Vortrag zur Stadtgeschichte: Siegens Städtepartnerschaften im Spiegel europäischer Geschichte

Wappen der Stadt Siegen und deren Partnerstädte (StAS, Best. 768, O 13)

04.07.2024 19.00 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr), Eintritt ist frei, Ratssaal des Rathauses Siegen, Markt 2, 57072 Siegen
Referentin: Dr. Tanja Herrmann

Städtepartnerschaften ermöglichen als „alternative Szene“ der internationalen Beziehungen die direkte Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im europäischen Austausch. Nach dem Zweiten Weltkrieg trugen Städtepartnerschaften zur bilateralen Annäherung, zur westeuropäischen Integration und zur sozialistischen Brüderlichkeit in Osteuropa bei. Während des Kalten Krieges bauten sie Brücken zwischen den beiden bipolaren Blöcken. Der Vortrag bietet einen Einblick in die Entstehungsgeschichte der Städtepartnerschaften der Stadt Siegen mit Leeds, (Berlin-)Spandau, Ypern, Rijnsburg, Zakopane und Plauen und setzt diese Beziehungen in Bezug zum lokalen und europäischen Kontext.

Wanderausstellung zur Geschichte der Partnerschaft mit Emek Hefer in Bad Berleburg


Am Mittwoch, 14.02.2024, um 17.00 Uhr startet die Ausstellung zu 50 Jahren Partnerschaft der Kreise Siegen-Wittgenstein und Emek Hefer in Israel im Bürgerhaus am Markt in Bad Berleburg offiziell. Das Jubiläum hatte 2023 stattgefunden, inzwischen besteht die Partnerschaft also sogar 51 Jahre. Der Verein für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Siegen hat die Ausstellung erstellt, die die Geschichte der Partnerschaft lebendig werden lässt. „Es sind die Menschen die diese Partnerschaft geprägt und mit Leben erfüllt haben“, lautet eine der zentralen Aussagen der Ausstellung, die einlädt sich zu informieren, auszutauschen und an der Weiterentwicklung der Partnerschaft mitzuarbeiten. Nachdem die Ausstellung in Siegen zu sehen war, wird sie nun also auch in Bad Berleburg gezeigt. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen. In die Ausstellung führt Heiner Giebeler vom Freundeskreis für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegen mit Wort und Bild ein. Die Ausstellung ist ab diesem Tag bis Donnerstag, 14.03.2024, zu den Öffnungszeiten der Tourist-Info im Foyer des Bürgerhauses am Markt zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Quelle: Stadt Bad Berleburg, Meldung vom 31.01.2024

Ausstellung „Statt Orangen kamen Bücher mit dem Flieger“

Ausstellung zum „Jahr der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit 2024-5784/5785“ mit dem Motto „The Sound of Dialogue – Gemeinsam Zukunft bauen“. Vernissage: Sonntag, 11.02., 16 Uhr

„Bücher aus ihrer Heimat Deutschland, die 1933 Menschen auf ihrer Flucht mit nach Palästina genommen hatten, kehrten in einer historischen Aktion 1993 nach Siegen zurück. In einem Flugzeug, das sonst Jaffa-Orangen aus Israel brachte, reisten nun die damals vor der Bücherverbrennung geretteten Bücher. Die Ausstellung verknüpft die Erinnerung an die Aktion der CJZ Siegerland mit dem Kreis Emek Hefer mit den Wegen der 1933 verbannten und verfolgten Literatur.“
(Text: Marlies Obier)

Veranstaltungsort: Städtische Galerie Haus Seel, Kornmarkt 20, Siegen
Schirmherr: Landrat Andreas Müller
Mitveranstalter: KulturSiegen
Musikalische Begleitung während der Vernissage durch ein Streichquartett der Fritz-Busch-Musikschule der Universitätsstadt Siegen.

