
Quelle: Stadt Kreuztal, 1.9.2017

Quelle: Stadt Kreuztal, 1.9.2017
Die Tradition, dass sich Denkmäler im Gebiet der Stadt Hilchenbach am jährlich stattfindenden „Tag des offenen Denkmals“ beteiligen und sich ihren Besuchern in eindrucksvoller Weise präsentieren, wird auch in diesem Jahr weitergeführt.
Der Denkmaltag 2017 widmet sich am Sonntag, dem 10. September, unter dem Motto „Macht und Pracht“ einem wahren Universalthema. Passend dazu haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erneut besondere Veranstaltungen auf die Beine gestellt:

Internatsmuseum im Stift Keppel, Allenbach, Foto: Stadt Hilchenbach
1) Stift Keppel kann eine eindrucksvolle Geschichte sein Eigen nennen. Im Jahr 1239 wurde es erstmals als Nonnenkloster erwähnt. Im Anschluss dienten die Räumlichkeiten als evangelisches, adeliges Damenstift und ab 1871 als evangelische höhere Töchterschule mit Internat.
Heute beherbergt Stift Keppel ein öffentliches Koedukationsgymnasium und ein Tagungshaus. Am 10. September blickt Dorothea Jehmlich detailliert auf einen kleinen Zeitraum dieser langen Geschichte zurück. Sie öffnet die Türen zum Internatsmuseum mit der Sonderausstellung “upstairs and downstairs”, bei der es um die Stiftsdamen (oben) und das Personal (unten) geht, von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Weiterlesen
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Im 500. Jubiläumsjahr der Reformation lohnt sich ein Blick zurück zu den Anfängen und zur Entwicklung der Reformation in unserer Heimat. In der Grafschaft Nassau-Dillenburg verlief die Reformation in zwei, sich jeweils über einen längeren Zeitraum erstreckenden Etappen.
In der ersten Phase führte Graf Wilhelm der Reiche seit den 1530er Jahren in seinem Herrschaftsgebiet anstelle des römisch-katholischen Bekenntnisses die lutherische Lehre bindend ein.
Sein Sohn Johann der Ältere ersetzte in einer zweiten Stufe der Reformation seit den 1570er Jahren für alle Untertanen das lutherische durch das calvinistisch geprägte deutsch-reformierte Bekenntnis. Dabei agierten und taktierten die beiden lokalen Herrscher eingebettet in die politischen Verhältnisse der frühen Neuzeit.
Unter dem Titel „Reformation und Konfessionalisierung in der Grafschaft Nassau-Dillenburg unter Wilhelm dem Reichen und Johann dem Älteren, mit einem besonderen Blick in die Kirchspiele Netphen und Irmgarteichen“ hat Wilfried Lerchstein eine 60-seitige Broschüre erstellt, die der Heimatverein Netpherland in einer Auflage von 100 Stück (farbiger Offsetdruck im DIN A4-Format) herausgegeben hat und die im Anschluss an seinem heutigen Vortrag sowie während der dreitägigen Festveranstaltung „Die Schusterschlacht von Netphen“ vom 8. – 10.9.2017 auf dem Marktplatz in Obernetphen zum Kauf angeboten wird.
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Außergewöhnliche Besucher waren vor wenigen Tagen im 4Fachwerk-Museum zu Gast: Die brasilianische Pianistin Patricia Vanzella hatte sich auf die Spuren ihrer Vorfahren begeben – und der war Johann Peter Stahlschmidt (1751-1833). Der berühmte Uhrmachermeister legte einst den Grundstein für die Freudenberger Uhrmacher-Tradition. Seine Werkstatt befand sich in der Oranienstraße 31, kurz entfernt vom Museum, in dem eine ganze Reihe seiner Uhren zu sehen sind.
Patricias Freudenberger Vorfahren sind Anton Stahlschmidt und dessen Sohn Johann Georg aus Antons erster Ehe, gefolgt von Johann Georgs Sohn, dem Prediger/Inspektor Tillmann Stahlschmidt.
Der Uhrenhistoriker Ian D. Fowler konnte vielen Fragen zu dem Vorfahren Johan Peter Stahlschmidt und zur Technik seiner Meisterwerke bewundern. Ein Team des WDR begleitete die mit ihrer Mutter von weit angereiste Besucherin für einen Bericht in der WDR-Lokalzeit. Patricia Vanzella zeigte sich überwältigt und außerordentlich dankbar, so hautnah ein Stück ihrer Familiengeschichte erfahren zu können.
Text: Bernd Brandemann

