#everynamecounts-Challenge zum Holocaust-Gedenktag 2026

Freiwillige können an Menschen erinnern, die aus Belgien und Frankreich nach Auschwitz deportiert wurden

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Auch 81 Jahre später ist die Aufarbeitung der historischen Quellen und die Dokumentation der Namen der Ermordeten noch nicht abgeschlossen. Um die Erinnerung an jedes einzelne Schicksal zu bewahren, rufen die Arolsen Archives zum kommenden Holocaust-Gedenktag zur Challenge #everynamecounts auf. Ziel ist es, gemeinsam noch nicht digitalisierte Informationen von rund 58.000 Dokumenten zu erfassen. Im Fokus stehen in diesem Jahr Dokumente vom Archivdienst für Kriegsopfer aus dem Belgischen Staatsarchiv.

Karteikarten über Männer, Frauen und Kinder, die als Juden, Sinti und Roma verfolgt wurden

Die Kartei enthält wertvolle Hinweise zu den NS-Opfern, die die SS vielfach über das Sammellager Mechelen in Belgien oder verschiedene Lager in Frankreich wie Drancy nach Auschwitz deportierte. Die Karten wurden zwischen 1941 und 1944 vom Sicherheitsdienst der deutschen Sicherheitspolizei (Sipo-SD) erstellt.

Unter den Deportierten war auch die 18-jährige Wienerin Edith Fuchs. Sie war mit ihrem Vater und zwei Geschwistern nach Brüssel geflohen, nachdem das nationalsozialistische Deutschland im Jahr 1938 Österreich annektiert hatte. Im Oktober 1942 wurde Edith verhaftet und in die Dossin-Kaserne in Mechelen (Belgien) verschleppt. Die Kaserne liegt auf halber Strecke zwischen Brüssel und Antwerpen, heute befinden sich hier eine Gedenkstätte und ein Museum. In der Kaserne trieb die SS als jüdisch verfolgte Menschen sowie Sinti und Roma für die Deportation in die Vernichtungslager zusammen. Acht Tage nach ihrer Verhaftung wurde Edith Richtung Auschwitz deportiert und dort, wie ihr Vater, direkt ermordet.

Die Kartei aus Brüssel enthält auch Karten zu Menschen, die untertauchen oder fliehen konnten und so der Deportation entkamen.

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Online: Siegerländer Zeitungen

Ausschnitt aus der Startseite des Projektes (Screenshot)

„In der letzten Woche ist eine Reihe von Zeitungen aus Siegen und dem Siegerland in das Portal eingestellt worden. Die Zeitungen sind jemals von Originalen des Stadtarchivs Siegen digitalisiert worden.

Deutsches Bürgerblatt. Diese Zeitung ist in Siegen erschienen, digitalisiert und online gestellt sind Ausgaben der Jahr 1844-1847.
https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/titleinfo/30165747

Sieg-Lahn-Zeitung: Laut Untertitel ein „Organ für die landwirthschaftlichen und gewerblichen Interessen des Siegerlandes und benachbarter Kreise“. Eingestellt sind 13 Jahrgänge aus der Zeit von 1885-1897 sowie eine Probeausgabe von 1884. Die Zeitung erschien dreimal wöchentlich in Siegen.
https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/titleinfo/30179444

Hellerthaler Zeitung: Ein Blatt mit langer Laufzeit. Eingestellt sind die Jahrgänge 2.1896-49.1941. Vorläufige Einstellung wie viele andere Zeitungen auch am 31. Mai 1941. Wiederaufnahme des Erscheinens am 2. Dezember 1950. Die letzte digitalisierte Ausgabe datiert auf den 27. Dezember 1952.
https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/30021589

‚Der Beobachter für die Lande an Sieg und Dill, an Lahn, Leine und Eder’ ist eine Parteizeitung der Deutschen Volkspartei (DVP), die zu Beginn der Weimarer Republik wöchentlich in Siegen erschien. Digitalisiert und ins Portal eingestellt sind Ausgaben der Jahre 1920-1922.
https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/titleinfo/30165581
Quelle: Zeitungsportal NRW, Facebook-Eintrag, 18.1.26

Offener Brief: Konsequentes Vorgehen gegen KI-generierte Holocaust-Verfälschungen auf Social-Media-Plattformen

