siwiarchiv-Sommerrätsel 2019/2

Im Bestand D des Fürstlichen Archivs Bad Berleburgs findet sich in einer Akte der Plan einer Stadtkirche. Die Verzeichnungseinheit ist im Onlinefindbuch nachgewiesen: http://www.archive.nrw.de/LAV_NRW/jsp/findbuch.jsp?archivNr=451&verzguid=00451Vz_020b270c-bf26-4613-9dd9-ee5600b8357fACTAPRO.

Wo ist diese Kirche zu lokalisieren? Für die Beantwortung dieser Frage gibt es wie immer einen kleinen Preis. Die erste richtige Antwort, die hier in den Kommentaren erscheint, gewinnt. Link zum Bild in größerer Auflösung: Ber.D_361.

Sommerrätsel 2019/1

Heute startet das diesjährige Bilder-Sommerrätsel auf siwiarchiv. In den nächsten Tagen – bis zum 17. Juli – gilt es wieder möglichst viele der vorgestellten Bilder zu erkennen und die dazu gestellten Fragen zu beantworten. Es werden nur die Antworten gewertet die hier im Blog als Kommentar eingetragen werden. Wer die meisten Bilder richtig erkennt, dem winkt wie immer eine kleine Belohnung.

Es folgen die Fragen zum heutigen Bild – zu Beginn sicher ebenso einfach wie erfrischend:
1) Was zeigt das Bild?
2) Wann ist es entstanden?

Kann Tersteegen uns heut‘ noch was lehren?

Mit Vortrag, Exponaten und Liedern kam man in Schwarzenau dem Kirchenlieddichter näher

Knapp 50 Menschen versammelten sich am Montag in der Schwarzenauer Kirche, einen Abend lang sollte es hier um den Laienprediger, Schriftsteller, Kirchenlieddichter und reformierten Pietisten Gerhard Tersteegen gehen. Anlass dafür: dessen 250. Todestag in diesem Jahr. Dieter Kuhli, Laaspher Pfarrer und Vorsitzender des Theologischen Ausschusses im Kirchenkreis Wittgenstein, übernahm die Andacht am Anfang. Bei diesem Thema musste es natürlich eine Liedandacht sein: Das Gesangbuch-Werk „Brunn alles Heils, dich ehren wir“ hatte Dieter Kuhli dafür ausgesucht, anschaulich illustrierte der Laaspher darin seine Einschätzung: „Deshalb ist es nur folgerichtig, dass Gerhard Tersteegen zumindest in einigen seiner Lieder geradezu dichtet mit den Worten der Bibel.“ Dabei war Dieter Kuhlis Bild von Gerhard Tersteegen fest gefügt, das Bild von einem Mann, „dessen mystische Frömmigkeit nicht in die weltabgewandte Schwärmerei führt, sondern genau umgekehrt in die Tat, in die Zuwendung zum Nächsten“.

Aber wieso ist der Mann vom Niederrhein für unsere Breiten besonders interessant? Die Antwort gab der aus Bad Berleburg stammende Leiter der Abteilung „Ostwestfalen-Lippe“ des Landesarchivs NRW, Dr. Johannes Burkardt, in seinem Vortrag: „Auch das Siegerland und Wittgenstein gehörten zu Tersteegens Reisezielen. Eng verbunden war er der sogenannten ‚Gesellschaft der Kindheit-Jesu-Genossen‘ auf Schloss Hayn bei Hainchen, einer den Wittgensteiner Pietisten eng verbundenen Gruppe von Menschen. Mit ihnen stand er in Briefverkehr, und vermutlich wurde über die Schiene ‚Hayn‘ auch der Kontakt nach Berleburg hergestellt. Briefwechsel gab es mit dem Berleburger Hofarzt Samuel Carl, später auch mit der Berleburger Gräfinwitwe Hedwig Sophie. Die Briefe zeigen, dass ihm zahlreiche Personen der Wittgensteiner Pietistenszene bekannt waren und am Herzen lagen.“ 1736 besuchte Tersteegen Berleburg, auch in Schwarzenau war er. In einem detailreichen, gelehrten und dennoch kurzweiligen Vortrag porträtierte Johannes Burkardt den Mann, der am 3. April 1769 starb: „Tersteegen kann uns in einer zunehmend egoistischen und aggressiven Umwelt lehren, das Ego zurück zu stellen, dem anderen zuzuhören, Meinungsverschiedenheiten mit gegenseitigem Respekt auszutragen und Toleranz zu üben.“ Weiterlesen