Ein perspektivisch seltener Blick auf die Nikolaikirche um 1905. (Stadtarchiv Siegen, Best. Ansichtskartensammlung)
Stadtarchiv dokumentiert die Geschichte der Nikolaikirche Siegen
In seinem „Klick in die Vergangenheit“ widmet sich das Stadtarchiv Siegen regelmäßig unterschiedlichen Episoden der städtischen Geschichte. Besondere Anlässe, historische Ereignisse, bislang unbekannte Aspekte oder bemerkenswerte Archivstücke in den Sammlungsbeständen sollen dadurch vorgestellt werden. In der neuen Ausgabe wird im Jahr des Reformationsjubiläums die 700jährige Wiederkehr der urkundlichen Ersterwähnung der Nikolaikirche gewürdigt.
„[…] in ecclesia sancti Nycolai infra muros sygen“ lautete der Text einer Urkunde vom 9. Oktober 1317, als der regierende Landesherr Heinrich Graf zu Nassau die Stiftung und Dotierung des Michaelaltars in der Nikolaikirche bekundete. Ausdrücklich wird darauf verwiesen, dass sich das Gotteshaus innerhalb der Mauern Siegens befand – anders als etwa die Martinikirche, deren Lage sechs Jahre zuvor als „extra muros“, also außerhalb der Mauern, beschrieben wurde. Anlässlich des 700jährigen Jubiläums hat Christian Brachthäuser, Mitarbeiter des Stadtarchivs Siegen, eine chronologisches Datengerüst zusammengestellt. Die wichtigsten Ereignisse aus dem Umfeld der Nikolaikirche sind darin enthalten. Angefangen vom Guss der Kirchenglocken im 14. Jahrhundert, über die durch Rechnungen im Stadtarchiv dokumentierten Ausbesserungsarbeiten am Kirchturm Mitte des 15. Jahrhunderts, bis zur grundlegenden Sanierung des imposanten Sakralbaus unter dem Herborner Architekten Ludwig Hofmann von 1903 bis 1905. Auch der Besuch politischer Prominenz findet Beachtung: Wer hätte bei dem Besuch eines Gottesdienstes im Jahr 1789 schon erahnen können, dass mit Wilhelm Friedrich Erbprinz von Oranien und Fürst zu Nassau (1772-1843) der erste König der Niederlande (ab 1815) in der Nikolaikirche verweilte? Viele weitere wissenswerte Details und Quellen runden die PDF-Dokumentation ab, die ab sofort auf der Website des Stadtarchivs unter www.stadtarchiv-siegen.de abrufbar ist. Weiterlesen
Am Vorabend des Tags des offenen Denkmals möchten sich die verschiedenen Museen in Wittgenstein erneut in all ihrer Vielfalt gleichzeitig präsentieren. Die zweite Museumsnacht wird diesmal mit Beteiligung aus ganz Wittgenstein umgesetzt.
Am Samstag, dem 09. September 2017 von 18:00 bis 24:00 Uhr öffnen die Museen ihre Türen. Auf dem Programm stehen Führungen, Vorführungen, Musik und Aktionen. Für das leibliche Wohl wird ausreichend gesorgt sein.
Folgende Museen werden sich beteiligen:
die Heimathäuser Richstein und Diedenshausen,
der Heimatverein Elsoff,
das Schmiedemuseum Arfeld,
das künftige Museum Landwirtschaft und Brauchtum „Rothaarsteig-Museum“,
das Backhaus an der Espequelle,
die Drehkoite Girkhausen,
Balds historische Fahrzeugschau in Erndtebrück, das Heimatmuseum Oberes Lahntal in Feudingen,
der Museumsverein für die Berleburger Stadtgeschichte,
das Heimatmuseum Erndtebrück, das Schieferschaubergwerk Raumland und
das Alexander-Mack-Museum in Schwarzenau.
Quelle: Termine Wittgenstein
Steffen Schwab würdigte mit seinem Nachruf in der Westfälische Rundschau vom 29.8.2017, den wir freundlicherweise hier wiedergeben dürfen, die prägende Persönlichkeit der regionalen Zeitgeschichtsforschung und der Erforschung des jüdischen Lebens im Gebiet des Kreises Siegen-Wittgenstein:

Klaus Dietermann bei der Bearbeitung von Zeitzeugeninterviews, 1990, Quelle: Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein, Bildsammlung Westfälische Rundschau, Lokalredaktion Nördliches Siegerland, Mappe Klaus Dietermann
„Klaus Dietermann ist mit 68 Jahren gestorben. Der frühere Rektor der Grundschule Erndtebrück hat sich für die Opfer der NS-Diktatur eingesetzt.
Ende Januar hat er im Aktiven Museum gemeinsam mit dem Historiker Dieter Pfau die Ausstellung „Front und Heimatfront“ eröffnet, für die er die Gräber im Krieg getöteter jüdischer Soldaten aus Siegen aufgesucht hat. Am 6. November hat er auf dem Walter-Kraemer-Platz vor dem Kreisklinikum gesprochen und an den 75. Jahrestag der Ermordung des Siegener „Arztes von Buchenwald“ erinnert. Es waren seine beiden letzten großen öffentlichen Ansprachen. Klaus Dietermann, Erforscher der Geschichte und der Schicksale der Juden im Siegerland und Gründer des Aktiven Museums, ist tot. Er starb am 14. August im Alter von nur 68 Jahren an den Folgen einer schweren Krankheit.
Als Student fand Dietermann, der in Siegen geboren wurde, am FJM sein Abi machte und an der damaligen Pädagogischen Hochschule, der heutigen Uni, sein Lehramtsstudium absolvierte, sein Thema: Walter Thiemanns Arbeit „Von den Juden im Siegerland“ war damals, 1973, die einzige relevante Arbeit über das Leben dieser oft verfolgten Minderheit, an der die Nationalsozialisten den Holocaust begingen. Weiterlesen

v. l. n.r. Kreistagsmitglied Hans Jürgen Beineke, Landrat Walter Nienhagen, Schulleiter (?) NN, OKD Forster, Schüler NN
Im Bildarchiv des Kreisarchivs Siegen-Wittgenstein befinden einige unzureichend beschriebene Bilderzusammenstellungen. Ziel dieser Reihe ist mit Hilfe der Leserinnen und Leser von siwiarchiv Personen und ggf. Orte der Aufnahmen oder Anlässe der Fotos zu ermitteln. Ausgewählt wurde die Bildersammlung, die Fotografien mit dem ehemaligen Oberkreisdirektor (OKD) Karl Heinz Forster enthalten.
Zu sehen ist hier der Oberkreisdirektor mit Landrat Walter Nienhagen und Kreistagsabgeordnete Hans-Jürgen Beineke bei einer Besichtigung eines Berufskollegs. Der vermutliche Schulleiter und der Schüler sind unbekannt.
s. a.
Kreisarchiv bittet um Mithilfe 1
Kreisarchiv bittet um Mithilfe 2
Kreisarchiv bittet um Mithilfe 3
Kreisarchiv bittet um Mithilfe 4
Kreisarchiv bittet um Mithilfe 5
Kreisarchiv bittet um Mithilfe 6
Kreisarchiv bittet um Mithilfe 7