Tagungsband zu den Detmolder Sommergesprächen 2015 erschienen

Familiengeschichten, Schatztruhen und andere Archive

Welche Bedeutung haben das Aufbewahren, Sichern und Überliefern
oder Vernichten von Unterlagen, Gegenständen und Informationen
für die Gegenwart oder die Nachwelt insbesondere in der Familienforschung? Geschichtsforschung, Heimat- und Regionalgeschichte sowie Genealogie funktionieren nicht ohne historische Unterlagen und Erinnerungsstücke. Dabei verweisen die Bestände öffentlicher Archive, privater Sammlungen und familiäre
Erzählungen meist wechselseitig aufeinander. Häufig führt erst die Verknüpfung der Informationen aus verschiedenen Quellen zu Erkenntnissen. Je nach Fragestellung stößt man aber bei der Recherche durchaus auf Lücken. Weiterlesen

Aufschwörungstafeln – Die bunte Welt der Frühen Neuzeit

Probandin für Stift Keppel: Hees, Maria Anna Carolina Josepha von Vater: Hees, Philipp Ludolph Wilhelm Arnold von Mutter: Mühl von Ulmen, Maria Franziska Margaretha Amalia (LAV NRW, Abt. Westfalen, Aufschwörungstafeln 315, 1721)

Probandin für Stift Keppel: Hees, Maria Anna Carolina Josepha von
Vater: Hees, Philipp Ludolph Wilhelm Arnold von
Mutter: Mühl von Ulmen, Maria Franziska Margaretha Amalia (LAV NRW, Abt. Westfalen, Aufschwörungstafeln 315, 1721)

Das Landesarchiv NRW Abt. Westfalen präsentiert ab heute online seine 2850 Aufschwörungstafeln mit Digitalisaten -Link zum Findbuch . Jetzt fehlen nur noch sechs Ritterbücher, die nächstes Jahr in unserem Technischen Zentrum digitalisiert werden. Weiterlesen

Digitalisierung historischer Adressbücher

wohnungsbuch1925„Das Stadtarchiv Siegen unternimmt seit 2008 verstärkte Anstrengungen, um dem drohenden Papierzerfall bei Akten des 19. und 20. Jahrhunderts entgegenzuwirken. Das dafür angewandte Verfahren der Massenentsäuerung von Archivgut verfährt dabei nach dem Prinzip des Eingriffs in die chemische Zusammensetzung der Papiersubstanz mit dem Ziel, papierimmanente Zerfallsprozesse aufzuhalten und günstige Ausgangsbedingungen für die zukünftige Erhaltung durch eine Neutralisierung zu erreichen. Zu diesem Zweck wurde auf Beschluss des Kulturausschusses im Jahr 2009 erstmals die genannte Haushaltsstelle eingerichtet.
Die konservatorische Strategie, die auf der Nutzbarerhaltung von Informationen durch Bewahrung des ursprünglichen Trägermaterials beruht, lässt sich allerdings nicht uneingeschränkt auf alle subsidiären Quellen übertragen: Ergänzendes Dokumentations- und Sammlungsgut muss nicht aus Rechtsgründen unabdingbar in seiner originären Form aufbewahrt werden, soll aber unter dem Gesichtspunkt der Bereitstellung ergänzender Daten vorrangig in seinem Informationsgehalt erhalten bleiben. Dies gilt insbesondere für regionale Adressbücher in ihrer Eigenschaft als Bibliotheksgut und die Bestände regionaler Zeitungen als wesentlichem Bestandteil der sekundären Überlieferung stadtgeschichtlicher Informationen im Stadtarchiv. Weiterlesen

Online: „Ergänzungskartei“ der Volkszählung im Deutschen Reich v. 17.5.1939

ergaenzungskartei1939
„Die sogenannte „Ergänzungskartei“ der Volkszählung im Deutschen Reich vom 17. Mai 1939 mit den Angaben zur Religionszugehörigkeit aller vier Großeltern mit dem Zweck der Feststellung von jüdischen Vorfahren wurde vom in Berlin gegründeten Verein Tracing the Past e.V. im Internet veröffentlicht. Die Veröffentlichung umfasst – in Anlehnung an die deutschen Schutzfristen – etwa 275.000 (oder 67 %) der 410.000 Originaleinträge mit verschiedenen Suchmöglichkeiten. Zusätzlich sind bestätigte Holocaust-Opfer markiert.“
Quelle: Verein für Computergenealogie, Newsletter 9/2016
via Archivalia

Digitalisierte Vorfahren

Ev. Kirchenbücher aus Westfalen ab sofort online

Kirchenbücher der Münster-Kirchengemeinde Herford Foto: Kirchenbuchportal GmbH

Kirchenbücher der Münster-Kirchengemeinde Herford Foto: Kirchenbuchportal GmbH

Das Landeskirchliche Archiv in Bielefeld macht Kirchenbuch-Digitalisate von 382 historischen Gemeinden im Internet zugänglich und ist somit die erste Landeskirche, deren Kirchenbuchbestände nahezu vollständig online einsehbar sind. Wo bis vor Kurzem noch ein Besuch im Archiv oder in einzelnen Kirchengemeinden unerlässlich war, kann der Familien- und Ortsgeschichtsforschung nun unabhängig von Öffnungszeiten bequem und zeitlich flexibel nachgegangen werden. Ermöglicht wird dies durch das Kirchenbuchportal Archion, das die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) mit zunächst elf Landeskirchen geschaffen hat. Zielsetzung ist ein gemeinsames Portal zur Präsentation von Kirchenbüchern und weiterer biografischer Quellen, die so der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden. Weiterlesen