Online: Lukas Heck: „Inklusion in Archiven.

Möglichkeiten und Grenzen in der Archivbenutzung“, Bachelorarbeit FH Potsdam,(2020)

„Archive und Inklusion“ ist ein herausforderndes Thema. Seit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich für Menschen mit Behinderungen in Deutschland schon viel getan. Aber kann man mit dem heutigen Stand der Umsetzung zufrieden sein? Und wie sieht die Situation in Bezug auf die Archivlandschaft aus?

Konzepte und Projekte in Archiven bieten viele interessante und spannende Möglichkeiten in der historischen Bildungsarbeit und damit der Wissensvermittlung. In der Gesamtbetrachtung der historischen Bildungsarbeit wurde jedoch festgestellt, dass die Teilnahme für Menschen mit Behinderungen nicht ausreichend ermöglicht wird. Fehlende Literatur und nur wenige Leuchtturmprojekte sorgen dafür, dass Archivarbeit zu wenig Aufmerksamkeit erhält.

Konzepte und Projekte in der historischen Bildungsarbeit für Menschen mit Behinderungen bieten großes Potenzial. Dabei ist es gar nicht nötig, jedes Projekt immer wieder neu zu definieren. Vielmehr sollten bestehende Konzepte adaptiert und mit der Zielsetzung „Einbeziehung von behinderten Menschen“ erweitert werden. Beispiele dafür werden in der vorliegenden Arbeit aufgeführt.
via Archivalia

NRW: Landesinitiative Substanzerhalt wird verlängert

Eine Million Euro zusätzlich für Erhalt von schriftlichem Dokumentenerbe: Land und Landschaftsverbände verlängern Kooperation beim Schutz von Archivgut – Ministerin Pfeiffer-Poensgen: Originalerhalt ist unverzichtbar

Akten und andere Archivunterlagen bestehen meist aus säurehaltigem Papier, das sich über die Zeit zersetzt, und sind daher besonders von unwiederbringlichem Zerfall bedroht. Um gefährdetes Archivgut zu bewahren und damit zeithistorisch und kulturell bedeutende Dokumente zu sichern, hat das Land Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit den Landschaftsverbänden Rheinland (LVR) und Westfalen Lippe (LWL) die „Landesinitiative Substanzerhalt“ (LISE) aufgelegt. In diesem Rahmen konnten seit 2006 viele Millionen Unterlagen aus kommunalen und anderen Archiven entsäuert und auf diese Weise die Papiere wieder verfestigt und stabilisiert werden. Die erfolgreiche Kooperation der drei Partner wird nun bis 2023 verlängert und finanziell wie inhaltlich erweitert: Im Rahmen der Stärkungsinitiative Kultur erhöht die Landesregierung bis 2023 ihre Fördermittel von bisher knapp 800.000 Euro auf bis zu 1,8 Millionen Euro.

„Archivunterlagen dokumentieren nicht nur Verwaltungshandeln, sondern bilden einen bedeutenden kulturellen Schatz, der uns Geschichte in all ihren Facetten, aber auch die Kunstfertigkeit in Druck und Gestaltung vermittelt. Auch wenn Bücher und Archivalien zunehmend digitalisiert werden, ist der Erhalt der Originale unverzichtbar, da das verwendete Material, Beigaben wie Siegel oder auch die Größe eines Dokuments sich über ein Digitalisat kaum vermitteln lassen“, sagte Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen. „Mit der ‚Landesinitiative Substanzerhalt‘ baut die Landesregierung das bundesweit beachtete Programm zum Erhalt von archivalischem Kulturerbe in Kooperation mit den Landschaftsverbänden künftig weiter aus.“ Weiterlesen

„Eine weltweite Familie: Die Sprachenschule Siegerland des Dr. Adolf Bode“

Neuerscheinung der Geschichtswerkstatt: Sonderband 2020
Preis: 15,00 €, Erhältlich in allen Buchhandlungen; Bestellungen über die Homepage der Geschichtswerkstatt Siegen e.V.: geschichtswerkstatt-siegen.de

Im September 1945 – also vor fast exakt 75 Jahren – gründete Dr. Adolf Bode, soeben erst aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt, die „Sprachenschule Siegerland“. Diese private Fremdsprachenschule war nicht nur für das Siegerland, sondern für ganz Deutschland einmalig: Denn an ihr konnte man nicht nur in Abendkursen Sprachen neu lernen oder Fremdsprachenkenntnisse auffrischen oder erweitern – sei es nun in Englisch und Französisch, in Italienisch, Spanisch, Russisch oder Japanisch. Alleinstellungsmerkmal der Schule war vielmehr, dass sie die erste und einzige Fremdsprachenschule für die die Region Siegerland damals prägende Eisen- und Stahlindustrie war.
Zum 75. Jubiläum der Gründung dieser für die Siegerländer Wirtschaft einmaligen Bildungsinstitution ist nun bei der Geschichtswerkstatt Siegen ein Sonderband erschienen, der Entstehung und Entwicklung der Sprachenschule Siegerland nachzeichnet: „Eine weltweite Familie: Die Sprachenschule Siegerland des Dr. Adolf Bode“. Verfasst wurde das Manuskript von Dr. Bodes Ehefrau und unermüdlichen Mitarbeiterin, der 2012 verstorbenen Ute Bode. Herausgeber der Publikation ist Prof. em. Dr. Christoph Bode, Sohn von Adolf und Ute Bode, der diese Besonderheit der Lokal- und Regionalgeschichtsschreibung mit zahlreichen Anmerkungen sowie mit einem Vor- und Nachwort versehen hat. Eine Kostbarkeit insofern, als hier den Lesern konkret, faktenreich und lebendig Wirtschaft und Bildung in den Jahrzehnten der Nachkriegszeit nahegebracht werden. Weiterlesen

Stellenausschreibung einer/eines Wissenschaftlichen-Pädagogischen Mitarbeiterin/Mitarbeiters für das Aktive Museum Südwestfalen

Das Aktive Museum Südwestfalen ist ein Dokumentations- und Lernort für regionale Zeitgeschichte am Platz der Synagoge in Siegen.

