Kleider von Keppels Kirchenboden

Sonderausstellung des Internatsmuseums

Historische Tanzkleider (Quelle: Stadt Hilchenbach)

Historische Tanzkleider (Quelle: Stadt Hilchenbach)

In Stift Keppel befand sich früher eine Internatsschule für „höhere Töchter“. Die Schule spiegelte das ambivalente Frauenbild der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts: Einerseits das neue Streben nach weiblicher Bildung und Berufstätigkeit, andererseits die überkommene Frauenrolle: galante Gesellschafterin, Ehefrau und Mutter.

Das Internatsmuseum dokumentiert beide Bestrebungen. In Keppel konnten Mädchen aus ganz Deutschland die Lehrerinnenausbildung absolvieren und später, ab 1926, auch das Abitur ablegen. Die beiden Arbeitsräume, ausgestattet mit Schulbüchern und Heften für die Schularbeiten sowie die Bibliothek mit Büchern bis unter die Decke, machen deutlich, dass man in Keppel tüchtig arbeiten musste. Weiterlesen

Linktipp: Sakrale Raumordnung im Wittgensteiner Land

Sakrale Raumordnung im Wittgensteiner Land
keltenkirchenwittgenstein
Hypthese: „Im Wittgensteiner Land kann eine hochgradig strukturierte Sakraltopographie nachgewiesen werden. Keltische Ringwallanlagen und Kirchen des Hessisch-Westfälischen Grenzlandes wurden auf präzise vermessenen Plätzen angelegt und in ein System geodätischer,  geometrischer und astronomischer Beziehungen eingepasst.

Indizien für die regelhaften Anordnungen sind der Tierkreiswinkel 30° und das Mehrfache von 30°. In der Trigonometrie kommen die Winkel  30°, 60°, 90°, 120°, 150° etc. häufig vor, weil sie sehr praktisch sind und man mit ihnen bequem rechnen kann.“

s. a. Westfälische Rundschau, 12.10.2016

Literaturhinweis: Frank Kruppa: „Keiler und Kängurus auf Netphener Eis

– 40 Jahre Siegerländer Eishockey Geschichte(n)“

Quelle: EHC Netphen 08, Facebook-Seite

Quelle: EHC Netphen 08, Facebook-Seite

„Frank Kruppa ist langjähriger Sportredakteur der „Siegener Zeitung“ und ausgewiesener Eishockey-Experte: „Eishockey ist mein Leben“. Somit entschloss er sich zu Beginn des Jahres 2016 eine Art Chronik des Siegerländer Eishockey-Sports über die letzten vier Jahrzehnte zu verfassen. Eifrige Unterstützer bei diesem Mammut-Projekt fand er in Dietrich Ballin (Vorsitzender EHC Netphen 08 und Gesellschafter des Sportpark Siegerland), Martin Resch (Geschäftsführer und Gesellschafter Sportpark Siegerland) und Michele Schulte (Vorstandsmitglied EHC Netphen). ….“ (1) Weiterlesen

Erzählcafe „Einkaufen in Burbach“

24. Oktober 2016, 15:00 Haus Herbig

Jedes Dorf hat seine eigene Geschichte. Früher saß man zusammen und erzählte von Generation zu Generation die alten Geschichten. Damit die heute nicht verloren gehen, laden Birgit Meier-Braun, Katrin Mehlich und Patricia Ottilie von der Gemeinde Burbach zum Erzählcafé „Einkaufen in Burbach“  ein.

Bäckerei Krumm in Burbach-Wahlbach, o. J.Foto: Gemeindearchiv Burbach

Bäckerei Krumm in Burbach-Wahlbach, o. J.Foto: Gemeindearchiv Burbach

Sie freuen sich auf zahlreichen Besuch, um gemeinsam in die Erinnerungen aus der Einkaufswelt einzutauchen. Welche Lebensmittel mussten gekauft werden? Wie sah damals ein Einkauf aus? Welche Geschäfte gab es in Burbach und wurden regelmäßig besucht? Über diese und noch viele weitere Fragen soll gesprochen werden. Anmeldungen nehmen Katrin Mehlich, Kulturbüro, Tel. 02736/4588, Patricia Ottilie, Gemeindearchiv, Tel. 02736/4515, und Birgit Meier-Braun von der Senioren-Service-Stelle, Tel. 02736/ 4556, entgegen.

