Wikipedia-Artikel zu den Laaspher Ärzten und Hofräten: Emil und Eduard Groos

„Im 19. Jahrhundert führten die Brüder Emil und Eduard Groos zwei Arztpraxen in Laasphe. Eduard Groos (mit Bild) war als der „rote Hofrat“ bekannt. Sein älterer Bruder, Emil Groos wurde der „schwarze Hofrat“ genannt. Diese sprachliche Unterscheidung der Brüder (beide waren praktische Ärzte, beide waren Hofräte des fürstlichen Hauses, beide waren „Dr. med. E. Groos“) war zunächst ihrer unterschiedlichen Haarfarbe geschuldet. Ihre, noch vom Vater gebauten Häuser in der Laaspher Lahnstraße, unterschieden sich vor allem in einem Detail: Dem Farbanstrich der Scheunen, nämlich rot und schwarz. Damit wollten die beiden Ärzte den Zustrom der Patienten steuern, da Eduard Groos eine homöopathische Praxis führte, sein Bruder Emil der Schulmedizin den Vorzug gab.“
Link zum Artikel „Emil Groos“
Link zum Artikel „Eduard Groos“

Quelle: Freundlicher Hinweis von Dieter Bald in der geschlossenen Facebook-Gruppe „Wittgensteiner Heimatgeschichte und Historische Fakten“, 17.9.2018

Jahresbericht 2017 des Landesarchivs NRW erschienen

Das Landesarchiv Nordrhein-Westfalen 2017. Duisburg: Landesarchiv Nordrhein-Westfalen 2018. 56. S., zahlr. farb. Abb., kart. – kostenlos – (zu beziehen über Landesarchiv NRW)

Der Jahresbericht widmet sich u.a. dem Erschließungsprojekt Fürstentum Siegen und der Tiefenerschließung der der Juden- und Dissidentenregister in der Abteilung Ostwestfalen-Lippe (JuWeL).

„VERLÄSSLICH, RICHTIG, ECHT – Demokratie braucht Archive!“

88. Deutscher Archivtag 2018 in Rostock mit Fachmesse ARCHIVISTICA 2018

Eröffnungsredner Hans-Christian Ströbele, ©Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen


Vom 25. bis 28. September 2018 findet in der Stadthalle Rostock der 88. Deutsche Archivtag statt. Europas größter nationaler Archivkongress wird vom VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. ausgerichtet, erwartet werden ca. 700 Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland. Auf der parallel stattfindenden Fachmesse ARCHIVISTICA präsentieren 40 Aussteller Produkte und Innovationen rund um das Archivwesen.
Die digitale Revolution hat eine unüberschaubare Masse an Daten frei verfügbar gemacht. Noch nie in der Geschichte der Menschheit war es so einfach, sich Informationen zu beschaffen. Gleichzeitig war es noch nie so schwierig, zu überprüfen, welche dieser Informationen authentisch sind und welche nicht.
„In Zeiten von Fake-News und gezielten Manipulationen von sozialen Netzwerken fragen sich viele Bürgerinnen und Bürger, welchen Quellen sie noch vertrauen können. Ob für Zivilgesellschaft, Forschung, Medien oder den Staat – die Archive sind unverzichtbar“, so der VdA-Vorsitzende Ralf Jacob.
Rund 50 Einzelveranstaltungen in unterschiedlichen Formaten werden angeboten: Große Plenarsitzungen, Workshops, Fortbildungen, Postersessions und erstmals auch ein BarCamp. In diesen wird nicht nur der Rolle der Archive in der Informationsgesellschaft nachgegangen, sondern auch das schwierige Verhältnis zwischen den Archiven und den Geheimdiensten thematisiert. Bei der frei zugänglichen Eröffnungsveranstaltung am 25. September 2018 um 18:30 Uhr im Saal 1 der Stadthalle Rostock spricht als Festredner der Grünen-Politiker und langjährige Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele zum Thema „Geheimdienstakten ins Bundesarchiv – Neuregelung des Archivrechts“. Bei der abschließenden Podiumsdiskussion greift eine hochrangig besetzte Expertenrunde aus den Sektoren Archivwesen, Journalismus, Politik und Wissenschaft das Thema des Eröffnungsvortrages aus anderer Perspektive erneut auf. Weiterlesen

Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert den denkmalgeschützten Lindenbergfriedhof in Siegen

Zwei der bedeutendsten Grabmonumente Westfalens

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt dank der Lotterie GlücksSpirale für die Steinrestaurierung der denkmalgeschützten Grabstätten Meinhard/Knebel und Kreutz auf dem Lindenbergfriedhof 20.000 Euro zur Verfügung. Den dazugehörigen symbolischen Fördervertrag überbrachte Michael Arns, Ortskurator Siegen der DSD, gestern am Gruftenweg des Friedhofs an Stadtbaurat Henrik Schumann. Der Lindenbergfriedhof gehört zu den über 440 Projekten, die die private DSD dank Spenden und Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

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Lindenbergfriedhof, Gruftenweg, von Martin Schuss (Benutzer: Martin Schuss, eigenes Foto) – Martin Schuss (Benutzer: Martin Schuss, eigenes Foto), 4.7.2006, CC BY-SA 3.0, Link

Siegens größte Begräbnisstätte, der Lindenbergfriedhof, erstreckt sich an den Hängen des östlich der Stadt liegenden Lindenberges. Der 1857 gegründete Gottesacker umfasst heute eine Fläche von etwa 204.000 Quadratmetern mit 17.900 identifizierbaren Gräbern. Seit 1996 gibt es ein muslimisches Gräberfeld. Im oberen Teil der Anlage befindet sich ein jüdischer Friedhof, der von 1871 bis 1914 für Bestattungen genutzt wurde. Das Zentrum des Lindenbergfriedhofs bildet der sogenannte Gruftenweg, der zu den bedeutendsten Grabmonumenten in Westfalen zählt. Ab 1889 wurden auf einer Strecke von 280 Metern aufwendig gestaltete, repräsentative Grüfte der Siegener Honoratioren angelegt, die die hervorgehobene gesellschaftliche Stellung der Siegener Industrieellenfamilien dokumentieren. Weiterlesen

Sonderschauen: „Siegerländer Markscheider”, “Die Grube Storch & Schoeneberg” und “Calcit”

44. Siegerländer Mineralienbörse, 23. September 2018, Siegerlandhalle/Siegen

In der Sonderschau “Siegerländer Markscheider” wird die verantwortungsvolle Arbeit dieser Untertage- Vermessungsspezialisten gewürdigt. Ihre tiefe Verbundenheit mit dem Bergmannsberuf brachten sie auch dadurch zum Ausdruck, dass viele von ihnen leidenschaftlich Mineralien sammelten und sehenswerte Sammlungen anlegten . Die Arbeitsplätze der Markscheider waren zumeist nicht die verhältnismässig sicheren Grubenstrecken, sondern die frisch erschlossenen neuen Abbaubereiche, die vermessen und kartiert werden mussten. Es waren die Bereiche in den Gruben, wo es oft besonders gefährlich war – und wo es aber auch immer wieder neue Mineralfunde gab. Einer von ihnen, Ernst Ottmann, nach dem Kriege leitender Markscheider der “Erzbergbau Siegerland AG”, baute eine sehr umfangreiche Sammlung auf und steht im Mittelpunkt der Schau. Gruben mit in Sammlerkreisen klangvollen Namen wie “Füsseberg”, “Eupel”, “Georg”, “San Fernando” und “Wolf”, auf denen er vorwiegend eingesetzt war, boten dem passionierten Sammler reiche Fundmöglichkeiten.

