Tag des Haubergs 2022

„Nach der Corona-bedingten Absage im letzten Jahr, freuen wir uns, 2022 wieder den Tag des Haubergs durchführen zu können!

Dieser wird am Sonntag, den 12. Juni 2022 im Bereich des kulturhistorischen Haubergs in Kreuztal-Fellinghausen stattfinden. Von 12 bis 17 Uhr wird interessierten Besuchern an mehreren Stationen entlang des Rundanderweges „Haubergspfad“ die Gelegenheit gegeben, sich über die viele Jahrhunderte alte Bewirtschaftungsform des Niederwaldes im Siegerland zu informieren, die in diesem Jahr auch in die Bundesliste „Immaterielles Kulturerbe“ aufgenommen wurde.
Auf den diesjährigen Schlagflächen können unter fachkundiger Anleitung u.a. durch Forstbedienstete des Landesbetriebes Wald & Holz NRW die traditionellen Arbeiten erlebt werden. Auf dem Weg zum rauchenden Kohlenmeiler werden Schanzen gebunden, Lohe geschält und die landwirtschaftliche Zwischennutzung der Schlagflächen gezeigt.

Mitarbeitende der Universität Siegen und der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein erläutern Aspekte des Natur- und Artenschutzes im Hauberg.

Auch für das berühmte „leibliche Wohl“ ist gesorgt.“
Quelle: Förderverein Historischer Hauber Fellinghausen, Aktuelles

Vortrag: Irrungen, Wirrungen oder:

Schule, Bildung, Medien um 1970

Seit den 1960er-Jahren wurden die Schulen in Deutschland radikal umgebaut. Die traditionellen Dorfschulen verschwanden. Neue Mittelpunktschulen entstanden, das neunte Schuljahr wurde verpflichtend und der Besuch der Gymnasien immer erwünschter. Auch das ländliche Bildungsreservoir – rund 10 Prozent der Schüler besuchten damals Gymnasien – sollte besser ausgeschöpft werden.

Und die Schüler sollten „Neues“ lernen, „Moderneres“, dem Atomzeitalter entsprechendes. Innere Schulreformen veränderten den Schulalltag und das Lernen erheblich. Und dann machte sich nach 1967 die Studentenbewegung bemerkbar. Nun mussten die Schulen auch noch mehr Demokratie und eine andere Bildung wagen. Vieles änderte sich. Auch in Biedenkopf und Bad Laasphe, im Hinterland und in Wittgenstein.

In der traditionsreichen Vortragsreihe „Aus dem Internationalen Radiomuseum“ berichtet der Hamburger Medienwissenschaftler Dr. Hans-Jürgen Krug über Schule, Bildung, Medien um 1970 und von seinen Bildungserfahrungen im damals noch sehr ländlich strukturierten Hinterland. Von Aufbrüchen, Veränderungen und vor allem von neuen Lektüreerlebnissen, kurz: Von Irrungen und Wirrungen. Dr. Krug erhielt – gemeinsam mit 54 weiteren Schülern und Schülerinnen – vor 50 Jahren sein Abiturzeugnis an der Lahntalschule Biedenkopf.

Die Veranstaltung findet am

Freitag, dem 17. Juni 2022 (19 Uhr)

im Internationalen Radiomuseum in Bad Laasphe (Bahnhofstraße 33) statt. Eine Anmeldung unter 02752 9798 oder drhjk@gmx.net ist erforderlich.

Musiktipp: Adolf-Busch-Gedenkkonzert

Do, 09. Juni 2022, 20.00 Uhr, Siegen, Apollo-Theater
„Wenn Feen auf Ritter, deutsche Romantik auf „Tausendundeine Nacht“ und Liebesleidenschaft auf eheliche Treue trifft, ist man mittendrin in Carl Maria von Webers Oper „Oberon“. Die „Oberon“-Ouvertüre gehört zum festen Repertoire der Orchester. Adolf Busch (1891-1952) gilt auch heute noch als der bedeutendste deutsche Geiger der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, jedoch wird man sich auch mehr und mehr seiner Bedeutung als Komponist bewusst. Die Philharmonie Südwestfalen spielt in diesem Konzert sein Capriccio für kleines Orchester op. 46. Buschs vielgestaltiges Schaffen zeigt teilweise eine gewisse Nähe zu der Tonsprache seines Freundes Max Reger, andererseits besitzen seine Kompositionen einen sehr eigenwilligen und typischen Personalstil. Im zweiten Konzertteil folgt auf das Incantesimo von Andrea Scartazzini attaca die Sinfonie Nr. 4 von Gustav Mahler. Der Komponist hat zu allen Mahler-Sinfonien ein assoziiertes Orchesterwerk geschrieben, das mal mit der Sinfonie verschmilzt, mal durch eine kurze Generalpause von ihr getrennt ist – keinesfalls aber durch Auf und Abgänge oder Applaus. Solistin ist Leonor Amaral, es dirigiert Nabil Shehata.“

Programm:

Carl Maria von Weber (1786 – 1826)
• Oberon-Ouvertüre (1827)

