Sanierung der Barockorgel in der Evangelischen Laurentius-Kirche Kreuztal-Ferndorf

Kirchengemeinde erhofft sich Spenden in Höhe von 35.000 Euro

Die Orgel gilt als Königin der Instrumente und die UNESCO hat insbesondere den deutschen Orgelbau in die Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Für viele Menschen ist der erhabene Orgelklang in einer Kirche etwas Besonderes. In der Evangelischen Laurentius-Kirche in Ferndorf ist es um die 1928 gebaute, noch ganz romantisch geprägte Orgel überaus schlecht bestellt. „Sie ist in einem desolaten Zustand und die Zeit naht, dass sie sich gar nicht mehr bespielen lässt“, sagt KMD Ulrich Stötzel. Daher hat sich die Evangelische Kirchengemeinde Ferndorf entschlossen, die Sanierung der Orgel Anfang nächsten Jahres in Angriff zu nehmen. Die Grundsanierung einer Orgel ist eine kostspielige Angelegenheit. Dessen ist sich die Kirchengemeinde bewusst. Sie hofft auf Unterstützung aus der Bevölkerung. Etwa 170.000 Euro kostet die gesamte Sanierung des kostbaren Instrumentes. 135.000 Euro wurden bereits durch Spenden angespart. Die Finanzierungslücke von 35.000 Euro soll ebenfalls aus Spendenmittel zusammengetragen werden.

Das Pfeifenwerk füllt ein ganzes Zimmer von 25 m² und umfasst 1500 Pfeifen, Foto: Karlfried Petri

Die Ferndorfer Orgel gilt als ein besonderer Schatz in Südwestfalen. Ist sie doch die einzige Orgel der berühmten Orgelbaufirma E. F. Walcker in der Region und ein überaus wichtiges Zeugnis der Orgelbaukunst zwischen den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts. Den Zweiten Weltkrieg hatte die Orgel bis auf einige Durchschüsse gut überstanden. Die ursprüngliche Walcker-Orgel von 1928 hatte 24 Register, verteilt auf 2 Manuale und Pedal sowie zwei Pedal-Transmissionen, die Pedal und Manual miteinander verbinden. Weiterlesen

20. Juli 1944: Beteiligte und Betroffene aus dem Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein

Links zu Einträgen in regionalen Datenbanken:

Otto Bäcker: Aktives Gedenkbuch, Widerspruch und Widerstand, siwiarchiv
Heinrich Bamberg: Widerspruch und Widerstand
Willi Bottenberg: Widerspruch und Widerstand
Wilhelm Geisbe: Widerspruch und Widerstand
Emil Graskamp: Widerspruch und Widerstand
Nikolaus Groß: Widerspruch und Widerstand
Paul Kanstein: Akteure
Josef Kloth: Widerspruch und Widerstand
Wilhelm „Willi“ Kollmann: Widerspruch und Widerstand, siwiarchiv
Ernst Metzler: Widerspruch und Widerstand
Karl Albert von Rumohr: Akteure, siwiarchiv
Richard Weber: Widerspruch und Widerstand

Karl Neuhaus: Akteure, siwiarchiv 1, siwiarchiv 2

Quellen:
Aktives Gedenkbuch: Aktives Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus im Kreis Siegen-Wittgenstein
Widerspruch und Widerstand: Widerspruch und Widerstand, Opposition gegen den Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein
Akteure: Regionales Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein

NRW: Landtag lädt Schulklassen zur Zeitreise ein

Neues Besuchsprogramm für junge Menschen im „Haus der Parlamentsgeschichte“

Nach den Sommerferien bietet der Landtag Nordrhein-Westfalen ein neues Besuchsprogramm für Schulklassen im „Haus der Parlamentsgeschichte“ an.

Täglich von montags bis freitags sind Klassen der weiterführenden Schulen (ab Stufe 9) zu einer Zeitreise durch mehr als 70 Jahre nordrhein-westfälische Geschichte eingeladen. Die multimediale Dauerausstellung in der Villa Horion macht die Historie des Landtags und die Entwicklung der Demokratie in Nordrhein-Westfalen seit 1946 erlebbar.

„Im Haus der Parlamentsgeschichte werden die historischen Ereignisse, die wichtigen politischen Entscheidungen und die Persönlichkeiten der Landespolitik aus den vergangenen 70 Jahren wieder lebendig. Die Geschichte des Landesparlaments und der Demokratie in Nordrhein-Westfalen wird dadurch hautnah erlebbar“, so der Präsident des Landtags, André Kuper. „Daher lade ich möglichst viele Schülerinnen und Schüler herzlich ein, in die jeweilige Zeit einzutauchen und Teil dieser Geschichte zu werden.“

Um Schulklassen den Besuch in Düsseldorf zu ermöglichen, beteiligt sich der Landtag an den Fahrtkosten. Informationen zum Programm und zur Anmeldung gibt ein neuer Flyer. Anmeldungen von Schulklassen nimmt der Besucherdienst des Landtags entgegen – Telefon: (0211) 884-2955 oder -2302, E-Mail: besucherdienst@landtag.nrw.de.
Quelle: Landtag NRW, Pressemitteilung 17.7.2018

Anm.: Bei der Suche nach O-Tönen eines regionalen Abgeordneten war das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein angefragt worden. Leider konnten wir nicht unmittelbar helfen, aber unsere Verweise waren wohl zielführend.

