Wikipedia-Eintrag zu Ferdinand Christian Coridon (1736 – 1819)


Haus Coridon in Bad Berleburg; Dieter Bald, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Dieter Bald verfasste bereits im vergangenen Herbst einen Wikipedia-Eintrag zu Ferdinand Christian Coridon, der als Kind afrikanischer Sklaven nach Holland verschleppt wurde und später als Fruchtschreiber und Bauverwalter eine erstaunliche Karriere am gräflichen Hof der Residenzstadt Berleburg machte.

s. Bald, Dieter: Caspar und Coridon – Erinnerung an zwei „Mohren“ der Residenzstadt Berleburg im 18. Jahrhundert. Wittgenstein, Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins,Jg. 107, Aug. 2019, Bd. 83, H. 2

„Netpher Kalender“ 2021: „Netphen . . . bedeutende Unternehmen, so wie die früher waren.“


„Hier wurden viele alte Bilder von Industrie und Unternehmen im Netpherland zusammengetragen. Viele Bilder und die Texte stammen aus der Doktorarbeit von Dr. Peter Vitt, der diesbezüglich ein umfassendes Fachwissen hat.

Im Kalender findet man auch einige Firmen und Standorte die heute in Vergessenheit geraten sind. Als Beispiel die Grube Schnellenberg in Netphen-Beienbach, wo schon 1715 Erz gefördert wurde. Aber auch Unternehmen die von der Schmiede zum Großunternehmen herangewachsen sind, wie die Firma Flender Flux, in Netphen Deuz, die auf eine über 250-jährige Firmengeschichte zurückblicken kann. Weiterlesen →

Heute vor 79 Jahren: Ermordung Walter Krämers

Quelle: ITS Arolsen, 1.1.5.3/KRAI KRANS/00127507/0005, Archivnummer 9999)

Zur Beantwortung von Recherchen zur Biographie Walter Krämers, der vor drei Jahren zur bedeutendsten Persönlichkeit des Kreises Siegen-Wittgenstein gewählt wurde, hat das Kreisarchiv bereits  einige Jahre eine Dokumentation zuvor erarbeitet, die ab heute als PDF eingesehen werden kann: WalterKrämer

Literaturhinweis: Monographie zur Montanarchäologie des Siegerlandes erschienen

Umfangreicher Fundstellenkatalog und Darstellung des Forschungsstandes

Bereits seit 18 Jahren erforscht das Deutsche Bergbau-Museum Bochum zusammen der LWL-Archäologie für Westfalen sowie der Ruhr-Universität Bochum die eisenzeitliche Montanlandschaft im Siegerland, im südlichen Westfalen und im nordöstlichen Rheinland-Pfalz. Spätestens ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. – vermutlich aber bereits ab dem 5. Jahrhundert – bis zur Zeitenwende entwickelte sich eine auf Eisengewinnung spezialisierte Montanregion heraus.

Über 100 Jahre archäologische Forschungen erbrachten neben hunderten montanarchäologischen Fundstellen herausragende Aspekte, wie beispielsweise den Nachweis der größten Rennöfen ihrer Epoche in Europa oder eine zunehmend differenzierte Produktionslandschaft. Durch das durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanziell geförderte Projekt „Latènezeitliche Eisenwirtschaft im Siegerland: Interdisziplinäre Forschungen zur Wirtschaftsarchäologie“ konnten großflächige Prospektionen durchgeführt, zahlreiche Ausgrabungen realisiert sowie mit weiteren Forschungskooperationspartnern interdisziplinär verschiedenste Aspekte der frühen Montanlandschaft sowie der Produktionskette vom Erz zum Eisen erforscht werden. Weiterlesen →

Neue Informationen zur Gedenkstunde am „Platz der Synagoge“

„In Anbetracht der stark steigenden Infektionszahlen haben wir uns dazu entschieden auf eine große Präsenzveranstaltung, wie in der sonst üblichen Form, zu verzichten. Natürlich bedauern wir diesen Schritt zutiefst, aber Ihre und unsere Gesundheit ist uns sehr wichtig. Wir bitten Sie daher in diesem Jahr am Dienstag, 10.11.20, 16 Uhr nicht zum Platz der Synagoge zu kommen!

