„Praktische Archivkunde“ ist in 4. aktualisierter Auflage erschienen

Praktische Archivkunde. Ein Leitfaden für Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste – Fachrichtung Archiv / hrsg. im Auftrag des LWL-Archivamtes für Westfalen von Marcus Stumpf; Red.: Hans-Jürgen Höötmann. – 4. aktualisierte Aufl. – Münster: Ardey-Verlag 2018. – 400 S. und Abb. – ISBN 978-3-87023-434-8. – € 34,00.

Im Blog des Archivamtes ist ein ausführlicher Eintrag zur Veröffentlichung erschienen.

siwiarchiv-Eintrag zur vorherigen Auflage

siwiarchiv-Adventskalender 2018/1

45 Jahre Kreisgeschichte auf Pergament: Das Goldene Buch des Kreises hat eine stolze Geschichte

Angela Merkel, Johannes Rau, Sylvia Neid, Dr. Wolfgang Schäuble – Sie alle waren bereits in Siegen-Wittgenstein zu Gast und haben ihre persönliche Unterschrift dagelassen – im Goldenen Buch des Kreises Siegen-Wittgenstein. Rund 700 Seiten zählt das historische Werk, das seinen ersten Eintrag am 8. August 1973 bekam. Los ging es mit einer Chronik der Städte und Gemeinden des Altkreises Siegen. „Über sektorenhafte Verwaltungsbezogenheiten hinweg und unter Verzicht auf amtliche und statistische Akribie sucht diese ‚Chronik von Kultur, Wirtschaft und Gemeinwesen‘ das historisch gewachsene Profil einer Kulturlandschaft zu zeichnen, die in besonderer Weise von einer ihr eigentümlichen gewerblichen Wirtschaft geprägt ist“, heißt es im Vorwort des damaligen Landrates Hermann Schmidt und Oberkreisdirektors Karlheinz Forster. Weiterlesen

Linktipp: Ehem. Kleinkinderschule (Freudenberg)

Denkmal des Monats Dezember der Arbeitsgemeinschaft Historischer Stadt- und Ortskerne in Nordrhein-Westfalen:

“ …. Im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit war Freudenberg durch seine Eisenverhüttung und Stahlerzeugung weithin bekannt. Nach deren Niedergang in der Mitte des 19. Jahrhundert entwickelte sich eine Lederindustrie. Durch die industrielle Arbeit veränderte sich die Situation vieler Familien. Die aus wirtschaftlicher Not erforderliche Erwerbstätigkeit beider Elternteile machte die Betreuung der Kinder erforderlich. Einige Freudenberger Unternehmer bauten deshalb im Jahre 1866 am Rande des Alten Fleckens Freudenberg eine frühere Scheune um und richteten dort die Kleinkinderschule Freudenberg ein. Sie gehörte mit zu den ersten Einrichtungen dieser Art in Deutschland. ….“ (Quelle: Eisenstraße Südwestfalen, Erlebnisorte, Freudenberg)

Vortrag und Gespräch: „Die Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland vor 100 Jahren“

mit einem Blick auf die militanten britischen „Suffragetten“
Bad Laasphe, Haus des Gastes, Wilhelmsplatz 3
Fr. 07.12.2018, 19:00 Uhr – 21:00 Uhr, Kosten 4,00 €
Referent: Dr. Tobias Kaiser, Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien

„Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges war in Deutschland die Stunde der Demokratie gekommen. Die Republik wurde eingeführt und mit ihr das freie, gleiche und geheime Wahlrecht für Männer und Frauen. Die gut organisierte Frauenwahlrechtsbewegung konnte dies zu Recht als Erfolg verbuchen. Der Vortrag wird dieses Ereignis zum Ausgang nehmen, um die damaligen Bemühungen und Kämpfe um die Gleichberechtigung von Männern und Frauen nachzuzeichnen, wobei das deutsche Beispiel auch in einem internationalen Kontext betrachtet werden soll. Insbesondere die britische Frauenwahlrechtsbewegung, die durch spektakuläre, teilweise militante Aktionen auf sich aufmerksam machte, dient als Vergleich“.
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Programm

Vortrag: Dr. Jens Friedhoff „Das Obere Schloss als nassauische Landesburg und Residenz:

Baugeschichte im Spiegel archäologischer und archivalischer Funde

Der 1686/87 errichtete Pavillonturm des Oberen Schlosses. Vorlage: Dr. Jens Friedhoff, 2014.

