Jetzt: Historisch wie archivisch interessante Kreiskulturausschusssitzung

Auf der Tagesordnung stehen u. a. folgende Themen:
1. Keltische Verhüttungswerkstatt Gerhardsseifen. Kostenbeteiligung zur Errichtung eines Präsentationsbaus
2. Aktives Museum Südwestfalen: Zuschuss zur Finanzierung einer halben Stelle einer/eines wissenschaftlichen Mitarbeiterin/Mitarbeiters ab dem Haushaltsjahr 2018
3. Erweiterungsmaßnahme für das Aktive Museum Südwestfalen: Übertragung der für 2017 bewilligten Zuschussmittel in das Haushaltsjahr 2018
4. Einrichtung einer Dokumentationsstelle für Wirtschaftsgeschichte innerhalb des Kreisarchivs
5. Aktueller Sachstand des Buchprojekts „Zeitspuren in Siegerland und Wittgenstein. Das 19. Jahrhundert“, mdl. Vortrag

Aus der Tagesordnung geht leider nicht hervor, ob auch die CDU-Anfrage zur Archivsituation im Kreisgebiet zur Sprache kommen wird.

Lesung anlässlich der Ausstellung von Carl Jung-Dörfler-Werken

4Fachwerk-Vorsitzender Dieter Siebel mit einer Bleistiftzeichnung von Carl Jung-Dörfler, 1915

„Im Museum“ betitelte der Maler Carl Jung-Dörfler eine kleine Zeichnung im Jahr 1915, in der er sich selbst und seine Frau Frau Hedwig Danielewicz abbildete.
Nicht nur diese Grafik ist gegenwärtig im 4Fachwerkmuseum zu sehen, sondern auch die Lebensgeschichte der beiden wird jetzt im Museum zu hören sein: Dr. Ingrid Leopold, die die gegenwärtige Ausstellung im 4Fachwerk-Museum zusammenstellte, und Volker Bunse laden zu einer gemeinsamen Lesung ein. Weiterlesen

siwiarchiv-Adventskalender 2017/1

Im diesjährigen Adventskalender widmet sich siwiarchiv Fotografien von Otto Arnold und Peter Weller zur Wirtschaftsgeschichte des Siegerland, die sich im Besitz des Kreises Siegen-Wittgenstein befinden.

Otto Arnold dokumentierte in den 20er und 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts Siegerländer Arbeitswelten (Biogramm s.u.).
Der Kreis erwarb die Bilder in den 90er Jahren. Der Erhaltungszustand der Bilder hat ein hochwertiges Scannen der Aufnahmen im Originalzustand erfoderlich gemacht. Aus diesen Dateien wurden dann schwarz-weiß Vorlagen generiert:

Biogramm Otto Arnold: Weiterlesen

Vortrag: Das „gemuurde Hus“ auf der Hammerhütte

– ein mittelalterlicher Wachtturm? Eine burgenkundliche Untersuchung“

Das „gemuurde Hus“ auf einer Fotografie um 1910. Vorlage: Stadtarchiv Siegen

Die Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird sich am Donnerstag, den 7. Dezember 2017, mit einem rätselhaften Gebäude im Siegener Stadtgebiet beschäftigen. Das so genannte „gemauerte Haus“ in dem 1417 erstmals urkundlich erwähnten Vorort Hammerhütte soll angeblich schon im Spätmittelalter errichtet worden sein. Historiker und Burgenforscher rätseln seit Jahrzehnten über die Bedeutung des 1946 zerstörten Anwesens. Der quadratische Grundriss, ein historischer Tonnengewölbekeller, mächtige Mauern und die einst mit Eisengittern gesicherten Fensteröffnungen könnten für ein Gebäude mit wehrhaftem Charakter sprechen. Weiterlesen

Literaturhinweis mit einem Blick über die Kreisgrenze nach Olpe:

Norbert Hannappel SAC: Der Gestapo-Angriff auf das Pallottinerkloster in Olpe. 19. Juni 1941: Menschen im Widerstand – Zeitzeugenberichte und Dokumente. Norderstedt: BoD 2017.
(Paperback; 380 Seiten; 15,90 Euro; ISBN-13: 978-3-7460-3040-1)
edition leutekirche sauerland 8
[editionsbücher bisher: https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=edition+leutekirche+sauerland ]

„Vom 19.-21. Juni 1941 stellten sich hunderte Bewohnerinnen und Bewohner der Kreisstadt Olpe gegen ein Gestapo-Überfallkommando. Ihre Proteste am örtlichen Pallottiner-Kloster gegen Vertreibung und Beraubung der Ordensleute wurden weit über die Grenzen des Sauerlandes hinaus bekannt und im NS-Machtapparat an höchster Stelle wahrgenommen. In einer klerikal verengten Kirchengeschichts­schreibung ist das mutige Widerstehen von „Laien“ oft ausgeblendet worden. Dieses Buch zum „Klostersturm“ zeigt, wie es anders geht. 1991 befragte Pater Norbert Hannappel SAC unter Nutzung eines Tonbandgerätes noch lebende Olper Zeitzeugen – gleichsam „in letzter Minute“. Es entstand eine einzigartige Sammlung von Berichten, ergänzt durch Quellen aus dem Ordensarchiv und die Erinnerungen einer resoluten „Laien-Agentin“ der Pallottiner. Die vorliegende Neuedition des Werkes „Menschen im Widerstand“ erschließt einen bemerkenswerten Quellenfundus. Sie enthält zahlreiche weitere Dokumente, auch zur amtlichen bzw. „parteiamtlichen“ Sicht der Olper Ereignisse von 1941. Die eindrucksvollste Demonstration gegen die braunen „Feinde Christi“ im Sauerland war getragen vom Glaubenssinn der Getauften. Das Vorbildhafte: „Olpe wehrt sich – gegen Nazis.“ – Akteurinnen & Akteure waren die „Laien“. Sie hatten die damalige Kirchenobrigkeit vorher nicht um Erlaubnis gefragt.“