Neue evangelische Kirchenbücher bei Archion: Wilnsdorf und Wingeshausen

Folgende Digitalisate sind vom 11. bis 18. Januar 2021 online gegangen. Der Aufruf der einzelnen Bände ist kostenpflichtig:
1) Wilnsdorf
– Trauungen 1579 – 1627, Beerdigungen 1580 – 1628, Taufen 1594 – 1627, Taufen 1653 – 1663, Trauungen 1653 – 1663, Beerdigungen 1653 – 1663 Band 1
– Trauungen 1724 – 1768, Taufen 1724 – 1768, Beerdigungen 1724 – 1769 Band 2
– Taufen 1768 – 1795 Band 3
– Trauungen 1769 – 1795 Band 4
– Beerdigungen 1769 – 1795 Band 5
– Beerdigungen 1892 – 1962 Band 8

2) Wingeshausen
– Taufen 1680 – 1748, Trauungen 1715 – 1745, Taufen 1748 – 1752, Beerdigungen 1734 – 1746
– Taufen, Trauungen, Beerdigungen 1753 – 1807
– Taufen 1808 – 1818 (Zivilregister), Taufen 1819 – 1835
– Trauungen 1808 – 1818 (Zivilregister), Trauungen 1819 – 1927
– Beerdigungen 1808 – 1818 (Zivilregister), Beerdigungen 1819 – 1902
– Taufen 1836 – 1881
Quelle: Archion, Facebook, 19.1.21

Literaturhinweis: Klaus Gietinger: „Blaue Jungs mit roten Fahnen. Die Volksmarinedivision 1918/19“

Zur Biographie eines späteren Wittgensteiner Landrats
„Erzählt wird die Geschichte der revolutionären Matrosen, die 1918 in Kiel, auf den Kreuzern und in den Küstenstädten meuterten, den Ersten Weltkrieg beendeten, die Revolution in Deutschland hoffähig machten und den Kaiser verjagten. Sie kamen in die Hauptstadt Berlin, um die neue, sozialistisch angemalte Regierung zu schützen und den preußisch-deutschen Militarismus zu zerschlagen. Sie hissten die rote Fahne auf dem Stadtschloss, verhafteten Plünderer und bewachten die Revolution. Ihnen ist es zu verdanken, dass der Rätekongress mit großer Mehrheit die sogenannten ›Hamburger Punkte‹ annahm, die eine radikale Demokratisierung der Armee, eine wirkliche Volkswehr verlangten. Doch Friedrich Ebert und seine SPD-Genossen in der Regierung paktierten mit den alten Militärs und torpedierten diese Pläne. Jetzt waren die Matrosen plötzlich das Ziel der Konterrevolution und derjenigen, die sie bisher geschützt hatten: die mit den alten Mächten alliierten Regierenden. Die Matrosen wurden hintergangen, verleumdet und verfolgt. Sie waren keine Bolschewisten, doch sie ließen sich spalten, so wie die SPD gespalten war. Schließlich wurden die Blaujacken mit den roten Bändchen gejagt und ermordet. Dabei standen führende Sozialdemokraten nicht nur Schmiere, sondern erließen die Mordbefehle. Klaus Gietinger setzt den Roten Matrosen mit diesem Buch ohne Scheuklappen und ohne Pathos ein Denkmal. Ein Denkmal, von dem wir eine Menge lernen können.“

Anm.: Vor allem die Kapitel „Die Vorbereitung des Massenmordes“, „Schießbefehl und Massenmord“, „Gasthaus des Todes“, „Massaker“ und „Der Marloh-Prozess“ (S. 210 – 228) sind wohl in Himblick auf eine noch zu schreibende Biographie Otto Marlohs auszuwerten.