Adolf Busch (1891 – 1952)
• Capriccio für kleines Orchester op. 46 ( 1932)

Andrea Lorenzo Scartazzini (*1971)
• Incantesimo (2020) Uraufführung

Gustav Mahler (1860 – 1911)
• Sinfonie Nr. 4 G-Dur  (1899-1900)
Quelle: Apollo Theater Siegen, Programm, Philharmonie Südwestfalen, Konzertkalender

Vortrag: „Synagogenarchitektur in Deutschland. Von Worms über Köln nach Hamburg.“

08. Juni 2022, 19:00 – 20:30, Aktives Museum Südwestfalen, Obergraben 10, 57072 Siegen
Synagogen sind auf dem Gebiet des heutigen Deutschland seit dem Mittelalter nachweisbar. Sie folgten im Baustil lange der jeweiligen Architektur der Zeit. Im 19. Jahrhundert kommt es jedoch zu Veränderungen in den jüdischen Gemeinden – und daraus resultierend auch im Baustil der Synagogen.
In Ihrem Vortrag nimmt uns Dr. Christiane Twiehaus mit auf eine Reise durch 1000 Jahre Architekturgeschichte und zeigt anschaulich anhand ausgewählter Beispiele wie sich Synagogenarchitektur im Laufe der Jahrhunderte wandelte.
Dr. Christiane Twiehaus ist Abteilungsleiterin für jüdische Geschichte und Kultur im MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln.
Es gelten die aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen. Wir bitten dennoch um das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.
Bitte melden Sie sich an unter siegen-ams@t-online.de.
Der Eintritt ist frei.

Kunst im Treppenhaus: Karten, Pläne, Risse – Fundstücke aus den Magazinen der regionalen Archive

Die Werke sind bis zum 30. Sept. 2022 von Mo. bis Fr., von 7 bis 18 Uhr im Kulturhaus Lÿz zu sehen.
Veranstalter: Kultur!Büro. & Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein


Karten, Pläne und Risse sind nach Wappen und Siegeln die ersten ‘sichtbaren‘ Zeitzeugen in Bibliotheken, Museen und Archiven. Bis heute dokumentieren sie durch ihre Darstellungen Landschaftswandel und Veränderungen in einem Stadtbild.
Das Kernstück der Ausstellung „Karten, Pläne, Risse“ im Treppenhaus des Siegener Kulturhauses Lÿz bilden nun vier von insgesamt zwanzig sogenannten Einzelmesstischblättern, die zwischen 1841 und 1845 von preußischen Vermessungsoffizieren auf dem Gebiet der Kreise Siegen und Wittgenstein erstellt wurden. Im Maßstab 1:25000 sind diese Karten präziser als die der ersten preußischen Kartenerfassung von 1819 und damit die erste exakte Aufnahme der beiden Altkreise. Neben die Karten treten in der Ausstellung bautechnische Pläne. Die gezeigten Bauwerke – eine öffentliche WC-Anlage in Kreuztal-Littfeld sowie der Wasserturm am Bahnhof Siegen-Ost – sind, soweit bekannt, nicht durch Fotos dokumentiert. So erlauben einzig diese Pläne eine Rekonstruktion dieser Gebäude.
Die Ausstellung, die das Archiv des Kreises Siegen-Wittgenstein zusammen mit dem Kultur!Büro. im Rahmen der Lÿz-Reihe „Kunst im Treppenhaus“ präsentiert, besteht aus acht großformatigen Spannrahmen, die die Pläne extrem vergrößert abbilden und so die Feingliedrigkeit der handgezeichneten Land- und Flurkarten zum Ausdruck bringen. Neben dem Landesarchiv NRW, Abt. Westfalen, stellten das Stadtarchiv Kreuztal und das Kreisarchiv Siegen Wittgenstein Karten zur Verfügung.

Vortrag: Prof. Dr. Bärbel Kuhn / Matthias Kirchbach (Universität Siegen) – »Einwanderungsgesellschaft im Strukturwandel

– Migration, Arbeit, Kultur im Siegerland«
02. Juni 2022 – 20:00 Uhr -Siegen, Unteres Schloss, US-C115


Mit einem regionalgeschichtlichen Blick widmen sich Prof. Dr. Bärbel Kuhn und Matthias Kirchbach dem Strukturwandel im Siegerland und beleuchten hierbei im Besonderen die Phänomene der Migration, Arbeit und Kultur. Im Jubiläumsjahr der Institution Universität wird so die Perspektive auf regionale Zusammenhänge des Industriestandorts und die Kulturregion Siegerland geweitet.
Quelle: Homepage Forum Siegen

„Aufarbeitung der historischen Hintergründe von Straßennamen“ in Siegen

Beratung des Abschlussberichtes des Arbeitskreises in der heutigen Kulturausschusssitzung der Stadt Siegen

