Judengasse in Siegen – Geschichte vs. Archäologie?

entnommen aus: Klaus Dietermann: Jüdisches Leben in Stadt und Land Siegen,Siegen 1998, S. 14

entnommen aus: Klaus Dietermann: Jüdisches Leben in Stadt und Land Siegen,Siegen 1998, S. 14

Seitdem Archäologen mit neuen Funden bei Grabungen am Unteren Schloss in Siegen die Existenz einer Judengasse im 15. Jahrhundert zu belegen versuchen, war und ist die Skepsis unter den Stadthistorikern groß. Denn die erste schriftliche Erwähnung einer Judengasse stammt aus dem Jahr 1816: die oben gezeigte Karte.

„Fast jedes kleine Dörfchen des Landkreises Siegen besitzt sein Ehrenmal“

Neuer Klick in die Vergangenheit

Die nachträglich eingezeichnete Kuppe der projektierten Heldengedenkstätte auf dem Häusling auf einer undatierten Aufnahme um 1917. (Stadtarchiv Siegen, Fotosammlung 3798)

Die nachträglich eingezeichnete Kuppe der projektierten Heldengedenkstätte auf dem Häusling auf einer undatierten Aufnahme um 1917. (Stadtarchiv Siegen, Fotosammlung 3798)

In seinem „Klick in die Vergangenheit“ widmet sich das Stadtarchiv Siegen regelmäßig verschiedenartigen Episoden der städtischen Geschichte. Besondere Anlässe, historische Ereignisse oder bislang unbekannte Aspekte sollen durch informative Onlineartikel präsentiert werden. Auf der Website www.stadtarchiv-siegen.de erfährt man in der neuen Ausgabe des „Klicks in die Vergangenheit“ Details über die kontroversen Diskussionen um die Errichtung einer Kriegergedenkstätte in Siegen nach dem Ersten Weltkrieg.

Die Zeit der „Weimarer Republik“ zwischen der Novemberrevolution 1918 und der nationalsozialistischen „Machtergreifung“ 1933 war vielfach geprägt durch politische Konflikte und gesellschaftliche Umbrüche. Der vollständige Zusammenbruch Deutschlands, die zermürbenden Bedingungen des Versailler Friedensvertrags und die damit verbundene Kriegsschuldfrage stellten eine enorme Hypothek für die Staatsräson dar. Auch im Siegerland war das gesellschaftliche Leben von Orientierungslosigkeit und Unsicherheit geprägt. Als identitätsstiftendes Element gemeinsamer Trauerbewältigung sollten Kriegergedenkstätten für die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs errichtet werden. Nachdem im gesamten Kreis Siegen bereits in den frühen 1920er Jahren die ersten Ehrenmale errichtet worden waren, echauffierten sich immer mehr Siegener Bürgerinnen und Bürger während der gesamten „Weimarer Zeit“ über die Tatenlosigkeit ihrer Stadtverwaltung. Weiterlesen →

Vortragsreihe „Die Zeit vergeht, die Uhren bleiben“

Das Freudenberger 4FACHWERK-Museum beherbergt in seinem Dachgeschoss eine prägnante Uhrenausstellung. Und das kommt nicht von ungefähr: Freudenberg kann auf eine bedeutende Uhrentradition zurückblicken. Als Begründer der „Freudenberger Uhrmacherkunst“ gilt Johann Peter Stahlschmidt (18. Juli 1751 – 6. Oktober 1833). Eine Reihe der Stahlschmidt-Uhren sind hier im Museum, das nur wenige Meter vom früheren Haus des Uhrmachers in der Oranienstraße 31 entfernt steht, zu bewundern.

Aktuell lädt der 4FACHWERK-Museums-Verein zu einer Vortragsreihe mit dem Uhrenhistoriker Ian D. Fowler ein. Der Experte für historische Zeitmesser, 1953 in Doncaster/England geboren, wohnte ab 1978 in Freudenberg und lebt heute in Friesenhagen (Kreis Altenkirchen), betreute die Uhren im Museum und gilt als einer der herausragenden Kenner der Stahlschmidt-Uhren wie des Uhrenhandwerks der Region.
Die Vortragsreihe beginnt am Mittwoch, 25. März 2015, 19:30 Uhr, im Museum. Ian D. Fowler stellt an diesem Abend dar, wie in Deutschland gegen Mitte des 18. Jahrhunderts die „bürgerlichen Uhren“ in Deutschland immer beliebter wurden und wie diese Mode auch ins Siegerland kam.. Weiterlesen →

Ausstellung „Als der Krieg zu uns in die Heimat kam“

Morgen, 14:00 Uhr, wird Ralf Anton Schäfer anlässlich des Jubiläums zum 70jährigen Kriegsende in Zusammenarbeit mit dem Kreisarchiv Altenkirchen eine Ausstellung zu den letzten Kriegswochen 1945 in der Heimatregion eröffnen. Mit Hilfe von Dokumenten, Fotografien und Landkarten wird ein Einblick in die Ereignisse der Bodenkämpfe der Schicksalsmonate März und April 1945 gegeben.

Die Ausstellung wird anhand themenbegleitenden Exkursionen in einige der damaligen Frontgebiete ergänzt.

Judengasse in Siegen

Archäologen finden Nachweis am Unteren Schlosss

„Die Bauarbeiten am Unteren Schloss in Siegen laufen nach Plan. Das sagt der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW. Der Wittgensteiner Flügel ist entkernt worden. Dort suchen Archäologen den Boden nach Überresten aus dem 16. Jahrhundert ab.“
Quelle: Radio Siegen
Link zum Podcast von Radio Siegen v. 11.3.2015