Bund: Zusätzliche Mittel für Erhalt schriftlichen Kulturguts in 2018

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, hat für das Jahr 2018 erneut zusätzliche Fördermittel zur Erhaltung des schriftlichen Kulturguts Deutschlands ausgeschrieben.

Kulturstaatsministern Grütters erklärt: „Vielfach sind historische Handschriften und Bücher in unseren Archiven und Bibliotheken durch Säurefraß, Feuchtigkeit und Schimmel in ihrer Substanz akut gefährdet. Als kultureller Schatz muss dieses Erbe vor dem schleichenden Verfall bewahrt und für künftige Generationen erhalten werden. Daher stellt mein Haus auch im Jahr 2018 für die Rettung des bedrohten schriftlichen Kulturerbes zusätzliche Sondermittel bereit. Die starke Beteiligung am erstmals in 2017 aufgelegten Sonderprogramm hat gezeigt, dass die Mittel dringend benötigt werden. Es konnten bundesweit bereits 45 Projekte in Archiven und Bibliotheken gefördert werden.“ Weiterlesen

Besuch im Magazin des Kreisarchivs Siegen-Wittgenstein

Do. 22.02.2018, 16:00 Uhr – 18:00 Uhr
Treffpunkt: Pforte IHW-Park, Eiserfelder Str. 316, Siegen, Barrierefrei.

„Haben Sie Lust, hinter die Kulissen des Kreisarchivs Siegen-Wittgenstein zu schauen, die Arbeit der Archivarinnen und Archivare kennen zu lernen und ungewöhnliches Archivgut zu sehen? In einer zweistündigen Führung werden Interessierte durch eines der größten Archivmagazine Südwestfalens geführt. Dort werden alle Aspekte archivischer Arbeit vorgestellt. Das wichtigste, älteste und ungewöhnlichste Archivgut des Kreisarchivs wird gezeigt. Kreisarchivar Thomas Wolf beantwortet auch gern Fragen zu allem, was Sie schon immer über Archive wissen wollten.
Quelle:: VHS Siegen-Wittgenstein, Programm.

Hilchenbach: Sitzung des regionalen Archivarbeitskreises

Nach der Begrüßung durch den Bürgermeister der Stadt Hilchenbach, Holger Menzel, informierten sich die Archivierenden über die Forschungsstelle regionale Kulturgeschichte der Uni Siegen, deren Sprecherin Dr. Kartin Minner für die Vorstellung gewonnen werden konnte. Daneben bildeten der Themenkomplex „EDV und Archive“ sowie die „CDU-Anfrage zur Archivsituation im Kreisgebiet“ weitere Schwerpunkte.

Daneben wurden weitere archivische Tagesthemen angesprochen – von den enormen Auswirkungen der EU-Datenschutzverordnung auf die Arbeit kleinerer Archive (Recht auf „aktenscharfe“ Auskunft, erschwerter Versand von Findmittelinformationen in das Nicht-EU-Ausland) über den Stand des JuWeL-Projektes des Landesarchivs Detmold et. alt. bis hin Auftreten eines neuen Archivgutschädings (Papierfischchen).

siwiarchiv-Adventskalender 2017/1

Im diesjährigen Adventskalender widmet sich siwiarchiv Fotografien von Otto Arnold und Peter Weller zur Wirtschaftsgeschichte des Siegerland, die sich im Besitz des Kreises Siegen-Wittgenstein befinden.

Otto Arnold dokumentierte in den 20er und 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts Siegerländer Arbeitswelten (Biogramm s.u.).
Der Kreis erwarb die Bilder in den 90er Jahren. Der Erhaltungszustand der Bilder hat ein hochwertiges Scannen der Aufnahmen im Originalzustand erfoderlich gemacht. Aus diesen Dateien wurden dann schwarz-weiß Vorlagen generiert:

Biogramm Otto Arnold: Weiterlesen

Ersetzendes Scannen – Herausforderung für archivische Überlieferungsbildung

Eine Empfehlung der Bundeskonferenz der Kommunalarchive beim Deutschen Städtetag

Aus der Einleitung:
„Der Übergang zum elektronischen Dokumentenmanagement führt in den Verwaltungen zunehmend zum Wunsch nach digitaler Verfügbarkeit der in Papierform vorliegenden Dokumente, seien es ältere Unterlagen oder eingehende Schreiben. Ziel ist zum einen ein schneller Zugriff für die Sachbearbeitung, zum anderen aber auch die Einsparung von Lagerraum für Unterlagen. In diesem Fall wird das Scannen zum ersetzenden Scannen, weil aus Verwaltungssicht die analogen, d. h. papiergebundenen, Unterlagen eine Belastung darstellen und entsorgt werden sollen. Weiterlesen

LWL betreibt elektronisches Langzeitarchiv für Gemeinden, Städte und Kreise

Dr. Georg Lunemann, Erster Landesrat und Kämmerer des LWL (v.r.), Dr. Marcus Stumpf, Leiter des LWL-Archivamtes, und Wieland Schäfer, Leiter der LWL-IT-Abteilung, freuen sich über den neuen Service des LWL.
Foto: LWL

So lange Verwaltungen ausschließlich mit Papier gearbeitet haben, wussten die Kommunalarchive, wie sie mit den archivwürdigen Unterlagen umgehen mussten, damit sie dauerhaft erhalten blieben. Doch immer mehr Akten gibt es gar nicht mehr auf Papier, sondern nur noch in elektronischer Form. Und was ist mit Digitalfotos, Datenbanken, elektronischen Karten und Plänen oder Ratsinformationssystemen? Wie kann man all die Daten lesbar halten, wo doch die notwendigen Programme und Geräte schnell veralten? Dafür hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), der schon seit Jahren ein eigenes elektronisches Langzeitarchiv betreibt, gemeinsam mit der Stadt Köln unter dem Namen DiPS.kommunal eine Lösung entwickelt, die allen Kommunen in NRW offen steht. „DiPS“ steht dabei für Digital Preservation Solution, also frei übersetzt „Lösung zur digitalen Bestandserhaltung“.

Als erste kommunale Archive werden die Städte Bochum, Hamm und Münster ihre Daten mit DiPS.kommunal beim LWL speichern. Weitere Städte und Kreise stehen schon in den Startlöchern. Weiterlesen