16.12.2021 Ge(h)-Denken in Siegen

15:30 – 17:30 Uhr „Aufbruch im Museum“ – Baustellenbesichtigung Aktives Museum Südwestfalen (max. 10 Personen zeitgleich)

„Die Baumaßnahmen im Aktiven Museum Südwestfalen sind abgeschlossen. Wir laden interessierte Bürgerinnen und Bürger im Anschluss an die Gehdenkveranstaltung herzlich zu einer Baustellenbesichtigung ein. Dabei werden erste Konzeptideen der neuen Dauerausstellung sowie besondere Quellen zur juristischen Aufarbeitung der Verbrechen im Holocaust gezeigt.“

Quelle: Siegener Bündnis für Demokratie, Flyer

Archäologie in Westfalen-Lippe 2020 erschienen

Deutschlands erste Flugsaurierspuren mit Hand- und Fußabdrücken aus einem Steinbruch, ein 870 Jahre altes Boot, das Unterwasserarchäolog:innen aus der Lippe bergen konnten, und ein mit Bodenradar wiederentdeckter Tennisplatz auf der Burg Tecklenburg – so vielfältig wie die archäologische und paläontologische Landschaft Westfalens sind die eingesetzten Methoden, mit denen sie untersucht wird.

Dieses breite Spektrum spiegelt auch die neue Publikation „Archäologie in Westfalen-Lippe 2020“ des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). In 80 Beiträgen informieren 119 Autor:innen über die aktuellen Forschungsergebnisse aus Archäologie und Paläontologie und die größten Ausstellungen in Westfalen im Jahr 2020. Weiterlesen →

Lebendige Erinnerung an das jüdische Leben im Netpherland

Sonderausstellung im Heimatmuseum Netpherland


Am Sonntag, den 14. November 2021 fand die feierliche Eröffnung der Sonderausstellung zum jüdischen Leben im Netpherland im Heimatmuseum Netpherland statt. Die Ausstellung öffnet noch bis zum 28. Februar 2022 die Türen für Interessierte und Schulklassen.

1700 Jahre lang gibt es jüdisches Leben in Deutschland und zu diesem Gedenkjahr hat das Team des Heimatmuseums Netpherland um Harald Gündisch, Lothar Schulte und Nicole Schmallenbach in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Siegerland eine Sonderausstellung erarbeitet, die speziell das jüdische Leben im Netpherland facettenreich zeigt. Der Fokus wird dabei auf die Darstellung von kulturellen Bräuchen, Festen und des alltäglichen Lebens von jüdischen Familien Lennhoff und Faber, die im Raum Netphen gelebt haben, gelegt.

Die Ausstellung soll die Augen vor der grausamen Zeit des Nationalsozialismus nicht verschließen, denn ausgestellte Zeitungen aus der Kriegszeit prangern mit fett gedruckten Zeilen „Die Juden sind unser Unglück!“. Die Besucherinnen und Besuchern der Eröffnung ließ dieser Satz nicht los und so war zu spüren, dass diese Ausstellung emotional bewegte und zum Nachdenken anregte. Weiterlesen →

Manager von BMW Classic Group aus München besuchten Bald’s historische Fahrzeugschau in Erndtebrück

Von links: Jürgen Weber (Stiftung), Fred Jakobs (BMW Group), Max Deubel und Rudolf Bald (Stiftung)

Über „hohen Besuch“ aus München freuten sich Rudolf Bald und seine Mitstreiter der gleichnamigen Stiftung diese Woche in der www.bmw-ausstellung.de in Erndtebrück. Fred Jakobs, Leiter des BMW Group Archiv, und sein Kollege Lutz-Michael Hahn, verantwortlich für die Motorrad Historie im Archiv, schauten sich auf Einladung der Stiftung und der Gemeinde Erndtebrück hin zwei Tage lang die über 50 historisch bedeutsamen Modelle mit Zweizylinder Boxern an. Weiterlesen →

Link- und Hörtipp: „29 Orte gegen das Vergessen. NS-Erinnerung in NRW“ – ein Gedenkstätten-Podcast

Welche Geschichten erzählen die Orte, die Verfolgten und die Täter:innen? Was können wir daraus für die Gegenwart, Zukunft und für uns als Gesellschaft lernen? Welche Bedeutung haben Gedenkstätten und NS-Erinnerung heute noch? Die Podcasterinnen Nina Höhne und Pauline von Moll reisen in den kommenden anderthalb Jahren durch NRWs Gedenkstätten und an Orte der Erinnerungskultur.

Die einzelnen Podcast-Folgen gibt es hier: https://linktr.ee/Der_Gedenkstaettenpodcast

Ausstellungstipp: „Here We Are! Frauen im Design 1900 – heute“

bis zum 6. März 2022, Vitra Design Museum, Weil am Rhein

Installationsansicht »Here We Are! Frauen im Design 1900 – heute« mit Wurfpuppe und Schiffbauspiel vom Alma Siedhoff-Buscher, © Vitra Design Museum, Foto: Christoph Sagel © VG Bild-Kunst, Bonn
2021