Literaturhinweis: Jakob Saß: „Aufstieg eines Mittelmäßigen.

adolfhaasDie SS-Karriere von Adolf Haas, KZ-Kommandant in Wewelsburg und Bergen-Belsen“ (Schriftenreihe des Stadtarchivs Hachenburg, H. 4), Hachenburg 2016

„Die Arbeit …. basiert auf der Bachelorarbeit, die Jakob Saß 2015 der Freien Universität Berlin vorlegte“, so schrieb Matthias Budde am 27. Februar 2016 in der Westerwälder Zeitung. Weiter berichtete er, dass Saß (*1990) im Rahmen eines Praktikums bei der Tageszeitung „Die Welt“ zusammen mit einem Redakteur im Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde auf der „Suche nach einer Story“ gewesen sei. Dabei stiessen sie auf den in Siegen geborenen SS-Offizier Adolf Haas. Der 68 Seiten umfassende Biografie diente die erhaltenen SS-Akten von Adolf Haas als Hauptquelle.“

Quelle: Geschichtswerkstatt Hachburg, Info Nr. 33/Juni 2016 (PDF)

Links zu Adolf Haas:
Wikipedia
Portal „Westfälische Geschichte“
Regionalgeschichte.net
Regionales Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein

Exkursion: „Bergbausiedlung Altenberg“ zwischen Kreuztal und Hilchenbach

altenbergexokt16Die Städte Kreuztal und Hilchenbach laden am Samstag, den 15. Oktober 2016 um 14.00 Uhr, zu einer Exkursion auf der Höhe zwischen Littfeld und Müsen ein.

Der Siegener Historiker Dr. Andreas Bingener führt zu den Resten der alten Bergbausiedlung. Besichtigt werden auch Zeugnisse des neuzeitlichen Bergbaus mit dem Stahlberg-Schacht II und den ausgedehnten Abraumhalden. Weiterlesen

Gemeinde Burbach erarbeitet Lernmaterialen für die Schulen

Prall gefüllt mit praktischen Unterrichtseinheiten mit Burbacher Bezug. Ein neuer Projektordner hilft Lehrern und Schülern dabei, einen gemeindebezogenen Unterricht durchzuführen und zu erleben. Vertreter von der Gemeinde Burbach um Bürgermeister Christoph Ewers sowie die Leiter der Burbacher Schulen stellten das Projekt vor.

Prall gefüllt mit praktischen Unterrichtseinheiten mit Burbacher Bezug. Ein neuer Projektordner hilft Lehrern und Schülern dabei, einen gemeindebezogenen Unterricht durchzuführen und zu erleben. Vertreter von der Gemeinde Burbach um Bürgermeister Christoph Ewers sowie die Leiter der Burbacher Schulen stellten das Projekt vor.