Grube Storch und Schöneberg, Siegen-Gosenbach, Foto: Otto Arnold, 29. August 1929

Die zweite Sonderschau präsentiert die Grube “Storch & Schoeneberg” bei Gosenbach im Siegerland. Dieser im Jahre 1942 stillgelegte Grubengigant war zeitweise mit fast 1200 Metern Teufe die tiefste Erzgrube Europas und mit einer Belegschaft von z.T. über 2000 Mann ein wahres Schwergewicht unter den Siegerländer Bergwerken. Auch in mineralogischer Hinsicht war sie sehr interessant; so war sie eine der ganz wenigen Siegerländer Gruben, in denen das ansonsten ja sehr verbreitete “Allerweltsmineral” Calcit in schönen Kristallen gefunden wurde. Weiterlesen

Archivar 3 (2018) online

Das aktuelle Heft widmet sich neben dem Archiven in Mecklenburg-Vorpommern – s.a. Tagungsblog des Deutschen Archivtages 2018 (mit Vorstellungen des Stadtarchivs Rostock und des Rostocker Universitätsarchivs) auch Archiven des Ostseeraums (Polen, Litauen Estland, Finnland).

Die PDF-Datei kann hier eingesehen werden: http://www.archive.nrw.de/archivar/hefte/2018/Ausgabe-3/Archivar-3_2018.pdf

In Memoriam Klaus Dietermann

Übergabe der Gedenkbroschüre über den Siegener Nationalsozialismus- und Holocaust-Forscher und Gründer des Aktiven Museums Südwestfalen

Donnerstag, 27.09., 18 Uhr, Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs im KrönchenCenter, Markt 25, Siegen

Klaus Dietermann bei der Bearbeitung von Zeitzeugeninterviews, 1990, Quelle: Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein, Bildsammlung Westfälische Rundschau, Lokalredaktion Nördliches Siegerland, Mappe Klaus Dietermann

Bwegrüßung: Alon Sander
Ansprachen: 1. stv. Bürgermeister Jens Kamieth und Prof. Manfred Zabel

Tag der offenen Tür in der historischen Druckerei Schmidt, Bad Laasphe

Typograph-Setzmaschine

Am dritten Septemberwochenende, Samstag 22. 09. von 13-18 Uhr und Sonntag, 23. September 2018 von 11-18 Uhr, öffnet die historische Buchdruckerei Ernst Schmidt (gegr. 1861) in Bad Laasphe, Bahnhofstraße 41, wieder ihre Türen und lädt zu einer interaktiven Entdeckungsreise in die Jahrhunderte alte Geschichte des Schriftsetzer- und Buchdruckerhandwerks ein:
In der original erhaltenen Werkstatt – vieles stammt noch aus dem 19. Jhdrt. – kann man u.a. noch erleben (oder sich selbst daran versuchen), wie Texte früher in Handarbeit gesetzt und mit Muskelkraft auf das Papier gebracht wurden.
Außerdem kann man noch ein Exemplar einer der ersten vollautomatischen (und „legendären“) Tiegeldruckmaschinen – einen „Original-Heidelberger Tiegel“ von 1934 – in Aktion sehen. Die damals schnellste Tiegeldruckpresse der Welt.
Auch eine Buchdruck-Schnellpresse, auf der schon vor über 100 Jahren die Wittgensteiner Zeitung gedruckt worden ist, wird vorgeführt
Quelle: Stadt Bad Laasphe, Pressemitteilung

„Abend der Landesgeschichte“ in Münster

Im Rahmen des 52. Historikertages in Münster richtet die Historische Kommission für Westfalen am 26.09.2018 um 18.30 Uhr den „Abend der Landesgeschichte“ im Erbdrostenhof Münster aus. Der Abend der Landesgeschichte ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der deutschen Historikertage. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung steht die Vorstellung des neuen „Handbuchs Landesgeschichte“, herausgegeben von Werner Freitag, Michael Kißener, Christine Reinle und Sabine Ullmann. Es ist das erste landesgeschichtliche Handbuch, das keinen regionalen Bezug hat. Alle Themen werden anhand von zwei Regionen dargestellt, die Gemeinsamkeiten und Gegensätze verdeutlichen. Beispielhaft vorgestellt werden die Beiträge von Sigrid Hirbodian und Martina Schattkowsky zur ländlichen Gesellschaft am Mittelrhein und in Sachsen. Der Abend wird ausgerichtet in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Landesgeschichte des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e. V (VHD). Anmeldeschluss ist der 18.09.2018. Das Tagungsprogramm können Sie hier herunterladen
Quelle: Historische Kommission für Westfalen-Lippe