Literaturhinweis: Christoph Sigrist: „Die Akte Wilhelm Klein 1887-1948

Abenteurer, SS-Arzt, Großvater“

„Über den Sturmbannführer Dr. med. Wilhelm Klein wurde über Jahrzehnte geschwiegen. Dieses Buch beschreibt den Lebensweg eines Mannes, der sich immer weiter radikalisierte. Nach der Machtergreifung Hitlers machte er als Stadtmedizinalrat von Berlin Karriere und verstrickte sich in Intrigen mit der NSDAP und SS. [Von 1936 bis 1945 leitete er das Gesundheitsamt Siegen.] Diese Studie über Aufstieg und Fall eines hohen SS-Funktionärs wertet erstmals [!] Dokumente aus dem Nachlass der Nachkommen Wilhelm Kleins aus und stellt seinen Werdegang in einen historischen Zusammenhang.“
Quelle: Verlagswerbung

Vortrag: Dr. Peter Arnold Heuser (Bonn): Hexenjustiz im Kurfürstentum Köln. Konjunkturen, Strukturen und Akteure

15. Dezember 2022, 18.30 Uhr (Einlass ab 18.00 Uhr), Atriumsaal der Siegerlandhalle (Einlass ab 18.00 Uhr). Der Eintritt ist frei!

In der kommenden Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird der Historiker Dr. Peter Arnold Heuser am 15. Dezember 2022 Akteuren, Strukturen und Entwicklungstendenzen der Hexenjustiz im Kurfürstentum Köln nachgehen.

Die Zauberei- und Hexenverfolgungen des 16., 17. und frühen 18. Jahrhunderts im Kurfürstentum Köln, dessen Territorium (Rheinisches Erzstift, Herzogtum Westfalen, Vest Recklinghausen) sich über Teile des Rheinlands, Westfalens und des Ruhrgebiets erstreckte, sind in den letzten Jahren immer wieder Gegenstand ertragreicher Forschungen gewesen. Der Referent führt in den aktuellen Forschungsstand ein und ordnet die Befunde regionalgeschichtlich zu, unter besonderer Berücksichtigung der Territorien im Umfeld der Sieg. Weiterlesen

NRW-Stiftung fördert Besucherbergwerk Reinhold Forster Erbstolln

Bis zu 170.000 Euro für ein neues Grubenhaus

Um die Infrastruktur am Besucherbergwerk Reinhold Forster Erbstolln zu verbessern, soll ein neues Grubenhaus gebaut werden. Die NRW-Stiftung unterstützt die Gewerkschaft Eisenzecher Zug bei diesem Vorhaben mit einem Zuschuss von bis zu 170.000 Euro. Das beschloss jetzt der Vorstand der Stiftung unter Vorsitz von Eckhard Uhlenberg. Weiterlesen

Video: Sauerland, Siegerland und Wittgensteiner Land 1929

– Durch das schöne Westfalen 02/04:

Im zweiten Teil unserer „Filmschatz“-Reihe „Durch das schöne Westfalen“ führt Hubert Schonger durch „Sauerland, Siegerland und Wittgensteiner Land“. Neben den zahlreichen Burgen und den malerischen Tälern, für welche die Region bekannt ist, zeigen die Aufnahmen auch Städte wie Hagen, Iserlohn oder Bad Berleburg.

9:40 Rothaargebirge 11:58 Siegerland 12:41 Wittgensteinerland

In der Reihe „Filmschätze“ veröffentlichen wir ausgewählte Dokumentar-, Kurz- und Amateurfilme vergangener Jahrzehnte in voller Länge auf YouTube. Charakteristisch für die Filmauswahl ist, dass die „Filmschätze“ Themen aus Westfalen in den Fokus rücken, aus ihrer Entstehungszeit heraus in den Blick nehmen und ein gewisses Zeitkolorit transportieren.

Edition der Vincke-Tagebücher abgeschlossen (1800-1804, 1810-1813)

„Die Tagebucheintragungen Ludwig Vinckes zwischen dem Herbst des Jahres 1800 und dem Herbst des Jahres 1803 sind bestimmt durch die traumatische Erfahrung seiner gescheiterten Beziehung zu Malchen Hass, nun verehelichte von Rohr. Gewerblich motivierte Inspektionsreisen in die Grafschaft Mark und das Herzogtum Berg sollten dazu verhelfen, die Krise zu überwinden. Hierzu diente auch seine Beauftragung durch den preußischen Staat, Merino Schafe in Spanien zu kaufen, die man für die Veredelung der eigenen Wollzucht benötigte. Auf seiner nach dem Englandaufenthalt zweiten großen Auslandreise erlebte er in Paris das Abebben der Revolutionsbegeisterung und den Aufstieg Napoleons, dessen Alleinherrschaftsanspruch er genau erspürte. Die Kaufverhandlungen in Spanien und die anschließende private Reise durch die iberische Halbinsel entwickelten sich zu einer der kritischsten Analysen der dortigen politischen und sozialen Verhältnisse im ausgehenden Ancien Régime. Der Erfolg der Ankaufsverhandlungen und der geglückte Seetransport der Herde verstärkten in den Berliner Ministerien die Auffassung, dass Ludwig Vincke für höhere Aufgaben geeignet war. Zurückgekehrt nach Hausberge und Minden wurden die letzten Monate seiner dortigen Amtstätigkeit überschattet durch eine unerwiderte Liebe zu einer Quernheimer Stiftsdame. Seine Berufung zum Präsidenten der Kriegs- und Domänenkammer in Aurich halfen ihm, auch diese Krise zu überwinden. Seine nur kurze amtliche Tätigkeit in Ostfriesland wird er einige Jahre später als die bisher glücklichsten Jahre seines Lebens bezeichnen.“
Bd. 4: ISBN 978-3-402-15743-5, Quelle: Verlagswerbung
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NRW-Stiftung fördert neuen Lernort in der ehemaligen Synagoge Bad Laasphe

