Chronik 1945 – 1958: Geschichte der Jugendverbände im Kreis Siegen 3:

Ein beim Umzug eines Mitarbeiters aufgefundener Ordner.

Ein beim Umzug eines Mitarbeiters aufgefundener Ordner.

Die „Internationale Jugendwoche“ im Siegerland

Zwischen dem 12. und 18. September 1949, also bereits vier Jahre nach Kriegsende, fand die „Internationale Jugendwoche“ im Siegerland statt. Erwartet wurden Gäste aus England, Frankreich, Holland, Schweden und aus der Schweiz. Die Veranstalter der „Internationalen Jugendgruppe“ waren die Jugendringe Siegerland, Olpe und Wittgenstein. Ein möglicher Grund für diese mehrtägige Veranstaltung war es eventuell, nach dem Krieg freundschaftliche Beziehungen zum Ausland aufbauen zu wollen. Außerdem wollte man den ausländischen Gästen das Leben im Siegerland zeigen, man wollte zum Beispiel Rundfahrten nach Freudenberg und auf die Freusburg veranstalten und einen Einblick in die Jugendarbeit in Siegen geben. Weiterlesen

Archivnachrichten aus Hessen 15/1 2015 online

HessArchivN12015

Die aktuellen hessischen Archivnachrichten stehen als PDF-Datei zum Download zur Verfügung. Besondere Aufmerksamkeit  verdient der Beitrag von Dorothee A. E. Sattler (Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden) „Global Player Nassau. Festakt und Symposium zur Freischaltung der Archivdatenbank Nassau-
Oranien am 4./5. November 2015 im Hessischen Hauptstaatsarchiv 35“ (S. 30-35).
Siwiarchiv hat seit 2013 auf Publikationen zum Verlauf dieses Erschließungsprojektes hingewiesen.

Lesung: Achim Heinz „Tagesbrüche“

Museum Wilnsdorf
Freitag, den 30.10.2015 ab 18:00 Uhr

Den Anstoß zum gleichnamigen Roman gaben die spektakulären »Tagesbrüche«, die sich 2004 auf dem Rosterberg in Siegen ereigneten und Mehrfamilienhäuser unbewohnbar machten. Der dort uralte Bergbau meldete sich zurück. Das Ereignis fand auch überregionale Beachtung mit Berichten im Fernsehen, in der Presse und im Internet. Zu sehen waren auch Menschen, die soeben ihre Wohnung verloren hatten. Viele konnten sich nicht vorstellen, was da unten passiert war, wo Generationen Siegerländer Bergleute ihrer Arbeit nachgingen. Der Autor kannte das aber. Achim Heinz war selbst in solch uralten Gruben gewesen. Er wusste auch, dass sich unter dem Siegerland längst eine Szene meist junger Leute gebildet hatte, die den Altbergbau erkundet. Was manchmal mit erheblichen Gefahren für diese Forscher verbunden ist. Weiterlesen

Vortrag „Simon Grünewald – drei Lehrer aus Pömbsen“

Sonntag, 25.10., 18.00 Uhr,
Büro der CJZ, Häutebachweg 6, Siegen

Hartmut Prange (Netphen) spricht im Rahmen der Vortragsreihe der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Siegerland
Mitveranstalter: Aktives Museum Südwestfalen e.V. – über die Lehrerfamilie Grünwald.

Chronik 1945-1958: Geschichte der Jugendverbände im Kreis Siegen 2:

Erstes Blatt des vorkurzem an das Kreisarchiv übergebenen Aktenbandes

Erstes Blatt des vorkurzem an das Kreisarchiv übergebenen Aktenbandes

Die Sportverbände

Ein wichtiger Zweig der Jugendarbeit war natürlich der Sport. 1949 hatten fast alle Sportvereine, die es bereits vor 1933 gab und von der Militärregierung geduldet wurden, begonnen, wieder selbstständig zu arbeiten. Bis 1950 wurden auch die Sportvereine vom Jugendpfleger betreut.  Nachdem das Kulturministerium empfohlen hatte eine eigene Organisation für Sport einzurichten, sah sich die Kreisverwaltung dazu verpflichtet und richtete das Kreissportamt ein. Jedoch soll sich durch das neue Amt nichts verändert haben, da der Kreisjugendpfleger immer noch für die Betreuung der Sportvereine zuständig war. Ein Grund dafür könnte sein, dass so keine weiteren Kosten ins Spiel kamen. Diese Reglung ändert sich bis zum Jahr 1963 nicht, erst am 15. Mai 1963 übernahm der hauptamtliche Kreissportlehrer Paul Schmidt die Aufgabe.

1949 wurden das erste Mal seit 1945 Schulsportspiele veranstaltet. Laut einem Kommentar vom Chronisten war dies der Beginn der heutigen Bundesjugendspiele. Weiterlesen

Tobias Gerhardus: Eine kurze Online-Chronik des LYZ in Siegen

Landesarchiv NRW , Abteilung Westfalen, Staatliches neusprachliches Mädchengymnasium, Siegen, Nr. 6

Landesarchiv NRW , Abteilung Westfalen, Staatliches neusprachliches Mädchengymnasium, Siegen, Nr. 6

Vor wenigen Tagen hat die Siegener Geschichtswerkstatt die umfangreiche Baugeschichte des Siegener Lyzeums in den Medien vorgestellt. Alles hatte im Kreisarchiv begonnen. Dort war Tobias Gerhardus 2011 Praktikant und sollte eine Art Zeitstrahl zur Geschichte des LYZ anfertigen. Je tiefer er aber in das Thema eintauchte, desto mehr kristallisierte sich die Baugeschichte des ehemaligen Mädchengymnasiums heraus. Bis 2014 schrieb und recherchierte Gerhardus. Den zur Schulgeschichte wichtigen Bestand des Landesarchivs NRW, Abt. Westfalen, in Münster wertete er dabei erstmals aus.
Der „Zeitstrahl“ ist – quasi als Appetithappen für die gelungene Veröffentlichung – nun hier online (PDF): Kurze Chronik des LYZ .

 

 

Erzählcafe „Technische Entwicklungen im Privathaushalt“

Fotos gesucht, neue Mitarbeiterin gefunden! Von lks. Katrin Mehlich, die „Neue“ im Bunde: Birgit Meier-Braun und Patricia Ottilie

Neue Mitarbeiterin gefunden!
Von lks. Katrin Mehlich, die „Neue“ im Bunde: Birgit Meier-Braun und Patricia Ottilie

Seit August 2015 gibt es ein neues Mitglied in der Projektgruppe „Damals“, die u.a. für die Ausrichtung der Erzählcafés und für die Veranstaltung „Burbach in den 40er, 50er und 60er Jahren“ verantwortlich ist. Neben Katrin Mehlich vom Kulturbüro und Patricia Ottilie vom Archiv der Gemeinde konnte nach Ausscheiden der Seniorenbeauftragten Christine Sahm im August ihre Nachfolgerin, Frau Birgit Meier-Braun, für die Mitarbeit gewonnen werden. Weiterlesen

Vor 36 Jahren kamen die ersten Vietnam-Flüchtlinge in das Siegerland

Ein Beitrag zur Blogparade #refhum: Flüchtlinge und Migration in den Geisteswissenschaften

refhumBei den Aufräumarbeiten in den Kellern des Kreishauses stieß ich 2004 auf Akten des Kreissozialamtes, die sich mit Aufnahme vietnamesischer Flüchtlinge im Kreisgebiet beschäftigen.
Am 28. November 1979 erreichten die ersten 35 Flüchtlinge (6 Familien und 4 Einzelpersonen) per Bus aus dem Durchgangslager Unna-Massen kommend die Gemeinde Burbach. Die Initiative ging von der Burbacher Aktionsgruppe „Vietnam-Flüchtlinge“ aus, der neben dem damaligen Bürgermeister der Gemeinde Burbach, Hartmut Hering, kirchliche Gruppen und auch ein Vertreter eines örtlichen Kreditinstituts angehörten. Am 25. September 1979 hatte der Rat der Gemeinde Burbach die Unterstützung der Arbeitsgruppe beschlossen und sich damit einverstanden erklärt, „daß über das festgelegte und bereits erfolgte Kontingent hinaus Asyl-Bewerber, sofern es sich um Flüchtlinge aus Vietnam handelt, in Burbach aufgenommen werden sollen.“ Die Arbeitsgruppe sah ihre Aufgaben in der Wohnraum- und Arbeitsplatzbeschaffung, Betreuung bei Einkäufen, Arztbesuchen sowie Behördengängen und in der Unterstützung der finanzielle Hilfe.
Probleme bereiteten den Neuankömmlingen vor allem das ungewohnte Klima sowie die neu zu lernende Sprache.

Anhang: Chronologische Auswertung: Kreisarchiv Siegen Wittgenstein, Sozialamt, Aktenband Vietnamflüchtlinge, Aktenzeichen  50 62 04: Weiterlesen

Chronik 1945-1958 – Geschichte der Jugendverbände im Kreis Siegen 1:

Ein beim Umzug eines Mitarbeiters aufgefundener Ordner.

Ein beim Umzug eines Mitarbeiters aufgefundener Ordner.

Entnazifizierung der Jugendverbände im Kreis Siegen
In der Akte „Chronik 1945-1958“ geht es um den Wiederaufbau von Jugendverbänden im Kreis Siegen. Im Jahre 1964 schrieb der Chronist die Geschichte der Jugendverbände seit 1945 nieder und fügte immer wieder Quellen bei, entweder einen Antrag oder Richtlinien etc., die aus dieser Zeit stammen. Weiterlesen

Literaturhinweis: Tobias Gerhardus: „Die zeitgemäße Ausbildung des weiblichen Geschlechts“

Cover Sonderband Siegener Beiträge 2015Zur Geschichte des Siegener Mädchengymnasiums.“ Vorstellung: Sonderband der „Siegener Beiträge – Jahrbuch für regionale Geschichte“.

Die Siegener Geschichtswerkstatt gibt in diesem Jahr einen Sonderband der Siegener Beiträge heraus. Darin stellt der Autor, Tobias Gerhardus, die Geschichte des Siegener Mädchengymnasiums, des heutigen LYZ, vor.
Das Gebäude an der St.-Johann-Straße blickt auf eine nunmehr fast 130jährige Geschichte zurück. 1886 wurde das neu errichtete Schulgebäude der Städtischen Höheren Töchterschule eingeweiht. Der vorliegende Sonderband zeichnet nun vor allem die Baugeschichte des Gebäudes nach. Weiterlesen