Ein Jahr Blog des Verbandes deutscher Archivarinnen und Archivare

v.l.n.r.: Dr. Joachim Kemper (Institut für Stadtgeschichte Frankfurt a.M.), Thomas Wolf (Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein), Dr. Bastian Gillner (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Duisburg), Katharina Barth (Öffentlichkeitsarbeit, VdA-Geschäftsstelle), Thilo Bauer (VdA-Geschäftsführer), Dr. Antje Diener-Staeckling (LWL-Archivamt für Westfalen, Münster) und Dr. Thorsten Unger (Universitäts- und Hochschularchiv Osnabrück). Foto: VdA

v.l.n.r.: Dr. Joachim Kemper (Institut für Stadtgeschichte Frankfurt a.M.), Thomas Wolf (Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein), Dr. Bastian Gillner (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Duisburg), Katharina Barth (Öffentlichkeitsarbeit, VdA-Geschäftsstelle), Thilo Bauer (VdA-Geschäftsführer), Dr. Antje Diener-Staeckling (LWL-Archivamt für Westfalen, Münster) und Dr. Thorsten Unger (Universitäts- und Hochschularchiv Osnabrück). Foto: VdA

Am 20. Oktober 2016 kam die Expertengruppe Social Media und Öffentlichkeitsarbeit zum vierten Mal in der Verbandsgeschäftsstelle in Fulda zusammen, um fast 1 Jahr nach Online-Schaltung des VdA-Blogs ein erstes Résumé zu ziehen und gleichzeitig Ideen für die Weiterentwicklung zu erarbeiten.

Die bisher geleistete und von der Expertengruppe investierte Arbeit in den Blog trägt seine Früchte: Der Blog wird gut angenommen und ist in der archivischen Blog-Landschaft gut etabliert. Die aktuellen Nutzerzahlen und statistische Auswertungen bestätigen dies.

Künftig sollen die Blog-Beiträge enger mit Print- und Onlinemedien verknüpft werden. Hierzu sind einige technische Weiterentwicklungen vorgesehen.

Weiterhin gilt der Aufruf, dass sich gerne alle Interessierten aktiv am Blog beteiligen möchten. Die Expertengruppe, welche den VdA-Blog redaktionell betreut, lädt Sie herzlich zu konstruktiven Diskussionen ein und freut sich über einen angeregten fachlichen Meinungsaustausch.

Quelle: VdA, Mitteilung vom 201.10.2016

Vortrag „Wittgenstein und die Oranier-

ein historischer Streifzug durch die vielfach noch unbekannten Nachbarschaftsbeziehungen“

Gouda Sint Janskerk Glas Prinz von Oranien

Gouda Sint Janskerk Glas Prinz von Oranien


In diesem Jahr wird das Literaturpflaster um einen historischen Vortrag bereichert. Der Historiker Dr. Ulf Lückel konnte gewonnen werden, einen Vortrag zum Thema „Wittgenstein und die Oranier- ein historischer Streifzug durch die vielfach noch unbekannten Nachbarschaftsbeziehungen“ zu halten. Die Entwicklung der Niederlande aus südwestfälischer und aus der oftmals noch unentdeckten Wittgensteiner Perspektive bietet einen Einblick in die spannenden Gefilde der nassauisch-oranischen Geschichte. Etliche Facetten des Bezugs zwischen den Niederlanden und Wittgenstein stellt dieser mit vielen Bildern bereicherte Vortrag vor. Heute ab 20 Uhr begibt sich Dr. Ulf Lückel in der Cafeteria der Odebornklinik auf eine interessante Zeitreise über 500 Jahre lebendiger Geschichte. Ein unterhaltsamer und informativer Abend ist garantiert.

Karten gibt es noch bei der Tourist-Information am Goetheplatz 3, bei der Buchhandlung MankelMuth und an der Abendkasse.