Natürlich werden wir auf keinen Fall auf das Gedenken verzichten und haben uns deshalb eine Alternative überlegt:

Wir werden die Gedenkstunde, mit wenigen Beteiligten, vor Ort halten und den Ablauf aufzeichnen. Das Ergebnis können Sie sich dann über einen Link auf unserer Homepage (www.cjz-siegen.de) und auch auf unserer Facebookseite (CJZ Siegen) anschauen.
Damit das Gedenken ein bisschen persönlicher werden kann, möchten wir Sie bitten (natürlich nur, wenn Sie möchten) im Laufe des Tages (am besten bis 16 Uhr), z.B. eine Rose auf dem Podest, wo normalerweise das Rednerpult steht, abzulegen. Weiterlesen →

Wilhelm Hyazinth von Nassau-Siegen – Zeugenverhör aus dem Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

Eine Podcastfolge des Hessischen Landesarchivs

„Als Fürst Wilhelm Hyazinth von Nassau-Siegen nach vielen Jahren 1740 aus Spanien nach Deutschland zurückkehrte, wurde er alten Männern seines Fürstentums gegenübergestellt, die ihn identifzieren sollten. In diesem Hörspiel bringen wir einen Ausschnitt aus dem Zeugenverhör. Es sprechen Mitarbeiter des Hessischen Landesarchivs. Link zum Digitalisat der Akte: https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v3360806

s. a. Stadtarchiv Siegen, Blick in die Bestände, Siegel des Wilhelm Hyazinth Fürst zu Oranien und Nassau-Siegen
s. a. siwiarchiv-Eintrag: „Die Karten auf den Tisch… Kurioser Aktenfund“

Gedenkstunde am Platz der Synagoge in Siegen

Dienstag, 10.11., 16 Uhr, Obergraben 10, Siegen s. neue Informationen zur Veranstaltung

Ansprache: Mehmet Daimagüler
Kaddisch: Alon Sander
Schule: FCS Kaan-Marienborn
Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e. V.
Mitveranstalter: Aktives Museum Südwestfalen e. V.
Das Mitbringen von Fahnen ist nicht erlaubt!
Anmeldefrei!

Video: Brasilien und Nassau –

Quellen zum Frühkolonialismus im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

Das Hessische Hauptstaatsarchiv Wiesbaden verfügt über umfangreiches Material zum Brasilienaufenthalt des Fürsten Johann Moritz von Nassau-Siegen in den 1640er Jahren. Von 1637 bis 1644 amtierte er dort als Statthalter. In einem ein Video präsentiert ein Archivar des Hessischen Landesarchivs – ausgehend von einer Brasilienkarte aus dem Jahr 1643 – archivalische Quellen des Hessischen Hauptstaatsarchivs Wiesbaden zum Brasilienaufenthalt des Grafen bzw. zum Frühkolonialismus. Der berühmte Brief des Königs vom Kongo an Johann Moritz aus dem Jahr 1642 rückt auch die Problematik des Sklavenhandels in den Fokus.
Quelle: Hessisches Landesarchiv, Facebook-Eintrag vom 27.10.2020

s. dazu auf siwiarchiv: „Johann Moritz und sein „Zuckerhaus“ – Plädoyer für Blickerweiterungen“, und „Literaturhinweis: Evaldo Cabral de Mello: „Johann Moritz ​Fürst von Nassau-Siegen. Gouverneur des holländischen Brasiliens“

Wanderung zum mittelalterlichen Verhüttungsplatz in der Zinsenbach, Netphen – fällt aus

Waldschmiede

  © Museum Haus Pithan

Im Siegerland gibt es mehrere Walzengießereien. Es wird eine Menge Trapezblech produziert. Viele Maschinenfabriken schaffen Produkte für den Weltmarkt. Warum ist das so, obwohl hier seit über 50 Jahren kein Eisenerz mehr gefördert wird? Ein Teil der Antwort liegt sicher in unserer langen Tradition des Eisengewerbes. Um diese Tradition in Erinnerung zu halten, ist die Industriegeschichte ein Schwerpunkt des Museums im Haus Pithan in Dreis-Tiefenbach. Nun ist die Eisentradition hier schon über 2000 Jahre alt und es gibt aus früheren Zeiten keine spektakulären Fundstücke. Aber Spuren der Tätigkeit unserer Vorfahren finden sich noch im Gelände. Steht man an einem solchen Ort, spürt man eine Art von Verbundenheit mit den frühen Eisenleuten und fragt sich, wie sie wohl gelebt haben und was sie angetrieben hat.

