Vortrag: „200 Jahre Kirchenkreises Siegen: Anfänge, Geschichte, Zukunft“


Dienstag, 4. Dezember, 19.30 Uhr, Evangelischen Kirche Burbach
Dr. Jens Murken, Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen, Bielefeld

Murken hat sich intensiv mit der Geschichte der Kirchenkreise befasst und in drei Bänden die Geschichte der evangelischen Gemeinden in Westfalen von den Anfängen bis zur Gegenwart auf mehreren 1000 Seiten beschrieben.

Beeindruckend war festzustellen, dass gerade während der Auseinandersetzungen in den Wirren der NS-Zeit und des Kirchenkampfes der Kirchenkreis sich als die Ebene bewährte, auf der kirchliche Identität und gemeindliche Solidarität gestärkt wurde. Auch in der heutigen Zeit des Umbruchs stellt sich dem Kirchenkreis eine ähnlich gelagerte Aufgabe.

Quelle: Evangelischer Kirchenkreis Siegen, Nachrichten v. 12.10.2018

Vortrag: „Spuren des Bergbaus in Dreis-Tiefenbach“

Reihe Dreisber Geschichte(n)
Fr, 30. November, 19:00 – 20:30, Haus Pithan, Im Bruch 4, 57250 Netphen

Der Bergbau ist aus dem Bewusstsein der Dreis-Tiefenbacher fast verschwunden. Es sind aber Spuren erhalten geblieben. Diese zeigt Thomas Kettner. Er und Ernst Intemann bringen auch einige Mineralienstücke mit

Quelle: Heimatverein Alte Burg Dreis-Tiefenbach

Literaturhinweis: Christian Keitel: „Zwölf Wege ins Archiv

Umrisse einer offenen und praktischen Archivwissenschaft“, Stuttgart 2018.
285 S., 20 s/w Abb., 9 farb. Abb. Kartoniert
ISBN 978-3-515-12156-9

„In der heutigen Informationsgesellschaft sind wir mehr denn je auf die langfristige Verfügbarkeit von Wissen angewiesen. Den­ noch sind praktisch alle digital gespeicherten Informationen und fast alle seit 1840 erstellten Papierdokumente gefährdet. Zugleich gibt es keinen offenen und interdisziplinären Diskurs zu den relevanten Erhaltungsfragen. Ausgehend von diesem Befund beschreibt Christian Keitel zentrale Fragestellungen und Methoden einer künftigen Archivwissenschaft: Versteht man alle auf Erhaltung spezialisierten Einrichtungen als Archive, können Ansätze der klassischen Archivwissenschaft (Archival Science), der täglichen Praxis in den klassischen Gedächtnis­institutionen (Bibliotheken, Archive, Museen) und in der freien Wirtschaft, des Records Managements, der Digital Curation und der Informatik zusammengeführt und weiterentwickelt werden. Dafür liefert Keitel mit diesem Band wichtige Impulse: In zwölf Kapiteln diskutiert er die aktuellen Fragen der Archive zu Be­wertung, Erschließung, Archivierungsstrategien sowie Nutzung und verortet sie in ihrem historischen Kontext. Weiterlesen

Vortrag „Die Auswirkungen der preußischen Unionsbestrebungen auf den Kirchenkreis Siegen.“


Sonntag, 2. Dezember, 19.30 Uhr, in der Evangelischen Kirche Müsen
Prof. Dr. Veronika Albrecht-Birkner, Fachbereich Evangelische Theologie Universität Siegen

Durch die Eingliederung in die preußische Provinz Westfalen 1817 wurde das Siegerland mit der Unterstellung unter ein landesherrliches Kirchenregiment konfrontiert, das gewissermaßen das Gegenstück zu den hier ausgeprägten presbyterial-synodalen Strukturen bildete. Zugleich galt es, sich zu den Bemühungen der preußischen Obrigkeit um die Einführung einer Union aus Lutheranern und Reformierten zu positionieren. Diese Auseinandersetzungen prägten den jungen Kirchenkreis Siegen erheblich. Der Vortrag geht archivalischen Spuren dieser Entwicklungen bis zur Einführung der Agende und der Kirchenordnung von 1835 nach und fragt nach langfristigen Folgen der Einführung der Union im Kirchenkreis Siegen.
Quelle: Evangelischer Kirchenkreis Siegen, Nachrichten, 12.10.2018