Quelle: Stadt Bad Berleburg, 25.10.2016

Tagung „Collecting, Sorting, Ordering. Practices of Listing in Popular Culture“

Heute, 27.-28.10.2016, Universität Siegen

„Listen sind als Ordnungsmedium bekannt, das wesentlich dazu beiträgt, wie wir Wissen organisieren und klassifizieren. In Online- und Social Media finden Listen derzeit eine bemerkenswerte Verbreitung. Digitale Kulturen haben „neue“ Arten von Listen hervorgebracht, die datenintensiv, algorithmisch und dynamisch sind, aber auch signifikante formale und funktionale Merkmale aufweisen, die in bürokratischen Organisationen, in der populären Kultur oder in der Literatur weit verbreitet sind.
Die Allgegenwärtigkeit der Listen im Alltag fordert die Forscher auf, zu überprüfen, was Listen sowohl empirisch als auch konzeptionell sind, zu erforschen, was sie von Tabellen, Katalogen oder Datenbanken unterscheidet, und auch zu berücksichtigen, was Listen und was wir mit ihnen tun.
Ziel der Konferenz ist es, Listen aus einer interdisziplinären Perspektive als performative, erkenntnistheoretische Prozesse zu betrachten und zu erforschen, wie ihre minimalistische Form verschiedene Funktionalitäten ermöglichen kann.“

Weitere Informationen s. Tagungsflyer (PDF)

Quelle: Universität Siegen, Tagungsseite 

„Der Wiederaufbau Siegens nach dem zweiten Weltkrieg“

Donnerstag, 27.10.2016, 16 :00 – 18:15 Uhr
Kirchenladen Offenbar, Kölner Straße 8, 57072 Siegen
Eine Veranstaltung im Rahmen von „The Culture Bridge „, Interkulturelles Themencafé

„Miteinander ins Gespräch kommen über das gemeinsame Leben in Deutschland: Das ist das Ziel von „The Culture Bridge“. Eingeladen sind Migrantinnen und Migranten, die ihre Konversationsfähigkeit im Deutschen verbessern und dabei die Kultur ihrer neuen Heimat genauer kennen lernen wollen. Das Themencafé richtet sich aber auch an Einheimische, die Freude haben am Kontakt zu Menschen aus anderen Kulturen.“

Quelle: Evangelischer Kirchenkreis Siegen

Literaturhinweis: Peter Vitt: Raiffeisen-Genossenschaft Attendorn 1916-2016

vittraiffeisen
„Anlässlich des 100. Gründungstages der „Bäuerlichen Attendorn, der heutigen „Raiffeisen Sauer-Siegerland“, wird die Entwicklung dieser Genossenschaft von der Mitte des I. Weltkrieges bis in die Gegenwart aufgezeigt.
Während der Recherchen zu dieser Chronik stellte sich heraus, dass eine ganze Reihe von Raiffeisen-Genossenschaften im Laufe des Jahrhunderts durch Fusion direkt oder indirekt übernommen wurden. Auch deren Geschichte und die einiger anderer Nachbar-Genossenschaften, wird hier beleuchtet ….“
Der Wirtschaftshistoriker Vitt untersucht in diesem Buch daher auch die Genossenschaften in Hilchenbach, Littfeld und Kreuztal.
Quelle: Klappentext

„Burbacher Kaleidoskop“ arbeitet Geschichte auf

Anekdoten werden für das Jubiläum zusammengestellt

Einen kleinen Fragebogen haben alle Burbacher Haushalte erhalten. Aus den Geschichten soll ein Buch passend zum 800-jährigen Jubiläum der Gemeinde im Jahr 2019 entstehen. © Gemeinde Burbach

Einen kleinen Fragebogen haben alle Burbacher Haushalte erhalten. Aus den Geschichten soll ein Buch passend zum 800-jährigen Jubiläum der Gemeinde im Jahr 2019 entstehen. © Gemeinde Burbach

„Es soll ein Geschichtenbuch von Burbachern für Burbacher werden“, erklären Birgit Meier-Braun, Burbachs Seniorenbeauftragte, Katrin Mehlich vom Kulturbüro Burbach und Gemeindearchivarin Patricia Ottilie den Hintergrund für eine große Fragebogenaktion. In der vergangenen Woche haben alle Burbacher Haushalte eine kleine Broschüre (PDF) mit Fragen erhalten, die sie beantworten sollen. Außerdem ist Platz für eigene Geschichten und Erzählungen, die die Gemeindebewohner mitteilen können.