„Zeitspuren“-Linktipp: Kreis Wittgenstein im Gewerbeadressbuch von 1838

Das Forschungsprojekt zur Geschichte des 19. Jahrhunderts im Gebiet des Kreises Siegen-Wittgenstein veröffentlicht auf seiner Homepage auch repräsentative Quellen, wie z. B. das Gewerbeadressbuch aus den Jahr 1838 für den Kreis Wittgenstein.
Kommentare, Meinungen, Informationen und Anregungen zu dieser Präsentation können Sie gerne hier abgeben.
Weitere Einträge auf siwiarchiv zum aktuellen „Zeitspuren“-Projekt finden sich unter diesem Link: http://www.siwiarchiv.de/tag/zeitspuren/.

Linktipp: Ofenexperiment geht in die heiße Phase

Eine Autoladung voll Erz: Mehrere hundert Kilogramm Raseneisenerz werden ausgeladen (Foto: Deutsches Bergbau-Museum Bochum/Jennifer Garner)

Das Blog der LWL-Archäologie berichtete jüngst von den wieder aufgenommenen Verhüttungsversuchen mit dem Rennofen im LWL-Freilichtmuseum in Hagen.

Zur den Arbeiten im vergangenen Frühjahr s. http://www.siwiarchiv.de/linktipp-experiment-zur-keltische-verhuettungstechnologie-des-siegerlandes-geht-weiter/

„Zeitspuren“-Linktipp: Karte des Kreises Wittgenstein aus dem Jahr 1820

Das Forschungsprojekt zur Geschichte des 19. Jahrhunderts im Gebiet des Kreises Siegen-Wittgenstein veröffentlicht auf seiner Homepage auch repräsentative Quellen, wie z. B. die Karte des Kreises Wittgenstein von 1820.
Kommentare, Meinungen, Informationen und Anregungen zu dieser Präsentation können Sie gerne hier abgeben.
Weitere Einträge auf siwiarchiv zum aktuellen „Zeitspuren“-Projekt finden sich unter diesem Link: http://www.siwiarchiv.de/tag/zeitspuren/.

Fortführung der Arbeit des Stadtarchivs Hilchenbach

Niederschrift über die 11. Sitzung des Schul- und Kulturausschusses der Stadt Hilchenbach vom 12. Juni 2018:
„Darius Schürmann stellt sich als Nachfolger von Reinhard Gämlich und zukünftiger
Stadtarchivar kurz persönlich vor. Er weist darauf hin, dass neben dem Stadtarchiv
auch weiterhin der Sitzungsdienst sowie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu seinen
Aufgaben gehören werden.
Hans-Jürgen Klein betont einleitend zur Personalsituation, dass der Bürgermeister in
seinem Ausblick im Rat der Stadt Hilchenbach am 25. April 2018 bereits darauf hing
ewiesen hat, dass die Nachfolgebesetzung im Bereich des Stadtarchivs eine
große Herausforderung ist. Dies gilt in besonderem Maße für den betroffenen Fachbereich Bürgerdienste und die dort Beschäftigten, da die zunehmenden Tätigkeiten nicht durch mehr Personal abgedeckt werden.
Die Verteilung zusätzlicher Aufgaben auf vorhandene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
führt bei diesen zu einer großen Aufgabenvielfalt, was für die Erledigung eine sehr große Herausforderung darstellt und hohe Flexibilität erfordert. Den Dienstbetrieb weiterhin so zu gewährleisten, wie er sich dies als Fachbereichsleiter wünscht, wird durch diese Personalproblematik zunehmend schwieriger.
Konkret erläutert Hans-Jürgen Klein, dass die personelle Gesamtsituation im Fachbereich Bürgerdienste für die Nachfolge von Darius Schürmann als Stadtarchivar bedeutet, dass er diese neue Tätigkeit mit 50 % bis bestenfalls 70 % seiner Arbeitszeit ausüben kann, da sein Einsatz darüber hinaus insbesondere im Sitzungsdienst weiterhin benötigt wird. Entsprechend wird seine Anwesenheit in der Wilhelmsburg auch nur rund 50 % seiner Arbeitszeit betragen.
Erreicht wird dies durch die Verringerung der Öffnungszeiten des Stadtarchivs in der
Wilhelmsburg, und zwar auf insgesamt 21 Stunden pro Woche. Dies entspricht dem
bisherigen Ansatz der Stadtbücherei, der auch im Hinblick auf die Maßgabe der Mi
ndestöffnungszeit für das Erhalten einer Landesförderung bei interkommunalen Projekten beibehalten werden soll.
Allerdings wird die Wilhelmsburg wie das Rathaus am Mittwochnachmittag geschlossen. Im Gegenzug für die an diesem Tag entfallenden 3 Stunden bei der Stadtbücherei werden die Öffnungszeiten am Dienstag, Donnerstag und Freitag jeweils um eine Stunde erweitert.
Positiver Nebeneffekt der einheitlichen Öffnungszeiten für die Wilhelmsburg unter Sicherheitsgesichtspunkten ist, dass auch an Tagen mit über das übliche Dienstende im
Rathaus hinausgehender Öffnung grundsätzlich zwei Beschäftigte in der Wilhelmsburg
anwesend sind, also neben einer Mitarbeiterin in der Bücherei in Zukunft auch der
Stadtarchivar Darius Schürmann.
Formal bedarf die Änderung gegebenenfalls noch eines Beschlusses im Rat der Stadt
Hilchenbach am 4. Juli 2018, da die derzeitigen Öffnungszeiten Bestandteil der Benutzungsordnung für die Stadtbücherei Hilchenbach sind.
Die neuen Öffnungszeiten sollen zum 1. August 2018 gültig werden. Hans-Jürgen Klein merkt an, dass Reinhard Gämlich offiziell zum 31. Juli 2018 ausscheidet, aber Darius Schürmann zu diesem Zeitpunkt noch nicht als Nachfolger zur Verfügung steht. Dieser kann erst nach Abschluss seines Lehrgangs im Januar 2019 seine neue Tätigkeit tatsächlich ausüben.
Um im Zeitraum von August 2018 bis Januar 2019 den Betrieb im Stadtarchiv zumindest in bescheidenem Umfang aufrechtzuerhalten, hat sich Reinhard Gämlich erfreulicherweise bereit erklärt, im Rahmen eines Minijobs an einem Tag in der Woche weiterhin dort tätig zu sein.
Andreas Bolduan dankt Reinhard Gämlich für seine langjährige Tätigkeit als Stadtarchivar und Museumsleiter der Stadt Hilchenbach. Gemeinsam mit Olaf Kemper überreicht er als Anerkennung einen Präsentkorb“