Ausstellung „Kunst und Kultur im Bergbau: „dass es eben schön sei…“

Eröffnung am 30. November 2018, 19:00 Uhr
Museum 4Fachwerk, Freudenberg

Das Jahr 2018 wird für den Bergbau im Ruhrgebiet den Schlusspunkt bilden. Für die einstige deutsche Schlüsselbranche ist dann endgültig „Schicht im Schacht“, die letzten Kumpels werden „unter Tage“ gewesen sein. Das Zeitalter der Kohle hat Industriegeschichte geschrieben, aber nicht nur dass: „Unabdingbar war eine Kultur der Hilfsbereitschaft, des Miteinanders und der gegenseitigen Toleranz in dieser Ära schwerster und gefährlicher Arbeit. Und diese Kultur hat auch in ganz besonderen Kunstformen ihren Ausdruck gefunden,“ erläutert Gottfried Theis.
„Kaum eine andere Berufsgruppe hat eine vergleichbar reiche kulturelle Tradition aufzuweisen, wie die Bergleute. Die Ursachen dazu liegen in der Haltung der Knappen zu ihrem Beruf. Sie waren sich bewusst, eine Tätigkeit auszuüben, die hohes Können erforderte und den Einsatz des ganzen Menschen, sogar des Lebens forderte,“ führt der Bergwerkskenner und Pädagoge weiter aus. Weiterlesen

siwiarchiv-Statistik: 10.11. – 22.11.2018


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Der 13.11. war ein vielbesuchter Tag. Warum? An diesem Tag hat siwiarchiv in den sozialen Medien Facebook und Twitter auf einen älteren Eintrag zur Geschichte der Lahntalsperre verwiesen, da der Kreis Siegen-Wittgenstein tags zuvor den Einstieg in die Planungen zur Errichtung einer weiteren Talsperre verkündet hatte.

„Denkmalpflege in Westfalen-Lippe“, Heft 2018/2, online einsehbar

Das aktuelle Heft widmet sich der Architektur der 1920er- und 1930er-Jahre in Westfalen. Für das Kreisgebiet ist vor auf den Beitrag von Hans M. Hanke „Mit etwas Phantasie hast du mehr daraus gemacht.Das „Landhaus Ilse“ in Burbach, ein zweites „Haus am Horn“ hinzuweisen.

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Ausstellung Otto Piene in Düsseldorf

Kunstakademie Düsseldorf, Akademie-Galerie, Burgplatz 1
noch bis zum 20.01.2019, Mittwochs – Sonntags, 12.00 bis 18.00 Uhr

Otto Piene – 1973 – Farbsiebdruck – 130 x 200 cm, © Otto Piene, VG Bild-Kunst, Bonn 2018 – Fotograf: Jack Kulcke, Düsseldorf

Otto Piene (Laasphe 1928 – Berlin 2014) studierte – nach einem Jahr in München – von 1950 bis 1953 an der Kunstakademie Düsseldorf. 1958 begründete er mit seinem früheren Kommilitonen Heinz Mack ZERO. 1961 schloss sich ihnen Günther Uecker als dritter Mitbegründer an. Von Düsseldorf ausgehend entstand in rascher Folge eine gesamteuropäische Kunstbewegung, in der die Überwindung des Tafelbildes mit der Eroberung des Raumes und der Einbeziehung von Licht, Luft, Wasser, Feuer, Himmel, Wüste usw. als künstlerischen Materialien und Ausdrucksbereichen einherging. ZERO wurde zur ersten Kunstbewegung der Nachkriegszeit, mit der Kunst aus Deutschland und damit die Kunstakademie Düsseldorf und das Rheinland erneut weltweite Wirkung erzielte. Mehrere Überblicksausstellungen, darunter im Solomon R. Guggenheim Museum in New York, im Martin-Gropius-Bau in Berlin, im Stedelijk Museum, Amsterdam, und im Sabancı Museum, Istanbul, erhoben die ZERO-Bewegung in den letzten Jahren zu einer der beachtesten künstlerischen Erscheinungen der Gegenwart. Weiterlesen