Exkursion „Historische Wege“: Wanderung entlang der Berleburger Kohlenstraße

Etwa drei Jahrhunderte lang wurde auf der Berleburger Kohlenstraße Holzkohle, die in den fürstlichen Wäldern des Berleburger Oberlandes hergestellt wurde, mit einachsigen Kohlenkarren zu den Abnehmern im Siegerland transportiert.
Der Heimatbund Siegerland-Wittgenstein lädt am Samstag, 17. Oktober, ab 13:00 Uhr unter dem Titel „Historische Wege“ zu einer Wanderung auf der Kohlenstraße ein. Treffpunkt ist in der Ortsmitte von Berghausen (Berghäuser Straße 34).
Logo_Heimatbund_Siegen-WittgensteinIm Rahmen der Veranstaltung wird ein ca. zwölf Kilometer langer Abschnitt der Kohlenstraße von Kühhude bis Berghausen unter der Leitung von Bernd Stremmel erwandert. Vom Weiler Kühhude, wo der Rothaarsteig den Waldskulpturenweg kreuzt, verläuft die Strecke bis Berghausen in der Regel bergab. Im Streckenverlauf erwarten die Teilnehmer verschiedene Hohlwege als Zeugen der Berleburger Kohlenstraße. Weiterlesen

Online: Aufsatz „Neue Erkenntnisse zum spätmittelalterlichen Bergbau im Siegerland anhand der Grube Victoria bei Kreuztal-Burgholdinghausen“

Am 11. Juli 2015 hatte siwiarchiv auf den Aufsatz von Manuel Zeiler, Jennifer Garner, Ralf Golze, Gero Steffens und Peter Thomas in der Zeitschrift „Der Anschnitt“ hingewiesen. Er kann nun hier als PDF eingesehen werden: Zeiler_et_al_2015_-_Grube_Victoria_Anschnitt-1.

„Damals – gestern – heute. Plauen im Wandel der Zeitgeschichte“

Ausstellungsprojekt anlässlich 25 Jahre Deutsche Einheit und Städtepartnerschaft mit Siegen

25 markante Orte zu 3 unterschiedlichen Zeiten – das ist die Grundidee einer Fotoausstellung über Plauen, die von heute bis 30. Oktober im Siegener Rathaus zu sehen ist. Anlass ist der 25. Jahrestag der Deutschen Einheit und die Städtepartnerschaft mit Siegen, die ebenfalls ins Jahr 1990 zurückreicht. Weiterlesen

Personalakten von Fritz und Willi Busch online einsehbar

Aktendeckel der Personalakte Willi Buschs. Quelle: Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Ludwigsburg E 18 VI Bü 80

Aktendeckel der Personalakte Willi Buschs. Quelle: Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Ludwigsburg E 18 VI Bü 80

Einen Hinweis auf Archivalia folgend, dass die älteren Personalakten des Stuttgarter Staatstheaters durch das Landesarchiv Baden Württemberg, Staatsarchiv Ludwigsburg, online seien, fanden sich bei der Recherche die Personalakten für die Siegener Brüder den Dirigenten Fritz Busch und  den Schauspieler Willi Busch. Weiterlesen

Archäologen scannen Wittgensteiner Flügel des Unteren Schlosses in Siegen

Untersuchungen anhand eines 3D-Modells auf dem PC

„Die Bauarbeiten am Unteren Schloss in Siegen kommen voran. Damit die Archäologen um Leiter Gerard Jentgens den Wittgensteiner Flügel aber weiter untersuchen können, ohne die Bauarbeiter zu stören, haben sie jetzt den Flügel mit einem Laser gescannt und als 3D-Modell auf den Computer gezogen. Er sieht auf dem PC wie in echt aus, man kann einen kleinen virtuellen Rundgang machen und alles bis ins kleinste Detail ranzoomen. So können die Archäologen ganz bequem, quasi vom Schreibtischstuhl aus, ihren Fragen nachgehen. Zum Beispiel ob es am Wttgensteiner Flügel eine Judengasse gegeben hat.“
Quelle: Radio Siegen, Lokalnachrichten v. 16.9.2015

s. a. 2 Beiträge zu einer möglichen Judengasse am Unteren Schloss auf siwiarchiv

Vortrag „Mineralisation, Erzlägerstätten und Montanbetriebe im Grenzgebiet Sauerland und Siegerland“

Vortrag von Volker Haller (Naturwissenschaftliche Vereinigung Lüdenscheid)
04.10.2015 (14.00 Uhr bis 15.00 Uhr)
Veranstaltungsort: Heimatmuseum Ferndorf, Ferndorfer Str. 62

Die alten territorialen Grenzen spielten für die Nutzung von Mineralisationen und Erzlagerstätten im Mittelalter eine große Rolle. Die Erzlagerstätten in den Grenzbereichen des Sauer-/Siegerlandes waren zum Teil heftig umstritten, andererseits gab es auch gemeinsam betriebene Bergbauunternehmen. Das Interesse richtete sich hierbei auf Kupfer- sowie silberhaltige Blei- und Antimonfahlerze, besonders in den oberflächennahen Lagerstätten, die nur im Mittelalter er oder in der frühen Neuzeit wirtschaftliche Erträge lieferten. Vorgestellt werden auch aktuelle Untersuchungsergebnisse von erdgeschichtlich verschieden alten Eisenund Quarzmineralisationen imwestlichen Rothaargebirge. Weiterlesen

4FACHWERK-Uhren-Vortragsreihe wird fortgesetzt:

Diesmal geht’s um Johann-Peter Stahlschmidt
stahlschmidt1851

„Diesmal will ich endlich etwas über Stahlschmidt direkt erzählen“, kündigt Ian D. Fowler an. Der Uhrenhistoriker hatte bei seinen bisherigen Vorträgen den Weg des Uhrenbaues bis in unsere Region nachgezeichnet und dabei über die vielfältigen auch familiären Verflechtungen berichtet.

