Grütters: Bund erhöht Mittel für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, stellt in diesem Jahr im Rahmen des Sonderprogramms zum Erhalt des schriftlichen Kulturguts erneut zusätzliche Mittel bereit. Die Gelder für das diesjährige Sonderprogramm sind von 1 Million Euro in 2017 auf 2,5 Millionen Euro deutlich aufgestockt worden.

Kulturstaatsministern Grütters erklärt: „Viele historische Handschriften, Bücher und Urkunden in unseren Archiven und Bibliotheken sind durch Säurefraß, Feuchtigkeit und Schimmel in ihrer Substanz akut gefährdet. Es liegt in unserer Verantwortung, dieses Erbe als kulturellen Schatz und Quelle für die Wissenschaft vor dem schleichenden Verfall zu bewahren und für künftige Generationen zu erhalten. Es freut mich sehr, dass es im Bundeshaushalt 2018 gelungen ist, die Mittel für das Sonderprogramm signifikant zu erhöhen. Dies macht deutlich, welch große Bedeutung der Bund der Rettung unseres schriftlichen Kulturerbes beimisst.“

Monika Grütters weiter: „Letztlich lässt sich die Bewahrung unseres national wichtigen schriftlichen Kulturgutes aber nur mit vereinten Kräften von Bund, Ländern und Kommunen bewältigen. Ich hoffe, dass die Länder dem Beispiel des Bundes folgen und ihr Engagement weiter verstärken und die Landesmittel aufstocken.“

Durch das Sonderprogramm 2018 werden insgesamt 97 Vorhaben von Einrichtungen auf Ebene des Bundes, der Länder und Kommunen sowie kirchlicher und privater Träger gefördert. So werden Maßnahmen der Akademie der Künste unterstützt, um Dokumente aus dem Autographen-Nachlass von Bertold Brecht und aus den Nachlassbibliotheken von Bertold Brecht und Helene Weigel zu sichern. Um die Trockenreinigung und Umverpackung wertvoller Handschriften und Rara von Heinrich Heine sowie Clara und Robert Schumann geht es bei dem Projekt des Heinrich-Heine-Instituts in Düsseldorf. Ebenfalls gefördert wird die Rettung von Plänen und Zeichnungen der Alfred Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die den Wandel der Industriearchitektur in der Moderne repräsentativ zeigen.

Wie diese beispielhaft genannten Projekte haben auch die weiteren geförderten Vorhaben den Schutz bedrohten Schriftguts zum Gegenstand, das von nationaler Bedeutung und hohem kulturhistorischem Wert ist.

Ausgewählt wurden die Maßnahmen auf der Basis von Empfehlungen des Fachbeirats der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts. Sie werden durch die Einrichtungen, Länder und Kommunen grundsätzlich zu mindestens 50 Prozent mitfinanziert.

Außerdem finanziert der Bund seit 2011 gemeinsam mit den Ländern die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturgutes (KEK).

Weitere Informationen: http://www.kek-spk.de/home/

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, 5. September 2018, 305/2018

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.