Tagung/Lehrerfortbildung „Region und außerschulische Lernorte“, 2./3.2.18

„Ziel der Fortbildungsreihe HISTORICA ET DIDACTICA ist es, Unterrichtenden des Faches Geschichte aller Ausbildungsphasen und Qualifikationsstufen aktuelle Fragen der historischen Forschung und der Geschichtsdidaktik vorzustellen. In anschließenden Workshops reflektieren die Referentinnen und Referenten zusammen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern über Umsetzungsmöglichkeiten im Unterricht.

Die Tagung verfolgt zwei Schwerpunkte. Zum einen wird die Frage diskutiert, wie sich „klassische“ Inhalte der Lehrpläne regional thematisieren lassen. Region steht dabei zugleich exemplarisch dafür, wie sich sowohl „große“ Linien in der Region wiederfinden lassen, als auch regionale Besonderheiten, „Ungleichzeitigkeiten“ oder Abweichungen die Geschichte der Region/in der Region prägen. Dies soll an Beispielen von der Antike bis in die Gegenwart durchgeführt werden. Eine zweite Leitfrage der Tagung gilt Überlegungen, wie mit Hilfe von Geschichte „Region“ konstruiert wird. Auf welche Epochen, Elemente der Vergangenheit wird dabei besonders zurückgegriffen, wie und warum wandelt sich diese Konstruktion, welche unterschiedlichen Zugriffe gibt es heute? Diese Fragen sollen möglichst an Beispielen außerschulischer Lernorte diskutiert und die mit dem spezifischen Ort verbundenen Lernchancen herausgearbeitet werden.

Programm: Weiterlesen

Neuauflage der Informationsschrift über das Internatsmuseum Stift Keppel

„Jetzt ist sie da, die Neuauflage der Informationsschrift über das Internatsmuseum Stift Keppel in Hilchenbach-Allenbach. Die erste Auflage war vollständig vergriffen. In höchst anschaulicher Weise stellt Dorothea Jehmlich darin die Entstehung und Ausstattung des Museums, aber auch einen Teil der Geschichte des Stift Keppel und seiner Schulgeschichte dar. Insbesondere wir die Lebenssituation der Keppeler Frauen um das Jahr 1900 deutlich.

Die reich bebilderte Informationsschrift ist auf Anregung einiger Museumsbesucher entstanden, die im Anschluss an die Führung im Keppeler Internatsmuseum etwas zum Nachlesen mit nach Hause nehmen wollten. Sie eignet sich aber auch sehr gut als Einstimmung auf einen Besuch. Weiterlesen

Kiautschou, Siegen-Weidenau, Berlin

Beginn einer Provenienzforschung in der Region

Bauchige Vierkantvase, Bronze, 3.-6. Jh v. Chr., China, 50 cm hoch, Bauch 24 cm Umfang, Oberer Rand 11,5 cm Umfang.

Zu Beginn dieses Jahres wendete sich eine für Provenienzforschung zuständige Mitarbeiterin der Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Völkerkunde, Ostasiatische Kunstabteilung, an das Kreisarchiv. Sie war durch einen Eintrag im Regionalen Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein, auf den Siegener Robert Eliseit gestoßen. Denn Robert Eliseit (1872 – 1954) verkaufte 1941 dem Berliner Museum für ostasiatische Kunst zwei chinesische Bronzevasen.

Es wurde vermutet, dass sich Eliseit während des Boxeraufstandes in China befand. Einen Nachweis für seinen Aufenthalt gab es nicht. Erst ein Eintrag im Kolonialen Adressbuch 1926-1927 bekräftigte die Aussage Eliseits mit einem Beleg für seinen Aufenthalt in Kiautschou/China.

Folgendes konnte zur Biographie Eliseits bisher ermittelt werden: Weiterlesen

Jagdszene von Ru­bens wie­der­ent­deckt

„Am Samstag, den 27. Januar 2018, öffnet die traditionsreiche Brüsseler Kunst-Messe BRAFA wieder ihre Pforten. Als Highlight gilt in diesem Jahr ein kürzlich wiederentdecktes Meisterwerk von Peter Paul Rubens (1577–1640).Lange galt sie als verschollen: eine Jagdszene mit Diana und Nymphen von Peter Paul Rubens (1577–1640). Jetzt wird sie auf der Brüsseler Kunst-Messe BRAFA (27. Januar bis 4. Februar 2018) präsentiert. Das großformatige Gemälde war der kunsthistorischen Forschung bislang lediglich aus der Dokumentation bekannt und tauchte 2015 bei einer Auktion in Paris auf. ….“
Quelle: Ute Strimmer: „Mei­st­erwerk von Ru­bens wie­der­ent­deckt“, Restauro, 20.1.2018

s. a. BRAFA, Aussteller-Informationen mit folgenden Literaturhinweisen zum Bild:
A. Balis, Hunting Scenes, Corpus Rubenianum, L. Burchard, Vol II, Oxford 1986, cat. n° 17;
J.A. Welu, The collector’s cabinet: Flemish paintings from New England private collections, Worcester 1983, cat. n° 38

