#SIEistSIEGEN im Siegener Haupt- und Finanzausschuss


Im vergangenen September berichtete siwiarchiv bereits über den Bürgerantrag, die Sichtbarbarkeit der Frauen im Siegener Stadtbild zu erhöhen. In seiner Sitzung am 17. März 2021 beschloss der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Siegen einstimmig:
„….Der durch den Rat der Universitätsstadt Siegen ins Leben gerufene Arbeitskreis „Aufarbeitung der historischen Hintergründe von Straßennamen in Siegen“ wird als geeignetes Medium angesehen, sich auch mit der Präsenz von Frauen im Siegener Stadtbild zu befassen.“
Diese Entscheidung wurde in den sozialen Medien und auf der Leserbriefseite der Siegener Zeitung kontrovers diskutiert.

„Nie wieder“

Vortrag von Oliver Vrankovic (Tel Aviv) am Donnerstag, 25.03.21, im Rahmen der Woche der Brüderlickhkeit für die Gesellschaft für Chrsitlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V.

„Oliver Vrankovic zeigt anhand von Lebensgeschichten auf, was „Nie Wieder!“ für Israel bedeutet. Auf der Basis von Lebensgeschichten beschreibt er den Erfahrungszusammenhang zwischen der Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden und der Bedrohung Israels durch eliminatorisch gesinnte Feinde und erörtert den Umgang Israels mit dieser Bedrohung. Der Vortrag macht deutlich, wie die Erinnerung an die Shoah und das Eintreten für die Sicherheit Israels zusammengehören.
Oliver Vrankovic lebt und arbeitet in Tel Aviv. Bei seiner Tätigkeit in einem Elternheim hat er häufig mit Holocaustüberlebenden zu tun. Jährlich besucht er Deutschland zu 1-2 Vortragsreisen, um über seine Erfahrungen zu berichten.
Er ist Bestandteil des Programms #1700​ Jahre jüdisches Leben in Deutschland und des Programm der internationalen Wochen gegen Rassismus.
Gefördert durch die LWL-Kulturstiftung.“

Linktipp: Siegener Ringtennis im Wandel der Zeit

Ein Blick in die Bestände des Stadtarchivs Siegen

Das Stadtarchiv blickt auf die in Siegen erfolgreich betriebene Sportart Ringtennis. Ein Auschnitt aus der „Hüttentaler Jahresschau 1970“ vermittelt einen Eindruck vom Frühjahrsturnier der Ringtennis-Gemeinschaft Weidenau e. V..

Aus den Quellen lernen

Archive sind ein wichtiger Lernort für die Geschichte des Erzbistums Paderborn. Ein Beitrag zum Themenspecial „Kirche und Lernen“
Quellen am Paderborner Dom – bei diesen Worten dürften die meisten Menschen an die Paderquellen rund um die Bischofskirche denken. Doch es gibt in unmittelbarer Nähe auch noch Quellen ganz anderer Art: historische Dokumente aus über 1000 Jahren. Sie lagern im Erzbistumsarchiv und inspirieren Geschichtswissenschaft, Heimatkunde oder Ahnenforschung.

Michael Streit in einem der Magazine des Erzbistumsarchiv, in dem zahlreiche Schätze lagern.

„Vermutlich denken die meisten Menschen, dass unsere Quellen im Gegensatz zu den Paderquellen staubtrocken sind“, sagt Michael Streit, der das Erzbistumsarchiv derzeit kommissarisch leitet, mit einen Augenzwinkern. „Dabei kann man bei uns zahlreiche Schätze finden, die spannende Einblicke geben. Der materielle Wert ist nicht das entscheidende bei diesen Schätzen – auf den ideellen Wert kommt es an.“

Dokumente mit hohem Erkenntniswert

Ein gutes Beispiel für einen solchen Schatz ist das Tagebuch des Neheimer Priesters Franz Stock (1904 – 1948), dessen Seligsprechungsverfahren gerade im Gange ist: „Darin schreibt er über seine Tätigkeit als Seelsorger für zum Tode verurteilte Gefangene in Gefängnissen der Wehrmacht“, erläutert Streit. „Äußerlich ist das Tagebuch eine unscheinbare Kladde, aber inhaltlich ist sein Wert gar nicht zu ermessen.“ Weiterlesen →

Linktipp zur Siegener Graffiti-Geschichte

Lutz Dehenn hat auf „Regioport Siegerland“ einen ersten Teil der Geschichte der Graffiti-Szene Siegens vorgelegt. Er beleuchtet damit ein bisher noch nicht bearbeitetes Feld der Siegener Kulturgeschichte und der Geschichte Siegener Jugendkulturen. Der Beitrag, in dem Zeitzeugenberichte einen großen Raum einnehmen, ist reich illustriert.

Buchprojekt „Siegener Stadtgeschichte“ gestartet

Siegens Stadtgeschichte neu beschrieben: Mit einem Autoren-Workshop startete jetzt die Erstellung einer neuen Stadtgeschichte für Siegen.

 
Für Siegens Stadtgeschichte (hier eine Ansicht aus dem frühen 17. Jahrhundert) wird zum Stadtjubiläum im Jahr 2024 ein umfangreicher Sammelband vorbereitet, der zum neuen Standardwerk werden soll. (Abbildung: Stadtarchiv Siegen)Als Veröffentlichungstermin ist das 800-jährige Stadtjubiläum in 2024 angepeilt, rund 130 Jahre nach dem Erscheinen von Heinrich von Achenbachs noch immer viel zitierten, wenn auch in Teilen überholten Buchs. Die neue Publikation soll eine oft beklagte Lücke füllen und erstmals ein modernes stadthistorisches Standardwerk hervorbringen.

