Online: Partikularrechte des Fürstentums Siegen und der Ämter Burbach und Neunkirchen (1841)

partikularburbachDie digitalen Sammlungen der Universitäts- und Landesbibliothek Münster haben vor kurzem den revidierter Entwurf der Partikularrechte des Fürstentums Siegen und der Ämter Burbach und Neunkirchen (1841) online gestellt. Auch die Motive für die Revsion sind in der 40 Seiten starken Druckschrift enthalten.

Archivische Quellen zu diesem rechtsgeschichtlichen Thema findet man u. a. im Archiv des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe im Bestand 101 (Provinziallandtag, Provinzialständische Verwaltung 1826-1886) unter der Nr. 264 und im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz im Bestand Justizministerium.

Online: Kreisordnung von 1886

kreiso1886Die digitalen Sammlungen der Universitäts- und Landesbibliothek Münster haben vor kurzem die Kreisordnung vom 31. Juli 1886 online gestellt.

Der Ausbau der Kreisselbstverwaltung wurde mit dieser Kreisordnung festgeschrieben. Das eigentliche Verwaltungsorgan des Kreises wurde der neu gebildete Kreisausschuss, der „zum Zwecke der Verwaltung der Angelegenheiten des Kreises und der Wahrnehmung von Geschäften der allgemeinen Landesverwaltung“ geschaffen wurde.

Findbuch „Schrägluftbilder der Landesplanung, Rheinland-Westfalen 1926-1955“ online

Das Landesarchiv hat Ende August das Findbuch zum Bestand RW 0261 online gestellt. Die drei Wittgensteiner Kommunen sind mit Bildern aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts vertreten.

Zum Bestand aus der Einleitung: Weiterlesen

Erschienen: „Moderne Aktenkunde“

Holger Berwinkel, Robert Kretzschmar, Karsten Uhde (Hrsg.): Moderne Aktenkunde, Veröffentlichungen der Archivschule Marburg, Band 64, 191 S., Marburg 2016, ISBN: 978-3-923833-81-8

archivschulebd64Aus den Vorwort: “ ….. Die Publikation vereinigt als „moderne Aktenkunde“ Beiträge, deren zeitlicher Bogen sich vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die unmittelbare Gegenwart spannt. Sie lassen erkennen, wie sehr sich die Erzeugung und der Gebrauch von Akten in diesem Zeitraum verändert haben und mit welcher Dynamik dieser Prozess gerade in unseren Tagen fortschreitet. In der Beschreibung und Analyse der damit verbundenen Entwicklungen zeichnen sich so denn auch „rote Fäden“ zwischen den Beiträgen ab, wozu nur zwei offenkundige Beispiele genannt seien. Erstens: Dass Akten heute in weiten Bereichen keine Vollständigkeit mehr bieten, entspricht einer Tendenz, die seit langem prägend ist und weit über den Beginn des digitalen Zeitalters hinaus zurück reicht. Zweitens: Akten im herkömmlichen Sinne sind heute nicht mehr das alleinige Arbeitsinstrument der Verwaltung. Vielmehr sind sie Teil einer Kultur, in der eine Vielfalt analoger und digitaler Formen der Kommunikation und Verschriftlichung oft unverbunden nebeneinander zum Einsatz kommt. Diese Entwicklung hat sich ebenfalls schon seit längerem angebahnt.
Als Disziplin muss die Historische Hilfswissenschaft „Aktenkunde“ offen dafür sein, Schnittmengen mit anderen Disziplinen zu nutzen. Auch dies wird an den hier publizierten Beiträgen deutlich. Akten können aus unterschiedlichen Perspektiven untersucht werden: im Sinne der klassischen Lehre Heinrich Otto Meisners aus der Sicht der seinerzeit produzierenden Kanzlei, als Archivalienkunde aus der Sicht des heute verwahrenden Archivs (diese beiden Perspektiven interessieren die Geschichtswissenschaft), aber auch normativ als Grundlage des Records Managements. Alle Sichtweisen sind berechtigt, und je nach Fragestellung verspricht die eine oder die andere bessere Erkenntnis, ohne dabei die alternative Sicht je ganz verdrängen zu können. Aus dieser Spannung kann die Aktenkunde neue Kraft gewinnen. Weiterlesen

Bestandserhaltung und e-learning. Ein Erasmus+-Projekt

elearningbestandserhaltungIn einem zweijährigen EU-Projekt des Förderprogramms Erasmus+ haben Archivkolleginnen und -kollegen des Landschaftsverbandes Rheinland (AFZ) in Kooperation mit Archives nationales de Luxembourg, Algemeen Rijksarchief en Rijksarchief in de Provinciën (Belgien), Regionaal Historisch Centrum Limburg (Niederlande) und dem Landesarchiv Saarland untersucht, in welchen Bereichen der beruflichen Fortbildung von Archivarinnen und Archivaren der Einsatz von E-Learning-Komponenten möglich und sinnvoll ist.