ISBN 978-3-89771-263-8, 304 Seiten, 18,00 €

Quelle: Verlagsinformation

In fünf Leveln zur laufenden Dampfmaschine

LWL-Industriemuseum entwickelt Onlinespiel

Auf ihrer Zeitreise durch die Entwicklung der Dampfmaschine begegnen die Spielerinnen und Spieler vier Erfindern.
Grafik: BOK + Gärtner


Große Erfindungen brauchen manchmal viel Zeit. Bei der Dampfmaschine war das so. Den ersten Schritt machte ein Gelehrter im antiken Griechenland. 2.000 Jahre später brachte die Dampfkraft die industrielle Revolution in Gang und veränderte so die Welt. Im LWL-Industriemuseums kann man wichtige Etappen der Entwicklung jetzt spielerisch entdecken – innerhalb einer guten Viertelstunde. Den kurzweiligen Spaß mit Lerneffekt hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) jetzt unter http://www.dampfmaschinenspiel.lwl.org in Internet gestellt.

Entwickelt hat das LWL-Industriemuseum das Spiel für Kinder ab der 3. Klasse, für Familien und alle, die Spaß am Tüfteln haben. Sie können in fünf Leveln den Erfindern Heron von Alexandria, Denis Papin, Thomas Newcomen und James Watt bei ihren bahnbrechenden Entdeckungen helfen. Mit der Maus oder dem Finger müssen Teile wie Kessel, Kolben, Ventile, Pumpen, Stangen und Räder an die richtige Stelle geschoben werden. Zur Belohnung setzt sich die Maschine in Bewegung. Dazu gibt es persönliches Lob von den Erfindern, weitere Informationen zum Einsatz der Technik, Fotos, Filme und den Pfeil zum nächsten Level. Am Schluss gilt es, Lokführer Klaus bei der Reparatur der Dampflok „Anna“ im LWL-Industriemuseum zu unterstützen. Weiterlesen

„Zeitspuren“-Linktipp: Karten der Preußischen Uraufnahme von 1836-1842


Das Forschungsprojekt zur Geschichte des 19. Jahrhunderts im Gebiet des Kreises Siegen-Wittgenstein veröffentlicht auf seiner Homepage auch repräsentative Quellen, wie z. B. diese Karten der Preußischen Uraufnahme von 1836-1842.

Kommentare, Meinungen, Informationen und Anregungen zu dieser Präsentation können Sie gerne hier abgeben.
Weitere Einträge auf siwiarchiv zum aktuellen „Zeitspuren“-Projekt finden sich unter diesem Link: http://www.siwiarchiv.de/tag/zeitspuren/.

Gedenken im Wohnzimmer

Am 27.Januar gedenkt der Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein gemeinsam mit der  Gesellschaft christlich-jüdische Zusammenarbeit Siegerland und mit israelischen Partnern aus Emek Hefer den Opfern des Holocaust. Hannah Malka, die älteste noch lebende Zeitzeugin des Ghetto Theresienstadt, wird auf deutsch ihre Geschichte via Zoom teilen.
Anmeldung: b.friedrich@kreisjugendring.org oder cjz.siegen@t-online.de

Quelle: Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein, Facebook-Seite

Virtuelle Heimatsammlungen NRW gingen online

Mit der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen im Netz: die Heimatsammlung Neunkirchen, Ostdeutsche Heimatstube, und die Ostdeutsche Heimatstube im Heimatmuseum Banfetal, Bad Laasphe

 


Am 18. Dezember wurde die Projektwebseite der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen www.heimatsammlungen.de freigeschaltet. Sie zeigt im Rahmen des Leuchtturmprojektes „Virtuelle Heimatsammlungen in NRW“ ausgewählt digitalisierte Gegenstände und virtualisierte Heimatsammlungen aus Nordrhein-Westfalen.