Da die Corona-Pandemie ein Treffen der Beteiligten zum Autoren-Workshop in Siegen nicht zuließ, kamen Stadtarchiv, Redaktion, die Leiterin des Staatsarchivs in Münster sowie Autorinnen und Autoren nun zu einem ersten Treffen in Form einer Videokonferenz zusammen. Weiterlesen →

„Zeitspuren“-Linktipp: Die Bau- und Kunstdenkmäler der Kreise Siegen und Wittgenstein um 1900


Das Forschungsprojekt zur Geschichte des 19. Jahrhunderts im Gebiet des Kreises Siegen-Wittgenstein veröffentlicht auf seiner Homepage auch repräsentative Quellen, wie z. B. diese Bildern zu den Bau- und Kunstdenkmäler der Kreise Siegen und Wittgenstein um 1900.

Kommentare, Meinungen, Informationen und Anregungen zu dieser Präsentation können Sie gerne hier abgeben.
Weitere Einträge auf siwiarchiv zum aktuellen „Zeitspuren“-Projekt finden sich unter diesem Link: https://www.siwiarchiv.de/tag/zeitspuren/.

Ziernagel zur Befestigung einer Mesusa-Kapsel entdeckt

Anhand einer Farbtreppe können bei dieser Tür zehn verschiedene Farben nachgewiesen werden.
Foto: LWL

Eröffnung von Haus Stöcker im LWL-Freilichtmuseum Detmold für Sommer geplant

Während das Haus Stöcker auf der Baustelle von außen schon fast fertig aus-sieht, laufen die Innenarbeiten im LWL-Freilichtmuseum Detmold auf Hochtouren. Bevor das neue Gebäude aus der Baugruppe des Siegerländer Weilers Ende Juli eröffnet werden kann, gibt es im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) noch einiges zu tun. Und auch so manche Überraschung hält das Haus bereit.

Drinnen wird an vielen Stellen fleißig Hand angelegt: Die Steinrestauratoren setzen das Ziegelsteinpflaster im ehemaligen Stall ein und die Holzrestauratoren kümmern sich um den Einbau von Dielenfußböden und Türen. Dabei gab es eine besondere Entdeckung: Gebäuderestaurator Bernd Brückmann stieß bei der Zuordnung der Türen zu den entsprechenden Zimmern auf einen Nagel in einem Brett, der ganz offensichtlich nicht zur Befestigung im Türrahmen gedacht war. Es war ein Ziernagel, der aus dem Brett herausschaute, während alle anderen Nägel wie üblich versenkt waren. „Nagelspuren sind wie ein Fingerabdruck und damit individuell zu erkennen“, erklärt der Gebäuderestaurator. Durch die Position im oberen rechten Drittel des Türrahmens deutet der Ziernagel darauf hin, dass es sich dabei um eine Befestigung einer Mesusa-Kapsel handeln könnte. Weiterlesen →

„Zeitspuren“-Linktipp: Familie Jung und die Amalienhütte bei Laasphe


Das Forschungsprojekt zur Geschichte des 19. Jahrhunderts im Gebiet des Kreises Siegen-Wittgenstein veröffentlicht auf seiner Homepage auch repräsentative Quellen, wie z. B. diese Unterlagen zur Familie Jung und zur Amalienhütte bei Laasphe.

Kommentare, Meinungen, Informationen und Anregungen zu dieser Präsentation können Sie gerne hier abgeben.
Weitere Einträge auf siwiarchiv zum aktuellen „Zeitspuren“-Projekt finden sich unter diesem Link: https://www.siwiarchiv.de/tag/zeitspuren/.

Vortrag: „Erinnerung und Holocaust – Chancen, Grenzen, Grenzüberschreitungen“

von Dr. Jens Aspelmeier (Siegen)

„Jede Generation erzählt die Vergangenheit neu. Dabei wird unser Geschichtsbild und die jeweilige Vermittlungspraxis in Schule, Museen und Gedenkstätten geprägt von Politik und Gesellschaft, von Wissenschaft und Medien. Aber wie entstehen unsere Geschichtsbilder und was beeinflusst unser Geschichtsbewusstsein?

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Politik und Geschichte? Welche kontroversen Formen der Erinnerungskultur entstehen dabei? Und welche Aufgabe haben Schulen und Geschichtswissenschaft angesichts einer bisweilen provokanten Auseinandersetzung mit der Vergangenheit? Der Vortrag zeichnet Stationen und Formen einer Geschichte der Erinnerung nach und fragt anhand ausgewählter aktueller Beispiele nach einer Zukunft der Erinnerung im 21. Jahrhundert. 

Dr. Jens Aspelmeier
Historiker und Direktor Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Siegen, Leiter für das Lehramt Gymnasium/Gesamtschule

Die Veranstaltung findet via Zoom statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung unter cjz.siegen@t-online.de ist erforderlich. Der Einladungslink wird kurz vor der Veranstaltung versandt. Eine Anmeldebestätigung erfolgt nicht.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der diesjährigen Woche der Brüderlichkeit statt und wird gemeinsam mit dem Aktiven Museum Südwestfalen angeboten.
Das Projekt wird von der LWL-Kulturstiftung (https://www.lwl-kulturstiftung.de) gefördert. Es ist eines von 24 Projekten, die im Rahmen des Förderschwerpunktes der LWL-Kulturstiftung zum diesjährigen Festjahr „#2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland“ unterstützt werden.

Quelle: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland, Veranstaltungen