VHS-Kurs: Lesen alter Handschriften – Teil 6

ab Mo., 11.02.2026, 19:00 – 20:30 Uhr, 9 Vormittage
Alte Schule Diedenshausen, Johannes.-Althusius-Str. 5, 57319 Bad Berleburg
Klaus Homrighausen, 54,00 €


Wer hat nicht schon einmal auf dem Dachboden oder in Schubladen alte Poesiealben, handschriftliche Kochrezepte oder Briefe gefunden, die er nicht entziffern konnte? Das lernen und üben wir in diesem Kurs. Er vermittelt Kenntnisse in der Sütterlin-Handschrift und deutschen Kurrentschrift. Schriftbeispiele sind Auszüge aus Kirchenbüchern, Prozessen und anderen Gerichtsverfahren, historische Dokumente wie Verträge, Testamente, Urkunden oder auch handschriftliche Tagebücher. Dabei werden auch geschichtliche Hintergründe beleuchtet. Wenn es um Ortsgeschichte geht, sind oft auch Einblicke in die eigene Familiengeschichte möglich.
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Kursinfo

VHS-Kurs: Lesen alter Handschriften – Teil 12

ab Mo., 09.02.2026, 09:30 – 11:00 Uhr, 9 Vormittage
Alte Schule Diedenshausen, Johannes.-Althusius-Str. 5, 57319 Bad Berleburg
Klaus Homrighausen, 54,00 €


Für Fortgeschrittene, aber auch für Seiteneinsteiger möglich.
Neben dem üblichen Entziffern der alten Schriftbeispiele geht es auch um Abkürzungen – über 10.000 sind bekannt -, um Wortendungssymbole und auch die Entwicklung von Wortbedeutungen.
Die Textbeispiele aus den beiden Wittgensteiner Archiven, hiesigen Kirchenbüchern und privaten Dokumentationen, so dass außer der Pflege der eigentlichen Lesekompetenz auch tiefere Einblicke in die heimische Geschichte und geschichtliche Zusammenhänge möglich sind, was wiederum einen Beitrag dazu leisten kann, die eigene Familienforschung voranzutreiben.
Quelle:: VHS Siegen-Wittgenstein, Kursinfo

Aus der Archivarbeit: Marie Oetling (1877 – 1943) – eine neutrale Lehrerin?

Quelle: Das Volk, 31. Dezember 1918

Bei der Beantwortung einer Recherche zu Marie Oetling, Lehrerin am Siegener Lyzeum, wurde u. a. obige Veranstaltungsankündigung aufgefunden, die ihre frühe politische Betätigung belegt. Über ihre Verabschiedung berichtete die Siegener Nationalzeitung am 31. Oktober 1936:
“ …. Die in den Ruhestand tretende Pädagogin ist nicht nur eine vorbild­liche und verdienstvolle Lehrerin gewesen, son­dern sie darf sich mit Stolz zu den ersten Frauen zählen, die im Siegerland der NSDAP beigetreten sind und die sich mit gro­ßer Leidenschaft für die völkische Idee einge­setzt haben. ….“
Oetling wurde 1877 in Oldenburg geboren. Im Mai 1898 legte sie die Lehrerinnenprüfung für den Untericht an höheren Mädchenschulen ab. Bis 1910 unterrichtete Oetling an verschiedenen häheren Mädchenschule, u.a. auch in Siegen (1906?). Anschließend studierte sie bis 1915 an den Universitäten Münster, Rostock, Halle, Leipzig sowie Greifswald. Im April 1915 legte sie die Lehramtsprüfung für Religion Deutsch und Geschichte ab. In Siegen trat Oetling ihre erste Stelle als wissenschaftliche Hilfslehrerin an. Die Beförderung zur Studienrätin („Oberlehrerin“) erfolgte 1920. Bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand im November 1936 blieb sie am hiesigen Mädchengymnasium. Am 19. Dezember 1943 verstarb Marie Oetling in Siegen und wurde auf dem Hermelsbacher Friedhof beigesetzt. Weiterlesen

Offener Brief: Konsequentes Vorgehen gegen KI-generierte Holocaust-Verfälschungen auf Social-Media-Plattformen