Emotionale Spurensuche in Bad Laasphe:

Mindy Nudelman besuchte Heimatort ihrer jüdischen Vorfahren

Mindy Nudelmann (vorne) und ihr Ehemann Ilan trugen sich ins Goldene Buch der Stadt Bad Laasphe ein. Mit dabei waren (hintere Reihe, v. l.): Joachim Cierpka (Übersetzer), Otto Düsberg (früherer Bürgermeister von Bad Laasphe), Rainer Becker (Vorsitzender Bad Laaspher Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit), Klaus-Peter Wolff (Schriftführer Bad Laaspher Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit) und Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann. (Foto: Stadt Bad Laasphe)

Diese Reise war wohl eine der emotionalsten, die Mindy Nudelman je angetreten hat: Gemeinsam mit ihrem Ehemann Ilan besuchte die 70-jährige gebürtige Kanadierin in dieser Woche Bad Laasphe. Zu der Lahnstadt hat sie eine ganz besondere Beziehung, und das, obwohl sie noch nie zuvor dort war. Denn ihre Großeltern Herz und Minna Beifus, Mitglieder der jüdischen Gemeinde, lebten mit ihren sechs Kindern jahrzehntelang in Bad Laasphe. Ihr Vater Artur Beifus wurde 1915 in der Lahnstadt geboren. Nun wollte die frühere Englischlehrerin die Heimat ihrer Vorfahren väterlicherseits einmal genauer kennenlernen. Zusammen mit ihrem Ehemann und dem Bad Laaspher Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit unter dem Vorsitz von Rainer Becker begab sie sich vier Tage lang auf Spurensuche und tauchte ein in die Vergangenheit und in die Familiengeschichte, die durch den Zweiten Weltkrieg auf tragische Weise geprägt wurde. Weiterlesen

Sommerschließung

Vom Montag, den 15. Juli 2019, bis einschließlich Freitag, den 09. August 2019, bleibt das Stadtarchiv Siegen für die Öffentlichkeit geschlossen. In dieser Zeit werden interne Arbeiten zur Erschließung der Archivbestände durchgeführt. Wir bitten um Verständnis, dass daher vorübergehend keine Anfragen beantwortet werden können.
In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an die Rufnummer 0271/404-3095.

Ausstellung: Martin Lersch “Ich hätte gerne Rubens getroffen”

Martin Lersch und der Medici-Zyklus
Siegerlandmuseum, bis zum 08. September 2019

„1989 kam Martin Lersch, Enkel des Lyrikers Heinrich Lersch (1889-1936) das erste Mal nach Siegen. Zum 100. Geburtstag des Museums 2005 fertigte er drei Serien nach den verschiedenen Beständen und Räumen des Oberen Schlosses an. Jetzt hat der in Goch lebende Maler und Zeichner dem Museum eine Serie nach dem Rubens-Zyklus „Das Leben der Maria de Medici“ geschenkt. Der monumentale Gemäldezyklus befindet sich heute im Louvre. Das Siegerlandmuseum besitzt die beeindruckenden Kupferstiche aus dem beginnenden 18. Jahrhundert. Die strenge Linienführung der Stiche und die mit flüchtiger Feder gezeichneten Variationen von Martin Lersch stellen den besonderen Reiz der Konfrontationen dar. Martin Lersch hat alle ausgestellten Arbeiten dem Siegerlandmuseum geschenkt. Der Zyklus der Werkreihen nach Peter Paul Rubens ist für ihn damit abgeschlossen.“
Quelle: Siegerlandmusem, Sonderausstellung