Quelle: Stadt Hilchenbach, Ratsinformationssystem

Flick, Heuss und das Bundesverdienstkreuz – ein Zufallsfund

“ …. Die Chance, einen Orden zu bekommen, war 1966 weit geringer als zehn Jahre früher. Auch Heuss lehnte es zwar ab, das Bundesverdienstkreuz dem Großindustriellen und Milliardär Flick zu verleihen, weil er den nicht für einen „schöpferischen Unternehmen“, sondern für einen „Händler mit Aktienpaketen“ hielt und der Orden nicht für das Verdienen, sondern für Verdienste gegeben werde. ….“ aus: Walter Henkels: Adenauers gesammelte Bosheiten. Eine anekdotische Nachlese, Düsseldorf 1983, S. 136

Kim Christian Priemel zieht in seiner Monographie „Flick. Eine Konzerngeschichtevom Kaiserreich bis zur Bundesrepublik“, Göttingen 2007, S. 759, zur Darstellung der Ordensverleihung neben Presseartikeln (z. B. Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 107.1963) auch Klaus Gotto (Bearb.): Im Zentrum der Macht. Das Tagebuch von Staatssekretär Lenz, 1951–1953. Düsseldorf 1989, heran und verweist auf dem Tagebucheintrags Lenz´vom 22./23.9.1953.
In Norbert Frei/ Ralf Ahrens/Jörg Osterloh/Tim Schanetzky: „Flick. Der Konzern, die Familie, die Macht.“, München 2009, S. 641, fusst die Darstellung der Ordensverleihung auf die im Landesarchiv NRW aufbewahrte Ordensakte mit der Signatur LA NRW, NW O-5807. Diesen Aktenband zieht die bislang umgangreichste Darstellung der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Friedrich Flick ebenfalls zu Rate – neben der einschlägigen Überlieferung des Bundespräsidialamtes im Koblenzer Bundesarchiv (Bestand 122).
In der biographischen Quellen und der entsprechenden Literatur zu Adenauer, Heuss, Erhard und Lübke sollten sich ebenfalls weitere Hinweise zur Ordensangelegeneheit Flick finden. Eine abschließende Erforschung des zehn Jahre dauernden Verfahrens stellt bis jetzt ein Forschungsdesiderat dar.

Siegener Schülerinnenstreik 1969 in Lemgoer Ausstellung

Foto: Christiane Cantauw

In der Ausstellung „#mehralsdagegen. Schüler(protest)bewegungen 1968ff.“ wird auch der Streik der Schülerinnen des Staatlichen Mädchengymnasiums Siegen thematisiert.
Ein Ausstellungsblog gibt weitere, umfassende Informationen zur Präsentation. Das zur Ausstellung erschienene Faltblatt kann in den Bibliotheken des Stadtarchivs Siegen und des Kreisarchivs Siegen-Wittgenstein eingesehen werden.