Siegen: Alternativer Stadtrundgang

Sonntag, 22. September, 15.30-17.00 Uhr, Treffpunkt: Eingang KrönchenCenter, Markt 25

“Der Gang führt entlang der Geschäfte ehemaliger jüdischer Inhaber, der Stolpersteine und politischer Denkmäler. Thematisiert werden Diskriminierung, Verfolgung bis hin zur Ermordung sowie Widerstand und Flucht. Es werden historische Fotos gezeigt.”

Leitung: Traute Fries, Klaus Merklein
Teilnehmerbeitrag: 5 €

Quelle: Aktives Museum Südwestfalen, Veranstaltungen

Vortrag: “100 Jahre VHS Die Geschichte der Volkshochschule bundesweit und in Siegen”

Fr. 20.09.2019, 18:00, Markt 25, 57072 Siegen, KrönchenCenter, Vortragsraum
Dozentin: Dr. Donatella Chiancone-Schneider

Wie entstand die deutsche Volkshochschule, welche Vorbilder hatte sie im In- und Ausland, welche Identität hat sie im Laufe der Jahrzehnte entwickelt? Der Vortrag illustriert die lange und differenzierte Geschichte einer allgegenwärtigen Institution, die praktisch ein noch lebender Teil der Weimarer Republik ist. Diese Präsentation berücksichtigt sowohl die allgemeine Geschichte dieser Einrichtung ab 1919, als rund 150 Volkshochschulen in ganz Deutschland gegründet wurden, als auch die lokale Historie von Siegen. In beiden Fällen werden weniger bekannte, aber repräsentative Aspekte der VHS-Entwicklung wie der Kunstunterricht im Wandel der Generationen und die weibliche Beteiligung an den Bildungsangeboten als Dozentinnen und Studentinnen vertieft.
Quelle: VHS Siegen, Programm

»Ungesehen – Lebensgeschichten von Sinti und Roma in Nordrhein-Westfalen«

Ausstellung ab 23. September im Kreishaus-Foyer

Autor: bikup gemeinnützige GmbH

Über Sinti und Roma wissen viele Menschen heutzutage immer noch sehr wenig und einige Vorurteile halten sich hartnäckig. Die Vielfalt der Lebenswege, die die in Deutschland lebenden Sinti und Roma beschreiten, ist vielen Menschen unbekannt. Doch warum ist das so? Warum kennen wir nicht die Anwältin, den Flüchtling, die Zugewanderten, den Journalisten, den Dirigenten, die Frau, die um ihre Kinder kämpft?

Die Ausstellung „Ungesehen – Lebensgeschichten von Sinti und Roma in Nordrhein-Westfalen“ geht diesen Fragen auf den Grund. Sie wird am Montag, 23. September 2019, um 18:00 Uhr mit einem kleinen Imbiss und musikalischer Umrahmung im Foyer des Kreishauses in Siegen eröffnet. Weiterlesen

Fotoausstellung: “Verlorengegangene Berufe”

19.09.2019 bis zum 10.11.2019 Uhrzeit: zu den Öffnungszeiten des Rathauses Weidenau, Weidenauer Straße 211-213, 57076 Siegen

Bild zur Veranstaltung Fotoausstellung: Verlorengegangene BerufeDurch die Industrialisierung, Automation und das Zeitalter der IT-Entwicklung gingen viele Berufe verloren. Diese Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten und droht weiterhin dutzende Berufe zu verdrängen. Ziel der Foto-Ausstellung ist es, verlorengegangene Berufe im Bild festzuhalten und den Betrachtern vorzustellen. Dazu sollen einige Berufe (z.B. Hufschmied, Galvanisator von Kupfertöpfen, Schuhmacher oder Bergmann) aus dem nordwestlichen Gebiet der Türkei um Zonguldak und der Montanregion Siegerland verglichen werden, um Parallelen hervorzuheben.

Veranstalter: Veranstalter der Interkulturellen Tage (Universitätsstadt Siegen und Integrationsrat sowie Atatürkverein Siegerland e. V.)