„Burbach wird 2019 800 Jahre alt“, kommentiert Bürgermeister Christoph Ewers die Idee, die im Rahmen des Projektes „Damals – Geschichten von Land und Leuten“ stattfindet. „Aus diesem Anlass wollen wir nicht nur auf die Burbacher Gemeindegeschichte blicken, sondern möchten auch die Anekdoten und Erzählungen der Menschen in den Blickpunkt rücken. Wer, wenn nicht die Burbacher selber, könnten am besten die jüngste Geschichte Burbachs beschreiben.“ Weiterlesen

Meistermann-Meisterwerk in Freudenberg

Matinee vermittelte Wissen um Künstler und Kunstwerk

Mit einer Matinee zu den Meistermann-Fenstern in der St. Marien-Kirche lenkte jetzt der Arbeitskreis Stadt- und Baugeschichte des 4Fachwerk-Museumsvereins die Aufmerksamkeit auf dieses bedeutende Künstler- und Architekturprojekt in Freudenberg. Hausherr Pfarrer Reinhard Lenz freute sich, dass diese Betrachtung so gut in die Feierlichkeiten zur Erinnerung an die Weihe der Kirche vor 50 Jahren passe. 4Fachwerk-Vorsitzender Dieter Siebel zeigte sich bei der Begrüßung angetan von dem großen Besucherinteresse an den Vorträgen.

Gottfried Theis bei der Vorbereitung in der St. Marien Kirche Freudenberg (Foto Bernd Brandemann)

Gottfried Theis bei der Vorbereitung in der St. Marien Kirche Freudenberg (Foto Bernd Brandemann)

Dass sich in Freudenberg so ein bedeutendes Werk des international renommierten Künstlers Prof. Georg Meistermann befindet, ist eigentlich einem Zufall geschuldet. 4Fachwerker Gottfried Theis ging in seiner „Spurensuche“ ausführlich auf die Begebenheit ein: Der Bruder des damaligen Freudenberger Pfarrers Theo Korte, der Psychoanalytiker Bernhard Korte, stand in freundschaftlicher Verbindung mit der Familie Meistermann, insbesondere mit der Berufskollegin Edeltrud Meistermann. Dort berichtete er von dem Kirchenbau in Freudenberg und stellte den ersten Kontakt her. Theo Korte legte in einem Brief die besondere Situation als Diasporagemeinde dar und sprach die Frage der Gestaltung an: „Bei unserem Kirchbau haben die Fenster wegen ihrer Größe und weil sie fast den gesamten Kirchenraum umfassen, eine entscheidende Bedeutung. Mit dem Gelingen der Fenster steht und fällt das Gelingen des Raumes überhaupt. Hier liegt unsere große Sorge.“ Weiterlesen

Kleider von Keppels Kirchenboden

Sonderausstellung des Internatsmuseums

Historische Tanzkleider (Quelle: Stadt Hilchenbach)

Historische Tanzkleider (Quelle: Stadt Hilchenbach)

In Stift Keppel befand sich früher eine Internatsschule für „höhere Töchter“. Die Schule spiegelte das ambivalente Frauenbild der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts: Einerseits das neue Streben nach weiblicher Bildung und Berufstätigkeit, andererseits die überkommene Frauenrolle: galante Gesellschafterin, Ehefrau und Mutter.