Spätestens seit der gemeinsamen Veranstaltung „Wem gehört die Geschichte?“ der Gesellschaft für christliche-jüdische Zusammenarbeit e.V. (CJZ) und des Aktiven Museum Südwestfalen e.V. (AMS) hätte man sich eine transparentere und partizipativere Heransgehensweise von Seiten der Siegener Stadtpolitik gewünscht. Vermutlich hätte man bereits nach der „Vorab“-Veröffentlichung in der Siegener Zeitung vom 8. Februar 2022 den durchaus nachvollziehbaren Weg eines Namens-„Konklaves“ verlassen sollen. Denn bis zum 20. Mai war der Abschlussbericht nicht im Ratsinformationssystem der Stadt abrufbar, obwohl der Tagesordnungspunkt in öffentlicher Sitzung beraten wird, und so hat folgende, vorsichtig formulierte Kritik vom 11. Februar 2022 [!] weiterhin Bestand:
“ …. Die Gesellschaft für christliche-jüdische Zusammenarbeit e.V. (CJZ) und das Aktive Museum Südwestfalen e.V. (AMS) begrüßen die aktuellen politischen Aktivitäten im Arbeitskreis Aufarbeitung der historischen Hintergründe von Straßennamen in Siegen der Stadt Siegen. Sie bringen damit langjährige Diskussionen zunächst in eine gute Form kommunaler Entwicklung, ohne allerdings für die hinreichende öffentliche [!] Beteiligung zu sorgen. Die mit der erinnerungskulturellen Bedeutung und Praxis von Straßennamen einhergehenden gesellschaftlichen Aktivitäten und Diskussionen gehören fraglos in einen öffentlichen Diskussionsraum, um eine Teilhabe aller [!] relevanten Personen, Institutionen, Akteurinnen und Akteure zu gewährleisten. Ein Arbeitskreis, der darauf verzichtet, schon zu Beginn breite Beteiligung und (wissenschaftliche) Beratung zu organisieren, vergibt womöglich die große Chance, mit der Zivilgesellschaft nachhaltige Lösungen zu entwickeln. …..“
Der Bericht wird weiter noch im Haupt- und Finanzausschuss am 08.06.2022 und im Rat der Stadt Siegen am 15.06.2022 beraten.

Schaut man auf die „Diskussion“ der Berichterstattung der Westfälischen Rundschau vom 20. Mai 2022 auf deren Facebook-Seite, wird deutlich, wie fachlich fundiert, offen und transparent eine solche Debatte hätte geführt werden müssen: Weiterlesen

Ausflugtipp: „Der Alltag der 1960er Jahre“

Blick vom Siegerländer Weiler auf das Haus Stöcker. Foto: LWL/Stuke

Führungen durch Haus Stöcker im LWL-Freilichtmuseum Detmold

Seit einem knappen Jahr präsentiert das Haus Stöcker im LWL-Freilichtmuseum Detmold die Zeit der späten 1950er und frühen 1960er Jahre. Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) bietet am kommenden Sonntag (29.5.) um 11 und 14 Uhr Führungen zur Bewohnergeschichte des Hauses. Annette und Herbert Stöcker haben hier mit ihrer gemeinsamen Tochter und seiner Mutter gewohnt und gewirtschaftet. Die Führungen geben Einblicke in das Leben im Haus Stöcker zwischen Modernität und veralteten Strukturen.

Treffpunkt ist das Haus Stöcker im Siegerländer Weiler. Anmeldungen nimmt das Infobüro unter Tel. 05231-706 104 oder per E-Mail unter infobuero.detmold@lwl.org entgegen, die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Führungen finden jeweils um 11 und 14 Uhr am 26. Juni und 24. Juli statt.

Quelle: LWL, Pressemitteilung v. 24.5.2022

Altbergbautagung „3. Müsener Berggeschrey“

Thema 2022: Neue Erkenntnisse zur Montanarchäologie im Müsener Revier
Eine Veranstaltung des Vereins ALTENBERG & STAHLBERG e.V. mit Unterstützung der LWL-Archäologie für Westfalen


Programm:

Uhrzeit / Ort:
Beginn 10.00 Uhr / Abschluss gegen 17.00 Uhr – Hilchenbach-Allenbach, Aula des Stift Keppel, Stift Keppel Weg 37

Ablauf:
10.00 Uhr Begrüßung durch Rolf Golze, Vorsitzender Altenberg & Stahlberg e.V.

Vorträge:

10.10-10.30 Dr. Manuel Zeiler – Forschungsprojekt Mittelalterlicher Bergbau in Müsen, Stand der Forschung
10.30 – 10.55 Leander Kühn – Überblick und geologische Grundvorrausetzungen des mittelalterlichen Bergbaus im Müsener Revier
11.00 – 11.25 Sandra Völkel – Ein mittelalterliches Grubenhaus am Sonnenberg in Kreuztal Ferndorf, Grabungsbericht
11.30 – 11.55 Rolf Golze – Mittelalterliche Stollen im Siegerland
12.00 – 12.25 Jens Görnig – Neue und historische Münzfunde im nördlichen Siegerland

12.30 – 13.30 Uhr Mittagspause, Verpflegung wird gestellt.

13.35 Uhr – Abfahrt zur Exkursion, Start bei der Bergbausiedlung Altenberg. Weiterlesen