Zuschuss von bis zu 150.000 Euro

Um das Andenken an das Schicksal der jüdischen Gemeinden in Südwestfalen aufrecht zu erhalten, richtet der Verein Bad Laaspher Freundeskreis christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V. in der ehemaligen Synagoge in Bad Laasphe einen Begegnungs- und Lernort ein. Die NRW-Stiftung unterstützt den Verein bei diesem Vorhaben und stellt ihm für die Sanierung und Einrichtung des Gebäudes bis zu 150.000 Euro zur Verfügung. Das beschloss jetzt der Vorstand der Stiftung unter Vorsitz von Eckhard Uhlenberg. Weiterlesen

Landesarchiv NRW neue Themenseite zur Zwangsarbeit in NRW

Auf dem Foto ist der Fremdarbeiterausweis von Tatiana Moszniaha zu sehen. Das Dokument stammt aus ihrer Entschädigungsakte, die in der Abteilung Westfalen verwahrt wird. Tatiana Moszniaha wurde von den Nazis als Jüdin verfolgt und schließlich von der Gestapo aus der heutigen Republik Moldau nach Deutschland verschleppt. Hier musste sie drei Jahre für die Goetz-Werke in Burscheid arbeiten und in einem Barackenlager wohnen. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt Sie als „rassisch Verfolgte“ eine Geldentschädigung.

Im Landesarchiv NRW befinden sich viele Unterlagen, die das Schicksal von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern dokumentieren. Die Abteilung Westfalen hat ihr Sachinventar „Quellen zur Zwangsarbeit in Westfalen 1939-1945“ überarbeitet und ergänzt. Mit dem Sachinventar und einem Vortrag bietet die neue Themenseite unter https://www.archive.nrw.de/…/geschichte…/zwangsarbeit einen Einstieg in das Thema.

Literaturhinweis: Dieter Bald: „Information zwischen Pflicht und Gefühl

Todesanzeigen im Wittgensteiner Kreisblatt“ (BoD, 2022)
„Im Jahre 1852, also vor 170 Jahren, erschien die erste Zeitung im Kreis Wittgenstein. Dieter Bald aus Bad Berleburg nahm dieses Jubiläum zum Anlass, eine etwas ungewöhnliche Arbeit zu publizieren, die sich mit der Bekanntgabe von Todesfällen im Wittgensteiner Kreisblatt beschäftigt.
Der Autor untersuchte bereits 2020/21 im Rahmen einer Hausarbeit jeweils im Abstand einer Dekade mehr als 800 Todesanzeigen und Danksagungen, die man im Wittgensteiner Kreisblatt von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis Ende 1928 veröffentlichte. Diese Mitteilungen über Abschied, Tod und Trauer im ehemaligen Kreis Wittgenstein konnten damit erstmals über einen Zeitraum von mehr als sieben Jahrzehnten analysiert werden. Danach war es das Ziel des Autors, die Arbeit mit einigen Details zum Leben der Personen zu ergänzen, um die man damals trauerte.
Nachforschungen zur ersten Wittgensteiner Todesanzeige, zur ersten Danksagung und die Entwicklung der Todesanzeige insgesamt bis zum Jahr 1928 werden empirisch dargestellt und um eine Reihe von kurzen Biografien ergänzt.“
Quelle: Verlagswerbung

Literaturhinweis: Andreas Marchetti: „Im Dienst der Kreise – Im Dienst der Menschen

75 Jahre Landkreistag Nordrhein-Westfalen“ (2022)(hrsg. von Landkreistag NRW)

Der Landkreistag Nordrhein-Westfalen – noch vor der Bundesrepublik im Jahre 1947 gegründet – vertritt die Interessen der Kreise im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands und nimmt damit politische Verantwortung für fast elf Millionen Menschen wahr. Grundlegende landes- und kommunalpolitische Weichenstellungen, zentrale Persönlichkeiten, bedeutsame Handlungsfelder und wesentliche verbandspolitische Aktivitäten werden in diesem reich illustrierten Band zum 75-jährigen Jubiläum des Landkreistags dargestellt. Weiterlesen

Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen (2023) erschienen


Neue Verantwortlichkeit, altbewährte Qualität: Auf 320 Seiten lädt das frisch aus der Druckerei gekommene Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen wieder zum Blättern und Schmökern, zum Nachdenken, Diskutieren und natürlich Schmunzeln ein. Der 66. Jahrgang (für 2023) ist dabei erstmals vom Kreis Altenkirchen bzw. der Kreisvolkshochschule herausgegeben worden und nicht mehr vom Kreis-Heimatverein. Diese Änderung „hinter den Kulissen“ wird den Leserinnen und Lesern allerdings kaum auffallen – und das ist auch gut so. Vorgestellt wurde das neue Heimat-Jahrbuch jetzt in der Kreisverwaltung von Landrat Dr. Peter Enders, Bernd Kohnen und Melanie Henn (beide KVHS) sowie Dr. Kirsten Seelbach und Joachim Weger (beide Heimatverein, Text- und Bildredaktion). Das Titelbild ist diesmal eine herbstliche Aufnahme des Eingangs zum Schlosshof in Schönstein. Weiterlesen