Literaturhinweis: „Die wackere Gemeinde Schameder. Dorfchronik zum 700-jährigen Jubiläum“

Die vom Heimat- und Verkehrsverein Schameder herausgegebene „Dorfchronik vereint Tradition und Moderne Die umfassende Dorfchronik unseres Ortes stellt die wichtigsten Etappen der 700-jährigen Geschichte Schameders von der Ersterwähnung 1319 bis zur heutigen Zeit ausführlich dar. Angefangen beim Magdalenenhochwasser von 1342 über die Zeit der Bauernunruhen bis hin zu einem spannenden Einblick in das Leben der Dorfbewohner von 1700 bis 1800 wird unsere Geschichte lebendig. Ein detailierter Blick wird natürlich auch auf das 19. Jahrhundert geworfen: Die Zeit war von Not und Armut geprägt und manch Wittgensteiner begab sich auf den Weg in das ferne Amerika, um dort sein Glück zu suchen. Neben der Landwirtschaft ernährte lange Zeit das Fuhrwesen die Bewohner. Große Veränderungen kamen mit dem Bau der Eisenbahn und der damit verbundenen Ansiedlung erster Industriebetriebe ins Wittgensteiner Land. Im 20. Jahrhundert wird der Bogen von den Auswirkungen der beiden Weltkriege und den Wirtschaftswunderjahren bis zur Gebietsreform gespannt. In der heutigen Zeit angekommen, darf eine Darstellung des bunten Lebens in Schameder nicht fehlen – mit einer Vorstellung der Häuser und Höfe, Vereine, Verbände und Organisationen sowie der ortsansässigen Unternehmen. Die Chronik schließt mit einem Rückblick auf das vielfältige und sehr eindrucksvolle Jubiläumsjahr 2019.“

Bibliographische Angaben:
Hardcover, 648 Seiten,
ISBN-13 : 978-3948496081

Lesung: Michaela Küpper „Der Kinderzug“


Am Freitag, 30. Oktober 2020, wird das Museum Wilnsdorf wieder einmal zum Schauplatz einer spannenden und zugleich tiefgründigen Lesung. Denn dann liest Autorin Michaela Küpper aus ihrem Roman „Der Kinderzug“.

Zurückversetzt in das Jahr 1943 tauchen die Zuhörer in das Leben der jungen Lehrerin Barbara Salzmann ein, die eine Gruppe Mädchen im Rahmen der sogenannten Kinderlandverschickung für drei Monate begleiten soll. Am Schicksal der Lehrerin und ihrer Kinder erzählt Michaela Küpper tiefgreifend und atmosphärisch von der Kinderlandverschickung unter dem Nationalsozialismus. Angst, aber auch gespannte Unruhe beherrschen die Gedanken der Kinder, denn sie wissen nicht, was sie erwartet. Es beginnt eine Odyssee, die nicht nur die Kinder, sondern auch Barbara an ihre Grenzen führt, denn mehr und mehr wird sie, die sich bisher aus der Politik herauszuhalten versucht hat, mit den grausamen Methoden und Plänen der Nationalsozialisten konfrontiert – und mit Menschen, die für ihre Ideologie vor nichts zurückschrecken. Als eines der Mädchen verschwindet und ein polnischer Zwangsarbeiter verdächtigt wird, kommt für die junge Lehrerin die Stunde der Entscheidung… Weiterlesen →

Filmabend „Historisches Siegerland“: »Der Eisenwald und 700 Jahre Siegen«

Fr., 30.10.2020, 19:00, KrönchenCenter, Vortragsraum, Markt 25, 57072 Siegen, Eintritt frei

»DER EISENWALD (1953)«
Unter der Regie von Herbert Ladendorff, der später in Siegen als Filmproduzent lebte, drehte der Kameramann Herbert Apelt dieses zeitgeschichtliche Filmdokument, über die Siegerländer Lebens- und Arbeitswelt der frühen fünfziger Jahre. Er zeigt die seit Generationen betriebene Haubergswirtschaft und die Kräfte zehrende und harte körperliche Arbeit des Eisenerzabbaus unter Tage, die den Menschen dort frühzeitig Opfer an Gesundheit und Leben abforderte.
Sprecher Mathias Wieman. Laufzeit: 23 Minuten Weiterlesen →

