Netzfundstück zur europäischen und regionalen Eisenbahngeschichte

Via Twitter stieß ich auf folgende Karte des Europäischen Eisenbahnnetzes, die zwischen 1866 und 1869 entstanden ist. Der Plan befindet sich im Stadtarchiv Antwerpen: In der Bildmitte des Ausschnittes sind Siegen und Betzdorf (?) zu erkennen:

Archive der Stadt Antwerpen, Öffentliche Aufgaben, Raumplanung und öffentliche Arbeiten, Archiv 4. Direktion (D4) – Büro für Arbeiten, Eisenbahnen, Zeitraum 1831 – 1888, Dateien pro Eisenbahn 1861 – 1870 Antwerpen – Breda – Tilburg – Eindhoven, 700#226 Karte von Europa mit den Eisenbahnlinien, 01/01/1866 – 31/12/1869 [Ausschnitt]


Link zur vollständigen Karte (PDF): spoorwegen

Ausstellung und Vortrag zum Wittgensteiner Kirchenkreis-Jubiläum Ende Mai

Dr. Johannes Burkardt (rechts), hier mit Pfarrer Dieter Kuhli dem Vorsitzenden des Theologischen Ausschusses in Wittgenstein, hat im kreiskirchlichen Archiv die spannenden Exponate und Informationen für seine Ausstellung und seinen Vortrag zum Kirchenkreis-Jubiläum im Abenteuerdorf gefunden.

Freitag, 25. Mai, 18 Uhr: Ausstellung und Vortrag
„Im Abenteuerdorf in Wemlighausen, Am Wernsbach 1,, öffnet um 18 Uhr eine Ausstellung zum Thema „200 Jahren Kirchenkreis“ ab 19 Uhr blickt Dr. Johannes Burkardt in seinem Vortrag „Zukunft braucht Erinnerung – Geschichte und Prägung des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein“ an gleicher Stelle auf die Zeit seit 1818 zurück. Der Berleburger ist Leiter der Abteilung Ostwestfalen-Lippe des Landesarchivs NRW in Detmold und betreut darüberhinaus ehrenamtlich das Archiv des Wittgensteiner Kirchenkreises. Genau deshalb hat er natürlich den besten Überblick und die kürzesten Wege zu den spannenden Exponaten und Informationen, die seine Ausstellung und sein Vortrag in Wort und Bild im Abenteuerdorf präsentieren. Die musikalische Umrahmung an diesem Abend übernimmt der Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Laasphe. ….“
Quelle: Kirchenkreis Wittgenstein, Nachrichten

s. a. Gustav Bauer, Aus hundert Jahren Geschichte der Kreissynode Wittgenstein 1818-1918

Bereits 50.000 Datenätze im Projekt JuWeL (Juden und Dissidenten in Westfalen und Lippe) erfasst und recherchierbar

Beurkundung der Geburt der Helena Northeim ( LAV NRW, Abt. OWL, P 5, Nr. 175)

Am 30.04.2018 um 10:35 erfasste Frau Birgit Casper, eine besonders fleißige Erfasserin, den 50000. Datensatz im Projekt JuWeL: Der Lederhändler David Northeim aus Werl wurde am 13.03.1863 Vater: http://des.genealogy.net/search/show/14917184. Frau Casper wie auch allen anderen ehrenamtlichen Helfern danken wir herzlich für ihre Arbeit, ohne die das Projekt zum Scheitern verurteilt wäre!

Die Mitarbeit im Projekt ist nach der Anmeldung sehr einfach möglich und sehr gerne gesehen. Besondere Lücken sind noch in den Kreisen Arnsberg, Dortmund, Hattingen, Iserlohn (Hohenlimburg und Iserlohn), Lippstadt (Geseke und Rüthen) und Wittgenstein zu beklagen. Hier ist die Unterstützung besonders willkommen. Alle weiteren Informationen finden sich auf der Homepage des Projektes (http://juwel.genealogy.net). Weiterlesen →

Zuwachs zur Plansammlung der SAG Geisweid

Martin Gummersbach hatte vor vier Jahren die Erschließungsarbeiten an diesem Sammlungsbestand des Kreisarchivs vorgestellt; einige ausgewählte Pläne wurden wenig später hier auf siwiarchiv vorgestellt. Nun hat das KReisarchiv via Kreisarchiv Olpe und Stadtarchiv Siegen weitere Pläne erhalten und zur weiteren t4echnischen Bearbeitung in die Außenstelle des Kreisarchivs gebracht. Dank gilt den beiden Kollegen für die unkomplizierte Kooperation!.
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Video-Impressionen von Rubens-Ausstellung in Frankfurt

