Vortrag: » Obersdorf – Vom Wachsen eines Dorfes im 18. und 19. Jahrhundert«

Ansichtskarte von Obersdorf (ca. 1925), Blick vom Marienhain Richtung Eisern (Repro  Gerhard  W. Göbel)

Ansichtskarte von Obersdorf (ca. 1925), Blick vom Marienhain Richtung Eisern (Repro Gerhard W. Göbel)

Mit einem Beitrag zur dörflichen Entwicklung im Siegerland wird die Veranstaltungsreihe „Siegener Forum“ am Donnerstag den 19. März im KrönchenCenter fortgesetzt. Dr. Gerhard W. Göbel wird dann über Zusammenhänge zwischen industrieller Entwicklung und Bevölkerungswachstum am Beispiel der Gemeinde Obersdorf sprechen.

In der Gemeinde Obersdorf im Kirchspiel Rödgen nimmt spätestens zu Beginn des 18. Jahrhunderts das textilverarbeitende Gewerbe merklichen Einfluss auf die Bevölkerungsentwicklung. Nach dessen Konzentration in der Stadt Siegen und dem beginnenden Niedergang ab den 1790er Jahren, gelingt es den Einwohnern, in der eisenschaffenden Industrie ihr Auskommen zu finden.
Ausgehend von der räumlichen Entwicklung Obersdorfs im Zeitraum 1700 bis 1936 stellt der Vortrag einige Besonderheiten im Zusammenspiel von Wirtschaft und Bevölkerung heraus. Weiterlesen →

Filme zum Hauberg und zur Lederherstellung im Siegerland

Zeitzeugen auf Zelluloid
Termin: 18.3.2015, 20:00
Ort: Siegen, LYZ
Eintritt frei! Um eine Spende für die Erhaltung des regionalen audiovisuellen Archivguts wird gebeten

1983 produzierte das Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht den 16-min-Lehrfilm Haubergs­wirtschaft im Siegerland mit Standbildern aus den 30er-Jahren und Filmmaterial aus den 50er-Jahren.
Ohne die Haubergswirtschaft ist die Siegerländer Lederproduktion nicht vorstellbar. Die Lohe der geschälten Bäume dienten als Grundstoff zum Gerben der Tierhäute. Der 13-min- Stummfilm Der Gerber aus den 30er-Jahren stellt des Gewerbe des Gerbers vor. Die 16-min-Dokumentation Lederherstellung im Siegerland stellt den Wirtschaftszweig in den 50er-Jahren dar.

Stadt Siegen erinnert an verfolgte wohnungslose Menschen

AusWohnungsloseNSIm Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus erinnert die Stadt Siegen mit einer Ausstellung an die Verfolgung von wohnungslosen Menschen zur Zeit des Nationalsozialismus. Zum Auftakt stellen am Montag, 16. März 2015, ab 15 Uhr haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Weidenauer Rathaus ihr Engagement zur Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit vor. Initiativen, Vereine und Verbände informieren an Ständen über ihre Arbeit vor Ort. Stadträtin Babette Bammann spricht das Grußwort.
Schwerpunkt ist die Wanderausstellung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe: 13 Schautafeln verdeutlichen das Schicksal und das Leid der Menschen, die durch die Nationalsozialisten als „Asoziale“ oder „Zigeuner“ verfolgt und unter der sogenannten Aktion „Arbeitsscheu Reich“ in Vernichtungslager deportiert wurden. Prof. Wolfgang Ayaß, der die Ausstellung erarbeitet und konzipiert hat, eröffnet die Ausstellung am 16. März 2015 um 16 Uhr mit einem Vortrag. Weiterlesen →

Alma Siehoff-Buscher (1899-1944)


Bauspiel, Alma Siedhoff-Buscher, 1923

Die deutsche Kunsthandwerkerin, Tischlerin und Möbeldesignerin sowie Spielzeugentwerferin Alma Siehoff-Buscher wurde am 4. Januar 1899 in Kreuztal als Tochter eines Reichsbahnbeamten geboren. 1916 legte sie ihr Abitur in Berlin ab. In der Folgezeit studierte sie in Weimar, wo sie auch später wirkte. So hat die Gestaltung des Kinderzimmers im Weimarer Haus am Horn von Alma Siedhoff-Buscher eine wohl zufällige Beziehung zum Siegerland. In Burbach steht ein „Nachbau“ dieses Musterhauses des Bauhaus. Ab den dreißiger Jahren zog sie sich in das Familienleben zurück. Am 25. September 1944 ist Alma Siedhoff-Buscher während eines Bombenangriffes gestorben.Hier einige Links zur Biographie Siedhoff-Buscher: Weiterlesen →

Forschungs- und Ausstellungsprojekt „Weltkrieg – Kriegswelt(en). 1917 in Stadt und Land Siegen“

