Vortrag „Der Dirigent Fritz Busch und Max Reger“

Almut Ochsmann M.A., Karlsruhe, Vortragsreihe „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“

Adolf Busch, Max Reger und Fritz Busch auf einer Aufnahme von 1912. (Vorlage: Almut Ochsmann M.A., Karlsruhe)

Adolf Busch, Max Reger und Fritz Busch auf einer Aufnahme von 1912. (Vorlage: Almut Ochsmann M.A., Karlsruhe)

Mit einem Vortrag über den Siegener Dirigenten Fritz Busch (1890-1951) wird die
Vortragsreihe „Siegener Forum“ am Donnerstag, den 22. Oktober 2015, um 18.30 Uhr im KrönchenCenter fortgesetzt. Wie Almut Ochsmann M.A. aus Karlsruhe ausführen wird, pflegte Fritz Busch intensive Kontakte zu renommierten Komponisten seiner Zeit.
Zu den bekannten Namen zählen Richard Strauss, Paul Hindemith und Hans Pfitzner.Aber auch Max Reger (1873-1916) gehörte zu den großen Komponisten, mit denen der Dirigent im Austausch stand. Sein Bruder Adolf Busch und er selbst konzertierten viele Male mit Reger zusammen und setzten sich nach dessen frühem Tod weiterhin für die Verbreitung seiner Werke ein. Beide bearbeiteten auch Werke Regers und äußerten sich schriftlich über den Komponisten, der laut Fritz Busch ein „Genie“ war. Der Vortrag gibt Einblicke in das BrüderBuschArchiv in Karlsruhe, indem zahlreiche Briefe, Fotos und Kunstwerke miteinander in Beziehung gebracht werden. Die Referentin wird zu diesem Zwecke einige musikalische Darbietungen vorspielen und Bildmaterial erläutern. Weiterlesen

Schusterschlacht in Netphen 1584

Die sogenannte Schusterschlacht spielte sich vor den Toren der evangelischen Martinikirche in Netphen ab. Damals kamen neben den Menschen aus Netphen auch sehr viele aus den umliegenden Dörfern sonntags zur Kirche, wobei sie teilweise sehr lange Wege auf sich nahmen.
Vor der Kirche bauten Händler, die überwiegend Kleidung feilboten, zahlreiche Stände auf, um sie den Kirchgängern nach dem Gottesdienst zu verkaufen. Dies wurde jahrzehntelang schon so betrieben, jedoch waren diese Marktstände eigentlich illegal. Denn nur Ortschaften, die als Stadt galten, durften Waren auf öffentlichen Plätzen anbieten.
Den Schuhmachern und Gerbern aus Siegen waren diese Marktstände ein Dorn im Auge, da sie sich zu einer immer größeren Konkurrenz entwickelten. So kam es, dass am ersten Oktobersonntag des Jahres 1584 Siegener Schumacher und Gerber sich auf den Weg zur Martinikirche in Netphen machten, um den Händlern der Marktstände einzuheizen. Bewaffnet mit Stöcken und Äxten versuchten sie, die Stände zu zerstören und die Händler zu vertreiben. Diese jedoch wehrten sich mit Pflöcken und Zeltstangen von ihren Marktständen, so entstand eine Art kleine Schlacht. Der damalige Pfarrer der Kirche, Leonhard Lamb, ging zwischen die Streitenden und versuchte, die Lage zu beruhigen. Es gab einige Verletzte, die in den umliegenden Häusern versorgt wurden.
Wie sich die Situation danach weiterentwickelt hat, ist unbekannt. Erst 1776 wurde dann auch Landgemeinden gestattet, Marktstände zu errichten, wovon in Netphen reger Gebrauch gemacht wurde.
TG
Quelle: Siegerländer Heimatkalender 2014

Fernsehhinweis: „Vom Strohlager zum Luxus-Hostel – Erfolgsstory Jugendherberge“

WDR, Freitag, 16. Oktober 2015, 23:15 -00:00 Uhr (Wdh. am 18.10.2015 um 05:30 Uhr)