Ausstellung „Eisenzeit – Bergland zwischen Kelten und Römern“

Museum „Wendener Hütte“, 14.7.2019 – 3.2.2020

„Bis in die Eisenzeit, die in Zentraleuropa im 8. Jahrhundert v. Chr. begann, waren die Mittelgebirge keine Siedlungsbezirke. Mit Hilfe von eisernen Pflugscharen gelang es aber die schweren und steinigen Böden zu bewirtschaften; die Bevölkerung wuchs, besiedelt wurden nun auch die kargen Böden des Sieger- und des Sauerlandes. Leben, Arbeit und Kulte wurden beeinflusst durch die Nachbarregionen, besonders aus dem Einflussgebiet der Kelten, im Süden, und der Römer, im Norden.
Aus dem Sauerland sind bislang nur archäologische Zeugnisse der Eisengewinnung aus dem Mittelalter bekannt geworden. Das Siegerland dagegen war eine der bedeutendsten Eisenregionen der Eisenzeit nördlich der Alpen. Hier rauchten spätestens ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. die größten europäischen Verhüttungsöfen ihrer Epoche. Weiterlesen

Wann kommt der Relaunch des Archivportals NRW?

Eine skandalöse Antwort.

Symbolbild

Hendrik Mechernich berichtet dazu im Blog des „Rheinischer Archivtag“ am 28.6.2019:

“ …. Dr. Bettina Joergens (LAV-Projektgruppe) präsentiert den aktuellen Sachstand zum angestrebten Relaunch des Webportals „Archivportal NRW“. Das „Archivportal NRW“, welches Findmittel von über 480 Archive im Land Nordrhein-Westfalen bündelt und das größte regionale Archivportal in der Bundesrepublik Deutschland darstellt, soll seit längerem einen zeitgemäßen Neuaufbau erfahren. Dieses Projekt ist jedoch bereits seit einigen Jahren ins Stocken geraten. Weiterlesen

Ausstellung „Landkarte meines Heimatortes“ in Wilnsdorf

Rathaus Wilnsdorf, bis 9. August 2019, montags – donnerstags 8.00 bis 16.00 Uhr, freitags 8.00 bis 12.00 Uhr, Eintritt frei

Schülerin Emma Stellmacher setzte sich kreativ mit der Landkarte des Wilnsdorfer Ortsteils Wilden auseinander. © Realschule Wilnsdorf

„Reich verzierte Landkarten der Geschichte sind wahre Kunstwerke, die den Betrachter in die Welt der Fantasie und des seltsam bekannten Fremden entführen. Diese historischen Landkarten dienten Schülerinnen und Schülern der achten Klassen der Realschule Wilnsdorf als Vorlage für die künstlerische Auseinandersetzung mit ihrem Heimatort. Die Gemeinde Wilnsdorf gibt den Jugendlichen im Rahmen der Reihe „Kunst auf der Treppe“ einen Raum, ihre Kunstwerke auszustellen.

Unter Anleitung von Geschichtslehrer Sebastian Weber erprobten Schülerinnen und Schüler mit Hilfe aktueller Luftbilder topografische und kartografische Fertigkeiten in verschiedensten künstlerischen Gestaltungstechniken, wie der Ornamentik und Kalligrafie, sowie dem detailgetreuen Zeichnen. Hierbei zeigten sie ein hohes Maß an Kreativität und Feinsinn. Diese individuellen und detailreichen Landkarten nehmen die Betrachter mit auf eine Reise durch die verschiedenen Ortschaften.“

Quelle: Gemeinde Wilnsdorf, 26.6.2019

Ein Bild zum Spandauer Stadtjubiläum 1957 – zwei Fragen.

Anlässlich der 675 Jahr Feier in Netphen-Unglinghausen wurde das Kreisarchiv gebeten bei der Identifizierung dieses Bildes behilflich zu sein. Geklärt ist der Anlass des Bildes – das Spandauer Stadtjubiläum im Jahr 1957 – wegen des Aufnähers am Revers. Unklar sind weiterhin die Person. Denn es ist wohl nicht der Spandauer Bürgermeister laut Auskunft des Spandauer Geschichtsvereins.
Vermutlich handelt es sich auch nicht um Spandau, u.a. auch wegen Person mit der Schulterklappe (einer Musikkapelle ?)- nur wo denn dann?