„Ob als Gestalterinnen von Möbeln, Mode oder Industrieprodukten, als Innenarchitektinnen oder Unternehmerinnen – Frauen haben entscheidende Beiträge zur Entwicklung des modernen Designs geleistet. In den Geschichtsbüchern des Designs kommen sie jedoch viel seltener vor als Männer. Mit »Here We Are! Frauen im Design 1900 – heute« will das Vitra Design Museum dazu beitragen, dies zu ändern. Die Ausstellung präsentiert Gestalterinnen der letzten 120 Jahre und erzählt vor dem Hintergrund des Kampfs um Gleichberechtigung eine neue, vielstimmige Designgeschichte. Gezeigt werden
Werke von rund 80 Designerinnen, darunter Protagonistinnen der Moderne wie Eileen Gray, Charlotte Perriand, Lilly Reich oder Clara Porset, Unternehmerinnen wie Florence Knoll und Armi Ratia, aber auch weniger bekannte Persönlichkeiten wie die Sozialreformerin Jane Addams. Zeitgenössische Positionen werden durch Designerinnen wie Matali Crasset, Patricia Urquiola, Julia Lohmann oder das Kollektiv Matri-Archi(tecture) vertreten und führen BesucherInnen in die Gegenwart und Zukunft. Weiterlesen →

Ausflugtipp: Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf

Der Besuch des Hauses der Geschichte Nordrhein-Westfalen an der Düsseldorfer Rheinuferpromenade kann uneingeschränkt empfohlen werden. In acht Themenblöcken (Politischer Neubeginn, Einwanderungsland, Sozialer Ausgleich, Wandel statt Stillstand, Bedrohte Umwelt, Sicherheit in Gefahr, Religionen im Wandel, Neue Freiheiten) nähert sich die Präsentation der Geschichte des Landes. Neben einer beachtlichen Anzahl musealer Stücke treten Film- und Hörsequenzen sowie Archivalien. Zur Ausstellung, die noch bis zum Mai 2022 zu sehen sein wird, ist ein Katalog erschienen.

Weitere Einträge auf siwiarchiv zum Haus der NRW-Landesgeschichte finden sich hier.

Kreis Siegen-Wittgenstein gibt 75.000 Euro für neue Ginsburg

Landrat Andreas Müller zu Besuch: „Heimatgeschichte auf modernste Art vermittelt“

Die Rundumerneuerungen in und um der über 500 Jahre alten Ginsburg bei Hilchenbach sind im vollen Gange. Landrat Andreas Müller hat sich jetzt mit Beteiligten des „Vereins zur Erhaltung der Ginsburg e.V.“ getroffen und sich über den Stand der Modernisierungsmaßnahmen informiert, die auch den barrierefreien Ausbau beinhalten.

Viel ehrenamtliche Arbeit und über eine Millionen Euro werden in die umfangreichen Baumaßnahmen investiert. Das Geld stammt von Sponsoren, aus Eigenmitteln der Stadt Hilchenbach und aus unterschiedlichen Fördertöpfen von Bund und Land. Der Großteil wird mit rund 770.000 Euro vom NRW-Förderprogramm „Heimat-Zeugnis“ gedeckt. Für nicht förderfähige Kosten springt der Kreis mit 75.000 Euro ein. Weiterlesen →

LWL-Freilichtmuseum Detmold feiert Jubiläum und eröffnet Haus Stöcker

Doppelter Grund zum feiern im LWL-Freilichtmuseum Detmold: Im Rahmen des Festaktes zum 50-jährigen Eröffnungsjubiläums eröffnete das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ein neues Haus aus dem Siegerland. Das Haus Stöcker stellt den Aufbruch in die 1960er Jahre dar und erweitert damit die Museumspräsentation. Ab so-fort ist das Haus Stöcker für alle Besucher:innen zugänglich. Es ist das zweite Gebäude neben der Tankstelle aus Siegen-Niederschelden im Museum, das stellvertretend für ein Jahrzehnt des Aufbruchs steht, und das erste, das sich dort dem Wohnen widmet.

Die Fenster im Haus Stöcker im LWL-Freilichtmuseum Detmold
Foto: LWL/Trinczek


„Fast elf Millionen Besuche in den vergangenen 50 Jahren sind das schönste Lob für die Arbeit dieses größten Freilichtmuseums Deutschlands“, sagte LWL-Direktor Matthias Löb. „Das Museumsteam hat es verstanden, das Museum weiterzuentwickeln, ohne dass die bisherigen Stärken verloren gehen: Neben die Zeugnisse bäuerlichen Lebens und westfälischer Architektur treten immer stärker Fragen und Ausstellungen zur Alltagskultur der Menschen in den Mittelpunkt der Arbeit: Das Spektrum der Themen reicht von Hexenverfolgung und Aberglauben, über regionale Lebensmittelerzeugung oder Toilettenkultur (‚Scheiße sagt man nicht‘) bis hin zum Nachweis, dass Zwangsarbeit auch in unserer Region ein allgegenwärtigen Phänomen während der NS-Diktatur war“, so Löb weiter.

Das LWL-Freilichtmuseum hat das Haus Stöcker nach dem ersten Spatenstich im Juni 2018 und dem Richtfest im August 2019 nun offiziell eröffnet. „Viele unserer Besucherinnen und Besucher freuen sich darauf, in eine Zeit eintauchen zu können, die ihnen selbst noch aus eigenen Erinnerungen bekannt ist. Obwohl man damals noch gemeinsam mit dem Vieh in einem Haus lebte, lud man bereits die Nachbarschaft zum Fernsehschauen ein“, berichtet Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Carstensen. „Es war eine der meistgestellten Fragen in den vergangenen Monaten, wann das Haus endlich für alle geöffnet ist.“ Erstmals zeigt das LWL-Freilichtmuseum damit ein Haus, dessen ehemalige Bewohner:innen noch leben und bei der Eröffnung das „rote Band“ durchschneiden konnten. Weiterlesen →