Es begann mit einem einschneidenden Erlebnis: Als Richard Schirrmann beim Wandern in ein Gewitter kam, schaffte er es nur knapp in einen Unterschlupf. Da kam ihm die Idee, Schlafmöglichkeiten für junge Wanderer einzurichten. Das war 1909. Schnell fand er Mitstreiter und gründete das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH). Zunächst entstanden provisorische Herbergen in Schulen oder Schuppen. 1914 gab es bereits 530 Jugendherbergen in Deutschland. Die Dokumentation blickt zurück auf die Geschichte des DJH, in die Zeit, als in den Schlafsälen noch bis zu 16 Betten standen, die Gäste beim Abwasch halfen und motorisierte Reisende unerwünscht waren. Der Film zeigt aber auch, wie sich das ursprüngliche Konzept gewandelt hat, um auch heute erfolgreich zu sein. Dabei geht es u.a. auf Spurensuche nach Island und Irland.
Ein Film von Jörg Stolpe| Redaktion: Adrian Lehnigk, Monika Pohl
Quelle: WDR
Link zu weiteren Informationen

Mitberünder des DJH war der Hilchenbacher Wilhelm Münker.

Literaturhinweis: Heinz Bensberg: „So war es seinerzeit

bensberg3 Einblicke über das historische und gesellschaftliche Leben im Siegerland“
“Nach “Historisches wird lebendig” und “Vergangenes kehrt zurück” berichtet der Autor auch in seinem dritten Buch “So war es seinerzeit” wieder über Kulturgut aus der Vergangenheit! Es soll Einblicke über das historische und gesellschaftliche Leben im Siegerland geben und dazu beitragen, die Vergangenheit etwas zu erhellen und ein Interesse lange vor unserer Zeit zu erwecken. Wer weiß schon, dass der Erfinder des Flugzeugschleudersitzes ein Siegerländer war und auch den inoffiziellen Ballonweltrekord hatte. Oder, dass ein Siegerländer mit einem Holzvergaser-Traktor auf den Großglockner gefahren ist, ein Ofen den Busanhänger erwärmte und die Schulkinder für den Briefträger den Weg im Schnee fest treten (dabbeln) mussten, dass die Glocken zu jeder Gelegenheit riefen und die Tankfüllung auch im Rucksack war ….“
Quelle: Homepage Heinz Bensberg

Bilderabend mit Littfelder und Burgholdinghauser Fotografien

littfeldbilderabend
Am Di 13.10. 19:30 Uhr findet ein Bilderabend mit Littfelder und Burgholdinghauser Bilder im Bürgertreff aus dem Archiv des Heimatvereins statt. Es sind sicher einige schöne Erinnerungen dabei.
Eigene Bilder/Alben/Dias können gerne mitgebracht und gezeigt werden.
Quelle: Heimatverein Littfeld-Burgholdinghausen

Führung: „Mittelalterlicher Altenberg“

Industriegeschichtliche Exkursion Historikers Dr. Andreas Bingener, Siegen
Morgen, 14:00
Treffpunkt: Parkplatz Altenberg, Müsener Straße, Kreuztal

Auf der Höhe zwischen Kreuztal und Hilchenbach geht die Führung zu den Resten der mittelalterlichen Bergbausiedlung aus dem 13. Jahrhundert. Besichtigt werden auch die Zeugnisse des neuzeitlichen Bergbaus mit dem Stahlberg-Schacht II und den ausgedehnten Abraumhalden.

Kosten: keine, eine Spende wird erbeten
Quelle: Eisenstraße Südwestfalen

Literaturhinweis: Raimund Hellwig „Geschichten und Anekdoten aus Siegen. Dorf mit Krone“

hellwiganekdoten„Warum nur lief der Siegener Oberbürgermeister immer ohne Socken in seinen Schuhen durch die Gegend? Warum diskutierte man 1956, ob und wie man Kölnisch Wasser und Siegener Jauche vergleichen kann? Warum spielte die Weltmeistermannschaft von 1974 in Siegen, warum durfte Peter Hussing nicht gegen Muhammad Ali boxen? Und warum denken heute noch viele Menschen an das 750-jährige Siegener Stadtjubiläum von 1974 zurück, während das von 1999 irgendwie völlig vergessen ist? Und was machte der Maler Walter Helsper im Schweinchenkino und im „Belle“? Und woran ist die Weltrevolution in Siegen gescheitert? “

80 Seiten, 127 x 205 mm, fadengeheftetes Hardcover, zahlr. schw./w. Fotos
11,– €
ISBN 978-3-8313-2427-9
Quelle: Verlagswerbung