Sammlungshighlights des Städel Museums in unterhaltsamen und informativen Filmen – das sind die Kunst|Stücke. Entdecken Sie spannende Details zu Kunstwerken aus ungewöhnlichen Blickwinkeln in unter zwei Minuten. Peter Paul Rubens: Die mystische Vermählung der Heiligen Katharina (Entwurf), 1628, Städel Museum, Frankfurt am Main
Archiv der Kategorie: Regionalgeschichte
De fellrath: Schenkung an das Kreisarchiv
Der Künstler de fellrath hatte sich im vergangenen Jahr an der Mitgliederausstellung des Kunstvereins Siegen zum 200jährigen Julbiläum der Kreise Siegen und Wittgenstein beteiligt.

V.l.n.r.: Albrecht Thomas (Kunstverein Siegen), Elisabeth Strautz (Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein), Thomas Wolf (Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein), Franz-Josef Weber (Kunstverein Siegen)
Das Gemälde „Wenn 2 sich umkreisen – echt vielfältig“, Acryl auf Leinwand, wurde dem Kreisarchiv vom Vorsitzenden des Siegener Kunstvereins, Albrecht Thomas, umd vom Geschäftsführer des Vereins, Franz Josef Weber, Ende Januar 2018 übergeben.
Das Bild zeigt Segmente zweier konzentrischer Kreisbahnen – sich außen wie innen mit unterschiedlichen Siegerländer und Wittgensteiner Motiven wiederholend – in einem blauen Quadrat.
Das Kreisarchiv bedankte sich für diese großzügige Spende. Das Bild wird nach erfolgter Rahmung seinen Platz in den Räumlichkeiten des Kreisarchivs finden.
Quellen: Westfalenpost, Ausgabe /Wittgenstein, 1.2.2018; Siegener Zeitung 2.2.2018
Literaturhinweis: Christian W. Thomsen: Der radelnde Keiler. Netphen, sein neues Wahrzeichen und das Werk Bernd Heinemanns
Das Werk des Netpher Künstlers Bernd Heinemanns fand schon länger das Interesse von Christian W. Thomsen, einem der Gründungssenatoren der Universität Siegen und langjährigem Professor für Anglistik/Amerikanistik. Die jetzt eingeweihte Skulptur des Netpher Wappentiers und ihre Entstehungsgeschichte bilden den Hintergrund für eine regionalgeschichtliche Einordnung des Künstlers Heinemann.
Christian W. Thomsens Interesse weckten die verschiedenen Skulptur- und Brunnenarbeiten Bernd Heinemanns in Dreis-Tiefenbach, Netphen, Deuz und Salchendorf, „Arbeiten eines Mannes, der offensichtlich realistisch und abstrakt zu entwerfen und zu gestalten versteht, dessen naturalistische Skulpturen jedoch nie volkstümelnd-kitschig, sondern immer humorvoll den Nerv der jeweiligen Ortsbevölkerung zu treffen“ weiß.
Dass aus dem spontanen Ausruf „den muß es als Bronzeskulptur geben“ beim ersten Anblick des hölzernen radelnden Keilers im Netpher Rathaus ein Buch über das Werk des Künstlers Heinemann und seine Einbettung ins Netpher- und Johannland werden würde, war zunächst ebensowenig abzusehen wie die Tatsache, dass es Thomsen gelingen würde, die nötigen Finanzmittel für die Ausarbeitung dieser Skulptur zu akquirieren. Jetzt steht der Keiler hoch zu Rad an prominenter Stelle vor dem alten Rathaus in Netphen und das üppig bebilderte Buch dazu liegt vor und wartet darauf, seinen Lesern Vergnügen zu bereiten.
Christian W. Thomsen
Der radelnde Keiler.
Netphen, sein neues Wahrzeichen und das Werk Bernd Heinemanns
Siegen: universi 2017, 240 S., farbig, Hardcover, Schutzumschlag, 24 x 23 cm
ISBN 978-3-936533-99-6
Preis: 24,50 Euro
Quelle: Universi-Verlag, 11.7.2017
s. a. Rezension zum Buch „Der Radelnde Keiler“ von Christian W. Thomsen von Wilhelm Hortmann
Linktipp zur Heraldik (auch in der Region)
Eine umfangreiche Zusammenstellung von Informationen zur Heraldik stellt die Homepage „Heraldik – die Welt der Wappen“ des Historikers Bernhard Peter dar. Ende des vergangenen Jahres widmete er sich auch der regionalen Heraldik in Siegen (Oberes Schloss, Unteres Schloss) und im Nachbarkreis Altenkirchen (Schloss Friedewald, Schloss Crottorf)
Danke für den Hinweis an Klaus Graf!