Kontakt: Integratonsbeauftrager Torsten Büker
Telefon: 0271/404-1400
E-Mail: t.bueker@siegen.de

Quelle: Stadt Siegen, Informationsflyer “Interhulruelle Tage”

Internationale Tagung zum Altarbild “Kreuzabnahme” von Peter Paul Rubens

Siegerlandmuseum, 16. September um 8:00 – 17. September um 17:00
Die-kreuzabnahme-rubens
via WikimediaCommons

Teilnehmer:
Prof. Dr. Arnout Balis, Antwerpen
Prof. Dr. Ulrich Heinen, Wuppertal
Prof. Dr. Joseph Imorde, Siegen
David Jaffè`, London
Dr. Joost vander Auwera, Brüssel

“…. Das Symposium sucht Antworten u. a. auf diese Fragen: Welche Rolle spielt das Gemälde in der Entwicklung der Kunst des frühen Rubens? Wie sehen mögliche Vorbilder aus? Handelt es sich um das Original des Altarbildes aus der Privatkapelle der Gonzaga in Mantua? Prof. Dr. Ursula Blanchebarbe, Leiterin des Siegerlandmuseums, wird zudem im Rahmen der Tagung die Geschichte der Rubens-Sammlung in Rubens’ Geburtsstadt nachzeichnen. Aus organisatorischen Gründen bittet das Museum für beide Tage um Anmeldung. ….”

Quelle: Siegener Zeitung, 19.7.2019

Link zum Tagungsprogramm

s.a. siwiarchiv v. 6.3.2018

Literaturhinweis: Marie-Luise Recker: “Parlamentarismus in der Bundesrepublik Deutschland

Der Deutsche Bundestag 1949-1969″
727 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-7700-5341-4

“Mit dieser Studie wird die Rolle des Deutschen Bundestages im Regierungssystem der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren von 1949 bis 1969 untersucht. Hierbei stehen die Funktions- und Arbeitsweise des westdeutschen Parlaments, seine Rolle als Gesetzgeber und als Kontrolleur der Regierung sowie das Mit- und Gegeneinander von Regierungs- und Oppositionsfraktionen im Zentrum der Darstellung. Auch Lebenswelt und Sozialprofil der Parlamentarier werden beleuchtet. Ihre Grundlage bildet der umfangreiche Bestand an Quellen aus dem Parlaments- und den Parteiarchiven, aber auch aus anderen Bereichen. Weiterlesen

Jubiläumsausstellung “original bauhaus”

bis zum 27. 1. 2020 in der Berlinischen Galerie, Alte Jakobstraße 124 – 128, Berlin

Links: Haus Am Horn, Weimar, Architekt: Georg Muche, Foto: Atelier Hüttich-Oemler, 1923, Bauhaus-Archiv Berlin, rechts, Landhaus Ilse, Gemeinde Burbach

Das Bauhaus bestand in Deutschland nur 14 Jahre, seine Ideen werden jedoch seit 100 Jahren weitergetragen, seine Produkte neu aufgelegt, imitiert oder weiterentwickelt. Anlässlich des 100. Gründungsjubiläums des Bauhauses zeigt die Ausstellung des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung in der Berlinischen Galerie über 1.000 berühmte, bekannte und vergessene Bauhaus-Originale und erzählt die Geschichte hinter den Objekten. Zu sehen sind Kunst und Design aus den Beständen des Bauhaus-Archivs, besondere Leihgaben aus internationalen Sammlungen und künstlerische Positionen, die das Bauhaus-Erbe neu betrachten.
Ausgehend von 14 Schlüsselobjekten entfaltet die Ausstellung 14 Fallgeschichten: Wie wurde die Sitzende im Stahlrohrsessel zur berühmtesten Unbekannten des Bauhauses? Hat das Haus Am Horn in Weimar einen heimlichen Zwilling? Wieso blieb Marianne Brandts Tee-Extraktkännchen, als Prototyp für die Industrie
geschaffen, immer Unikat? original bauhaus beleuchtet, wie Unikat und Serie, Remake und Original in der Geschichte des Bauhauses unzertrennlich verbunden sind. Denn für die Bauhaus-Künstler*innen waren Kunst und Technik keine Gegensätze. Vielmehr haben sie technische Innovationen genutzt, um einzigartige Kunstwerke zu schaffen, und die serielle Fertigung bei ihren Gestaltungsentwürfen von Anfang an mitgedacht. Weiterlesen

Lehrer*innen zwischen 1933 bis 1945 im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein – eine Überarbeitung.