Das Internatsmuseum dokumentiert beide Bestrebungen. In Keppel konnten Mädchen aus ganz Deutschland die Lehrerinnenausbildung absolvieren und später, ab 1926, auch das Abitur ablegen. Die beiden Arbeitsräume, ausgestattet mit Schulbüchern und Heften für die Schularbeiten sowie die Bibliothek mit Büchern bis unter die Decke, machen deutlich, dass man in Keppel tüchtig arbeiten musste. Weiterlesen

Linktipp: Sakrale Raumordnung im Wittgensteiner Land

Sakrale Raumordnung im Wittgensteiner Land
keltenkirchenwittgenstein
Hypthese: „Im Wittgensteiner Land kann eine hochgradig strukturierte Sakraltopographie nachgewiesen werden. Keltische Ringwallanlagen und Kirchen des Hessisch-Westfälischen Grenzlandes wurden auf präzise vermessenen Plätzen angelegt und in ein System geodätischer,  geometrischer und astronomischer Beziehungen eingepasst.

Indizien für die regelhaften Anordnungen sind der Tierkreiswinkel 30° und das Mehrfache von 30°. In der Trigonometrie kommen die Winkel  30°, 60°, 90°, 120°, 150° etc. häufig vor, weil sie sehr praktisch sind und man mit ihnen bequem rechnen kann.“

s. a. Westfälische Rundschau, 12.10.2016

Entscheidung für DiPS.kommunal in Südwestfalen

Archivarbeitskreis bei der KDVZ Citkomm

Schon viele Jahre bestehen in Südwestfalen Kontakte zwischen Archivaren und dem Rechenzentrum KDVZ Citkomm. 2010 gründete sich innerhalb des Arbeitskreises „IT-Strategie“ ein „Unterarbeitskreis Archiv“, dem Archivare aus dem Verbandsgebiet der KDVZ, aber darüber hinaus auch aus dem Bereich der KDZ Westfalen-Süd angehören. Die Gremien des Rechenzentrums beauftragten den Arbeitskreis, die in den Kommunalverwaltungen in Südwestfalen entstandenen und künftig entstehenden archivwürdigen digitalen Unterlagen („born digitals“) zu identifizieren und deren Langzeitarchivierung organisatorisch und technisch zu ermöglichen. Im Arbeitskreis, der seit 2015 als Fachbeirat Digitale Langzeitarchivierung firmiert, arbeiten 14 Archivarinnen und Archivare aus den fünf südwestfälischen Kreisen Soest, Hochsauerlandkreis, Märkischer Kreis, Olpe und Siegen-Wittgenstein sowie weitere Kunden der Citkomm mit, zudem je ein Vertreter der beiden Rechenzentren und Vertreter des LWL-Archivamtes für Westfalen. Sprecherin des Arbeitskreises ist die Kreisarchivarin des Kreises Soest.
Der Arbeitskreis befasste sich vorwiegend mit der Bewertung von verschiedenen Fachverfahren. Hier sind insbesondere in der letzten Zeit die Themenfelder Ratsinformationssysteme (die Vorarbeiten in Südwestfalen führten 2015 zur BKK-Empfehlung „Handreichung zur Archivierung von Ratsinformationssystemen“ ((Handreichung zur Archivierung aus Ratsinformationssystemen (RIS). Beschluss der Bundeskonferenz Kommunalarchive beim Deutschen Städtetag vom 29.09.2015 in Karlsruhe. Link: http://www.bundeskonferenz-kommunalarchive.de/empfehlungen/Handreichung%20Ratsinformationssysteme.pdf))) und Gewerberegister bearbeitet worden.

Als zunehmend dringlicher erwies sich aber die Notwendigkeit, in den Kommunen in Südwestfalen für diese archivwürdigen und archivreifen Daten die Langzeitarchivierung in einem Digitalen Langzeitarchiv zu ermöglichen. Im Gegensatz zur Gründungszeit des Arbeitskreises sind nun auch verschiedene Produkte auf dem Markt, die nach eigener Aussage eine „OAIS-konforme Langzeitarchivierung“ ermöglichen.

Anforderungskatalog Elektronisches Langzeitarchiv Weiterlesen