„Wir nehmen Burbach unter die Lupe“ steht in großen Buchstaben auf dem Ordner. Und prallt gefüllt ist er ebenfalls. Bisher rund 15 verschiedene Unterrichtsbausteine enthält das interessante Nachschlagewerk. „Das Schulprojekt im Rahmen unserer Initiative „LebensWERTE Dörfer“ ist als eine Ergänzung und Weiterführung für den Unterricht zu verstehen. Es hat den lokalen Bezug zur Gemeinde und mit verschiedenen Praxisbausteinen wird das Leben in und um die neun Dörfern auf ganz einfache Art und Weise erklärt“, erläutert Bürgermeister Christoph Ewers die Zielsetzung. „Die Schülerinnen und Schüler sollen sich mit der Gemeinde und der Region identifizieren.“
In sieben Kategorien gibt es für alle Jahrgangsstufen von der Grundschule bis zur Klasse 10 spannende Angebote. Exkursionen in Unternehmen in der Gemeinde, Planspiele und praktische Versuche sind ausgearbeitet worden, um den Unterricht praxisnah zu gestalten. „Alle Programmmöglichkeiten sind eng mit dem Lehrplan verknüpft, so dass kein zusätzlicher Aufwand in den Schulen entsteht“, erklärt Christian Feigs, der das Projekt federführend mit initiiert hat. Jede Praxisanleitung gibt eine Empfehlung für die entsprechende Jahrgangsstufe ab, außerdem wird erklärt, in welchem Fach der Einsatz vorgesehen ist. …..
Mit dem Smartphone lässt sich der Dorfkern von Burbach für die Klassen der Jahrgangsstufe 5 erkunden. Dort hat die Gemeinde eine Dorfrallye mit Hilfe einer App eingerichtet, die es ermöglicht, auf einfache Weise multimediale Inhalte mit bestimmten Wegpunkten zu verknüpfen und so einen Bildungsparcours zu erstellen. „An den einzelnen Orten sind dann Aufgaben zu erledigen. Es müssen entweder Fragen beantwortet oder kleine Rätsel gelöst werden“, macht Jannic Danneels deutlich, der zusammen mit der Auszubildenden Romina Pletz den Rundgang konzipiert hat. Auch historisch lässt sich Burbach erkunden. „Wie sich Burbach in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat, können die Schüler bei diesem Projektbaustein erleben“, skizziert Patricia Ottilie vom Gemeindearchiv. „Sie müssen auf Spurensuche gehen und prägnante Gebäude aus der Geschichte anhand von Fotomaterial aufspüren und darstellen, wie sich der Ort verändert hat.“ Weiterlesen

50 Jahre Diakonie Klinik Jung-Stilling an der Wichernstr.

„Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in Siegen Bestrebungen, ein evangelisches Krankenhaus zu errichten. Doch gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Entwicklungen und Wirrungen der folgenden Jahrzehnte führten immer wieder dazu, dass es bei Ideen blieb. Erst kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Wunsch zur Wirklichkeit. Die Innere Mission Siegerland wendete sich 1946 an die Stadt mit der Bitte, gemeinsam mit dem Ev. Hilfswerk für Westfalen in Bielefeld das in den 1930er-Jahren gebaute und inzwischen leer stehende Standortlazarett auf dem Fischbacherberg zu übernehmen. Am 17. Oktober 1947 öffnete schließlich das erste evangelische Krankenhaus in Siegen mit 100 Betten. Es trug den Namen des berühmtesten Siegerländers, Johann Heinrich Jung-Stilling. Im Sinne des Namensgebers sollten im Ev. Jung-Stilling-Krankenhaus medizinisches und menschliches Handeln Programm und Verpflichtung sein. Heute ist in dem Gebäude der Emmy-Noether-Campus der Universität Siegen untergebracht. Weiterlesen

Ausstellung „Jüdische Soldaten des Ersten Weltkrieges“

Ausstellung „Jüdische Soldaten des Ersten Weltkrieges aus der Synagogengemeinde Siegen“ im Stadtmuseum Hilchenbach in der Wilhelmsburg von heute bis 13. November

Das Aktive Museum Südwestfalen e.V. und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland zeigen gemeinsam mit dem Stadtmuseum Hilchenbach, das einige eigene Ausstellungsstücke bereitgestellt hat, die Dokumentation „Jüdische Soldaten des Ersten Weltkrieges aus der Synagogengemeinde Siegen“.

Einen großen Teil der Ausstellung nehmen die Biografien der ehemaligen Hilchenbacher Soldaten ein. Sie zogen 1914 in den Krieg für den Kaiser und das Deutsche Reich, um ihr Deutschtum zu beweisen. Arthur Holländer (1895-1916) und Raphael Hony (1878-1917) bezahlten mit ihrem Leben; Letztgenannter wurde auf dem Jüdischen Friedhof an der Rothenberger Straße in Hilchenbach begraben.

Bürgermeister Holger Menzel eröffnet die Ausstellung heute um 19.30 Uhr. Weiterlesen