Am Mittwoch, 30. September 2015, steht ab 19:30 Uhr also Johann-Peter Stahlschmidt im Mittelpunkt der Betrachtung. „Es gibt so viel Material über ihn“, freut sich der für historische Uhren überaus sachkundige Referent.
Stahlschmidt, am 18. Juli 1751 in Plittershagen geboren, aufgewachsen und hier zunächst wohl auch als Hirte tätig, begann im Alter von 23 Jahren bei Johann-Georg Spies in Siegen seine Ausbildung und begründete später „im Flecken“ die große Handwerkstradition der „Stahlschmidt-Uhren“. Weiterlesen

DVD „Westfalenlied“

DVDWestfalenliedEin Heimatfilm vom Land der Roten Erde von 1957

DVD mit Begleitheft, 2015 (D 179), 14,90€, Link zur Bestellmöglichkeit
Hauptfilm, ca. 85 Min., s/w, Einführungsfilm, ca. 10 Min. und Bonusfilm, ca. 19 Min., s/w
Zuschaltbare Untertitel für Hörgeschädigte

PDF-Version des Begleitheftes

1955 hatte der junge Filmregisseur Karl-Heinz Kramer die Idee, einen Heimatfilm über Westfalen zu drehen. Allerdings keinen der in jenen Jahren so populären sentimentalen Spielfilme, sondern eine Dokumentation – damals „Kulturfilm“ genannt. Zwei Jahre später, im April 1957, feierte das „Westfalenlied“ in Münster seine Uraufführung. Von Presse und Rundfunk wurde der im 35mm-Format gedrehte Kinofilm hoch gelobt: Der Streifen sei „ein wirklicher Jedermann-Film“, ein „Stück Heimatkunde, wie sie sonst nicht zugänglich ist“ (Ev. Pressedienst), und „ein Loblied auf das schöne Westfalen“, das „aber dennoch jeder falschen Heimattümelei“ entbehre (Westdeutscher Rundfunk). Die Recklinghäuser Zeitung meinte: „Viele Motive hat man bisher noch nicht in solcher Prägnanz gesehen.“ Weiterlesen

„Klang der Frömmigkeit. Musik und Reformation in Westfalen“

Exponate für Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes gesucht

Für das Ausstellungsprojekt werden derzeit mögliche passende Exponate aus evangelischem Kontext und mit Westfalenbezug recherchiert, darunter:

– historische Instrumente (Hörner, Posaunen, Elemente von Orgeln, Spieltisch, Harmonium, Harfe)
– Skulpturen (Instrumente spielende Engel o.Ä.)
– religiöse Druckgrafik (u.a. Konfirmationsscheine mit Bezug zur Musik, Portraits von Komponisten/Kirchenlieddichtern, Gemälde, Karikaturen
– Modell einer Glocke
– Ton- und Fotodokumente
– Teile von Emporen und Kirchenausgestaltungen, Bauzeichnungen von Orgeln
– Plakate und Werbematerialien kirchenmusikalischer Veranstaltungen
– Gesangbücher, Kantoreibücher, Notenblätter
– Materialien westfälischer Kirchenlieddichter und Komponisten
– Dokumente rund um die politische Inanspruchnahme religiösen Liedgutes

Die Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes für Westfalen in Kooperation mit dem rock‘n’popmuseum Gronau, unterstützt von der Evangelischen Kirche von Westfalen möchte den Einfluss der Reformation auf die Musik bis hin zum Neuen Geistlichen Lied der Gegenwart darstellen und ihre prägende Kraft auf die deutsche Kultur verdeutlichen. Die Thematik wird multimedial präsentiert und mittels biographischer Bezüge sowie regionaler Ausprägungen und Phänomene in der Region Westfalen verortet.

Die Reformation ist in der Rückschau ein historisches Großereignis von weltweiter Bedeutung, dessen identitätsstiftende Macht und Auswirkungen bis in die heutige Zeit spürbar sind. Das 500-jährige Reformationsjubiläum bietet Anlass, das Ereignis aus verschiedenen Perspektiven in den Blick zu nehmen. Eine Facette ist der Themenkreis Musik. Musik kann eine Brückenfunktion zwischen Gesellschaft und Kirche einnehmen, sie besitzt integratives Potential. Westfalen verfügt im Bereich der Kirchenmusik über eine lange Tradition, aber auch über regionale Varianten und örtliche Besonderheiten. Seine heterogene konfessionelle Struktur lässt Musik als Mechanismus der Abgrenzung, aber auch in ihrer Funktion der Selbstvergewisserung hervortreten. Diese Elemente machen Westfalen zu einem Kulturraum, der besondere und neue Aussagen über die Wirkungen der Reformation erlaubt. Weiterlesen

Vor 50 Jahren: Hermann Kuhmichel gestorben

Stickbild, Quelle: Kreis Siegen-Wittgenstein, Bilderkammer Slg. Klein

Stickbild, Quelle: Kreis Siegen-Wittgenstein, Bilderkammer Slg. Klein

Heute vor 50 Jahren verstarb der Siegerländer Künstler Hermann Kuhmichel. Das Bild zeigt eine weniger bekannte Seite des Bildhauers.

Materialsammlung des Kreisarchivs zu Leben und Werk Kuhmichels (PDF): Hermann Kuhmichel (Stand: 2.11.2022).