Vortrag „Johann VIII. und die katholische Restauration in der Grafschaft Nassau-Siegen“

10. Oktober 2018, 19:00 – 21:15
Ev. Gemeindezentrum Wellersberg, Obenstruthstraße 8, 57072 Siegen

„Wie kam die Reformation ins Siegerland? Im Reformationsjahr 2017 bestand reichlich Gelegenheit, sich dieser Frage zu widmen. Wie aber entwickelte sich die Kirchengeschichte in unserer Region anschließend weiter? Wie erklärt es sich, dass bis heute ein Teil des Siegerlandes überwiegend evangelisch und ein anderer überwiegend katholisch geprägt ist?
Wer darüber mehr erfahren möchte, kommt um eine bedeutende Persönlichkeit nicht herum: Graf Johann den VIII. von Nassau-Siegen. Streng calvinistisch erzogen, konvertierte er am ersten Weihnachtstag des Jahres 1613 zum katholischen Glauben. Was bewog den seinerzeit 30jährigen, diesen gewichtigen Schritt zu wagen? Welche Folgen hatte seine Entscheidung: Für ihn persönlich, für die weitere politische Entwicklung und nicht zuletzt für die Siegerländerinnen und Siegerländer seiner Zeit und weit darüber hinaus? Referent: Prälat Dr. Gerhard Specht, Verfasser des Standardwerkes „Johann VIII. und die katholische Restauration in der Grafschaft Nassau-Siegen“. Eine Kooperation mit dem Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V.“
Quelle: Evangelisches Erwachsenenbildungswerk Westfalen-Lippe e.V., Bildungsangebote

Rückblick: 88. Deutscher Archivtag in Rostock

Tagungsort: Stadthalle Rostock

Verlässlich, richtig, echt, unabhängig (!)
Rund 700 Archivarinnen und Archivare trafen sich in der vergangenen Woche um sich unter dem Motto „Demokratie braucht Archive – Verlässlich, richtig, echt“ auszutauschen. In seinem Eröffnungsvortrag erweiterte Hans-Christian Ströbele das Archivtagsmotto – und es sollte nicht das einzige Mal bleiben, dass das Motto sinnvollerweise erweitert wurde. In seiner engagierten Rede stellte Ströbele die Unabhängigkeit der Archive heraus. Archive müssten außerhalb der Verwaltungshierarchien als eigenständige Körperschaft oder Stiftung existieren (vgl. den Rechnungsprüfungsinstitution). Nur so können Archive ihrer Kontrollfunktion für das Herrschaftswissen  gerecht werden und bspw. auf die problematischen Aktenvernichtungen reagieren.  Weiterlesen

Grütters: Bund erhöht Mittel für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, stellt in diesem Jahr im Rahmen des Sonderprogramms zum Erhalt des schriftlichen Kulturguts erneut zusätzliche Mittel bereit. Die Gelder für das diesjährige Sonderprogramm sind von 1 Million Euro in 2017 auf 2,5 Millionen Euro deutlich aufgestockt worden.

Kulturstaatsministern Grütters erklärt: „Viele historische Handschriften, Bücher und Urkunden in unseren Archiven und Bibliotheken sind durch Säurefraß, Feuchtigkeit und Schimmel in ihrer Substanz akut gefährdet. Es liegt in unserer Verantwortung, dieses Erbe als kulturellen Schatz und Quelle für die Wissenschaft vor dem schleichenden Verfall zu bewahren und für künftige Generationen zu erhalten. Es freut mich sehr, dass es im Bundeshaushalt 2018 gelungen ist, die Mittel für das Sonderprogramm signifikant zu erhöhen. Dies macht deutlich, welch große Bedeutung der Bund der Rettung unseres schriftlichen Kulturerbes beimisst.“ Weiterlesen

Online: 6 Inventare des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg

Das LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum hat die sechs Inventare des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg in seiner Reihe „Inventare nichtstaatlicher Archive“ zum Download bereitsgestellt. Das Hatzfgeldt-Wildenburgische Urkundenarchiv weist einige regionale Bezüge auf:

Bd. 18

Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg
Bd. 1: Regesten Nr. 1 bis 450: 1217 – 1467
Bearb.: Jost Kloft
Köln 1975, 256 Seiten
Download INA-Band 18 (PDF, 9,8 MB)

Bd. 22

Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg
Bd. 2: Regesten Nr. 451 bis 1050: 1467 – 1536
Bearb.: Jost Kloft
Köln 1979, 407 Seiten
Download INA-Band 22 (PDF, 15,47 MB)
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Online: „Quellen zur Geschichte der Juden in Westfalen.

Sachthematisches Online-Inventar zu den Akten und Karten der Abteilung Westfalen des Landesarchivs NRW, 2., stark erweiterte Auflage 2018

Im August dieses Jahres hat das Landesarchiv NRW, Abl. Westfalen, die Überarbeitung der Publikation abgeschlossen. Die 711 Seiten umfassende Publikation kann nun als PDF-Datei genutzt werden.