In der neuen Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird der Burgenhistoriker Dr. Jens Friedhoff am 6. Dezember 2018  um 18.30 Uhr im Stadtarchiv Siegen die Erbauung und architektonische Ausgestaltung des stadtbildprägenden Oberen Schlosses vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert nachzeichnen.
Bis heute prägt das auf der Spitze des Siegbergs gelegene Obere Schloss mit den Türmen der Nikolai- und der Marienkirche sowie mit dem sogenannten „Dicken Turm“ des Unteren Schlosses und der Martinikirche die Silhouette Siegens. Die weitläufige Burg- beziehungsweise Schlossanlage weist einen Baubestand vor, der das frühe 13. Jahrhundert bis das beginnende 20. Jahrhundert umfasst. Dabei spiegeln die mächtigen Außenanlagen die Entwicklung der Festungsbaukunst vom Spätmittelalter bis zur Barockzeit wider. Wohl um 1200 als Höhenburg gegründet, avancierte das Obere Schloss zu Beginn des 17. Jahrhunderts zur Residenz der katholischen Dynastie des 1652 in den Reichsfürstenstand erhobenen Hauses Nassau-Siegen. Ungeachtet seiner herausragenden stadt-, regional- und landesgeschichtlichen Bedeutung hat die Forschung dem Oberen Schloss bislang jedoch nur vergleichsweise wenig Beachtung geschenkt. Der Referent wird an diesem Abend wichtige Stationen der baulichen Entwicklung erörtern. Im Fokus des Vortrags mit Bildpräsentationen stehen archäologischer Befunde sowie bislang kaum beachtete Schrift- und Bildquellen in Archiven. Weiterlesen

Vortrag: „Wittgensteiner Dorfleben im 16./17. Jahrhundert“

Bad Laasphe, Heimatmuseum Feudingen, Schulweg 7, Bad Laasphe-Feudingen
Do. 06.12.2018, 19:00 Uhr – 21:00 Uhr, Leitung: Hans Wied

Eine hautnahe Reise durch das Sozialleben eines Wittgensteiner Kirchspiels, geprägt von Armut, Krieg und Seuchen.
In Zusammenarbeit mit der Dorfgemeinschaft Feudingen e. V. im Rahmen der Festivitäten „800 Jahre Feudingen“.
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Programm

Literaturempfehlung: Helge Kleifeld: „Archive und Demokratie.

Demokratische Defizite der öffentlichen Archive im politischen System der Bundesrepublik Deutschland.
302 Seiten, 210 x 297 cm, ISBN 978-3- 939413-55-4, Essen 2018, Link zum Verlag.

Fazit aus der Rezension von Jens Heckl in der aktuelle Archivpflege für Westfalen und Lippe, S. 71: “ …. Insgesamt bietet die Arbeit eine Betrachtung der demokratischen
Aufgaben von Archiven aus politikwissenschaftlicher Sicht, wie sie im Archivwesen Deutschlands bisher nicht zu finden war. Darüber hinaus liefert sie interessante Denkanstöße und jede Menge Ansätze für Diskussionen. Hierbei sollten nicht nur Fragen der Rechtsfähigkeit und der durchaus problematischen Anbindung der Archive an die exekutiven Verwaltungen im Vordergrund stehen, sondern auch mögliche Spannungsfelder in der alltäglichen Archivarbeit unter den zum Teil konträr erscheinenden Einflüssen
aus der Informationsfreiheitsgesetzgebung (Recht auf Information) und EU-Datenschutz-Grundverordnung (Recht auf Vergessenwerden [durch Vernichtung von Information]). Man darf gespannt sein, was Kleifelds methodisch und didaktisch gut verständliche, jede Menge „Zündstoff“ bietende Dissertation für einen Disput in der Archivlandschaft entfachen dürfte.“

Zum Ansatz Kleifelds s. a. Archivalia v. 10.11.2011

Vortrag „Wissenswertes und Interessantes zum Barbara-Tag“

Sonderveranstaltung im Rahmen der Ausstellung zu Kunst und Kultur im Bergbau

Der 4. Dezember gilt als der „Barbara-Tag“. Er wird sowohl im katholischen wie evangelischen Jahreskalender als entsprechender Namenstag geführt. Im Laufe der Jahrhunderte erwuchs Barbara zur Haupt-Patronin der Bergleute. In ihr sahen die Kumpel die Nothelferin zum Schutz vor jähem Tod, einer Gefahr, der sie aufgrund ihrer gefahrvollen Arbeit im besonderen Maße ausgesetzt waren. Die Barbara-Verehrung der Bergleute entwickelte sich zu einem eigenen Brauchtum.
Über viele Hintergründe und auch die regionale Bedeutung der Barbara-Verehrung wird Gottfried Theis am Barabara-Tag, dem 4. Dezember 2018, um 19:00 Uhr im 4Fachwerk-Mittendrin-Museum in Freudenberg berichten. Das Museum zeigt zu diesem Zeitpunkt eine von Gottfried Theis kuratierte Ausstellung über Kunst und Kultur im Bergbau. Insofern findet sein Vortrag einen künstlerischen Rahmen, wie er kaum besser zu gestalten wäre. Weiterlesen