Als konkretes Ziel wurde ein Lern-Modul aus dem Bereich der präventiven Bestandspflege beim Übergang von Akten aus den Dienststellen in das Archiv erarbeitet. Die didaktische und gestalterische Umsetzung erfolgte durch die Open Universiteit Heerlen in den Niederlanden. Derzeit ist der Kurs unter bestandserhaltung.eu im Netz zu finden.

Die Katholische Universität Leuven (Belgien) stellte die E-Learning-Plattform Toledo zur Verfügung und übernimmt das Hosting der Inhalte.
Quelle: Newsletter des LVR-AFZ, 20.7.2016 und Forum für Archive katholischer Organisationen Deutschlands (Eintrag 1.9.2016)

Depositum Ernst im Stadtarchiv


Eins kommt zum anderen: Nachdem im Frühjahr die Feldpostbriefe des Siegener Bürgers Louis Ernst aus dem Deutsch-Österreichischen Krieg veröffentlicht worden sind und das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein das Konvolut der über sechzig Briefe erwerben konnte, erhielt jetzt das Stadtarchiv Siegen ein weiteres, überaus wertvolles Archivale aus dem Nachlass des ehemaligen Direktors der Siegener Wiesenbauschule.
Im Zusammenhang mit biografischen Recherchen für die Herausgabe der Feldpostbriefe war das Stadtarchiv auf den im Rheinland lebenden Urenkel Louis Ernsts gestoßen, in dessen Besitz sich große Teile des Nachlasses befinden. Begeistert von der gelungenen Edition entschloss sich nun die Familie spontan eines der wertvollsten Stücke dem Stadtarchiv Siegen als Dauerleihgabe zu übergeben. Zwei Jahre nach seiner Rückkehr aus dem Krieg schrieb der damals in Elberfeld lebende Chemiker seine „Erinnerungen aus dem böhmischen Feldzuge“ in einem Bericht von 337 Seiten mit gestochen scharfer Handschrift nieder. In den Deckel des mit Goldschnitt versehenen Bändchens ist das preußische Erinnerungskreuz für die Teilnehmer an der Schlacht von Königgrätz eingelassen. Einen besonderen Wert erhält das Depositum durch die Beilage des einzigen bekannten Fotos, das Louis Ernst als Soldaten zeigt.
Ab sofort steht das Depositum den Benutzern des Stadtarchivs zur Einsichtnahme zur Verfügung.
Die Feldpostbriefe sind veröffentlicht in der Publikation: Ludwig Burwitz / Armin Nassauer / Olaf Wagener (Hrsg.), Der Deutsche Krieg von 1866. Die Feldpostbriefe des Soldaten Louis Ernst, Frankfurt am Main 2016 (Peter Lang Verlag)

Workshop: „Vorbei und vergessen? Die Lösung: Das Vereinsarchiv!“

Donnerstag, 08. September 2016, 19:00 – 20:30 Uhr
Referent: Thomas Wolf, Kreis Siegen-Wittgenstein, Kreisarchiv
Zielgruppe: Ehrenamtlich tätige Vereine und Gruppen
Ort: Kreis Siegen-Wittgenstein, Außenstelle Bad Berleburg, 2. Etage, Raum 201, Am Breitenbach 1, 57319 Bad Berleburg

Die Veranstaltung richtet sich an Vereinsarchivare sowie an Vereinsverantwortliche, die ein Archiv aufbauen möchten. Das Vereinsarchiv soll die rechtlich wichtigen und geschichtlich relevanten Unterlagen eines Vereins sichern und nutzbar machen. Das Archiv dokumentiert dauerhaft das Vereinsleben für die Nachwelt. Nach einer kurzen Einführung werden die Möglichkeiten, das Archivgut zu erfassen und zu erschließen, dargestellt. Einfache Tipps zur Behandlung von geschädigtem Archivgut fehlen ebenso wenig wie Angaben zu den erforderlichen Raum- und Klimabedingungen. Die Möglichkeiten und Grenzen der digitalen Archivierung werden diskutiert, Kooperationsmöglichkeiten aufgezeigt.