Folgende Kirchenbücher aus dem ehemaligen Kirchenkreisen Siegen und Wittgenstein können nun – kostenpflichtig – bei archion eingesehen werden:
Quelle: archion, Neue Digitalisate vom 23. Juli 2026
Literaturhinweis: Christian Franke: „Verkehrsgeschichte von Nordrhein-Westfalen“
Mobilität in der Sackgasse – Am frühen Morgen in Südwestfalen: Pendler reihen sich Stoßstange an Stoßstange, Umleitungen ziehen sich durch Dörfer, und Baustellen gehören zum üblichen Straßenbild. Was für viele Alltag ist, ist für den Siegener Wissenschaftler Dr. Christian Franke ein historisch gewachsenes Problem und ein Warnsignal für die Zukunft.
In seinem Buch „Verkehrsgeschichte von Nordrhein-Westfalen“ zeichnet Franke nach, wie sehr Mobilität die Region geprägt hat. Gerade Südwestfalen steht dabei exemplarisch für die Chancen, aber auch die Brüche dieser Entwicklung. „Die industrielle Entwicklung im Rheinland und in Westfalen wäre ohne die Möglichkeiten, schwere Güter transportieren zu können, nicht denkbar gewesen“, erklärt der Wirtschaftshistoriker. Seit dem 19. Jahrhundert verbanden Schienen, Kanäle und später Autobahnen die Regionen und sorgten für wirtschaftliches Wachstum. Weiterlesen
Neuausgabe der Einleitungsbeiträge aus dem „Westfälischen Städteatlas“
Zwischen 1975 und 2010 erschien der „Westfälische Städteatlas“ in insgesamt elf großformatigen Lieferungen. Weitere Bände sind unterblieben, da das Projekt seit 2014 in veränderter Form als „Historischer Atlas westfälischer Städte“ fortgeführt wird. Gleichwohl stellen die 80 – u. a. , Freudenberg, Hilchenbach, Siegen – im „Westfälischen Städteatlas“ behandelten Städte bis heute den Kernbestand der westfälischen Atlasarbeit dar.
Den elf Lieferungen der alten Reihe war jeweils eine separat gedruckte Einleitung beigegeben, die auch als „Einleitungsfaszikel“ bezeichnet wurde. Zunächst enthielten die Einleitungen nur die Titelei, ein Inhaltsverzeichnis und Einführungstexte. Mit Fortschreiten des Projektes wurden diese Einleitungsmappen dann aber auch für Aufsätze genutzt, die grundlegende Fragen der westfälischen Städtegeschichte reflektierten. Besonders hervorzuheben sind die Beiträge von Friedrich-Wilhelm Hemann über Residenzstädte in Westfalen (1997), von Thomas Tippach über frühneuzeitliche Festungsstädte in Westfalen (1999), von Leopold Schütte über kleine Städte in Westfalen (2001), von Thomas Tippach über den rheinisch-westfälischen Kataster (2004), von Wilfried Ehbrecht über 30 Jahre Westfälischer Städteatlas (2006) und noch einmal von Thomas Tippach über die Geschichte der topographischen Landesaufnahme (2010). Weiterlesen
Heute vor 135 Jahren: Adolf Busch (1891 – 1952)
Ein Linktipp zum Gemeindelexikon Riehen (CH):

Adolf Busch mit Stradivari 1716, Mitte der 1920er Jahre, Fotografin: Gertrud Dietschy, Basel, Quelle: Dokumentationsstelle Riehen
Adolf Busch lebte von 1932 bis 1939 in dem schweizerischen Ort und kehrte nach dem Zweiten Weltkrieg in den Wintermonaten dorthin zurück.
Der Lexikonentrag enthält nicht die oben abgebildete Fotografie, sondern auch weitere Dokumente, die Aufschluss über das Leben Buschs in der Schweiz geben.
Siegen-Wittgenstein im Mittelalter – ein Radio Siegen-„Thementag“
Wie hat es in Siegen früher ausgesehen? Was ist in Siegen-Wittgenstein heute noch vom Mittelalter übrig?
Hat es so früher in Siegen ausgesehen?

