In der youtube-Reihe „Streiflichter der Geschichte“ erschien auch dieser Beitrag zur ersten Feuerspritze in der Stadt Siegen: „Der Diplomat und Archivar Johannes von Arnoldi hatte ein besonderes Interesse an kulturhistorischen Fragestellungen. Als er um das Jahr 1800 die nassau-oranischen Korrespondenzen sichtete, vermerkte er am Rand der historischen Schreiben immer wieder Dinge, die ihm bemerkenswert erscheinen. So notierte er auf einem Schreiben vom 28. Oktober 1619 des Bürgermeisters und der Schöffen von Siegen an den Kammersekretär Heinrich Petri, es handele sich bei der dort erwähnten Siegener Wasserspritze zu Löschzwecken um den ersten Nachweis eines solchen Gerätes in Nassau überhaupt. Der genaue Wortlaut seiner Notiz lautet, leicht gekürzt: Weiterlesen
Archiv der Kategorie: Archivgut
Jahrestagung des Sonderforschungsbereichs „Medien der Kooperation”
Der Sonderforschungsbereich „Medien der Kooperation“ der Uni Siegen behandelt auf seiner Jahrestagung vom 24. bis 26. Oktober das Thema Datenpraktiken.
Der Sonderforschungsbereich (SFB) “Medien der Kooperation” veranstaltet vom 24. bis zum 26. Oktober 2019 seine vierte Jahrestagung. Sie steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der Datenpraktiken: Unter dem Titel “Data Practices: Recorded, Provoked, Invented” sind 21 internationale WissenschaftlerInnen aus verschiedenen Fachbereichen eingeladen, Vorträge zu diesem hochaktuellen und interdisziplinären Thema zu halten.
Die Tagung ist dabei in sechs inhaltlich zusammenhängende Blöcke aufgeteilt, die “Data Practices” aus unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchten – von der digitalen Pflege über autonome Fahrzeuge bis hin zu kritischen Überlegungen zu “Open Science”. Dabei werden zahlreiche wichtige Fragen thematisiert: Was sind Datenpraktiken? Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf sie? Werden durch sie neue Möglichkeiten der Kooperation geschaffen, und wie sind Handlungsträger miteinander verbunden? Zwei Keynote-Vorträge, von Celia Lury (Universität Warwick) und David Ribes (Universität Washington), werden weiterhin zu Diskussionen mit dem Publikum über diese und weitere Fragen anregen.
Die Tagung findet auf Englisch statt und beginnt am Donnerstag, den 24.10., um 15 Uhr im US-S-Gebäude am Obergraben in der Siegener Oberstadt.
Quelle: Universität Siegen, Aktuelles, 22.10.2019
„Zeitzeugen auf Zelluloid“: Siegerland zwischen Gegenwart und Zukunft (1971)
Vortrag zur Entstehung des Films mit Ausschnitten
30.10.2019, 19:00, Siegen LYZ

Veranstalter: Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein
Keine nummerierten Plätze! Einlass ab 18:30 Uhr.
Eintritt frei! Um eine Spende für die Erhaltung des regionalen audiovisuellen Archivguts wird gebeten.
Quelle: LYZ, Programm
4Fachwerk-Bildkalender 2020 erhältlich
Historische und neue Ansichten von Straßen, Plätzen und Begebenheiten begleiten durch das kommende Jahr

Orte verändern im Laufe der Zeit ihr Gesicht. Dies dokumentiert erneut ein hochwertiger 4Fachwerk-Bildkalender, der jetzt für das Jahr 2020 zur Verfügung steht. Großformatigen historischen Aufnahmen aus dem alten Freudenberg werden zeitgenössische Fotos gegenübergestellt. Gezeigt werden Straßen, Ansichten und Begebenheiten, die sich im „Zug der Zeit“ verwandelt haben. Das weckt Erinnerungen und ermöglicht den Vergleich zum Aussehen in unseren Tagen.
„Mit dem Kauf eines Kalenders kommt ein Stück Geschichte ins Haus oder bereitet als Geschenk viel Freude. Zugleich wird etwas Gutes getan, denn er fördert ein Stück weit das ehrenamtlich geführte 4Fachwerk-Mittendrin-Museum,“ erklärt Vorsitzender Dieter Siebel.
Der Bildkalender ist ab sofort für 15 Euro im 4Fachwerk-Mittendrin-Museum selbst (Mittelstraße 4-6), bei der Buchhandlung Flender (Färberstraße 16), Geschenkartikel „Filousophie“ (Bahnhofstraße 20), in der Holzwirtschaft (Marktstraße 15) und bei der Tourist-Information (KulTourBackes, Kölner Str. 1 am Marktplatz) erhältlich.
„Lebensgeschichte aus dem Koffer“
Frauen in Kreuztals Stadtgeschichte – Geschichtswerkstatt rund um die Geschichte der Frauen in Kreuztal