Zum 1.Januar 2021 ist beim Verein die Stelle einer/eines

Wissenschaftlichen-Pädagogischen Mitarbeiterin/Mitarbeiters

mit einem Umfang von 39 Arbeitsstunden wöchentlich zu besetzen.

Die Einstellung erfolgt unbefristet, sofern die externen Fördergelder beim Verein eingehen. Voraussetzung für eine Bewerbung ist ein abgeschlossenes Studium im Fach Geschichte. Zu den Aufgaben zählen u. a.: Gruppenführungen, Erstellung von Halbjahresprogrammen, Konzeption von Wechselausstellungen, maßgebliche Beteiligung an der Neukonzeption der Dauerausstellung. Erfahrungen im Ausstellungsmetier wären wünschenswert.

Ihre aussagefähigen Bewerbungsunterlagen
senden Sie bitte bis zum 5. Dezember 2020 an:

Aktives Museum Südwestfalen e. V., Spandauer Straße 34, 57072 Siegen.
Quelle: Aktives Museum Südwestfalen, Startseite, 12.11.2020

Wikipedia-Artikel zu Friedrich Christian Vogel (1800 -1882)

Ausschnitt aus: Westfälischer Merkur, Nr. 119, 18. Mai 1848, Verzeichnis der in der Provinz Westfalen erwählten Abgeordneten und Stellvertreter zur deutschen Nationalversammlung in Frankfurt/Main

Seit November 2019 liegt ein Artikel zu dem Feudinger Pfarrer Friedrich Christian Vogel (1800 -1882) in der Wikipedia vor. Die familiären Verbindungen reichen allerdings bis in das Siegerland hinein. Neben seiner Tätigkeit als Pfarrer sind sein politisches Engagement sowie seine landeskundlichen Arbeiten, u. a. zu Wüstungen im Altkreis Wittgenstein, zu erwähnen.

Amtsblatt der preußischen Regierung Minen 1842, S. 68, Link

Zusätzlich zu dem biographischen Beitrag Joachim Naumanns, der für den Wikipedia-Eintrag ausgewertet wurde, sei auf folgende Aktenfunde hingewiesen, die zu weiteren Forschungen einladen: Weiterlesen

Online: Stammbaum der Familie Delius westfälischen Zweiges 1604 – 1906

Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster hat kürzlich die Stammtafeln des westfälischen Zweiges der Familie Delius online gestellt. Mit Anton Delius stellte diese Familie einen Siegener Bürgermeister, dessen Sohn Walter legte eine juristische Arbeit über das Siegerländer Haubergswesen vor.

Nr. 62 des „Blick ins Netpherland“ ist als Jahresausgabe 2020 erschienen.

Dass das Jahr 2020 im Zeichen der Coronavirus-Pandemie kein Jahr wie alle anderen in der nun bald 50-jährigen Geschichte des 1971 gegründeten Heimatvereins Netpherland war, spiegelt bereits das Titelbild des vor kurzem erschienenen „Blick ins Netpherland 2020“ wieder. Zeigt es doch die „Night of Light“-Illumination von Heike Jung vor dem alten Rathaus in Netphen. Hiermit hatte die Netphener Veranstaltungsbranche am 22. Juni 2020 auf die für sie existenzgefährdenden Auswirkungen der Coronakrise hingewiesen, wie Schriftleiter und Heimathistoriker Wilfried Lerchstein in einem Artikel über diese Rotlicht-Aktion näher beleuchtet. Auch sein Jahresrückblick auf die Aktivitäten des Heimatvereins ist geprägt von den vielen Veranstaltungen, die coronabedingt ausfallen mussten. Immerhin war die am 2. Februar 2020 im Heimatmuseum Netpherland eröffnete Ausstellung „Reise der Emotionen“ von Annett Serafin wenigstens für einige Wochen für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich. Lerchstein zeichnet den Werdegang der Künstlerin nach und stellt einen Querschnitt der von ihr gezeigten Werke vor.
In einem weiteren Aufsatz stellt Lerchstein die neuesten archäologischen Erkenntnisse zum „Burggraben“ in der Gemarkung Niedernetphen als Standort einer eisenzeitlichen Wallburg und einer kleinen Siedlung vor. Prof. Dr. Michael Baales und Dr. Manuel Zeiler von der LWL-Archäologie für Westfalen, Außenstelle Olpe, haben die Entstehung dieses Aufsatzes sachkundig unterstützt. Weiterlesen

Linktipp: Ansicht der Stadt Siegen um 1800

via Hessisches Landesarchiv, Facebook, 7.11.2020

 

Diese Darstellung der Stadt Siegen stammt aus der Zeit um 1800 und ist im Nachlass des nassauischen Landeshistorikers…

Gepostet von Hessisches Landesarchiv am Samstag, 7. November 2020

Die Zeichnung befindet in dem Archivale mit dem Titel „Zeichnungen und Drucke sowie Pläne diverser nassauischer Orte, Städte, Burgen etc. (z. T. koloriert)“ und die Laufzeit ist 1760, 1768-1830. Die Darstellung ist also ein zeitgenössischer Druck oder eine entsprechende Zeichnung. Ein Blick in das Archivale fördert eventuell auch die Legende zu den mit Nummern versehenen Gebäude zu Tage.

Zu Christian Daniel Vogel siehe: Weiterlesen