So könnte es in der Siegener Oberstadt früher ausgesehen haben (Chat GPT), Quelle: Radio Siegen
Heute vor 63 Jahren: Nachrichten zur Hitzewelle in der DDR und BRD und den Folgen werden verlesen.
Dieser kurze Ausschnitt aus der Nachrichtensendung des DDR-Fernsehens erwähnt auch die Wasserknappheit im Raum Siegen.
Quelle: Aktuelle Kamera, 4. August 1963 via ARD retro
Quellen zur Eisenbahngeschichte online
In den 1990er Jahren entstand im damaligen Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv und Nordrhein-Westfälischen Staatsarchiv Münster ein Inventar zur Geschichte der Eisenbahn. In ihm ist nicht nur Archivgut aus dem heutigen Landesarchiv zur Eisenbahngeschichte aufgelistet, sondern auch aus anderen Archiven.
Auf über 1000 Seiten finden Interessierte Hinweise auf Bestände aus der Landesverwaltung, Gutsverwaltungen, (Ober)Bergämtern, Bezirksregierungen, Bahndirektionen, Landratsämtern, Kreisen und noch vieles mehr. Die umfangreiche Veröffentlichung ist nun auch online und kostenlos auf den Seiten der Lippischen Landesbibliothek einsehbar: Band 1 und Band 2
Quelle: Landesarchiv NRW, Aktuelles, 23.7.2026
Online: „Doing City“ – Praktiken von Urbanität
Perspektiven in westdeutschen Städten. Moderne Stadtgeschichte 1/2026
„Inhalt
Seit der kulturhistorischen Wende verschiebt sich in der Stadt- und Urbanisierungsgeschichte der Fokus von der geplanten und gebauten zur gelebten und gedeuteten Stadt. Ausgehend von ethnologischen Impulsen rücken Praktiken als Alltagsroutinen und habitualisierte, wissensbasierte Handlungen in den Mittelpunkt, die soziale Bedeutung diskursiv wie performativ erzeugen. Für die Urbanisierungsgeschichte eröffnet dies die Möglichkeit, konkrete Herstellungsprozesse von Urbanität, als Doing City, im historischen Wandel exemplarisch dicht zu analysieren. Das Themenheft erweitert die in der Stadtethnologie etablierte Perspektive des Doing City um eine historische Dimension. Es geht auf eine Tagung an der Universität Siegen im November 2025 zurück, die den Stadt-Raum als soziale Konstruktion der Moderne aus praxeologischer Perspektive diskutierte. Die Beiträge behandeln Beispiele aus Deutschland, zumeist lokale Fallstudien, und blicken mit einem Schwerpunkt in den 1970er Jahren auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. “
Das aktuelle Heft enthält zwei wichtige Beiträge zur Geschichte der Stadt Siegen: Weiterlesen
Neue Wittgensteiner Kirchenbücher bei archion
Folgende Kirchenbücher aus dem ehemaligen Kirchenkreis Wittgenstein können nun – kostenpflichtig – bei archion eingesehen werden:
Quelle: archion, Neue Digitalisate v. 16.7.2026
Link-/Lesetipp: M. Hauber: Wettinische Ehekrisen: Die Fürstin und der Ehebruch
Anna von Sachsen (um 1562). Kreidezeichnung von Jacques Le Boucq. Musée des Beaux-Arts, Arras. Public domain, via Wikimedia Commons
„… Das gewählte Beispiel hat im Vergleich zu den übrigen, die ich in meiner Dissertation untersuche, bereits große (populär-) wissenschaftliche Aufmerksamkeit erfahren. Es handelt sich um das Ehedrama zwischen Wilhelm I. von Oranien (1533–1584) und seiner zweiten Frau Anna (1544–1577). Von Anfang an hatte die Ehe unter großen Spannungen gelitten. ….““
Quelle:Maria Hauber (21. April 2026). Wettinische Ehekrisen: Die Fürstin und der Ehebruch. Saxorum. Abgerufen am 14. Juli 2026 von https://doi.org/10.58079/163uq

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