Uni stößt regionale Forschungspartnerschaften an

In der Region und darüber hinaus fungiert die Universität Siegen als gewichtiger Innovationsmotor. Jüngstes Beispiel ist ein fakultätsübergreifendes Programm zu regionalen Forschungspartnerschaften. WissenschaftlerInnen der Hochschule greifen in Ihrer Forschung Problemstellungen aus der Praxis eines regionalen Partners auf. Die Mittel (rund 820.000 Euro) für die Partnerschaften stammen aus dem Hochschulpakt II. Die Projekte laufen zum 1. März 2015 an. Insgesamt gingen 24 Anträge für regionale Forschungspartnerschaften ein. Zwölf davon wurden bereits genehmigt, zwei befinden sich in der abschließenden Prüfung. Univ.-Prof.in Dr. Hanna Schramm-Klein, Prorektorin für Industrie, Technologie- und Wissenstransfer: „Die Vielfalt der eingereichten Anträge zeigt, dass unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf den unterschiedlichsten Gebieten mit der Region verknüpft sind.“ Die Partnerschaften werden zunächst für ein Jahr gefördert. Die Verlängerungsoption auf ein weiteres Jahr besteht. Die Projektmittel sollen überwiegend verwendet werden, um wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte einzusetzen. Weiterlesen →

Findbücher Oberpräsidium Münster online

Seit wenigen Tagen sind folgende Findbücher des Oberpräsidiums Münster online:

Neunkirchen: „Weißt Du noch?!“: Senioren schreiben Geschichte(n)

Seniorenberaterin Bettina Großhaus-Lutz sucht nach bewegenden, heiteren, spannenden und nachdenklichen Geschichten und Gedichten, die sich mit dem Leben und Arbeiten im Freien Grund – insbesondere in den Ortsteilen der Gemeinde Neunkirchen beschäftigen – so wie bei der 1. Ausgabe aus dem Jahr 1992. Foto: Gemeinde Neunkirchen

Seniorenberaterin Bettina Großhaus-Lutz sucht nach bewegenden, heiteren, spannenden und nachdenklichen Geschichten und Gedichten, die sich mit dem Leben und Arbeiten im Freien Grund – insbesondere in den Ortsteilen der Gemeinde Neunkirchen beschäftigen – so wie bei der 1. Ausgabe aus dem Jahr 1992.
Foto: Gemeinde Neunkirchen

„Sie können sich an die (Nach)Kriegszeit erinnern, wissen noch wer einst in die Grube einfuhr, kennen die alten Hausnamen und haben verfolgt, wie das Neubaugebiet auf dem Rassberg entstand. Nun sind sie als Autoren von Geschichten aus dem Freien Grund gefragt: die Senioren, die in der Gemeinde Neunkirchen aufgewachsen sind.

„Die Erlebnisse älterer Menschen füllen keine Geschichtsbücher, sie sind es aber wert, aufgehoben zu werden“, ist sich Neunkirchens Seniorenberaterin Bettina Großhaus-Lutz sicher. Darum ist sie auf der Suche nach Zeitzeugen, die in der Hellergemeinde leben oder gelebt haben und aus ihrem Leben berichten möchten. Unter dem Motto „Senioren schreiben Geschichten“ sammelt sie Erinnerungen an früher, und die schönsten von ihnen sollen veröffentlicht werden. Weiterlesen →

Thomas Poggel: Nachhaltigkeit vor Carlowitz – Das Begründen von Waldbeständen im Siegerland der Frühen Neuzeit

Aus dem Fazit: “ ….. Als Hans Carl von Carlowitz 1713 die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder forderte, wurde diese in den nassauischen Territorien schon seit über 200 Jahren angestrebt. Auf dem Hintergrund, dass die Forstordnungen stetig aktualisiert wurden, zeichnet sich zwar eine Kluft zwischen juristischer Theorie und gelebter Praxis ab, doch auch Carlowitz‘ Ansinnen lässt die Frage nach Erfolg zunächst unbeantwortet. Besonders die genannten Strafen und Repressalien zeigen, wie wichtig den Herrschaften die Begründung neuer Waldbestände war. Das oft vorherrschende Bild des totalen Raubbaus, das rücksichtslose Aufbrauchen aller Holzreserven ist zumindest für die Frühe Neuzeit falsch. Richtiger ist: Sowohl der Bedarf an Holz als auch die Bemühungen um zukünftige Verfügbarkeit stiegen an – ein Aspekt, der sich in den Forstordnungen deutschlandweit widerspiegelt.“
Link zur Aufsatz (PDF): Poggel Nachhaltigkeit vor Carlowitz
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Nachhaltigkeit vor Carlowitz – Das Begründen von Waldbeständen im Siegerland der Frühen Neuzeit von Thomas Poggel: ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.