Der Spatenforscher Krasa hat in Dreis-Tiefenbach etliche Verhüttungsplätze aus früheren Zeiten gefunden. Der Heimatverein Dreis-Tiefenbach macht eine Wanderung zu Schlackenfunden an einem mittelalterlichen Verhüttungsplatz in der Zinsenbach. Weiterlesen →

Heimatverein Alte Vogtei Burbach e.V. präsentiert zwei neue Modelle historischer Gebäude aus Burbach


Der Vereinsname erinnert daran, dass sich der Heimatverein Burbach im Engagement um den Erhalt des von Verfall und Abriss bedrohten Gebäudes im Jahr 1979 gegründet hat. Da dem Verein gleichermaßen an einer sinnvollen Nutzung lag, unterstützte er intensiv den Aufbau des historischen Fachwerkensemble und eröffnete einige Jahre später das Museum „Leben und Arbeiten in Burbach“ in der angrenzenden Zehntscheune, das er 25 Jahre ehrenamtlich betrieben hat.

Als eine grundlegende Sanierung des Gebäudes erforderlich wurde und zeitgleich die Neuausrichtung des Museums in den Blick kam, haben Gemeinde und Heimatverein im engen Schulterschluss das Projekt „Besucher-, Begegnungs- und Erlebniszentrum Alte Vogtei Burbach“ (BBEZ) in Angriff genommen. Die tragende Projektgruppe, die zahlreiche Workshops mit entsprechender Fachberatung organisiert hat, war von Anfang an paritätisch besetzt. In später gebildeten Untergruppen für Architektur und Ausstellung sind Verantwortliche der Gemeinde (Bauherr) sowie des Heimatvereins (Nutzer) bis heute gleichermaßen engagiert.

Bereits im Jahr 2017 hat sich die Gemeinde Burbach mit dem Projekt BBEZ um ein Info-Zentrum, den sogenannten Schatztruhen, des Naturparks Sauerland Rothaargebirge beworben. Das Projekt hat als einer der sechs Schatztruhen des Naturparks schließlich den Zuschlag erhalten und wurde damit zum südlichsten Eingangstor des Naturparks erkoren. Vor genau einem Jahr wurden bereits die ersten Module des Naturparks in den Räumlichkeiten der Sparkasse Burbach-Neunkirchen präsentiert. Im Foyer der Sparkasse in Burbach können sich Besucher seit dem über die Arbeit des Naturparks, die vielfältigen Aufgaben und seine Landschaft informieren. Auch Sehenswürdigkeiten im Naturpark – die sogenannten Naturpark-Juwelen – werden vorgestellt.

In einer interaktiven Wand, die sich den Naturschätzen und Naturerlebnissen vor Ort in Burbach widmet, fand damals bereits das Modell der Ev. Kirche am Römer in Burbach ein Zuhause. Es war beabsichtigt, noch weitere Modelle von historischen Gebäuden in Burbach erstellen zu lassen. Auch soll künftig die Möglichkeit bestehen – nach Eröffnung der renovierten Alten Vogtei – Bastelbögen zu erwerben, um die historischen Häuser als Kartonmodell nachzubauen. Heute präsentierte der Heimatverein drei weitere Modelle von historischen Gebäuden aus Burbach, nämlich die Alte Vogtei mit Zehntscheune und das angrenzende Haus Herbig. Ein Modell von Haus Dilthey sowie des Landhauses Ilse werden derzeit noch entwickelt.

Mit dem Projekt „HeimatWerken“ ist der Heimatverein bemüht, seine über Jahrzehnte gewachsene Expertise in die Ausgestaltung der neuen Alten Vogtei einzubringen. „Ab sofort wird das detailgetreue und beachtenswerte Modell der Alten Vogtei mit Zehntscheune im Foyer der Sparkasse präsentiert“, teilten Bürgermeister Christoph Ewers und Markus Keggenhoff, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, mit.

Quelle: Gemeinde Burbach, Aktuelles, 21.10.2020