Offener Brief: Konsequentes Vorgehen gegen KI-generierte Holocaust-Verfälschungen auf Social-Media-Plattformen

In den Sozialen Netzwerken tauchen in den letzten Monaten immer mehr massenhaft mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellte Inhalte mit Bezug zum Nationalsozialismus auf, die keine historischen Ereignisse abbilden, sondern frei erfunden sind. Diese umgangssprachlich als AI-Slop bezeichneten Inhalte zeigen beispielsweise vermeintliche Situationen in nationalsozialistischen Lagern oder bei deren Befreiung. Diese zeichnen ein extrem verzerrtes und falsches Bild. Beispielsweise kursieren KI-generierte Bilder, die ein angebliches Wiedersehen zwischen Gefangenen und Befreiern zeigen, oder erfundene Szenen weinender Kinder hinter Stacheldraht. Mit Künstlicher Intelligenz werden hier Inhalte erstellt, die aus Versatzstücken historischer Fakten und emotionalisierter Fiktion bestehen.
Hinter diesen Inhalten stehen unterschiedliche Motive: Zum einen nutzen sogenannte Content-Farmen die emotionale Wucht des Holocaust, um mit minimalem Aufwand maximale Reichweite zu erzielen. Ein Geschäftsmodell, das auf Klicks und Werbeeinnahmen basiert. Zum anderen werden diese Inhalte gezielt eingesetzt, um historische Fakten zu verwässern, Opfer- und Täterrollen zu verschieben oder revisionistische Narrative zu verbreiten. Die Algorithmen der Plattformen begünstigen dabei emotional aufgeladene Inhalte, unabhängig von deren Wahrheitsgehalt. Weiterlesen

Zeitreisende – Einblicke in die Arbeit des westfälischen Filmarchivs

Folge 3: Wiederbeleben und Zeigen

„Die dritte und letzte Folge der dokumentarischen Serie begleitet die Archivare des LWL-Medienzentrums beim letzten Schritt ihres Arbeitsprozesses: Nach der aufwendigen Restaurierung und Digitalisierung des historischen Filmmaterials wird nun die Wiederveröffentlichung vorbereitet. Wie wird das historische Material im Medienzentrum wiederbelebt?
Neben der Lagerung und Erschließung von historischem Filmmaterial, setzt sich das Filmarchiv im LWL-Medienzentrum ebenfalls das Ziel, die erschlossenen Filme für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Dafür wird das Material aufwendig aufbereitet und nachbearbeitet, um es dann auf verschiedensten Wegen zu präsentieren – sei es bei einer öffentlichen Filmvorstellung oder auf dem YouTube-Kanal „Westfalen im Film“. So zeigt die Episode, wie das Team im Filmarchiv des LWL-Medienzentrums dabei hilft, Stücke westfälischer Geschichte am Leben zu erhalten. „

Protokolle der Provinzialsynoden im Archivportal NRW

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Seit dieser Woche stehen im Archivportal NRW die Digitalisate der Protokolle der westfälischen Provinzialsynoden (1819, 1835-1934), der westfälischen Bekenntnissynoden (1934-1936) und der ersten Landessynoden der Evangelische Kirche von Westfalen (1948-1949) zur Verfügung. Weitere Digitalisate der Landessynoden werden in den nächsten Monaten folgen.

https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=FINDBUCH-Best_10abb9ee-78a3-4d9f-b748-f7c5a912bcb4

In der Verzeichnung zu dem Bestand LkA EKvW 29.3 finden sich neben den Angaben zu Ort und Datum der jeweiligen Synoden auch die alphabetischen Register der Verhandlungen (soweit vorhanden), über die konkrete Sachbetreffe recherchiert werden können.

Die Westfälischen Provinzialsynoden tagten nach Einführung der Rheinisch-Westfälischen Kirchenordnung 1835 in der Regel alle drei Jahre über kirchliche Belange und berieten über Anträge der Kreissynoden. Sie setzte sich zusammen aus den Superintendenten der Provinz und aus geistlichen und nichtgeistlichen Abgeordneten der Kreissynoden.