Das vom Bundesland Nordrhein-Westfalen geförderte Leuchtturmprojekt der Kulturstiftung dient der Bewahrung des aus Mittel-, Ost– und Südosteuropa mitgebrachten deutschen Kulturguts und leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung der Geschichte und Kultur der Deutschen im östlichen Europa. Für die Umsetzung des Projekts setzte sich nachhaltig besonders Heiko Hendriks, NRW-Landesbeauftragter für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern, ein. Weiterlesen

Siegen: Fassade des Oberen Schlosses neu verschiefert

Wetterfest in Gänze ist jetzt wieder die Heimstatt des Siegerlandmuseums im Oberen Schloss, nachdem ein schadhafter Teil der Fassade – Verschieferung und darunter liegendes Mauerwerk – saniert wurde. (Foto: Stadt Siegen)

Wind und Wetter für die nächsten Jahrzehnte wieder trotzen kann jetzt ein Teil der Fassade des Oberen Schlosses. Sie war schadhaft und musste aus Sicherheitsgründen saniert werden.
Dazu wurde Ende 2019 die alte Schieferfassade mit der zugehörigen Holzschalung und Unterkonstruktion abgerissen.

Zum Vorschein kam ein Mauerwerk, das auch in weiten Teilen schadhaft war und in dem eine neue Fassade nicht verankert werden konnte. Ein Fachingenieurbüro wurde mit der Planung der Mauerwerkssanierung beauftragt. Im Sommer 2020 wurde der Schlosstrakt eingerüstet und die notwendige Verankerungen für die Fassade ausgeführt. Zum Jahresende konnte die Verschieferung vorgenommen werden. Die Kosten für die Sanierung aus städtischen Mitteln belaufen sich auf ca. 92.000 Euro.

Quelle: Stadt Siegen, Pressemitteilung v. 13.01.2021

Wikipedia-Artikel zu Karl Henrich Groos (1771 – 1858)

Verwaltungsbeamter und Leiter der Rentkammer in der Grafschaft Sayn-Wittgenstein-Hohenstein

Friedrichshammer 2018.jpg

Ehemaliges Domänengebäude auf dem Friedrichshammer, Gemeinde Kunst Wittgenstein, jetzt Bad Laasphe, Baujahr ca. 1820, Aufnahme 2018, Foto: Dieter Bald, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons

Bereits im Oktober 2018 hat Dieter Bald den Wikipedia-Eintrag zu Karl Henrich Groos verfasst.

#Archiverinnerungskultur – eine nicht nur archivische Blogparade

Anlässlich seines 9. Geburtstag startet  siwiarchiv auch in diesem Jahr eine Blogparade
Das Verhältnis von Archiven und Erinnerungskultur ist das Thema dieser Blogparade. Archive verstehen sich auch als zentrale Anlaufstelle für die Geschichte ihres Trägers.  Größere kommunale Archive machen dies dies zum Teil durch die Umbenennung in Institut für Stadtgeschichte deutlich – manchmal erzwungernermaßen. Dieses Selbstverständnis rückt einerseits die Kooperation von Archiven mit anderen erinnerungskulturell tätigen Einrichtungen (Museen, Gedenkstätten, oder im weitesten Sinne historischen Vereinen etc.) in den Fokus der Blogparade. Andererseits sind Archive an der erinnerungskulturellen Arbeit ihrer Träger oftmals alleinverantwortlich tätig, z. B. bei Jubiläen oder gutachterlichen Stellungnahmen bei Benennungen oder zur historischen Bewertung von Persönlichkeiten oder Ereignisse.
Von grundsätzlichen Überlegungen zum Verhältnis erinnerungskultureller und archivischer Arbeit bis hin zu (best/worst-)practise-Beispielen ist im Rahmen der Blogparade alles möglich. Interessant dürfte neben der archivischen Sicht auch der Blick der übrigen in der Erinnerungskultur Tätigen auf die Rolle der Archive in der Erinnerungsarbeit sein.
Zur Teilnahme gebeten sind neben den archivischen Weblogs daher auch die Geschichtsblogosphäre und (geschichts)kulturaffine Bloggende. Beiträge werden bis zum 28. Februar 2021 angenommen. Wir sind gespannt und freuen uns auf jedes einzelne „Geburtstagsgeschenk“!
Tanja Praske gibt übrigens 10 Tipps für die erfolgreiche Teilnahme an einer Blogparade: Weiterlesen