Die Stadt Kreuztal hat vor einiger Zeit Hinweise zu Frauen gesucht, die in früherer Zeit in den Berufsfeldern „Tabakwarengroßhandlung oder Tabakarbeiterin“ tätig gewesen waren.
So ist Erna Steffen im Einwohnerbuch von 1937 in Langenau mit dem Eintrag „Tabakwarengroßhandlung“ genannt. Zudem wurde gefragt, was die Tabakarbeiterinnen in Kreuztal gemacht haben? Eine davon hat in Burgholdinghausen, eine in Littfeld und eine in Eichen gelebt. Gibt es darüber noch Erinnerungen, Dokumente, Bilder?
Ja, und tatsächlich meldete sich vor einigen Wochen Ingrid Stähler, die Enkeltochter von Erna Steffen, um dem Stadtarchiv in Kreuztal einen Koffer voller Erinnerungen zu übergeben. Im Beisein der Archivmitarbeiterinnen Christa Vogel und Ria Siewert konnten Rosemarie Weickenmeier und Monika Molkentin-Syring den inhaltsreichen Koffer öffnen und einen ersten Eindruck gewinnen: Weiterlesen
Bilder des LYZ 15 – Aus den Beständen des Aktiven Museums Südwestfalen

Inge Frank (vordere Reihe 3. v.l. [mit Handtasche]) im Winter 1937/Frühjahr 1938 (?) mit ihren Klassenkameradinnen am Staatlichen Mädchengymnasium, Quelle: Archiv Aktives Museum Südwestfalen
“ … Die Lage der jüdischinnen Schülerinnen am Lyzeum verschlechterte sich im Laufe der Jahre zusehends. In einem Artikel in der Siegerländer National-Zeitung wurde über eine eigene jüdische Schule spekuliert. Hintergrund dafür war eine Schulreform auf rassischer Grundlage. Die Ausführungen des nationalsozialistischen Erziehungsministers waren eindeutig:
„Der rassefremde Schüler bildet daher in der Klassengemeinschaft der arischen Schüler und Lehrer einen Fremdkörper, der sich als außerordentliches Hindernis im deutschbewußten nationalsozialistischen Unterricht bemerkbar macht. Derartige Zustände sind für die Durchführung eines ordnungsgemäßen Unterrichts unhaltbar.“
Der Erlass sah vor, dass für Juden eine eigene Schule einzurichten sei, wenn die Mindestzahl von 20 Schülern erreicht werde. Da dies in Siegen und Umgebung nicht der Fall war, durften jüdische Kinder weiter am Unterricht teilnehmen. Nach dem Novemberpogrom 1938 wurde der Schulbesuch verboten. ….“ (Quelle: Gerhardus, Tobias: „Die zeitgemäße Ausbildung des weiblichen Geschlechts“ Zur Geschichte des Siegener Mädchengymnasiums, Siegen 2015, S. 103 – 104)
Biographische Informationen zu Inge Frank finden sich im Aktiven Gedenkbuch.
Weitere LYZ-Bilder
Wo im oberen Siegtal ist das? Wer ist zu erkennen?
Für die am vergangenen Sonntag im Heimatmuseum Netpherland eröffnete Ausstellung „Das Postwesen im Netpherland“ wurde auch das beigefügte Foto vom April 1961 ausgesucht. Es stammt von der Familie des verstorbenen Postzustellers Werner Kleikamp. Dieser war vom Postamt Deuz aus für die Landzustellung in Nenkersdorf und Walpersdorf zuständig. Auch der Lahnhof gehörte zu seinem Zustellbezirk, in dem er mit dem Postfahrrad unterwegs war. Jetzt ist die Frage aufgetaucht, wo im oberen Siegtal das Foto entstanden ist und ob außer dem Postboten noch jemand auf dem Foto identifiziert werden kann.
Text: Wilfried Lerchstein
Rubens-Medici-Zyklus beim Kultur-Hackathon „Coding Da Vinci: Westfalen-Ruhrgebiet“
1.600 Gigabyte Daten haben 24 Kulturinstitutionen aus der Region für den ersten Kultur-Hackathon „Coding Da Vinci“ in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt. Jetzt sind Programmierer, Designerinnen, Spieleentwickler und Grafikerinnen aufgefordert, daraus Spiele, Apps und andere Softwareprodukte zu entwickeln. Beim Auftakt-Workshop zu „Coding da Vinci“ – so der Titel des Formats – am 12. und 13. Oktober im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern preisen Vertreter von Museen und Archiven in sogenannten „One-Minute-Madness“-Vorträgen den kreativen Köpfen ihre digitalen Schätze an. Das Spektrum reicht von Fotoserien und Filmen über Volkslieder und Industrieklänge bis hin zu Landkarten und digitalisierten Bibeln. In Arbeitsgruppen werden danach vertiefende Gespräche geführt und erste Ideen entwickelt.