In den Sozialen Netzwerken tauchen in den letzten Monaten immer mehr massenhaft mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellte Inhalte mit Bezug zum Nationalsozialismus auf, die keine historischen Ereignisse abbilden, sondern frei erfunden sind. Diese umgangssprachlich als AI-Slop bezeichneten Inhalte zeigen beispielsweise vermeintliche Situationen in nationalsozialistischen Lagern oder bei deren Befreiung. Diese zeichnen ein extrem verzerrtes und falsches Bild. Beispielsweise kursieren KI-generierte Bilder, die ein angebliches Wiedersehen zwischen Gefangenen und Befreiern zeigen, oder erfundene Szenen weinender Kinder hinter Stacheldraht. Mit Künstlicher Intelligenz werden hier Inhalte erstellt, die aus Versatzstücken historischer Fakten und emotionalisierter Fiktion bestehen.
Hinter diesen Inhalten stehen unterschiedliche Motive: Zum einen nutzen sogenannte Content-Farmen die emotionale Wucht des Holocaust, um mit minimalem Aufwand maximale Reichweite zu erzielen. Ein Geschäftsmodell, das auf Klicks und Werbeeinnahmen basiert. Zum anderen werden diese Inhalte gezielt eingesetzt, um historische Fakten zu verwässern, Opfer- und Täterrollen zu verschieben oder revisionistische Narrative zu verbreiten. Die Algorithmen der Plattformen begünstigen dabei emotional aufgeladene Inhalte, unabhängig von deren Wahrheitsgehalt. Weiterlesen

Zeitreisende – Einblicke in die Arbeit des westfälischen Filmarchivs

Folge 3: Wiederbeleben und Zeigen

„Die dritte und letzte Folge der dokumentarischen Serie begleitet die Archivare des LWL-Medienzentrums beim letzten Schritt ihres Arbeitsprozesses: Nach der aufwendigen Restaurierung und Digitalisierung des historischen Filmmaterials wird nun die Wiederveröffentlichung vorbereitet. Wie wird das historische Material im Medienzentrum wiederbelebt?
Neben der Lagerung und Erschließung von historischem Filmmaterial, setzt sich das Filmarchiv im LWL-Medienzentrum ebenfalls das Ziel, die erschlossenen Filme für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Dafür wird das Material aufwendig aufbereitet und nachbearbeitet, um es dann auf verschiedensten Wegen zu präsentieren – sei es bei einer öffentlichen Filmvorstellung oder auf dem YouTube-Kanal „Westfalen im Film“. So zeigt die Episode, wie das Team im Filmarchiv des LWL-Medienzentrums dabei hilft, Stücke westfälischer Geschichte am Leben zu erhalten. „

Protokolle der Provinzialsynoden im Archivportal NRW

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Seit dieser Woche stehen im Archivportal NRW die Digitalisate der Protokolle der westfälischen Provinzialsynoden (1819, 1835-1934), der westfälischen Bekenntnissynoden (1934-1936) und der ersten Landessynoden der Evangelische Kirche von Westfalen (1948-1949) zur Verfügung. Weitere Digitalisate der Landessynoden werden in den nächsten Monaten folgen.

https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=FINDBUCH-Best_10abb9ee-78a3-4d9f-b748-f7c5a912bcb4

In der Verzeichnung zu dem Bestand LkA EKvW 29.3 finden sich neben den Angaben zu Ort und Datum der jeweiligen Synoden auch die alphabetischen Register der Verhandlungen (soweit vorhanden), über die konkrete Sachbetreffe recherchiert werden können.

Die Westfälischen Provinzialsynoden tagten nach Einführung der Rheinisch-Westfälischen Kirchenordnung 1835 in der Regel alle drei Jahre über kirchliche Belange und berieten über Anträge der Kreissynoden. Sie setzte sich zusammen aus den Superintendenten der Provinz und aus geistlichen und nichtgeistlichen Abgeordneten der Kreissynoden.

Online: Adressbuch der Stadt und des Kreises Siegen 1919/1920

Die Universitäts- und Landesbibliothek hat kürzlich das Adressbuch der Stadt und des Kreises Siegen 1919/1920 online verfügbar gemacht.
Als Folge der Cyberattacke sind die Adressbücher des Stadtarchivs Siegen nicht über das NRW-Archivportal abrufbar.

Online: Gutachten zur Online-Bereitstellung rechtebewehrter Archiv-Objekte

Der Ausschuss „Archive und Recht“ der Konferenz der Leiterinnen und Leiter der Archivverwaltungen des Bundes und der Länder (KLA) hat im Mai 2025 das Gutachten zur Online-Bereitstellung rechtebewehrter Archiv-Objekte online verfügbar gemacht. Es dient Archiven zur Orientierung bei der Online-Stellung von Erschließungsinformationen und Archivalien.