Seit 2012 sind biographische Einträge zu Lehrer*innen, die in der Zeit des Nationalsozialismus im Kreisgebiet gewirkt haben, ein fester Bestandteil auf siwiarchiv – so z. B. 2012 Simon Grünewald, 2013 Lothar Irle, 2014 Lotte Friese-Korn und Adolf Wurmbach, 2015 Otto Krasa, 2016 Ernst Dieckmann, 2018 Hedwig Heinzerling und Reinhard Lüster sowie zuletzt Josef Kloth. Einige der Eintrage wurden intensv diskutiert und ergänzt.

2014 hat siwiarchiv eine erste Lehrerdokumentation vorgelegt und eine Gruppenbiographie vorgeschlagen; übrigens immer noch eine Desiderat, wie z. B. dieses zeitgenössische Publikation zeigt. Dazu wurden damals lediglich die Angaben des regionalen Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreises Siegen und Wittgenstein ausgewertet. Diese Zusammenstellung hat einen deutlichen Fokus auf die “Täter*innen” unter den Pädagog*innen.

Für die Einarbeitung der zwischenzeitlich existierenden Onlineangebote zu regionalen “Opfern” des Nationalsozialismus und zum regionalen “Widerstand” im Nationalsozialismus sowie die der vor mehr als 2 Jahren auf siwiarchiv vorgestellen Preußische Lehrerdatenbank der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung, Abteilung des Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation in Berlin, fehlte bislang die Zeit.

Die Einarbeitung der drei genannten Datensammlungen in die bestehende Liste ist nun im Rahmen eines Praktikums im Kreisarchiv erfolgt: Lehrer3345Aug2019 Danke an M.C.!

Wie muss es nun weitergehen? Weiterlesen

Ausstellung : “Käferträume & Schlossbesuche – Experimente zu Franz Kafka in Bild und Buch”

Eine Ausstellung von Marianne Demmer und Christian W. Thomsen, gezeigt in der Passage der Teilbibliothek Unteres Schloß (US) der Universität Siegen bis 27. September 2019

Mit seinem Werk hat der deutschsprachige Schriftsteller Franz Kafka nicht nur Weltruhm und Aktualität bis auf den heutigen Tag erlangt, seine Erzählungen und Romane provozierten sogar die Entstehung eines eigenen Adjektivs: ‚kafkaesk‘ beschreibt – so der Duden – Schilderungen, die „auf unergründliche Weise bedrohlich“ wirken.
Es ist dieses Unergründliche, was Marianne Demmer, Künstlerin und Mitglied des Hochschulrats der Universität Siegen, und den langjährigen Anglistikprofessor und ehemaligen Gründungssenator der Universität Christian W. Thomsen bereits 2018 reizte, sich mit dem Werk Franz Kafkas zu beschäftigen und gemeinsam in Kreuztal eine Ausstellung zu realisieren.
Im Mittelpunkt standen zunächst Kafkas „Brief an den Vater“ (1919) und die Erzählung „Die Verwandlung“ (1912), die Demmer als Traumschilderung interpretierte und in immer neue, groteskere Verwandlungs- und Käferbilder zu transformieren wusste. Ihre Assoziationen, die sie als digitale Computerbearbeitungen – als sogenannte DigiArt – mit hellen, warmen und kräftigen Tönen umsetzt, erlauben einen kraftvollen, positiven und bisweilen humoristischen Blick auf Kafka und sein Werk. Ihr differenzierter Blick auf Kafka sieht in ihm nicht nur den Schmerzensmann, sondern auch den analysierenden und sezierenden rebellischen Geist. Weiterlesen