Literaturhinweis zum Kupfererzbergbau im Lahn-Dill-Gebiet
In diesem hat der Autor in mehrjähriger Arbeit die Geschichte des Kupfererzbergbaus seiner engeren Heimat, des Altkreises Wetzlar, aufgedeckt. Sie reicht wahrscheinlich mindestens so weit zurück wie die des Eisenerzbergbaus, ist aber bisher weithin unbekannt. Karsten Porezag stellt den Kupfererzbergbau, aber auch das Kupferhüttenwesen in Wort und Bild ausführlich dar. Er widmet sich zudem dem Bergrevier Siegen-Wetzlar, dem Bergmeister Justus Albrecht aus Siegen (1711) und der preußischen Berggesetzgebung
Porezag, Karsten: „…edle Gänge an Kupffer Ertz sich reichlich zeigen…“ Kupfererzbergbau und Kupfererzverhüttung um Wetzlar 1607 – 1897 Wetzlar 2017
Gebundene Ausgabe (2 Bände), 700 Seiten, 430 Farbbilder (historische Dokumente, zahlreiche Grubenrisse in Erstveröffentlichung und Mineralienfotos), Tabellen, Register, 1570 Fußnoten, 49,00 Euro
ISBN 978-3-87707-117-5
Quelle: Homepage Karsten Porezag, Siegener Zeitung (Heimatland), 27.1.2018
Jürgen Wenke: Wir erinnern an Alfred Freudenberg
Am 15. Dezember 2017 hat G. Demnig exakt an dem Tag, an dem er fünfundzwanzig Jahre aktiv im Stolpersteinprojekt wichtige Erinnerungsarbeit leistet, in Kreuztal-Kredenbach den Stolperstein für Alfred Freudenberg verlegt. Es war an diesem Tag der einzige Stein, den er verlegte.
Aus diesem Anlass erschien die biographische Ausarbeitung von Jürgen Wenke: Wir erinnern an Alfred Freudenberg Dokumentationsstand 19.12.2017 (2)
Die Geschichte von Josef Stock
Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Erlaubnis von Torsten Thomas, VVN BdA Siegerland-Wittgenstein
Im Januar 2018 jährt sich zum 85. Mal die Machtübergabe an die NSDAP und damit der Beginn einer nie dagewesenen Gewaltherrschaft. Diese Gewalt traf zuerst die politischen Gegner der Nazis aus den Parteien der ArbeiterInnenbewegung. Wir wissen alle aus den Geschichtsbüchern wie diese Verfolgung aussah, willkürliche Verfolgung und brutalste Misshandlungen bis hin zum Mord. Aus unserer Region fehlte bisher eine authentische Beschreibung dieser Ereignisse. Die Geschichte des Josef Stock schließt diese Lücke mit einem von ihm geschrieben Bericht seiner eigenen Verfolgung.
Josef Stock wurde am 8.9.1885 in einer katholischen Familie in Siegen geboren. Nach dem Besuch der Volksschule arbeitete er als Gruben – und Hüttenarbeiter. Im 1. Weltkrieg war er Soldat. Mindestens ab 1930 war er Mitglied der KPD und Leiter der Parteigruppe Siegen-Ost. 1933 holten die Nazis ihn aus seiner Wohnung und prügelten ihn zum Krüppel, so das er 1937 Vollinvalide wurde.
Ende der 30er oder Anfang der 40er Jahre zieht er mit der Familie seines Neffen Fritz Stock nach Freudenberg-Hohenhain. Fritz Stock stirbt 1944 an der Ostfront. Nach dem Krieg baut Josef Stock in Hohenhain mit der Witwe seines Neffen ein Wohnhaus und lebte mit in der Familie.
In Hohenhain ist er älteren Bürgern noch heute als „Stocks Onkel“ bekannt. Er hat vielen Menschen bei Versorgungsanträgen und dem ausfüllen sonstiger Formulare geholfen. Ob er nach dem Krieg wieder Mitglied der KPD war ist nicht bekannt.
Er starb in Hohenhain am 22.10.1962.
Hier der Bericht seiner Verfolgung: Weiterlesen
Restaurierung des Selbstporträts von Peter Paul Rubens
Die Museen der Stadt Antwerpen stellen erste Ergebnisse der Resrtaurierung des Rubens-Selbstprortäts vor.
Eröffnung Educache „Auf den Spuren der Siegener Gestapo“
Heute, 14.00 – 15.30 Uhr
Treffpunkt: Kornmarkt, Rathaus Siegen, 57072 Siegen
Ralf Schumann, Stadtjugendring Siegen e.V./Jugendparlament der Stadt Siegen
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer heften sich fiktiv an die Fersen der Siegener Gestapo-Beamten und verfolgen diese auf ihrem Weg zu den Opfern des Nationalsozialismus in der Oberstadt.
Ein Educache ist eine „Schnitzeljagd“ mit Smartphone/Tablet, bei dem die Teilnehmenden immer wieder spezielle Daten, QR-Codes, Videos und Tondateien nutzen, um sich inhaltlich mit dem Schicksal der jeweiligen Personen zu befassen.
Übrigens: Die Tour wird ganzjährig angeboten. Beschreibung und Materialien können in der Kinder- & Jugendfreizeiteinrichtung „BlueBox“ kostenlos geliehen werden. Sie eignet sich für alle Altersgruppen ab 14 Jahren und eine Gruppenstärke von 1 bis zu 32 Personen.
Spätere Buchung und Infos unter info@bluebox-siegen .
Buchvorstellung „Zwischen Fronterlebnis und Krankenfürsorge.“
Am kommenden Montag, den 29. Januar 2018, wird Christian Brachthäuser um 15.00 Uhr auch im Stadtarchiv Iserlohn, Theodor-Heuss-Ring 5, 58636 Iserlohn, im Rahmen einer Lesung den neuen Sonderband der „Siegener Beiträge“ über den Lazarettzug T3 vorstellen.
Nach der Begrüßung durch Rico Quaschny, Leiter des Stadtarchivs Iserlohn, erfolgt die Lesung aus zeitgenössischen Quellen.

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