Zusammenarbeit zwischen Kommunalarchiven und Gedenkstätten

Empfehlung der Bundeskonferenz der Kommunalarchive beim Deutschen Städtetag

Aus der Einleitung: „Das Papier beschäftigt sich mit der Frage von Kooperationen zwischen Archiven und Gedenkstätten. Darunter werden hier gefasst Gedenkstätten und Erinnerungsorte, die der NS-Zeit, der Flucht und Vertreibung nach 1945, der Zeit der Sowjetischen Besat-zungszone bzw. DDR oder der Demokratiebewegung seit dem 19. Jahrhundert gewid-met sind. Ausgangspunkt für die Handreichung war die Beobachtung, dass viele der in den letzten Jahrzehnten entstandenen Gedenkstätten auf das Engagement von Bürgerinitiativen zurückzuführen und teilweise ohne oder mit nur geringer Beteiligung der örtlichen Archive entstanden sind.
Aus dieser Ausgangssituation sind eigene Sammlungen der Gedenkstätten erwachsen, die möglicherweise umfangreicheres Material zu dem von der jeweiligen Gedenkstätte betrachteten Zeitraum aufweisen als die örtlichen Archive selbst. Nachdem Gründung und Aufbau der Gedenkstätten inzwischen vielerorts erfolgreich abgeschlossen sind, stellt sich immer mehr die Frage der dauerhaften Archivierung dessen, was in Gedenkstätten – zunächst insbesondere auch für Dokumentations- und Forschungszwecke bzw. die inhaltliche Gestaltung der Präsentationen und die Erarbeitung des pädagogischen Angebots – gesammelt wurde. Daher rührt der Gedanke, ob es nicht sinnvoll sein könnte, dass das örtliche Archiv und die Gedenkstätten dafür Kooperationen eingehen….“

Link zur PDF-Datei

Video: Otto Piene – Lichtballett

Mit der kürzlich beendeten Ausstellung „Die Sonne kommt näher“ widmete das Museum Haus Konstruktiv Otto Piene eine umfangreiche Solopräsentation. Unter Einbezug der Elemente Licht, Feuer und Luft schuf der Künstler ein einzigartiges Œuvre, das bis heute nichts an Aktualität eingebüsst hat. Pienes Interesse galt besonders dem Medium Licht. Wie konnte es gelingen, Licht und Schatten darzustellen, ohne diese abzubilden? Tauchen Sie gemeinsam mit Evelyne Bucher, Ausstellungs- und Sammlungskuratorin im Museum Haus Konstruktiv, in die Welt eines präzise choreografierten Lichtballetts ein. __ Weitere Informationen: https://www.hauskonstruktiv.ch/

Exkursion: »Kämpfe um den amerikanischen Brückenkopf bei Gosenbach«

Veranstaltungsreihe erinnert an das Kriegsende in der Region

Während sich Populismus, Antisemitismus und Rassismus sich bis weit in die gesellschaftliche Mitte verbreiten, ist es nötiger denn je, aus der Geschichte zu lernen, denn sie ist kein Fall fürs Museum, sie ist ein Schlüssel für die Zukunft. Erinnern bedeutet zugleich die Aneignung der eigenen Vergangenheit als ein Mittel gegen das Verdrängen und Vergessen – denn wer sich erinnert, hat die Chance, aus der Geschichte zu lernen. Grund genug für die Kreisvolkshochschule (KVHS) Altenkirchen, sich dem Thema auch in Corona-Zeiten mit neuen Exkursionen zu Schauplätzen des Krieges hier im Kreisgebiet zu widmen. So sind wieder verschiedene Veranstaltungen unter der Leitung von Ralf Anton Schäfer aus Betzdorf vorgesehen, die sich auf die Spuren der letzten Kriegsmonate in der Region begeben.

