In fünf Leveln zur laufenden Dampfmaschine

LWL-Industriemuseum entwickelt Onlinespiel

Auf ihrer Zeitreise durch die Entwicklung der Dampfmaschine begegnen die Spielerinnen und Spieler vier Erfindern.
Grafik: BOK + Gärtner


Große Erfindungen brauchen manchmal viel Zeit. Bei der Dampfmaschine war das so. Den ersten Schritt machte ein Gelehrter im antiken Griechenland. 2.000 Jahre später brachte die Dampfkraft die industrielle Revolution in Gang und veränderte so die Welt. Im LWL-Industriemuseums kann man wichtige Etappen der Entwicklung jetzt spielerisch entdecken – innerhalb einer guten Viertelstunde. Den kurzweiligen Spaß mit Lerneffekt hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) jetzt unter http://www.dampfmaschinenspiel.lwl.org in Internet gestellt.

Entwickelt hat das LWL-Industriemuseum das Spiel für Kinder ab der 3. Klasse, für Familien und alle, die Spaß am Tüfteln haben. Sie können in fünf Leveln den Erfindern Heron von Alexandria, Denis Papin, Thomas Newcomen und James Watt bei ihren bahnbrechenden Entdeckungen helfen. Mit der Maus oder dem Finger müssen Teile wie Kessel, Kolben, Ventile, Pumpen, Stangen und Räder an die richtige Stelle geschoben werden. Zur Belohnung setzt sich die Maschine in Bewegung. Dazu gibt es persönliches Lob von den Erfindern, weitere Informationen zum Einsatz der Technik, Fotos, Filme und den Pfeil zum nächsten Level. Am Schluss gilt es, Lokführer Klaus bei der Reparatur der Dampflok „Anna“ im LWL-Industriemuseum zu unterstützen.

„Wir möchten Kinder mit unseren vielfältigen Angeboten für die Technik in unseren Museen begeistern, und zwar nicht nur vor Ort, sondern auch im Lockdown zuhause“, so Anja Hoffmann, Referentin für Bildung und Vermittlung im LWL-Industriemuseum. Das gemeinsam mit den Fachleuten im Haus entwickelte Spiel sei unterhaltend, vermittele aber auch Wissen über die Funktionsweise und den Einsatz von Dampfmaschinen. Es kann am heimischen PC, auf dem Handy, im Klassenraum oder auch auf einem Bildschirm im Museum gespielt werden. Für Gestaltung und Programmierung zeichnet die Münsteraner Agentur „BOK + Gärtner“ verantwortlich. Sie stattete die Erfinder mit charakteristischen Merkmalen aus, machte den Maschinen Feuer unter dem Kessel und brachte Lok Anna zum Fahren.

Eingebettet ist das Spiel auf einer Informationsseite zum Thema „Dampf“ im LWL-Industriemuseum unter http://www.lwl-industriemuseum.de/de/digital/dampf. Denn die Dampfkraft spielte auch an den Standorten des Museums eine große Rolle – egal, ob mit ihrer Hilfe Kohle zu Tage gefördert wurde oder Maschinen in Gang gesetzt wurden. Auf der Zeche Nachtigall in Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis) und der Zeche Hannover in Bochum sowie im Textilwerk Bocholt (Kreis Borken) sind noch heute Dampfmaschinen in Funktion zu sehen, allerdings von Elektromotoren angetrieben. Museumsschiffe im Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop (Kreis Recklinghausen) und Lok Anna auf der Zeche Zollern in Dortmund fahren dagegen noch heute wie im Spiel allein mit der vor 2.000 Jahren entdeckten Kraft des Wasserdampfs.

Quelle: LWL, Pressemitteilung, 13.1.2021

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