Die Ausstellung ist bis zum 10.03.2024 zu den üblichen Öffnungszeiten der Städtischen Galerie Haus Seel zu besichtigen

Ausstellung: „Spandaus Schätze. 40 Jahre Archive des Stadtgeschichtlichen Museums Spandau““

Abb.: Spandaus Schätze © Zitadelle Spandau | Grafik: studio lindhorst-emme+hinrichs

Sonderausstellung, bis 3.3.2024, Bastion Kronprinz

„Im Palas der Zitadelle befindet sich seit 40 Jahren das Archiv des Stadtgeschichtlichen Museums Spandau. Die Ausstellung „Spandaus Schätze“ gibt Einblicke in die Geschichte und vielfältigen Bestände des Archivs, die weit über das Jahr 1983 hinaus vom Mittelalter bis heute reichen. Darunter sind Urkunden der Brandenburger Markgrafen, alte Siegel und Münzen, Magistratsakten, aber auch Tagebücher, Fotos und Alben, historische Karten und Pläne, Zeitungen von 1849 bis zur Gegenwart sowie Audio- und Filmmaterial. All diese Archivalien zeugen bis heute von der langen, besonderen Geschichte der Spandauer Bevölkerung und bewahren diese vor dem Vergessen. Weiterlesen

50 Jahre Siegen-Wittgenstein und Emek Hefer

Wanderausstellung eröffnet im Kreishaus

1970 nahm Heinz Röcher aus Büschergrund das erste Mal am Jugendaustausch zwischen dem Altkreis Siegen und Emek Hefer in Israel teil. Da ahnte der damals 18-Jährige noch nicht, wie sehr diese Reise sein späteres Leben beeinflussen würde. Zwei Jahre später ist Heinz erneut in Israel, lernt dort Ruthy kennen, reist mit ihr und mit wenig Geld in der Tasche quer durchs Land, schläft im Schlafsack unter freiem Himmel. Heute ist das Paar verheiratet, hat zwei Kinder, eines wurde in Israel geboren, das andere in Siegen-Wittgenstein.

Die Geschichte von Heinz und Ruthy Röcher ist eine derer, die die Partnerschaft zwischen Siegen-Wittgenstein und Emek Hefer geschrieben hat und die in der Ausstellung „50 Jahre Partnerschaft“ vorgestellt wird. Die Wanderausstellung wird jetzt im Foyer des Kreishauses gezeigt. Weiterlesen

Langzeitarchivierung analoger und digitaler Filmmaterialien im Bundesarchiv

Unesco-Welttag des audiovisuellen Erbes am 27.10.2021


Aus dem Archiv der Deutschen Wochenschau GmbH
Quelle: Neue Deutsche Wochenschau Nr. 153/1952, unveröffentlichte Aufnahmen. Bundesarchiv, Bestand Film, B-93907

Mit seinem umfangreichen Filmbestand und in seiner Funktion als nationales Filmarchiv leistet das Bundesarchiv einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des nationalen audiovisuellen Erbes.

Durch eine an archivfachlichen Kriterien ausgerichtete Überlieferungsbildung, die Erschließung und digitale Sicherung des Filmbestands werden Langzeitsicherung und Zugang zu den im Bundesarchiv überlieferten Filmen gewährleistet. Erschließungsschwerpunkte liegen u.a. im Bereich der Zeit des Nationalsozialismus und in der amtlichen Überlieferung ab 1945.

Die digitale Sicherung erfolgt sowohl intern mit hauseigenen Hochleistungsscannern als auch extern mit hochspezialisierten Firmen. Zudem beteiligt sich das Bundesarchiv am Förderprogramm zur Sicherung des Nationalen Filmerbes (FFE).

Die Überlieferungen werden ergänzt durch die depositarische Hinterlegung von analogen und digitalen Filmmaterialien. Ein Angebot, welches sowohl von Privatpersonen, wissenschaftlichen Institutionen als auch Filmproduktionen wahrgenommen wird. Gemäß seines gesetzlichen Auftrages nach Filmförderungsgesetz werden Belegexemplare der geförderten Filme durch das Bundesarchiv übernommen. Im Digitalen Magazin wurden im Jahr 2020 digitale Filmformate wie DCDM oder DCP von insgesamt mehr als 6.000 Filmtiteln für die Langzeitarchivierung gesichert. Die Gesamtgröße der Speicherkapazitäten aller derzeit gesicherter Filmexemplare beträgt ca. 8.600 Terabyte.

Das Bundesarchiv hat den Übergang in die digitale Sicherung des nationalen Filmerbes erfolgreich gemeistert.
Quelle: Bundesarchiv, Öffentlichkeitsarbeit, 26.10.2021