Online: Adressbuch der Stadt und des Kreises Siegen 1919/1920

Die Universitäts- und Landesbibliothek hat kürzlich das Adressbuch der Stadt und des Kreises Siegen 1919/1920 online verfügbar gemacht.
Als Folge der Cyberattacke sind die Adressbücher des Stadtarchivs Siegen nicht über das NRW-Archivportal abrufbar.

Online: Gutachten zur Online-Bereitstellung rechtebewehrter Archiv-Objekte

Der Ausschuss „Archive und Recht“ der Konferenz der Leiterinnen und Leiter der Archivverwaltungen des Bundes und der Länder (KLA) hat im Mai 2025 das Gutachten zur Online-Bereitstellung rechtebewehrter Archiv-Objekte online verfügbar gemacht. Es dient Archiven zur Orientierung bei der Online-Stellung von Erschließungsinformationen und Archivalien.

Online-Vorträge: ARD Retro & Public Value: ARD Retro – Zurück in die Zukunft & Was macht die ARD wertvoll?

Donnerstag • 06.11.2025 • 18:00 – 19:30 Uhr, Doppeltermin (2 x 30 min. zzgl. Fragen)

ARD-Retro: Zurück in die Zukunft. Wie ist es denn eigentlich gewesen? Archivöffnung lässt reinsehen und reinhören in die Fakten von damals
Sparen, Papst-Wahl, Inflation, Wiederaufrüstung, Fluchtbewegungen oder rasante gesellschaftliche Umwälzungen in Städten und Gemeinden: Alles Nachrichten von heute? Richtig – doch zugleich waren es Themen, die in den 1950er und 1960er Jahren die Gemüter bewegten – medial begleitet von den Reporter*innen aus dem großen regionalen Netz der ARD direkt vor Ort – Tag für Tag. Vor allem die historische Regionalberichterstattung in Magazinen wie der „Abendschau“ vermittelt uns heute wie kaum andere Quellen den Zeitgeist einer Gesellschaft im Aufbruch und im Wandel, den Alltag der Menschen in allen Facetten.
ARD Retro – das Archivöffnungsprojekt des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks – bringt diese Originalaufnahmen online. Beiträge der regionalen Berichterstattung bis in das Jahr 1965 sind seit 2020 in stetig wachsender Anzahl zu jeder Zeit kostenlos und dauerhaft auf den Streaming-Plattformen der ARD Mediathek und seit 2022 auch in der ARD Audiothek abrufbar. Die Beitragszahler*innen bekommen ihr Programm „zurück“. Unter dem Label „Retro DDR Spezial“ werden zusätzlich Inhalte des Deutschen Rundfunkarchivs wie die „Aktuelle Kamera“ zugänglich gemacht.
In unserem digitalen Workshop bieten wir einen Blick hinter die Kulissen der ARD-Archivöffnung, geben Tipps für die inhaltliche Orientierung in den mittlerweile über 20.000 Beiträgen. Entdecken Sie mit uns gemeinsam das audiovisuelle Gedächtnis der 50er und 60er Jahre! Informatives von gestern als Inspiration für heute – Zeitgeschichte hautnah! Weiterlesen

Ausstellung: Blacklisted – Bücherverbote in den USA und Deutschland


Bücher sind ein Kulturgut, man verbindet Aufklärung, Kindheit und Erinnerungen sowie das Eintauchen in ferne, fremde, fantastische Welten mit ihnen. Doch was darf man heutzutage überhaupt noch lesen? Auf welche Bücher kann man seine Kinder loslassen? Und mit welchen Büchern dürfen die Lehrer*innen heute überhaupt noch in der Schule arbeiten, ohne mit dem Aufschrei der Eltern rechnen zu müssen?
Besonders in den USA verschwinden immer mehr Bücher von der Bildoberfläche. Sie landen auf schwarzen Listen und müssen aus den Regalen der Schulbibliotheken entfernt werden. Auf diesen Listen der „Banned Books“ stehen unter anderem auch sehr bekannte Bücher. Dazu gehören beispielsweise historisch prägnante Werke wie „Das Tagebuch der Anne Frank“, die populäre Jugendbuchreihe „Twilight“ oder der Horrorklassiker „Carrie“. Doch nicht nur in Amerika ist der Umgang mit Bücherverboten ein wichtiges Thema – auch in Deutschland ist es von großer Relevanz. Weiterlesen