als 6.500 Negative der Werksfotografie der Charlottenhütte Niederschelden. Die vorwiegend in den 1950er- und 1960er-Jahren entstandenen Bilder dokumentieren wichtige Facetten der Industriegeschichte der Region Siegen in der frühen Bundesrepublik Deutschland.

Durch die großzügige finanzielle Förderung der Sparkassenstiftung Siegen für Kunst und Kultur sowie die Kooperation der Stiftung zur Industriegeschichte Thyssen mit dem Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein und dem LWL-Medienzentrum werden die Bildnegative in einem großangelegten Projekt digitalisiert und in den kommenden Monaten auf dem Bildportal des LWL-Medienzentrums der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.“

Quelle: Stiftung zur Industriegeschichte Thyssen via NRW-Archivportal am Mittwoch, 20. September 2023 – 14:58

Online: Edertal-Zeitung (1931)

Ein Band der seit 1931 in Bad Berleburg gedruckten Edertal-Zeitung ist mittlerweile online verfügbar. Das Hauptverbreitungsgebeit waren die hessischen Orte Hatzfeld, wo sich auch die Geschäftsstelle der Zeitung befand, Battenberg und Allendorf. Dennoch finden sich auch Artkel aus dem Gebiet des Altkreises Wittgenstein. Die im Stadtarchiv Bad Berleburg vorhandenen Ausgaben mussten vor der Digitaliserung aufwändig – mit finanzieller Unterstützung des Kreisarchivs Siegen-Wittgenstein – durch die Restaurierungswerkstatt des LWL-Archivamtes in Münster behandelt werden und stehen nun im NRW-Zeitungsportal zeit.punkt NRW zur Verfügung.

Ein Beispeil für einen Fund aus dem Altkreis Wittgenstein: Weiterlesen