Lern- und Gedenkort „Hilfskrankenhaus Fludersbach“

Die Arbeitsgemeinschaft „Hilfskrankenhaus Fludersbach“, derzeit bestehend aus Geschichtswerkstatt Siegen e.V. und VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein, hat ihren Konzeptentwurf für einen Lern- und Gedenkort an der Stelle des ehemaligen Hilfskrankenhaus für Zwangsarbeiter*innen in der Fludersbach in Siegen vorgelegt.

Als im Oktober des Jahres 2023 durch die hiesige Presse bekannt wurde, dass das ehemalige Kauflandgelände in der Fludersbach veräußert wurde und der darauf befindliche Supermarkt einem Neubau weichen sollte, haben sich sofort lokalhistorisch Interessierte zu Wort gemeldet. Sie wiesen darauf hin, dass das aktuelle Gebäude auf den Überresten des ehemaligen Hilfskrankenhauses für NS-Zwangsarbeiter*innen aus der Region errichtet wurde. Weiterlesen

Buchpräsentation: „Bin Mensch nicht auch ich?“ Erinnern – Erzählen – Erleben

Aktives Museum Südwestfalen Siegen, Sonntag, 22. März 2026, 17:00 Uhr
Erinnerung braucht neue Formen, um lebendig zu bleiben. Mit der Anthologie „Bin Mensch nicht auch ich? Erinnern. Erzählen. Erleben“ erscheint nun ein außergewöhnliches Buch, das Geschichte in Bildern erzählt: In Form von Graphic Novels, also Comics, werden Lebensgeschichten von NS-Opfern aus Siegen künstlerisch und zugleich historisch fundiert zugänglich gemacht.
Die Anthologie „Bin Mensch nicht auch ich?“ enthält die Lebensgeschichten von Betty Hochmann, Inge Frank, Otto Päulgen, Zina und Johanna und Simon Grünewald, die vor und während des Nationalsozialismus in der Stadt und dem Kreis Siegen lebten. Ihre Erfahrungen  von Verfolgung, Deportation, Exil, Zwangsarbeit und NS-Krankenmord wurden über viele Jahre vom Aktiven Museum erforscht und stehen exemplarisch für viele Schicksale in dieser Zeit.und stehen zugleich exemplarisch für die Schicksale vieler Menschen zu dieser Zeit. Die Anthologie präsentiert grafische Erzählungen von den Künstlerinnen Marion Goedelt, Inbal Leitner, Stephanie Lunkewitz, Lisa Rock und Bianca Schaalburg. Weiterlesen

Benutzung der digitalisierten NSDAP-Mitgliederkartei

Reblog: Günter Junkers, compgen-Blog v. 27.2..2027

NSDAP-Mitgliedskarte Wilfried Lückert, Quelle: National Archives, (Record Group 242: National Archives Collection of Foreign Records Seized, Series: Records Relating to Membership in the Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP)),
A3340-MFOK: Number N0076

:Die Suche nach Personen in der NSDAP-Mitgliederkartei im Bundesarchiv Berlin erfolgt nur auf Antrag, der dann von Mitarbeitenden des Bundesarchivs bearbeitet wird. Ist eine Karteikarte vorhanden, werden Scans angefertigt. Im Rahmen von wissenschaftlichen und amtlichen Anfragen und für historische Bildungsarbeit kann die digitalisierte Kartei auch im Mikrofilm-Lesesaal in Berlin-Lichterfelde selbstständig benutzt werden, wobei bestimmte rechtliche Voraussetzungen und Verpflichtungen erfüllt werden müssen. Wegen der noch bestehenden personenbezogenen Schutzfristen ist eine Nutzung über das Internet oder für die genealogische Forschung nicht möglich.

Freie Nutzung im US-Nationalarchiv

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VHS-Vortrag: Christenkreuz und Hakenkreuz

Di., 03.03.2026, 18:30 – 20:30 Uhr, 5,00 €
Otto-Reiffenrath-Haus, Bahnhofstr. 1, 57290 Neunkirchen
Dieter Pfau

Das Buch „Christenkreuz und Hakenkreuz“, erschienen im Jahr 2000, ist eine Studie über den Aufstieg der Nationalsozialisten in der Zeit von 1929 bis zum 30. Januar 1933 zur Geschichte des heutigen Kreises Siegen-Wittgenstein.

Die Untersuchung geht der Frage nach, warum die NSDAP in der Stadt und im damaligen Kreis Siegen bei einer großen Zahl der Wählerinnen und Wähler mit wachsender Zustimmung aufgenommen wurde und im Frühsommer 1932 sogar einmal Zustimmungswerte von mehr als fünfzig Prozent erzielte. Ein besonderer Fokus der Untersuchung liegt dabei auf den Methoden und Mitteln nationalsozialistischer Politik und Propaganda, die mehrmals auch in offenen Terror mündeten. Die Gründung der Weimarer Republik – der ersten wirklich parlamentarischen Demokratie in Deutschland, in der auch erstmals die Frauen wählen durften –, beruhte auf einem Basiskompromiss zwischen den republikanischen und national-konservativen politischen Parteien. Als dieser Kompromiss unter den Bedingungen der Weltwirtschaftskrise aufgekündigt wurde, begann der Aufstieg der NSDAP von einer kleinen Splittergruppe zur stärksten politischen Partei. Weiterlesen

Kranzniederlegung am Gedenkstein zur Judenverfolgung aus Hilchenbach

Jährliche Kranzniederlegung am Gedenkstein am 28. Februar zum Gedenken an die ermordeten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Hilchenbach

Am 28. Februar jährt sich der Tag der Deportation von Elisabetha „Gerti“ Holländer und ihrem 10jährigen Sohn Lothar Holländer.
An diesem Jahrestag veranstaltet die Stadt Hilchenbach eine Gedenkstunde, um an das schreckliche Schicksal der Hilchenbacher Jüdinnen und Juden, die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland geworden sind, zu erinnern. Am Gedenkstein an der Ecke Marktplatz und Hilchenbacher Straße wird dabei ein Kranz niedergelegt.
Der Stadt Hilchenbach ist es ein besonderes Anliegen, die Erinnerungen aufrecht zu halten, aber auch gemeinsam ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zur Gedenkfeier am Gedenkstein zur Judenverfolgung unterhalb der evangelischen Kirche in Hilchenbach am 28. Februar um 11:00 Uhr eingeladen.
Im Jahr 2013, genauer am 4. Juli, wurde der Gedenkstein zur Erinnerung an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur wurden, aufgestellt.
Mit einem Mahnmal im Blickpunkt der Öffentlichkeit, in der Nähe des Marktplatzes, soll die Erinnerung „lebendig“ gehalten werden.

„Euthanasie“-Morde: Anerkennung als Verfolgte des Nazi-Regimes auch rechtlich verankern!

Das forderte die Lebenshilfe zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar.


Mit einem Kranz am T4-Gedenkort in Berlin erinnerten am 28. Januar Lebenshilfe-Vertreter*innen an die Opfer der NS-„Euthanasie“. Von links: Dagmar Schmidt, MdB und Mitglied im Bundesvorstand der Lebenshilfe, Christian Specht, Selbstvertreter und Mitglied im Landesvorstand der Lebenshilfe Berlin, und Bundesvorsitzende Ulla Schmidt, Bundesministerin a.D. © Lebenshilfe/Peer Brocke


Erst im vergangenen Jahr, 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, wurden die Opfer von „Euthanasie“-Morden und Zwangssterilisierungen als Verfolgte des Nazi-Regimes anerkannt. Dafür hatte sich die Lebenshilfe jahrelang beharrlich eingesetzt. „Nach dem Beschluss des Deutschen Bundestages muss die Anerkennung als Verfolgte nun auch rechtlich verankert werden“, fordert Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesministerin a.D., anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar. Weiterlesen

„Opa war kein Nazi!?“

Rechercheworkshop zur Familiengeschichte im Nationalsozialismus
Mit Dr. Johannes Spohr
1,5 tägiger Workshop
Do. 19.02.2026, 16:30-19:30Uhr, Treffpunkt Stadtarchiv Siegen
Fr. 20.02.2026, 10-17 Uhr, Raum wird noch bekannt gegeben

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte in der Zeit der Nationalsozialismus ist ein aktuelles Thema, mit dem sich verschiedene Institutionen auseinandersetzen und dazu Workshops und Fortbildungen anbieten, da diese eigene Geschichte oftmals unbekannt ist, Dinge nicht erzählt oder erfragt wurden. Heutige Generationen hinterfragen dagegen die offizielle Erzählung der eigenen Familie und deren handeln im Nationalsozialismus, möchten mehr dazu erfahren oder Antworten erhalten. Gleichzeitig kann das Wissen um die eigene Familiengeschichte auch bestärkend sein für die Verantwortung in einer demokratischen Gesellschaft.
Doch wie gelange ich an welche Informationen? Und wie sind die Ergebnisse zu verstehen? Diesen Fragen können die Teilnehmer*innen sich im Workshop mit professioneller Anleitung und Unterstützung widmen. Der Historiker Johannes Spohr leitet durch den Tag, liefert Grundlagen, Anregungen und Tipps und geht auf individuelle Fragen zur Recherche ein. Zudem soll eine örtliche Gedenkstätte und ein Archiv besucht werden um zum einen mehr über die lokale NS-Geschichte zu erfahren und wie die Arbeit eines Archivs aussieht. Weiterlesen

#WeRemember

Aus Anlass des Internationalen Gedenktages an die opfer des Hololcausts verweist siwiarchiv heute auf die regionalen Opfer im KZ Auschwitz mit einer Auswahl von Beiträgen auf siwiarchiv sowie auf das Aktive Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus im Kreis Siegen-Wittgenstein:
Deportation Siegener und Wittgensteiner Juden nach Auschwitz
Online: In Wittgenstein geborene Sinti und Roma im Zigeunerfamilienlager Auschwitz-Birkenau
Fritz Stein (1.1.1904 – 31.3.1942). Ein Mordopfer der nationalsozialistischen Homosexuellenverfolgung.
Suche im Aktiven Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus im Kreis Siegen-Wittgenstein nach dem Schlagwort „Auschwitz“

#everynamecounts-Challenge zum Holocaust-Gedenktag 2026

Freiwillige können an Menschen erinnern, die aus Belgien und Frankreich nach Auschwitz deportiert wurden

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Auch 81 Jahre später ist die Aufarbeitung der historischen Quellen und die Dokumentation der Namen der Ermordeten noch nicht abgeschlossen. Um die Erinnerung an jedes einzelne Schicksal zu bewahren, rufen die Arolsen Archives zum kommenden Holocaust-Gedenktag zur Challenge #everynamecounts auf. Ziel ist es, gemeinsam noch nicht digitalisierte Informationen von rund 58.000 Dokumenten zu erfassen. Im Fokus stehen in diesem Jahr Dokumente vom Archivdienst für Kriegsopfer aus dem Belgischen Staatsarchiv.

Karteikarten über Männer, Frauen und Kinder, die als Juden, Sinti und Roma verfolgt wurden

Die Kartei enthält wertvolle Hinweise zu den NS-Opfern, die die SS vielfach über das Sammellager Mechelen in Belgien oder verschiedene Lager in Frankreich wie Drancy nach Auschwitz deportierte. Die Karten wurden zwischen 1941 und 1944 vom Sicherheitsdienst der deutschen Sicherheitspolizei (Sipo-SD) erstellt.

Unter den Deportierten war auch die 18-jährige Wienerin Edith Fuchs. Sie war mit ihrem Vater und zwei Geschwistern nach Brüssel geflohen, nachdem das nationalsozialistische Deutschland im Jahr 1938 Österreich annektiert hatte. Im Oktober 1942 wurde Edith verhaftet und in die Dossin-Kaserne in Mechelen (Belgien) verschleppt. Die Kaserne liegt auf halber Strecke zwischen Brüssel und Antwerpen, heute befinden sich hier eine Gedenkstätte und ein Museum. In der Kaserne trieb die SS als jüdisch verfolgte Menschen sowie Sinti und Roma für die Deportation in die Vernichtungslager zusammen. Acht Tage nach ihrer Verhaftung wurde Edith Richtung Auschwitz deportiert und dort, wie ihr Vater, direkt ermordet.

Die Kartei aus Brüssel enthält auch Karten zu Menschen, die untertauchen oder fliehen konnten und so der Deportation entkamen.

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