Den Programmablauf finden Sie im anhängenden PDF. Weitere Informationen zum Projekt unter https://codingdavinci.de/events/westfalen-ruhrgebiet/.
Auch das Siegerlandmuseum nimmt teil und stellt den Medici-Zyklus zur Verfügung.
Zwischen 1622 und 1625 führte Peter Paul Rubens im Auftrag von Maria de Medici (1573-1642) den sogenannten Medici-Zyklus aus. Es entstanden 24 großformatige Gemälde für die westliche Galerie ihres Pariser Witwensitzes den Palais du Luxembourg. Heute befinden sich die Gemälde im Louvre, Paris.
Das Siegerlandmuseum stellt Digitalisate (JPEG) von 21 Grafiken bereit, die nach dem Vorbild der Gemälde entstanden sind und die Lebensgeschichte der Maria de Medici zeigen. Diese Grafiken entstanden Anfang des 18. Jahrhunderts unter Beteiligung verschiedener Kupferstecher. Jedes Blatt zeigt seitenvertauscht eines der Gemälde und ist im Original mit einer Erläuterung des Inhaltes versehen. Solche Grafiken wurden damals als Sammler- und Studienobjekte angefertigt.
Maria de Medici war die Gattin Heinrich IV. von Navarra, König von Frankreich und die Mutter von Ludwig XIII. In chronologischer Folge werden in der Serie Begebenheiten aus ihrem Leben geschildert.
Tagung: Kriegsfolgenarchivgut
Bundesarchiv Bayreuth, 14.10.2019 – 15.10.2019
Das Bundesarchiv richtet – unter Bezugnahme auf den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs vo r80 Jahren und auf die Einrichtung des Lastenausgleichsarchivs vor 30 Jahren – am 14. und 15. Oktober 2019 in Bayreuth eine wissenschaftliche Tagung zum Thema der Archivierung un dAuswertung von Unterlagen aus, die im Zusammenhang mit Entschädigung und Wiedergutmachung für Opfer autoritärer Regime im 20. Jahrhundert entstanden sind. Dazu gehören die Unterlagen, die infolge des Gesetzes zur Archivierung von Unterlagen aus dem Bereich des Kriegsfolgenrechts im Bundesarchiv-Lastenausgleichsarchiv verwahrt werden, sowie Archivgut aus weiteren materiellen und humanitären Entschädigungs- und Wiedergutmachungshandlungen infolge von Unrechtsmaßnahmen und Kriegshandlungen.
Link zum Programm-Flyer
Anmeldungen senden Sie bitte mit dem Betreff „Anmeldung Kriegsfolgenarchivgut“ an die auf dieser Seite unter „Kontakt“ aufgeführte E-Mail-Adresse. Geben Sie dabei Namen, Vornamen und Organisation an. Anmeldungen sind erst nach Erhalt der Bestätigung des Lastenausgleichsarchivs gültig!
Achtung: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt!
Quelle: Bundesarchiv, Veranstaltungen
Leider werden die Kriegsgefangenenentschädigungsakten nicht thematisiert.
Einsteiger-Kurs: Lesen alter Handschriften
Mo. 23.09.2019 – Mo. 09.12.2019, 10 Abende, 19:30 Uhr – 21:00 Uhr
Bad Berleburg, Berufskolleg Wittgenstein, Am Breitenbach 1
„Wer hat nicht schon zu Hause alte Briefe, Omas Poesie-Album oder ältere Dokumente gefunden und stand vor dem Problem, diese nicht lesen zu können. Dasselbe Problem stellt sich häufig, wenn man mit Hilfe der Kirchenregister Familienforschung betreiben will.
Allen denen will dieser Kurs Hilfen an die Hand geben. Anhand von lustigen, informativen und geschichtlich interessanten Texten aus dem 19. bis 16. Jahrhundert kann das Lesen der Sütterlin-Schrift und der deutschen Kurrentschrift gelernt und geübt werden.“
Kosten: 60,00 €
Leitung: Klaus Homrighausen
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Programm

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