Gedenkstunden für die Opfer des Nationalsozialismus im Kreisgebiet

1) Samstag, 27. Januar, 15 Uhr, Ort: Fred-Meier-Platz in Kreuztal-Littfeld
Begrüßung: Bürgermeister Walter Kiß Ansprache: Pfr. Raimar Leng
Mitwirkung von Jugendlichen des Jugendtreffs Glonk Mitveranstalter: Stadt Kreuztal
2) In Netphen wird am Holocaust-Gedenktag der Opfer der faschistischen Gewaltherrschaft durch die Nationalsozialisten gedacht. Die Gedenkstunde findet am Samstag, dem 27.01.2018 um 11:00 Uhr am Gedenkstein auf dem St.-Peters-Platz in Niedernetphen statt. Bürgermeister Paul Wagener wird eine Ansprache halten. Er wird besonders an die von Netphen deportierten und später ermordeten jüdischen Familien erinnern.

Jubiläumsfoto 50 Jahre Geisweider Eisenwerke (1846-1896) im Stadtarchiv Siegen

Im Rahmen einer Schenkung bekam das Stadtarchiv Siegen unlängst eine großformatige Originalaufnahme mit besonderem Bezug zur Firmengeschichte des Stahlstandorts Geisweid überreicht. Die in einem kunstvoll gestalteten, leicht beschädigten Holzrahmen mit Passepartout befindliche Fotografie wurde anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Geisweider Eisenwerke im November 1896 aufgenommen und zeigt die Belegschaft des traditionsreichen Unternehmens. Weiterlesen

Heute vor 196 Jahren: Adolf Kreutz geboren

Am 18. Januar 1822 wurde in Siegen Friedrich Jacob Adolf Kreutz geboren. Kreutz war Unternehmer und gehörte dem Deutschen Reichstag und dem westfälischen Provinziallandtag an. Er gründete mit seinem Bruder Carl die Charlottenhütte in Niederschelden, die nach dem Vornamen seiner Mutter benannt war: Charlotte-Christine Kreutz die Schwester von Adolf Diesterweg aus Siegen. Die Gruft der Familie Kreutz ist eine von mehreren mächtigen Grabstätten Siegener Unternehmer im Gruftenweg des Lindenberg-Friedhofes. Er starb im Juli 1895 in Königswinter.

Eröffnung der Ausstellung „Arbeit hinter Gittern“

Wie fühlt es sich an, in einem Gefängnis zu arbeiten? Ehemalige Mitarbeiter der JVA Siegen haben gemeinsam mit Beschäftigten der Teilbibliothek Unteres Schloss der Uni Siegen eine Fotoausstellung installiert.

Arbeiteten früher in der JVA Siegen: Christian Janke und Rüdiger Zimmerman. Gemeinsam mit Bürgermeister Steffen Mues eröffneten sie die Ausstellung (v.l.)

„Wenn man im Gefängnis arbeitet, fühlt man sich sicher und geborgen – solange man den Schlüssel in der Tasche spürt“ erzählt Michael Wulf. Er hat früher die JVA Siegen geleitet. Gitterstäbe, mehrfach verschlossene, schwere Metall-Türen, sechs Hochbetten auf engem Raum – das Gefängnis im Unteren Schloss war Wulfs Arbeitsplatz. Wenn er heute ins Gebäude kommt, erkennt er vieles nicht mehr wieder. Studierende sitzen lernend über Büchern mit Rechts- und Wirtschaftstexten. Sogar einen Aufzug gibt es mittlerweile. Was damals der Knast war, ist heute die Teilbibliothek Unteres Schloss der Uni Siegen. Weiterlesen

Findbücher zur regionalen Eisenbahngeschichte online

Zur Erforschung der regionalen Eisenbahngeschichte liegen seit kurzem folgende Findbücher zu Beständen der Bahndirektionen Wuppertal und Essen online vor und erlauben so die Vorbereitung eines Recherchebesuchs im Landesarchiv NRW, Abt. Rheinland, in Duisburg: