Vortrag „Wiederaufbau und Neuorientierung (1945 – 2019)“

Musikalisch-besinnliche Streifzüge durch die Geschichte der Kirchengemeinde Burbach
Sonntag, 13. Oktober 2019, 19.00 Uhr, Ev. Kirche Burbach
Referenten: Plarrer Jochen Wahl, Ev. Kirchengemeinde Burbach, Christoph Ewers, Bürgermeister der Großgemeinde Burbach


Gewollt ist nach 1945 eine Volkskirche, die auf breiter Basis steht und ihren Auftrag in finanzstarker Zeit mit wachsender Personal- und Gebäudeausstattung sowie einer umfangreichen Palette an Diensten und Angeboten wahrnimmt. Gesellschaftliche Veränderungen und einhergehende Entkirchlichung machen zunehmend das Konzept einer geistvollen Wandlung wichtig. So drängt sich auch in Burbach und seinen Dörfern die Frage nach Identität und Bedeutung von Kirche in einer sich wandelnden Welt auf.
Quelle: Ev. Kirchengemeinde Burbach, Veranstaltungsflyer (PDF)

Vortrag: „Erinnerungskultur im Heavy Metal“

Mittwoch, 2. Oktober 2019 von 17:00 bis 18:30
Stadtbibliothek Siegen, Markt 25, 57072 Siegen


„Zum 8. PopKULTur-Vortrag gehen wir ein bisschen vom Film weg und wenden uns mal der Musik zu – wir haben den Musikwissenschaftler Sidney König eingeladen, der zu dem spannenden Thema Erinnerungskultur in Musik forscht.

Auf seinen Vortrag „The Evil That Men Do – Darstellungen des zweiten Weltkrieges im Heavy Metal aus der Perspektive musikalischer Erinnerungskulturforschung“ gibt er euch schonmal einen kleinen Ausblick:

Gewalt und Krieg sind klassische Themen in Heavy Metal-Songs aller Subgenres. Das Spektrum der historischen Kontexte reicht von den Konflikten der griechischen Antike bis hin zu den Kriegen in Irak und Afghanistan im 21. Jahrhundert. Auch der zweite Weltkrieg wird dabei immer wieder zum Fokuspunkt künstlerischen Ausdrucks und ästhetischer Annäherung.
In dieser Präsentation wird Heavy Metal aus der Perspektive der Erinnerungskulturforschung betrachtet, mit speziellem Fokus auf die Bezüge der Metalkultur auf den zweiten Weltkrieg. Der zweite Weltkrieg ist in fast allen Metal-Subgenres reflektiert worden; ganze Alben sind ihm gewidmet, viele international bekannte Bands haben Songs zum Thema geschrieben. Darüber hinaus hat der Krieg auch die visuellen Komponenten der Kultur beeinflusst: Die Verwendung von Nazi-Symbolik durch Bands wie Slayer und Rammstein oder Persönlichkeiten wie Lemmy Kilmister hat dabei mitunter für Kontroversen außerhalb wie innerhalb der Kultur gesorgt. Weiterlesen

Einweihung der neuen Gedenktafel zu den Deportationen vom Bahnhof Siegen

Freitag, 27. September, 16.00 Uhr, Hauptbahnhof Siegen, Gleis 4 (Richtung Dortmund)

Berichtet wird über die Deportationen – vorwiegend von Menschen jüdischen Glaubens – nach Zamosc, Theresienstadt und Auschwitz-Birkenau. Anlass der Neugestaltung der Gedenktafel ist der 75. Jahrestag der Verfolgung und Deportation von in sogenannten Mischehen Lebenden. Dazu werden neue Erkenntnisse vorgetragen.

Quelle: Aktives Museum Südwestfalen, Veranstaltungen

Siegen: Alternativer Stadtrundgang

Sonntag, 22. September, 15.30-17.00 Uhr, Treffpunkt: Eingang KrönchenCenter, Markt 25

„Der Gang führt entlang der Geschäfte ehemaliger jüdischer Inhaber, der Stolpersteine und politischer Denkmäler. Thematisiert werden Diskriminierung, Verfolgung bis hin zur Ermordung sowie Widerstand und Flucht. Es werden historische Fotos gezeigt.“

Leitung: Traute Fries, Klaus Merklein
Teilnehmerbeitrag: 5 €

Quelle: Aktives Museum Südwestfalen, Veranstaltungen

Ausstellung : „Käferträume & Schlossbesuche – Experimente zu Franz Kafka in Bild und Buch“

Eine Ausstellung von Marianne Demmer und Christian W. Thomsen, gezeigt in der Passage der Teilbibliothek Unteres Schloß (US) der Universität Siegen bis 27. September 2019

Mit seinem Werk hat der deutschsprachige Schriftsteller Franz Kafka nicht nur Weltruhm und Aktualität bis auf den heutigen Tag erlangt, seine Erzählungen und Romane provozierten sogar die Entstehung eines eigenen Adjektivs: ‚kafkaesk‘ beschreibt – so der Duden – Schilderungen, die „auf unergründliche Weise bedrohlich“ wirken.
Es ist dieses Unergründliche, was Marianne Demmer, Künstlerin und Mitglied des Hochschulrats der Universität Siegen, und den langjährigen Anglistikprofessor und ehemaligen Gründungssenator der Universität Christian W. Thomsen bereits 2018 reizte, sich mit dem Werk Franz Kafkas zu beschäftigen und gemeinsam in Kreuztal eine Ausstellung zu realisieren.
Im Mittelpunkt standen zunächst Kafkas „Brief an den Vater“ (1919) und die Erzählung „Die Verwandlung“ (1912), die Demmer als Traumschilderung interpretierte und in immer neue, groteskere Verwandlungs- und Käferbilder zu transformieren wusste. Ihre Assoziationen, die sie als digitale Computerbearbeitungen – als sogenannte DigiArt – mit hellen, warmen und kräftigen Tönen umsetzt, erlauben einen kraftvollen, positiven und bisweilen humoristischen Blick auf Kafka und sein Werk. Ihr differenzierter Blick auf Kafka sieht in ihm nicht nur den Schmerzensmann, sondern auch den analysierenden und sezierenden rebellischen Geist. Weiterlesen

100 Jahre Bauhaus – und auch in der Gemeinde Burbach wird gefeiert!

Ein kleines Fest für die ganze Familie am Landhaus Ilse

Das Landhaus Ilse, verwandt mit dem Weltkulturerbe „Haus am Horn“ in Weimar, stellt sich der Öffentlichkeit im Rahmen eines kleinen Festes für die ganze Familie vor. Als großzügige Spende erhielt die Gemeinde Burbach im Jahr 2017 das „Landhaus Ilse“ von dem damaligen Eigentümer-Ehepaar Adenauer.
Das Haus in Burbach wird in seinem derzeitig ursprünglichen Zustand gezeigt, da dies die Geschichte des Hauses am ehesten deutlich macht. In den Räumen rund um den zentralen Wohnraum, welcher dem Landhaus Ilse seinen unverwechselbaren Charakter verleiht, wird es am Festwochenende verschiedene Vorträge angelehnt an das Thema Bauhaus geben.
Am Samstag, 07.09.2019 eröffnet Katrin Mehlich, Kulturbeauftragte der Gemeinde Burbach, um 13 Uhr den Reigen der Vorträge und Führungen mit einer Darstellung „Zur Geschichte des Landhauses Ilse“. Um 14.00 Uhr wird ein Vertreter des Adlerclub Deutschlands die Besucherinnen und Besucher mit dem Vortrag zu „Walter Gropius – ein Architekt als Autodesigner? Die Wiederauferstehung des Gropius Adler erfreuen. In diesem Jahr wird der von Gropius für die Autofirma Adler konzipierte „Standard 8“ wieder auferstehen. Danach wird um 16.00 Uhr Dr. Marlies Obier, Konzeptkünstlerin und Bauhaus-Enthusiastin einen Vortrag zu „Frauen am Bauhaus“ halten. Dabei geht es auch um Alma Siedhoff-Buscher, die in Kreuztal geborene Bauhäuslerin! Weiterlesen

50 Jahre Deutscher Soldatenfriedhof Futa-Pass

Soldaten des Einsatzführungsbereiches 2 aus Erndtebrück und Reservisten der Kreisgruppe Südwestfalen bei Gedenkfeier und Arbeitseinsatz in der Toskana

Soldaten des Einsatzführungsbereiches 2 aus Erndtebrück, Reservisten der Kreisgruppe Südwestfalen des Verbandes der Reservisten und je ein aktiver Kamerad aus Siegburg und Koblenz nahmen jetzt an der Gedenkfeier anlässlich der 50. Wiederkehr der Einweihung des deutschen Soldatenfriedhofes auf dem Futa-Pass in der Toskana teil. Außerdem führten die Soldaten und Reservisten einen Pflegeeinsatz auf dem Soldatenfriedhof durch. Der Einsatz stand unter der Leitung von Stabsfeldwebel Erhard Lauber, selbst aktiver Soldat am Standort Erndtebrück und Geschäftsführer des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für das Wittgensteiner Land. Nach 2002 und 2011 war dieses der dritte Arbeitseinsatz von Soldaten aus Erndtebrück auf dem Futa-Pass.

Zu den Aufgaben der Soldaten gehörten unter anderem auch Mäharbeiten auf dem Friedhof. © Erhard Lauber

Letzte Ruhestätte für über 30000 Gefallene

Der Soldatenfriedhof liegt auf einer Bergkuppe, 40 Kilometer von Florenz entfernt, unmittelbar am Futa-Pass (952 Meter über dem Meeresspiegel). Mit 30.683 Gefallenen ist der Friedhof Futa-Pass der größte deutsche Soldatenfriedhof in Italien. Aus Feldgräbern und Gemeindefriedhöfen der umliegenden zehn Provinzen hat sie der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge geborgen und umgebettet. Das war
notwendig, um die Gräber der Gefallenen zu erhalten und um noch unbekannte Tote zu identifizieren. Vielen Hinterbliebenen konnte der Volksbund nach langen Jahren der Ungewissheit das Schicksal ihres Angehörigen mitteilen. Die Einweihung des Friedhofes fand am 28.Juni1969 statt. Weiterlesen

Stolpersteinverlegungen in Siegen

1. August 2019

Auf Initiative und vielseitige Recherche des Aktiven Museums Südwestfalen werden die Steine für Frau Levi, Frau Dornseiffer und Herrn Reuter von Herrn Demnig in Kooperation mit dem Team des Stadtjugendrings Siegen e.V. im Siegener Stadtgebiet in die Bürgersteige verlegt. Die Aktion beginnt um 10.00 Uhr mit dem Ersatzstein für Bertha Levi in der Bahnhofstraße in Siegen. Anschließend wird um ca. 10.45 Uhr der Stolperstein für Herrn Karl Reuter in Siegen-Bürbach, Obere Dorfstraße 32, verlegt. Er wurde 1935 in die Heilanstalt Applerbeck eingewiesen, im März 1943 [? wg. Kommentar s. u.] nach Warstein verlegt und dort am 17.03.1941. ermordet. Gespendet wurde dieser Stein vom Heimatverein Bürbach.

Im Oval sind Theresia Dornseiffer geb. Nies und ihr Ehemann Rudolf Dornseiffer zu sehen. Das Foto ist aus dem Jahr 1929.
Quelle: Privatbesitz

Der 99. Gedenkstein wird um 11.30 Uhr dann für Theresia Dornseiffer in der Weidenauer Str. 28 in Siegen-Weidenau verlegt. Frau Dornseiffer wurde im Februar 1940 in die Heilanstalt Warstein eingewiesen, am 18. Juli 1941 nach Hadamar verlegt und dort im Rahmen des Euthanasieprogramms der Nationalsozialisten ‚T4‘ noch am gleichen Tag ermordet. Gespendet wurde dieser Stein von Ingrid Tielsch und Hanne Müller.
Quelle: Kreis Siegen-Wittgenstein, Veranstaltungen

Frauen in Kreuztals Stadtgeschichte

Gründung einer Geschichtswerkstatt
Mittwoch, 07. August, 17.00 bis 19.00 Uhr, Stadtbibliothek Kreuztal Treffen 1x monatlich, Folgetermine werden gemeinsam festgelegt.


Ziel ist es, das Leben und die Lebensbedingungen und Leistungen der Frauen vergangener Zeiten bis in die Gegenwart etwas genauer zu erforschen und aus dem Verborgenen ans Tageslicht zu bringen.

Bilder – Geschichten – Erlebnisse – Fakten: Wie sieht die Kreuztaler „FrauenStadtGeschichte“ aus?

Wer war früher eine Tochter dieser Stadt und wie sehen die Töchter dieser Stadt heute aus? Wussten Sie, dass zwei Kredenbacherinnen und eine Frau aus „Crombach“ 1653 als Hexen verbrannt wurden? 1920er Jahre in Kreuztal – Belle Epoque bei Dreslers? Was haben Frauen im Bergbau, in der Landwirtschaft, in den Kriegen geleistet und wie ist es ihnen ergangen? Weiterlesen