Der nächste Termin: Samstag, 17. Oktober. Ab 14 Uhr geht es um „Kämpfe um den amerikanischen Brückenkopf bei Gosenbach“. Treffpunkt ist der Friedhof in Achenbach (Achenbacher Straße in Siegen-Achenbach). Während der Exkursion wird eine Wegstrecke von knapp acht Kilometern – rund vier Stunden – zurückgelegt. Weiterlesen →

Stadtspaziergang entlang der „Stolpersteine“ auf der Hammerhütte

am Sonntag, 18.10.20

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerlande lädt zu einem Stadtspaziergang entlang der „Stolpersteine“ auf der Hammerhütte ein. Anhand der verlegten Steine wird an die Biographien von Holocaust-Opfern, die in dem Viertel gewohnt haben, erinnert. Zudem wird der Referent, der katholische Vorsitzende der Gesellschaft Werner Stettner, Informationen zur Geschichte des jüdischen Lebens im Siegerland geben.

Treffpunkt ist der Parkplatz vor der Gaststätte „Zur Hammerhütte“, Kirchweg 79, Siegen. Die Führung beginnt um 15 Uhr und dauert ca. 90 Minuten.
Um Anmeldung mit vollständigem Namen wird bis zum 14.10.20 per Mail an cjz.siegen@t-online.de gebeten. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Die Teilnahme ist kostenfrei!

„Aus Feinden wurden Freunde – 30 Jahre Armee der Einheit“

„Die überraschend verkündete Öffnung der innerdeutschen Grenze im Jahr 1989 führte zum Zusammenbruch des DDR-Regimes. In den Zwei-plus-Vier-Verhandlungen, welche erst am 12. September 1990 abgeschlossen werden konnten, wurde über die Zukunft eines gesamtdeutschen Staates entschieden. Die Wiedervereinigung nahm Gestalt an – die konkreten Maßnahmen zur Umsetzung mussten noch definiert werden, wie beispielsweise die Herauslösung der Nationale Volksarmee aus dem Warschauer Pakt zum 24. September desselben Jahres.

Oberst Richardt und Hauptmann außer Dienst Dummler wischen die innerdeutsche Grenze von der Tafel im Januar 1990.

Auswischen der Grenze im Januar 1990 von Oberst Richardt und Hauptmann a. D. Dummler im Bunker „Erich“ in Erndtebrück Bundeswehr/Archiv

Mit der Auflösung der Nationale Volksarmee musste auch eine Entscheidung zur Souveränität des deutschen Luftraums über den neuen Bundesländern einhergehen. Zunächst bestand die Sowjetunion darauf, die Sicherung und Überwachung dieses Luftraums selbst zu übernehmen – solange bis der Abzug der sowjetischen Streitkräfte zum Ende des Jahres 1994 abgeschlossen sei. Diese Forderung konnte in den folgenden diplomatischen Verhandlungen verworfen werden: Die vereinte Republik sollte ihren Luftraum selbstständig über dem gesamten Bundesgebiet überwachen. Weiterlesen →

Vortrag Dr. Matthias Plaga Verse: „Siegerländer Frömmigkeitstradition zwischen Pietismus und Neupietismus“

14.10.2020, 19:30 Uhr, Ev. Gemeindezentrum (GMZ), Rödgener Str.109A, 57234 Wilnsdorf-Rödgen

Aufgezeigt wird, wie in der Geschichte der Siegerländer Gemeinschaftsbewegung unterschiedliche pietistische Traditionen zusammen geflossen sind. Nachzeichnen lassen sich dabei sowohl kirchenkonforme, als auch separatistische Tendenzen.

Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich (begrenzte Plätze). Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Spende ist herzlich willkommen.

E-Mail: heike.dreisbach@kirchenkreis-siegen.de
Quelle: Ev. Kirchenkreis Siegen, Termine