Impressionen der Ausstellung: „Rubens – Kraft der Verwandlung“ vom 08.02.2018 bis 03.06.2018 im Städel-Museum, Frankfurt am Main. Keine Kunst ohne Ideenklau: Wie kaum ein anderer Barockmaler hat Peter Paul Rubens die Werke anderer Künstler kopiert und umgedeutet. Das zeigt das Städel-Museum sehr anschaulich ohne weitergehende Einsichten – eine Ausstellung als Memory-Spiel. Einen ausführlichen Bericht finden Sie bei „Kunst+Film“: http://kunstundfilm.de/2018/04/rubens-staedel/

Online: „Das Siegthal“ – ein Reiseführer aus dem Jahr 1854


Die digitalen Sammlungen der bayrischen Staatsbibliothek haben den Reiseführer „Das Siegthal von der Mündung des Flusses bis zur Quelle in seinen historischen u. socialen Beziehungen : Mit 12 Stahlstichen)“, Bonn 1854, von August Horn online gestellt.

s. a. gleichlautenden Reiseführer aus dem Jahr 1865

Vortrag Dr. Thomas Bartolosch (Betzdorf): Dr. Georg Ufer (1900-1989) –

ein Geologe des Siegerländer Erzbergbaus als einer der „Gerechten unter den Völkern“ der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem

Dr. Georg Ufer (1900-1989) als technischer Kriegsverwaltungsrat in der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Vorlage: Dr. Thomas A. Bartolosch


In der neuen Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ zeichnet der Regionalhistoriker Dr. Thomas Bartolosch am 17. Mai 2018 um 18.30 Uhr im Stadtarchiv Siegen das Leben des Geologen Dr. Georg Ufer nach.
Während des Zweiten Weltkrieges war dieser als Lagerstättenkundler für die Firma Krupp sowie als technischer Kriegsverwaltungsrat im Range eines Majors für die Wehrmacht auf dem Balkan tätig. Dort rettete Ufer dem französischen Juden Josef Pozwolski das Leben, indem er ihn in den Jahren 1941 und 1942 zweimal vor dem Zugriff nationalsozialistischer Häscher schützte und ihn ins rettende Albanien brachte, wo dieser den Zweiten Weltkrieg überlebte. Für seine riskante Rettung Pozwolskis, die Georg Ufer das Leben hätte kosten können, wurde er 1980 von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt. In Israel durfte er am 12. Dezember 1980 in der „Allee der Gerechten“ der Holocaust-Gedenkstätte ein Johannisbrot-Bäumchen pflanzen, an dem ein Schild mit seinem Namen hängt. Außer der genannten Ehrung wurde Georg Ufer im Jahr 1981 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Nach seinem Tod am 27. August 1989 wurde sein Name posthum auf einer Gedenktafel verewigt, die sich im Holocaust-Memorial-Center in Washington befindet.
Für die Siegerländer Regionalgeschichte sicher besonders bemerkenswert: Dr. Ufer lebte bescheiden und zurückgezogen mit seiner Frau in seinem Haus an der Weberstraße in Betzdorf. Infolge seiner Tätigkeit als Geologe der Erzbergbau Siegerland AG war er zwar häufig lange im Ausland unterwegs, fühlte sich in der Region aber sehr heimisch. So war er zum Beispiel Ehrenmitglied der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V. Weiterlesen →

Literaturhinweis: M. Zeiler, Die Alte Burg Obernau bei Netphen-Afholderbach

Frühe Burgen in Westfalen (FBW), Heft 42, Münster 2018

Südöstlich von Netphen-Afholderbach befinden sich noch heute die Überreste einer eisenzeitlichen Wallburg. Die gut erhaltenen Befestigungsanlagen und Podien lassen erkennen, dass die bereits Ende des 19. Jahrhunderts erstmals untersuchte Wallburg in die jüngereisenzeitliche Montanlandschaft Siegerland eingeordnet werden kann. Neue Forschungsergebnisse von Autor Manuel Zeiler legen nahe, dass sich auf der Alten Burg bei Netphen-Afholderbach ein Zentralort befand, der die Produktionsregion organisierte, kontrollierte oder vielleicht zum eisenzeitlichen Kulturraum Wittgensteins abschirmte.
Quelle: Alterumskommission für Westfalen, Publikationen, FBW