Ausstellung: „Bernd & Hilla Becher: Photo & Druckgraphik“

Eine Ausstellung von Max Becher in Kooperation mit der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln im Kunstarchiv Kaiserswerth, Düsseldorf | Laufzeit: bis 19. Dezember 2021

Abb. Bernd & Hilla Becher, An Arts Council exhibition, Poster zur Ausstellung, Offsetdruck, 1974, © Estate Bernd & Hilla Becher, vertreten durch Max Becher

Photographien von Bernd und Hilla Becher werden Druckwerken aus dem Gebrauchskontext von Präsentationen und Publikationen gegenübergestellt, die die Entwicklung ihres einflussreichen Werkschaffens wie auch die Rezeptionsgeschichte exemplarisch vor Augen führen. Der Blick auf Plakate, Kunstdrucke, Bücher, Broschüren, Zeitschriften, Einladungskarten in Kombination mit analog gefertigten Photographien vermittelt einen lebhaften Eindruck der vielen Auftritte und Lesarten, die die Motivwelt der Bechers zwischen den 1960er- und 2010er-Jahren international durchlaufen hat.

In ihrem Werk haben sich Bernd und Hilla Becher mit Bauten und Konstruktionen aus dem industriellen Kontext befasst, so in Deutschland, den Beneluxländern, Frankreich, Großbritannien und den USA. Fördertürme, Hochöfen, Kühl- und Wassertürme gehören als photographische Motive zu den bekannten Erkennungszeichen ihrer Arbeit. Diese erstreckt sich jedoch über dieserart Einzelmotive deutlich hinaus und widmet sich unter der Maßgabe einer eigens für ihre Ansichten formulierten Bildgrammatik zugleich der photographischen Dokumentation gesamter Industrieanlagen und Landschaften. Dabei hatte das Künstlerpaar sein Motivspektrum bereits in den 1960er-Jahren weitgehend definiert, was die Möglichkeit zur sukzessiven Bearbeitung der Objekt- und Werkreihen gab.

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Vom Ende des Siegerländer Erzbergbaus

5 Beiträge bei ARD retro

Links zu den Beiträgen:
1) Protestkundgebung wegen beabsichtigter Grubenstilllegung in Herdorf, 04.01.1962 ∙ SWR Retro – Abendschau ∙ , Link
2) Zur Situation der Siegerländer Erzindustrie anläßlich der heutigen Entscheidung in Düsseldorf
27.02.1962 ∙ SWR Retro – Abendschau, Link
3) Zur bevorstehenden Stilllegung der Gruben im Siegerland, 09.05.1962 ∙ SWR Retro – Abendschau, Link
4) Stilllegung der Siegerländer Erzgruben, 15.02.1964 ∙ SWR Retro – Abendschau, Link
5) Was geschieht mit den stillgelegten Bergwerken im Siegerland? 03.12.1964 ∙ SWR Retro – Abendschau, Link

Veranstaltung: „Der Weg nach Köln“. Theaterstück am Ohrndofer Schlag

Räuberpack und fromme Leute – FRids e.V. präsentiert Theaterstück am Ohrndorfer Schlag in Freudenberg

Das Stück „Der Weg nach Köln“ von Rainer Lutzki nimmt die Zuschauer mit ins 16. Jahrhundert, in die Zeit, in der einfache und fromme Menschen ebenso auf Reisen waren wie zwielichtige Gestalten… Zum Inhalt: Zwei Kinder werden auf die weite und gefährliche Reise nach Köln geschickt, um dort Waren zu verkaufen. Mutig machen sie sich auf den Weg, als am Ohrndorfer Schlag ihre Reise ein jähes Ende zu nehmen scheint…

Vor Originalkulisse erwecken 11 jugendliche und erwachsene Schauspieler vergangene Zeiten zum Leben – Open-Air und live inszeniert an einem historischen Ort; diesmal im Hohlweg am Ohrndorfer Schlag. Er befindet sich in Büschergrund oberhalb des Schulzentrums im Wald Richtung Römershagen und ist einer der ältesten Durchgänge durch die Siegener Landhecke. Bis Ende des 14. Jahrhunderts verlief eine Variante der sogenannten Brüderstraße, einem alten Fernhandelsweg von Köln in Richtung Marburg, durch diesen Grenzübergang. Jahrhunderte lang wurden schwere Lasten mit Pferde- und Ochsenkarren auf diesem Weg transportiert, die Räder der Fuhrwerke gruben an manchen Stellen tiefe Spuren in den Boden und begünstigten so die Entstehung von Hohlwegen im Waldgebiet, so auch den Hohlweg am Ohrndorfer Schlag.

Aufführung: Samstag 26.06.2021, 12:00 Uhr
Es gibt für die Aufführung nur eine sehr beschränkte Teilnehmerzahl.
Ticketpreise 6 € Erwachsener / 4 € Kind.
Alle weiteren Infos erfolgen mit der Buchungsbestätigung.

Tickets können hier online erworben werden.

 

Quelle: FRids e.V., Homepage

„Wittgenstein“ 1/2021 erschienen

Inhalt Heft 1 / 2021:
Frieda Claudy: Mai, S. 2
Bernd Stremmel / Detlev Rath: Kulturweg Eisen, S. 3
Roland Scholz: Die Geschichte vom kleinen Bleistift und dem Beginn großer Freundschaften, S. 6
Heinrich Imhof: Die Auswanderung von Wittgensteiner Inspirierten nach Amerika, S. 23
Hans Wied: Von dem Feudinger Kirchturmbrand im Jahre 1816, und dem nachfolgenden Pfarrhaus- und Turmneubau und einem Soester Büchsenmeister und Wanderglockengießer aus dem 16. Jahrhundert, S. 43
Holger Weber: Albertus Kuhlen – der Stammvater aller Kuhli. Führte eine handschriftlich „flapsige” Signatur zum Nachnamen?, S. 56

Aus der Region:
Jürgen Pospichal: Jahresbericht OHV Puderbach für 2020, S. 60

MGKSiegen veröffentlicht neues digitales Angebot zu Fotografien von Bernd und Hilla Becher

Bernd and Hilla Becher, Fachwerkhäuser des Siegener Industriegebietes, 1959-1978, MGKSiegen, Sammlung Gegenwartskunst, Courtesy Estate Bernd and Hilla Becher, repräsentiert von Max Becher

Das Museum für Gegenwartskunst Siegen hat ein neues, digitales Format entwickelt, das sich der Vermittlung der eigenen Museumssammlung widmet. Im Entdecken-Bereich der Museumswebsite www.mgksiegen.de wird jetzt erstmals ein eigens gestaltetes Feature veröffentlicht, das die „Fachwerkhäuser des Siegener Industriegebietes“ der international bekannten sowie regional bedeutenden Fotografen Bernd und Hilla Becher ins Zentrum stellt.
Neben professionellen Audiobeiträgen und hochaufgelösten Fotostrecken enthält das Angebot kenntnisreiche Kurztexte sowie eine interaktive Landkarte. Alle Inhalte wurden so konzipiert, dass sie ein breites Publikum ansprechen und während des Besuchs, zur Vor- und Nachbereitung sowie ortsunabhängig zur Beschäftigung mit den Sammlungswerken eingesetzt werden können. Weiterlesen →

Vortragsankündigung: Katharina Jabs M.A. (Siegen): Vom Triumphzug über die Wandermenagerie zur Völkerschau. Die Zurschaustellung indigener Menschen in Europa.

Restart der Vortragsreihe „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“ am 17. Juni 2021

Nach der Wiederaufnahme der Vortragsreihe „Siegener Forum“ findet die kommende Ausgabe am Donnerstag, den 17. Juni 2021, um 18.30 Uhr im Eintrachtsaal der Siegerlandhalle statt. Die Referentin Katharina Jabs widmet sich den Ursachen und Verläufen kultureller Kontakte außereuropäischer Menschen im deutschsprachigen Raum im frühen 19. Jahrhundert. Eine dieser Begegnungen trug sich im Sommer 1829 in der preußischen Provinz zu, als der Burbacher Pastor Georg Jakob Ludwig Reuß (1769-1832) in einem Bittbrief an Ludwig Freiherrn von Vincke in Münster um Unterstützung für den in Siegen zunächst in einer Wandermenagerie gegen Geld ausgestellten, dann aber befreiten Jacob Cannaba bat. Der „Südsee-Insulaner“ aus dem Pazifikraum war, wie Dokumente berichten, „wie ein wildes Thier, nebst wirklichen wilden Thieren, in einem Kasten umhergeschleppt“.
In dem Vortrag werden, neben diesem regionalen Beispiel, weitere Fälle der Zurschaustellung nicht-europäischer Menschen präsentiert. Die Art und Weise für diese ganz spezielle Form der Konfrontation des Bürgers mit dem Fremden und Exotischen bildete und etablierte sich über die Jahrhunderte hinweg und muss als ein Spiegel der jeweiligen Gesellschaft verstanden werden. Hierzu möchte der Vortrag eine Hilfestellung leisten. Weiterlesen →

Möglichkeiten eines weiteren Standorts der LWL-Industriemuseen mit Blick auf die kulturhistorische Bedeutung der Eisenverhüttung in der Region des Siegerlandes

Antrag der FDP-FW-Fraktion für die heutige Kulturausschusssitzung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe:

Quelle: FDP Kreisverband Siegen-Wittgenstein, Homepage

„Beschlussvorschlag:

Die Verwaltung wird beauftragt, Möglichkeiten eines weiteren Standorts der LWL-Industriemuseen mit Blick auf die kulturhistorische Bedeutung der Eisenverhüttung in der Region des Siegerlandes zu prüfen. Die Verwaltung wird im Kreis Siegen-Wittgenstein nach möglichen Kooperationspartnern suchen, mit denen sich eine erweiterte Darstellung der Industriegeschichte Westfalens umsetzten ließe.

Begründung: Weiterlesen →

Wikipedia-Artikel zu Fritz Vitt (1885 – 1958)

Wittgensteiner Heimatbuch 1938
Wittgensteiner Heimatbuch 1938, Dieter Bald, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Ende Mai 2021 hat Dieter Bald einen Wikipedia-Artikel zum Wittgensteiner  Heimatforscher Fritz Vitt verfasst.
Im Berliner Bundesarchiv befindet sich unter der Signatur NS 12 (Hauptamt für Erzieher/Reichswaltung des Nationalsozialistischen Lehrerbundes) Nr. 14451 eine Sachakte zu Fritz Vitt.