Projekt „Westseite“ Wasserburg Hainchen – Siegerländer Burgenverein wird gefördert

© M. Wetter

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Die Stadt Netphen verfügt jährlich über ein gewisses Spendenbudget für gemeinwohlorientierte Zwecke aus Sparkassenmitteln. Initiativen und Vereine können Projekte erarbeiten und bei der Stadt hierfür eine Förderung beantragen. Über die Förderung der eingereichten Projektvorschläge entscheidet der Ältestenrat. Die Eigenbeteiligung beträgt 30 Prozent.

Auch der Siegerländer Burgenverein e.V. hat einen Antrag auf Projektförderung gestellt. Bürgermeister Paul Wagener überreichte den Vorstandsmitgliedern des Vereins am 15.06.2016, vor der Kulisse der Wasserburg Hainchen, einen Zuwendungsbetrag über 11.500 Euro. Weiterlesen

Briefe des Siegener Reichstagsabgeordneten Louis Ernst im Kreisarchiv


Ende letzten Jahres gelang es dem Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein, Originalbriefe des Siegener Reichstagsmitglieds Louis Ernst im Antiquariatshandel zu erwerben. Die über 60 Schriftstücke dokumentieren die Korrespondenz Ernsts mit seiner Familie während des Deutschen Krieges 1866; etwa jeden zweiten Tag schreibt Louis Ernst seinen Eltern in Siegen einen Brief. Sie bilden eine seltene individuelle Chronik der Kriegshandlungen vor 150 Jahren, eine wichtige sozial- und militärhistorische Quelle. Die Schrecken der Schlachtgeschehnisse, aber auch die Annehmlichkeiten nach dem Sieg gegen Österreich finden sich in den Briefen. Weiterlesen

Ausstellung „Ein fast ohnlöschlich Feuer“

Ausstellungseröffnung am Freitag, 8. Juli 2016, 19:00 Uhr, im Museum 4Fachwerk, Freudenberg.
Ausstellung: 9.7. – 21.8.2016

Pyrotechnische Inszenierung anlässlich des Jubiläums 550 Jahre Stadtrechte", Freudenberg 2006, Foto: Thomas Ijewski, Freudenberg

Pyrotechnische Inszenierung anlässlich des Jubiläums 550 Jahre Stadtrechte“, Freudenberg 2006, Foto: Thomas Ijewski, Freudenberg

„Am 9. August 1666 wütete ein heftiges Gewitter in Freudenberg und setzt ein erstes Haus in Brand. Letztendlich erfasste die Feuersbrunst den gesamten Flecken. Zerstörung allenthalben – 71 Häuser und 25 Scheunen fallen den Flammen zum Opfer. Nach der Überlieferung blieb nur ein Gebäude verschont.Feuerkatastrophen zählen zu den geürchtesten Ereignissen unserer Vorfahren. Die Obrigkeit hatte schon früh höchstes Interesse an der Brandvermeidung.

Die Ausstellung Weiterlesen

Weichen für Erhalt der Ausgrabungsstätte sind gestellt

Die Fundstelle der archäologischen Ausgrabung von 2012 zeigt einen der keltischen Verhüttungsöfen. (Foto: Deutsches Bergbau-Museum Bochum/D. Bachmann)

Die Fundstelle der archäologischen Ausgrabung von 2012 zeigt einen der keltischen Verhüttungsöfen. (Foto: Deutsches Bergbau-Museum Bochum/D. Bachmann)

Erste Weichenstellung für den Erhalt der archäologischen Verhüttungswerkstatt „Gerhardsseifen“ in Niederschelden: Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die von der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Siegen beantragten Mittel in Höhe von 30.000 Euro freigegeben.
Die Fundstelle der archäologischen Ausgrabung von 2012 zeigt einen der keltischen Verhüttungsöfen. Foto: Deutsches Bergbau-Museum Bochum/D. Bachmann

„Wir sind außerordentlich froh über dieses positive Signal aus Berlin“, sagte Bürgermeister Steffen Mues zu der Entscheidung. „Ich hoffe, dass wir jetzt zügig den Zuwendungsbescheid vom Land erhalten, damit wir mit der Maßnahme beginnen können“, erklärte die zuständige Beigeordnete der Stadt Siegen, Stadträtin Babette Bammann. Die Untere Denkmalbehörde der Stadt Siegen hatte den Antrag auf Fördermittel aus dem Denkmalschutz-Förderprogramm des Bundes am 25. Februar 2016 an die Bezirksregierung Arnsberg gestellt. Weiterlesen

Zwei neue Stolpersteine in Siegen-Weidenau

Im Beisein einer Schulklasse aus Ramot Yam (Israel) und der Partnerklasse des Ev. Gymnasiums wurden im Juni 2016 zwei weitere Stolpersteine unter der Hüttentalstraße in Buschgotthardshütten verlegt. Sie erinnern an Berta Hoppensack und ihren Sohn Otto. Traute Fries, Vorstandsmitglied des Aktiven Museums Südwestfalen, trug die Biografien der beiden NS-Opfer vor, die sie recherchiert hatte. Eine israelische Lehrerin übersetzte den Vortrag in die hebräische Sprache.