In den Sozialen Netzwerken tauchen in den letzten Monaten immer mehr massenhaft mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellte Inhalte mit Bezug zum Nationalsozialismus auf, die keine historischen Ereignisse abbilden, sondern frei erfunden sind. Diese umgangssprachlich als AI-Slop bezeichneten Inhalte zeigen beispielsweise vermeintliche Situationen in nationalsozialistischen Lagern oder bei deren Befreiung. Diese zeichnen ein extrem verzerrtes und falsches Bild. Beispielsweise kursieren KI-generierte Bilder, die ein angebliches Wiedersehen zwischen Gefangenen und Befreiern zeigen, oder erfundene Szenen weinender Kinder hinter Stacheldraht. Mit Künstlicher Intelligenz werden hier Inhalte erstellt, die aus Versatzstücken historischer Fakten und emotionalisierter Fiktion bestehen.
Hinter diesen Inhalten stehen unterschiedliche Motive: Zum einen nutzen sogenannte Content-Farmen die emotionale Wucht des Holocaust, um mit minimalem Aufwand maximale Reichweite zu erzielen. Ein Geschäftsmodell, das auf Klicks und Werbeeinnahmen basiert. Zum anderen werden diese Inhalte gezielt eingesetzt, um historische Fakten zu verwässern, Opfer- und Täterrollen zu verschieben oder revisionistische Narrative zu verbreiten. Die Algorithmen der Plattformen begünstigen dabei emotional aufgeladene Inhalte, unabhängig von deren Wahrheitsgehalt. Weiterlesen

Digitales Archiv NRW beging zehnjähriges Jubiläum

Die Arbeitsgemeinschaft DA NRW, zu der sich der KDN – Dachverband der kommunalen IT-Dienstleister und das damalige Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen im Jahr 2015 zusammengeschlossen haben, beging im September des Jahres ihr zehnjähriges Jubiläum.

Ein Bild für das Archiv? Unterzeichnung der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zwischen dem Land NRW und dem Zweckverband KDN über die Zusammenarbeit im Digitalen Archiv Nordrhein-Westfalen am 07.09.2015 in Düsseldorf.


Mit Blick auf die weiter ansteigende Verbreitung der angebotenen Langzeitarchiv-Lösungen im Land und auf die Akzeptanz der Angebote der verbundbeteiligten Stellen zogen Dr. Antje Hartmann-Strünck, Referentin im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, und Kerstin Pliquett, Geschäftsführerin des KDN, im Rahmen der 20. Sitzung des Fachbeirats DA NRW ein zufriedenes Resümee. Für die Verantwortlichen bedeutet der Meilenstein jedoch keinen Grund, sich zurückzulehnen und auf den bereits erreichten Erfolgen auszuruhen. Weiterlesen

Online: Wittgensteiern Zeitungen von (1882, 1888, 1891) 1894 bis 1931


Die „Wittgensteiner Zeitung“ ist in das NRW Zeitungsportal eingestellt worden. Es handelt sich um ein umfangreiches Blatt mit längerer Laufzeit, unterschiedlichen Titeln, Paralleltiteln und Beilagen. Die Ausgaben sind direkt aus Privatbesitz digitalisiert worden.
Die Zeitung erschien erstmals mit einer Probenummer am 19. Juni 1876. Der Titel war zunächst „Wittgensteiner Wochenblatt“ und wöchentlich erschien die Zeitung dann regelmäßig samstags bis September 1894. Dann änderte die Zeitung den Titel, hieß ab dann „Wittgensteiner Zeitung“ und kam ab Oktober 1894 zweimal wöchentlich heraus (Mi, Sa). Weitere Änderungen des Erscheinungsverlaufes erfolgten 1919 (3 x wöchentlich) und April 1928 (6 x wöchentlich). Die letzte digitalisierte Ausgabe erschien Ende 1931. Sie erschien danach aber weiter und musste erst zum 31. März 1943 eingestellt werden. Weiterlesen

Online: Reichs-Kino-Adressbuch 1920/1921


Die Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf hat vor kurzem einen Band des zwischen 1919 und 1942 nachgewiesen, in Berlin erschienen Adressbuchs online verfügbar gemacht. Für das Kreisgebiet konnten Kinos in Siegen, Hilchenbach und Bad Laasphe nachgewiesen werden.

Zeitreisende – Einblicke in die Arbeit des westfälischen Filmarchivs

Folge 3: Wiederbeleben und Zeigen

„Die dritte und letzte Folge der dokumentarischen Serie begleitet die Archivare des LWL-Medienzentrums beim letzten Schritt ihres Arbeitsprozesses: Nach der aufwendigen Restaurierung und Digitalisierung des historischen Filmmaterials wird nun die Wiederveröffentlichung vorbereitet. Wie wird das historische Material im Medienzentrum wiederbelebt?
Neben der Lagerung und Erschließung von historischem Filmmaterial, setzt sich das Filmarchiv im LWL-Medienzentrum ebenfalls das Ziel, die erschlossenen Filme für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Dafür wird das Material aufwendig aufbereitet und nachbearbeitet, um es dann auf verschiedensten Wegen zu präsentieren – sei es bei einer öffentlichen Filmvorstellung oder auf dem YouTube-Kanal „Westfalen im Film“. So zeigt die Episode, wie das Team im Filmarchiv des LWL-Medienzentrums dabei hilft, Stücke westfälischer Geschichte am Leben zu erhalten. „