Berta Hoppensack führte nach dem Tod ihres Mannes (1872-1927) die Gaststätte bis 1931/32 weiter. Berta wurde ein Opfer der „Euthanasie“. Zuerst eingeliefert in die Provinzialanstalt Warstein, wurde sie im Juli 1941 in die Anstalt nach Hadamar verlegt und dort vergast. Sohn Otto Hoppensack, geboren 1902 in Weidenau, wurde im Juni 1941 aufgrund einer „progressiven Paralyse“ (Lähmung, Muskel- und Nervenerkrankung) in die Heilanstalt Warstein eingewiesen. Er verstarb dort am 16. Juli 1941 (Suizid durch Erhängen).

Die beiden Stolpersteine wurden durch Mitarbeiter der Jugendzentrums Blue Box der Stadt Siegen verlegt. Damit wurden bisher 98 Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig in Siegen verlegt. Die Spenderin der Erinnerungssteine möchte anonym bleiben.
Text: Aktives Museum Südwestfalen

Linktipp: 2. Berleburger Stadtkirche

Link

Linktipp: 2. Berleburger Stadtkirche
Denkmal des Monats – Juli 2016 der Arbeitsgemeinschaft Historischer Stadt- und Ortskerne NRW
“ …. Der heutige Goetheplatz ist als „Oberer Markt“, Standort der 2. Berleburger Stadtkirche, am 20.06.1990 als ortsfestes Bodendenkmal in die Denkmalliste der Stadt Bad Berleburg eingetragen worden.
„Ab 1574 erfolgte der Neubau einer neuen Kirche auf dem jetzigen Goetheplatz, ihr Werdegang und ihre Einweihung sind eingehend in den Berleburger Chroniken beschrieben. …. Schlechte Unterhaltungen im 18. und 19. Jahrhundert hatten zur Folge, dass der Bauzustand sich immer weiter verschlechterte, man erwog sogar schon einen Abbruch und einen Neubau, diverse Zeichnungen dazu liegen im Archiv der Landeskirche, eine davon mit Eintragungen und Berichtigungen des großen Baumeisters Schinkel aus Berlin.
1838/1839 muss nach Verfügung aus Berlin die gesamte Kirche abgebrochen werden. ….“

NRW-Landtagspräsidentin im Aktive Museum Südwestfalen

Museumsleiter Klaus Dietermann, Landtagspräsidentin Carina Gödecke, Vorstandsmitglied Traute Fries und Tanja Wagener (MdL/SPD)  [v.l.n.r.]

Museumsleiter Klaus Dietermann, Landtagspräsidentin Carina Gödecke, Vorstandsmitglied Traute Fries und Tanja Wagener (MdL/SPD) [v.l.n.r.]


Carina Gödecke, Präsidentin des Landtags, besuchte Ende Juni das Aktive Museum Südwestfalen (AMS) in Siegen am Obergraben. Der Vorstand des Fördervereins hatte sie eingeladen, um ihr die 20-jährige Geschichte des Dokumentations- und Lernortes für regionale Zeitgeschichte am Platz der Synagoge nahe zu bringen. Den Termin hatte die heimische SPD-Landtagsabgeordnete Tanja Wagener vermittelt. Weiterlesen

Erfolgreiche Internetpräsentation des Stadtarchivs Siegen

Tankwart Fritz Schneider beim Betanken eines Automobils vor der „Glückauf-Tankstelle“ an der Eiserfelder Straße. Undatierte Aufnahme, nach 1956 (Sammlung Burkhard Schneider, Siegen). Mit freundlicher Genehmigung von Burkhard Schneider.

Tankwart Fritz Schneider beim Betanken eines Automobils vor der „Glückauf-Tankstelle“ an der Eiserfelder Straße. Undatierte Aufnahme, nach 1956 (Sammlung Burkhard Schneider, Siegen). Mit freundlicher Genehmigung von Burkhard Schneider.


Der neue „Klick in die Vergangenheit“ des Stadtarchivs Siegen, der sich mit Aspekten des wachsenden Kraftfahrzeugverkehrs in Stadt und Kreis Siegen vor 60 Jahren beschäftigt, stößt auf großes Interesse! Nach Veröffentlichung des Beitrags „Kraftstoff, Kundendienst und Karosseriepflege. Gedanken zur Eröffnung zweier Großtankstellen in Siegen im Jahr 1956“ meldeten sich bereits zahlreiche Siegener Bürgerinnen und Bürger, die dem Stadtarchiv ergänzende Bildmaterialien aus privaten Sammlungen zur Verfügung stellten. Burkhard Schneider, der selbst zur Admin-Gruppe diverser Facebook-Seiten zur Siegener und Siegerländer Geschichte gehört, lieferte zum Beispiel eine Aufnahme seines Vaters Fritz Schneider vor der Glückauf-Tankstelle an der Eiserfelder-Straße. Die Fotografie wurde zu Werbezwecken angefertigt, um das Serviceangebot des Mineralölkonzerns BV (Benzin-Benzol-Vertrieb) zu dokumentieren. „Wir möchten uns für das positive Feedback recht herzlich bedanken und hoffen auf weitere Rückmeldungen aus der Bevölkerung“, wie der zuständige Bearbeiter Christian Brachthäuser vom Stadtarchiv Siegen erklärt. „Vom Zusammenspiel der Dialogpartner, also des Stadtarchivs und geschichtsinteressierter Bürgerinnen und Bürger, können alle Beteiligten nur profitieren, um viele bislang unbekannte Facetten der städtischen und regionalen Geschichte ins Bewusstsein zu rufen und der Nachwelt zu erhalten.“